Kuscheltiere haben oft einen besonderen Platz im Herzen von Kindern und Erwachsenen. Sie sind Wegbegleiter, Seelentröster und Freunde. Wenn das Fell des Lieblingskuscheltiers jedoch nicht mehr so weich ist, zusammengeklebt aussieht, Knoten hat oder sich einfach nicht mehr angenehm anfühlt, ist es Zeit für eine spezielle Pflege. Dieser Artikel gibt dir hilfreiche Tipps und Tricks, wie du das Fell deines Kuscheltiers mit langen Haaren wieder in Topform bringst.
Viele Menschen sind sehr an ihre Kuscheltiere gebunden und möchten diese so gut wie möglich pflegen. Hier sind einige häufige Probleme und Lösungen, um das Fell deines Kuscheltiers wieder weich und flauschig zu machen:
Wenn das Fell deines Kuscheltiers verfilzt und trocken ist, kann dies verschiedene Ursachen haben. Hier sind einige Schritte, die du unternehmen kannst:
Wichtig: Beachte immer das Etikett des Kuscheltiers. Wenn dort "Oberfläche waschbar" steht, bedeutet das, dass du das Kuscheltier nicht in der Waschmaschine waschen solltest. In diesem Fall ist eine Handwäsche die bessere Option.
Knoten im Fell sind ein häufiges Problem, besonders bei Kuscheltieren mit langen Haaren. Hier sind einige Tipps, um Knoten zu entfernen:
Es ist wichtig, geduldig zu sein und das Fell nicht zu stark zu ziehen, um es nicht zu beschädigen.
Regelmäßiges Waschen und Bürsten hält das Kuscheltier sauber und flauschig.
Bevor du dein Kuscheltier wäschst, solltest du immer das Waschetikett überprüfen. Dort findest du Informationen, ob das Kuscheltier per Hand oder in der Maschine gewaschen werden darf, welche maximale Waschtemperatur erlaubt ist und ob es theoretisch in den Trockner darf. Experten raten jedoch generell davon ab.
Faustregel:
Wenn du das Gefühl hast, dass das Kuscheltier noch sauber ist und nicht riecht, kannst du auch auf das Waschen verzichten. Denn durch zu häufiges Waschen kann die Flauschigkeit des Kuscheltiers verloren gehen und die Farbe kann ausbleichen.
Falls das Schild nicht vorhanden oder nicht mehr lesbar ist, wasche das Kuscheltier sicherheitshalber nur von Hand.
Bevor du ein Kuscheltier in der Maschine wäschst, prüfe alle Nähte, ob sie wirklich geschlossen sind. Sonst besteht Gefahr, dass beim Waschen ein Teil der Füllung verloren geht.
Das Kuscheltier hat eine herausnehmbare Füllung (z.B. Wärmekissen-Füllung oder Spielwerk bei Spieluhr-Kuscheltieren)? Nimm diese unbedingt heraus und schließe den Reißverschluss oder Klettverschluss vor dem Waschen wieder.
Entferne zudem lose Teile (Halsband o.ä.) und falls vorhanden auch Kleidung des Stofftiers vor dem Waschen. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, wasche den kuscheligen Freund in einem Wäschebeutel oder einfach in einem Kissenbezug. So schonst du sein Fell und es bleibt nichts in der Waschtrommel hängen.
Am besten eignet sich zum Kuscheltier waschen ein mildes Woll- oder Feinwaschmittel anstelle des normalen Universalwaschmittels. Auf Weichspüler verzichtest du lieber.
Je jünger dein Kind ist, desto sinnvoller ist es außerdem, auf ein parfümfreies Sensitiv-Waschmittel zurückzugreifen, da künstliche Duftstoffe Allergien auslösen können. Babys und Kleinkinder nehmen einen unbekannten, starken Waschmittelgeruch mitunter auch viel intensiver wahr als wir.
Bei der Temperatur sind 30 Grad im Schonwaschgang in der Regel völlig ausreichend. Klar - es gibt Verschmutzungen, bei denen eigentlich 60 Grad nötig wären, z.B. wenn sich dein Kind auf das Kuscheltier erbrochen hat. Allerdings riskierst du, dass das Kuscheltier danach kaputt ist. Wasche es also lieber bei 30 Grad und führe hinterher noch weitere Hygiene-Maßnahmen durch (z.B. desinfizieren und/ oder einfrieren).
Gestrickte Kuscheltiere aus Schurwolle, Mohair oder Kaschmir vertragen gar keine Hitze, hier empfiehlt sich der Wollwaschgang bei max. 20 Grad.
Ein Schleudergang ist normalerweise nicht notwendig. Weil du allerdings kaum die Waschmaschine für ein einziges Kuscheltier anwerfen wirst, kannst du das Kuscheltier natürlich auch zusammen mit farbähnlichen Kleidungsstücken waschen.
Wickele das frisch gewaschene Kuscheltier in ein Handtuch und drücke überschüssige Feuchtigkeit vorsichtig aus. Dann nimm ein frisches Handtuch und lass es darauf vollständig trocknen (z.B. auf einem Wäscheständer), um Schimmelbildung zu verhindern. Das kann je nach Größe auch mehrere Tage dauern.
Trockne das frisch gewaschene Kuscheltier auf keinen Fall auf der Heizung, im Trockner oder mit dem Föhn: Bei starker Hitze besteht die Gefahr, dass sich das Kuscheltier verformt oder das Fell verfilzt! Auch in der prallen Sonne trocknen ist keine gute Idee, weil die UV-Strahlung die Farbe schneller ausbleichen lässt.
Es kann passieren, dass das Stofftier durch das Waschen an Volumen verliert. Um das zu vermeiden, kannst du es während des Trocknens zwischendurch etwas aufschütteln. Um das Kuscheltier nach dem Trocknen wieder flauschig zu bekommen, kannst du das Fell vorsichtig mit einer Babybürste bürsten.
Eine Babybürste hilft, das Fell wieder flauschig zu machen.
Um ein Kuscheltier mit der Hand zu waschen, brauchst du eine große Schüssel oder einen Eimer mit lauwarmen Wasser. Oder du wäschst es einfach im Waschbecken. Darin lässt du das Stofftier mit einem milden Flüssigwaschmittel (ggf. Wollwaschmittel) oder einfach mit Shampoo für mindestens 30 Minuten einweichen.
Waschmittelreste spülst du anschließend mit klarem kalten Wasser aus. Reibe das Fell anschließend vorsichtig einem Handtuch trocken. Du kannst dir aber auch einen weichen Lappen oder eine Bürste mit weichen Borsten zur Hilfe nehmen. Anschließend drückst du das Kuscheltier vorsichtig aus und lässt es, wie nach der Maschinenwäsche auf einem Handtuch vollständig trocknen. Kleinere Kuscheltiere kannst du zum Trocknen auch an die Wäscheleine hängen. Bei größeren Kuscheltieren ist das aber nicht zu empfehlen, weil sie durch die Feuchtigkeit um Einiges schwerer sind. Das kann beim Hängen dazu führen, dass die Nähte einreißen.
Ein Kuscheltier mit mechanischen Teilen oder Batterien reinigst du am besten ohne Wasser. Wenn es sich bei der Verschmutzung nur um losen Staub handelt, schüttele es einfach aus oder sauge es vorsichtig mit der Polsterbürste des Staubsauger ab. Wenn das Kuscheltier hartnäckige Flecken hat, tupfe ein wenig mildes Geschirrspülmittel auf den Fleck. Lass es dann für 10 bis 15 Minuten einwirken und wische es anschließend mit einem feuchten Tuch ab.
Besonders hartnäckig und eklig ist ein Kaugummi im Fell des Lieblingskuscheltiers. Doch es gibt eine Lösung. Lege das Stofftier über Nacht in die Gefriertruhe. Am nächsten Morgen kannst du den Kaugummi ganz einfach entfernen. Funktioniert auch bei Kerzenwachs!
Außerdem können Kuscheltiere auch von Ungeziefer befallen sein. Um die kleinen Nervensägen, wie Läuse oder ähnliches wieder loszuwerden, reicht normaler Waschgang nicht aus. Zusätzlich müssen sie für mindestens eine Woche luftdicht in einer Plastiktüte verschlossen aufbewahrt werden.
Ja - tatsächlich hilft auch diese Methode gegen Befall mit Läusen und Co. Auch zum Abtöten von Hausstaubmilben ist das Einfrieren von Kuscheltieren eine gängige Methode (-18 Grad für mehrere Stunden). Auch hier packst du es vorab am besten in eine Plastiktüte ein. Wasche das Kuscheltier nach dem Einfrieren bei 30 Grad, um die abgetöteten Schädlinge zu entfernen.
Wenn ein Kuscheltier muffig riecht, aber nicht dreckig ist (z.B. wenn es länger im Keller lag), lüfte es erst einmal für ein paar Stunden draußen aus. Wenn das nicht hilft, wende folgenden Trick an: Packe das Stofftier zusammen mit etwas Speisestärke oder Natron in eine Tüte und verschließe sie. Anschließend schüttelst du die Tüte kräftig durch. Dann musst du das Kuscheltier nur noch absaugen und der Geruch ist weg.
Mit diesen Tipps und Tricks kannst du das Fell deines Lieblingskuscheltiers wieder weich und flauschig machen und die Lebensdauer deines kuscheligen Freundes verlängern.
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