Ursachen und Lösungen für kurze Wimpern und Wimpernausfall

Volle, geschwungene Wimpern sind immer en vogue, egal für welches Make-up Du Dich entscheidest - ob ein sehr opulenter oder eher natürlicher Look. Doch was tun, wenn die Wimpern kurz sind oder ausfallen? Dieser Artikel befasst sich mit den Ursachen für kurze Wimpern und Wimpernausfall und gibt Tipps zur Pflege und zum Umgang mit diesem Problem.

Wimpern: Funktion und Wachstum

Wimpern bestehen aus dem Protein Keratin. Alle Säugetiere besitzen Wimpern, da sie eine wichtige Schutzfunktion zu erfüllen haben: Sie halten Staub, Schmutz und andere Fremdkörper von unseren empfindlichen Augen fern. Zusammen mit den Augenbrauen halten sie außerdem Wasser fern, damit wir auch in Regen und Schnee gute Sicht haben. Für den Menschen besitzen Wimpern aber auch eine ästhetische Bedeutung.

Insgesamt haben wir am Oberlid 150 bis 250 längere Wimpern und am Unterlid 50 bis 80 kürzere. Wie unser Kopfhaar wachsen auch die Wimpern nach Zyklen. Der gesamte Wimpernzyklus dauert ungefähr 100-150 Tage:

  • Anagene Phase: In dieser Phase wachsen die Haare aus dem Follikel des Augenlids.
  • Übergangsphase (Katagen): Hier endet das Wachstum, die Zellproduktion wird gestoppt.
  • Telogenphase: Auch bekannt als Ruhephase, dauert 2-3 Monate. In dieser Zeit ruht die Wimper im Wesentlichen, während die neue Wimper darunter wächst. Die neue Wimper verdrängt natürlich die alte. Dies ist die Phase, in der die Wimpern ausfallen.

Natürlicher Wimpernausfall ist also völlig normal und harmlos. Wie wir bereits besprochen haben, ist es normal, dass 1-5 Wimpern pro Tag ausfallen. Wenn dieser Prozess gestört ist, sind die Wimpern in einem desolaten Zustand: brüchig und ausgedünnt. Das gilt es zu vermeiden oder - wenn es bereits zu spät ist - zu beheben!

Ursachen für kurze Wimpern und Wimpernausfall

Der Verlust von Wimpern ist grundsätzlich natürlich. Im Durchschnitt verliert man bis zu acht Wimpern pro Tag. Wie die Haare auf dem Kopf wechseln sich auch die Wimpern regelmäßig ab. Dennoch ist das Phänomen des Wimpernausfalls für niemanden ein Fremdwort. Wenn die Wimpern ausfallen, können Körper und Psyche sehr leiden. Anders sieht es aus, wenn die Wimpern vermehrt verloren gehen.

Zu den häufigsten Ursachen für Wimpernausfall zählen neben kosmetischen Fauxpas (z.B. zu viel Reiben beim Abschminken oder ständiges Tragen von künstlichen Wimpern) vor allem:

  • Stress
  • Regelmäßig eingenommene Medikamente
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder eine Schilddrüsenfehlfunktion
  • Hormonschwankungen, etwa während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren
  • Alterung und Wechseljahre, die oft zu Mangelerscheinungen und hormonellen Ungleichgewichten führen.

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Mechanische Reizungen
  • Schwankungen im Vitamin-Haushalt
  • Hormon-Ungleichgewicht
  • Mangel an Nährstoffen
  • Infektionen
  • Dauerhafter Stress
  • Chronische Einnahme von Medikamenten
  • Strahlen- und Chemotherapie
  • Angeborene Fehlstellung der Augenlider
  • Entropium (nach innen gedrehtes Unterlid)
  • Auswärts gedrehtes Unterlid
  • Vitaminmangel, Eisenmangel oder einseitige Ernährung

Tatsächlich kann Stress zu Wimpernausfall bzw. Haarausfall führen. Die chronische Einnahme von Medikamenten kann als Nebenwirkung zu Haarausfall am Kopf, Körper, den Augenbrauen und Wimpern führen. Insbesondere Im Verlauf einer Strahlen- und Chemotherapie kommt es bei den meisten Patienten zu Haarausfall am Kopf und am Körper.

Auch Hormonschwankungen, etwa während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, können zu Wimpernausfall führen. Wenn wir älter werden, ist einer der Hauptgründe für das Ausfallen der Wimpern die Unfähigkeit unseres Körpers, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Deshalb brauchen Ihre Wimpern Fettsäuren, Proteine und Vitamine.

Wichtig: Bei anhaltendem, auffälligem Wimpernausfall sollte ein Facharzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und einen entsprechenden Behandlungsplan zu erstellen.

Diagnose und Behandlung von Wimpernausfall

Um den Wimpernausfall zu verstehen, ist es unerlässlich, einen medizinischen Experten zu konsultieren. Die Anamnese ist ein wichtiges Instrument bei der Ursachenforschung. Dabei werden detaillierte Informationen über die Familiengeschichte des Patienten gesammelt, da bestimmte Erbkrankheiten zu Wimpernausfall führen können. Auch Fragen zur aktuellen Lebenssituation und zu kürzlich eingetretenen Veränderungen können Aufschluss geben. Labortests, einschließlich Blut- und Urinuntersuchungen, können ebenfalls durchgeführt werden, um Mangelzustände festzustellen, die den Wimpernausfall verursachen können. Die Beurteilung hormoneller Veränderungen ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Suche nach den Ursachen. Ärzte schließen auch Krankheiten aus, die Haarausfall verursachen können.

Die Behandlung des Wimpernausfalls hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab und kann daher von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein:

  • Mangelzustände beheben: Ist die Ursache des Wimpernausfalls auf einen Mangel zurückzuführen.
  • Änderung der Pflege: In einigen Fällen kann der Wimpernausfall auf die Verwendung von Kosmetika oder Pflegeprodukten zurückzuführen sein.
  • Medikamentöse Behandlung: Liegt z. B.
  • Therapie der Grunderkrankung: Bei Wimpernausfall, der durch eine Grunderkrankung verursacht wird, steht die Behandlung dieser Erkrankung im Vordergrund.
  • Regenerative Therapien: Zusätzlich zu den oben genannten Behandlungsmöglichkeiten können auch regenerative Therapien zur Unterstützung des Wimpernwachstums eingesetzt werden. Eine solche Behandlung ist die PRP-Therapie, auch bekannt als plättchenreiches Plasma.

Jede Behandlung sollte immer in Absprache mit einem medizinischen Experten erfolgen, damit die spezifischen Bedürfnisse und Umstände des Einzelnen berücksichtigt werden können.

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Wimperntransplantation

Wenn keine Wimpern mehr wachsen und sich die Haarwurzeln nicht mehr erholen können, ist eine Wimperntransplantation eine gute Option. Bei einer Wimperntransplantation werden Haarfollikel entnommen und an den Lidrand transplantiert, um das Wachstum neuer Wimpern zu ermöglichen. Die Wahl des richtigen, erfahrenen Chirurgen ist entscheidend für den Erfolg der Operation. Ein qualifizierter Chirurg wird Faktoren wie die Wuchsrichtung der Haare, die korrekte Platzierung und Tiefe der Haarfollikel und andere feine Details berücksichtigen, um ein natürlich aussehendes Ergebnis zu erzielen.

Die Wimpern-Transplantation ist ein präzises und sorgfältiges Verfahren, das in mehreren Schritten durchgeführt wird:

  1. Entnahme der Haarfollikel: Zunächst entnimmt der Haarchirurg einzelne follikuläre Einheiten mit den Haarwurzeln vom Kopf des Patienten.
  2. Vorbereitung der Grafts: Nach der Entnahme werden die Haarfollikel in Nährstoff- oder Kochsalzlösung aufbewahrt, um sie vor Austrocknung und Beschädigung zu schützen.
  3. Vorbereitung des Empfängers: Der Bereich, in den die Wimperntransplantate eingesetzt werden sollen, wird nun vorbereitet. Nach einer örtlichen Betäubung werden sehr feine Empfangskanäle angelegt.
  4. Einsetzen der Grafts: Nun beginnt der anspruchsvollste Teil der Operation - das Einsetzen der Grafts. Mit einer feinen Pinzette werden die entnommenen Grafts einzeln in die zuvor angelegten Empfängerkanäle eingesetzt.

Wichtig: Dieser Eingriff erfordert jedoch ein hohes Maß an Präzision und Expertise und sollte nur als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Tipps für die richtige Wimpernpflege

Die richtige Wimpernpflege kann einem Wimpernausfall entgegenwirken - und sorgt für einen ausdrucksstarken Augenaufschlag. Hier sind einige Tipps:

  • Abschminken nicht vergessen: Sämtliche Mascara-Reste sollten gründlich entfernt werden. Besonders sanft funktioniert das mit einem ölhaltigen Cleanser. Drücke das Abschminkpad leicht auf die Augen und lass den Cleanser kurz einwirken.
  • Mascara-Pause: Wird eine Mascara nicht vertragen, kann es zu Entzündungen und Wimpernausfall kommen. Dann ist es sinnvoll, den Wimpern eine Pause zu gönnen, um zu sehen, ob sie sich erholen.
  • Rizinusöl: Ein natürlicher Pflege-Booster für die Wimpern. Es versorgt die Haarwurzeln mit Nährstoffen und spendet Feuchtigkeit.
  • Vitamine und Mineralstoffe: Ideal für ein gesundes Haarwachstum sind die Vitamine A und B sowie Zink und Eisen.
  • Reinigung der Beauty-Instrumente: Beauty-Instrumente wie Pinsel oder Wimpernzange (den Wimpern zuliebe nur selten benutzen) sollten wöchentlich gereinigt werden.
  • Sanfte Pflege: Die Wimpern sollten vorsichtig behandelt werden. Sanfte Reinigung und die Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Ölen können helfen, die Wimpern zu nähren und zu stärken.
  • Vermeidung von überstrapazierten Wimpern: Eine Wimpernzange verleiht geraden Wimpern mehr Schwung und sorgt zudem für mehr Volumen, sollte aber unbedingt vor dem Auftragen von Mascara genutzt werden. Vermeiden Sie aggressives und mechanisches Styling: Das ständige Tragen von künstlichen Wimpern oder die häufige Verwendung von Wimpernzangen kann zu Wimpernausfall führen.
  • Vermeiden Sie Giftstoffe: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können das Haarwachstum beeinträchtigen und zu Wimpernausfall führen.
  • Überprüfung der Lebensumstände: Stress und andere Lebensstilfaktoren können Wimpernausfall verursachen.

Weitere Tipps für die richtige Wimpernpflege:

  • Verwende feuchtigkeitsspendende Wimperntusche.
  • Vermeide wasserfeste Mascara und unsachgemäßes Abschminken.
  • Verwende Rizinusöl, Kokosöl oder Aloe Vera zur Pflege.
  • Trage Aloe Vera Gel am besten abends auf den Wimpernkranz auf, so dass es nachts gut einwirken kann.
  • Verwende eine Wimpernzange vor dem Auftragen von Mascara.
  • Achte darauf, dass die Produkte das Haltbarkeitsdatum nicht überschreiten.
  • Vermeide ölbasierte Pflegeprodukte bei künstlichen Wimpern.
  • Reinige die Wimpern regelmäßig mit einem speziell formulierten Wimpernreiniger.

Hausmittel für die Wimpernpflege

Weiter gibt es auch eine Reihe von Hausmitteln, die sich bei regelmäßiger Anwendung für die Wimpernpflege bewährt haben:

  1. Rizinusöl: Das Öl wirkt besonders stimulierend auf die Haarfollikel der Wimpern. Gleichzeitig bekämpft es wachstumsbehindernde Mikroorganismen. Rizinusöl darf auch ohne weiteres mit Olivenöl gemischt werden, die Kombination ist ein beliebtes Hausmittel für längere Wimpern.
  2. Kokosöl: Kokosöl wirkt entzündungshemmend und stärkt die Haardichte der Wimpern. Es wird eine ein- bis zweimalige Anwendung pro Tag empfohlen, um die Wimpern zu stärken.
  3. Aloe Vera: Das Extrakt der Heilpflanze ist nahrhaft und schützend, regt das Wachstum der Wimpern an und spendet Feuchtigkeit.
  4. Grüner Tee: Grüner Tee enthält Tannine und Flavonoide, die das Wachstum von dichteren und längeren Wimpern fördern. Einfach Tee aufbrühen, Wattebällchen befeuchten, auf die Wimpern auftragen, 15 Minuten einwirken lassen und abspülen.

Wimpernseren und Mascara

Für eine Feuchtigkeitszufuhr können wir spezielle Wimpernseren verwenden, die von der Wimpernwurzel ab, sanft aufgetragen werden und unsere Wimpern mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen versorgen. Dieses kann über einen Zeitraum von mehreren Wochen regelmäßig morgens und abends aufgetragen werden. Nach einigen Tagen sollten Deine Wimpern kräftiger und länger wirken. Dafür sorgen zum Beispiel Hauptinhaltsstoffe wie Hyaluronsäure und verschiedene Aminosäuren.

Mit dem Mascara med Duo Primer & XL-Volumen verstärken Sie den Effekt der Wimperntusche doppelt - und pflegen gleichzeitig Ihre Wimpern mit Hyaluronsäure.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Ihre Wimpern erholen sich auch durch intensive Pflege nicht, bleiben brüchig und fallen weiter aus? Dann suchen Sie bitte einen Arzt auf. Es könnten Allergien, Entzündungen oder hormonelle Probleme dahinterstecken.

Wer aber täglich drei bis vier Wimpern verliert, sollte sich ärztlichen Rat einholen, da verschiedene Erkrankungen im Zusammenhang mit Wimpernausfall stehen können:

  • Wimpern können in Folge einer allergischen Reaktion, z.B. auf die Inhaltsstoffe der Mascara oder des Abschminkproduktes, ausfallen.
  • Ein Gerstenkorn kann zu einem Ausfall der Wimpern führen.
  • Tritt eine Hauterkrankungen, wie z.B. Neurodermitis, Herpes oder eine Schuppenflechte nahe dem Augenlid auf, führt ein ständiges Jucken dazu, dass die zarten Wimpern ausfallen.
  • Die Einnahme verschiedenster Medikamente, wie beispielsweise von Chemotherapeutika, die während einer Krebsbehandlung eingenommen werden, können nicht nur zu Haar-, sondern auch zu Wimpernausfall führen.

Fazit

Wimpernausfall ist bis zu einem gewissen Grad völlig normal und Teil des natürlichen Haarzyklus. Generell sollte bei anhaltendem, auffälligem Wimpernausfall ein Facharzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und einen entsprechenden Behandlungsplan zu erstellen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, eine schonende Pflege und vermeiden Sie Stress, um Ihre Wimpern gesund und kräftig zu erhalten.

Also! Kein Stress - Wimpern kommen und gehen.

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