Dreadlocks, auch bekannt als Rastazöpfe oder einfach Dreads, sind mehr als nur eine Frisur - sie sind ein Statement. Ob natürlich verfilzt oder professionell erstellt, Dreads haben eine lange Geschichte und sind ein Ausdruck von Individualität und Rebellion. In diesem Artikel erfährst du alles über kurze Dreadlocks Frisuren, von der Erstellung über die Pflege bis hin zu Styling-Tipps.
Dreadlocks sind verfilzte Haarsträhnen, die entweder auf natürliche Weise entstehen oder durch gezieltes Verfilzen der Haare kreiert werden. Es gibt verschiedene Bezeichnungen für diese Frisur, darunter Rastazöpfe, Dreadz, Dread Locks, Natty oder Nappy Locks. Im eigentlichen Sinne sind Dreadlocks verfilzte Haare, während Rastazöpfe geflochten werden. Der Begriff "Dreadlocks" setzt sich aus den englischen Wörtern "dread" (furchterregend) und "lock" (Locke) zusammen.
Man unterscheidet zwischen natürlichen und kultivierten Dreadlocks:
Dreadlocks haben eine lange Tradition und wurden bereits von den alten Ägyptern getragen. Heutzutage werden sie oft mit der Rastafari-Bewegung auf Jamaika, Bob Marley und Reggae-Musik in Verbindung gebracht. Rastafaris tragen Dreadlocks aus religiösen Gründen und sehen sie als Symbol für Rebellion gegen europäische Dominanz.
Menschen entscheiden sich heute für Dreadlocks, um ein Statement zu setzen und gegen gesellschaftliche Normen zu rebellieren. Die Frisur ist unisex und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Es gibt jedoch auch Diskussionen darüber, ob Dreadlocks zur "schwarzen Kultur" gehören. Im Sinne der Vielfalt und Individualität sollte jeder Dreadlocks tragen können, der Lust darauf hat.
Obwohl Dreadlocks und Rastalocken ähnlich aussehen, gibt es wesentliche Unterschiede:
Es gibt hergestellte Dreads und Naturdreads. Bei handwerklich hergestellten wird entweder das Eigenhaar gefilzt durch toupieren, rollen und letztlich auch einhäkeln oder es werden ins Eigenhaar Kunsthaare geknüpft. Haarsträhne nehmen, toupieren, zwischen den Händen rollen (Palm Rolling), und mit der Häkelnadel alle losen Härchen reinhäkeln.
Wer sich nicht dauerhaft für Dreadlocks entscheiden möchte, kann es mit Fake-Dreadlocks versuchen. Diese lassen sich einfach selber machen und wieder entfernen:
Um die falschen Dreadlocks zu entfernen, kämmst Du Dir die Haare einfach vorsichtig mit einer Bürste oder einem grobzinkigen Kamm aus. Die Stylingprodukte wäschst du mit milden Shampoo und warmem Wasser heraus.
Die Haare sollten mindestens 10 cm lang sein, um Dreadlocks zu erstellen. Je kürzer die Haare sind, desto mehr stehen sie vom Kopf ab. Haare ab 30 Zentimeter können in Form von Dreadlocks schnell abbrechen. Je länger das Haar ist, desto dünner laufen sie zu den Spitzen zu. Dünne Dreads bei langen Haaren werden nicht gut aussehen.
Auch wenn es so aussieht, Dreadlocks sind nicht pflegeleicht. Das Waschen und das regelmäßige Nachdreaden braucht eine gewisse Akribie. Dreads Fans verwenden gern Olivenseife oder Kernseife. Silikonhaltige Shampoos eignen sich nicht zum Waschen von Dreadlocks, da das Haar dann zu glatt wird und nicht verfilzen bzw. verfilzt werden kann. Besser sind also milde Shampoos. Damit schäumt man die Dreads ein und wäscht das Shampoo supergründlich aus.
Dreadlocks müssen am Ansatz regelmäßig nachgedreaded, also restauriert werden - ansonsten fransen sie aus. Das Haarewaschen an sich ist aufwendiger als normal.
Rastas schimmeln eher nicht, da das ja künstliches Haar ist, das jederzeit wieder entfernt werden kann. Anders schaut es bei Dreadlocks aus. Abgesehen davon, dass sie nicht nur gewaschen und alle paar Monate per Tiefenreinigung gesäubert werden sollten, müssen die Dreads möglichst schnell getrocknet werden. Andernfalls entwickeln sie gern einen unangenehmen Geruch und können wirklich schimmeln.
Mit Dreadlocks lassen sich vielfältige Frisuren kreieren, die auf die Länge der Dreads abgestimmt sind. Hier sind einige Ideen:
Zum Binden der Dreads eignen sich Spiralbinder aus Wolle und Draht, die sich jeder Frisur anpassen und das Haar schonen. Auch Haarbänder und Tücher sind praktische Accessoires.
Dreadlocks lassen sich mit Schmuck, Perlen, Bändern und Muscheln verzieren. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Sport mit Dreadlocks kann eine Herausforderung sein, aber mit den richtigen Tipps und Tricks ist es kein Problem:
Viele Sportler entscheiden sich für kurze Dreadlocks, da sie leichter zu handhaben sind. Es gibt jedoch auch Beispiele für Athleten mit langen Dreadlocks.
| Vorteile von Dreadlocks | Nachteile von Dreadlocks |
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Frische Dreads lassen sich, wenn auch mühsam, wieder rauskämmen. Dafür braucht man Geduld und ungefähr so viel Zeit, wie das Kreieren der Dreadlocks gedauert hat. Zum Entfernen der Dreads, ohne sie abzuschneiden, braucht es neben viel Zeit einen großen Vorrat an Haarkur und eine Häkelnadel. Mit der Nadel zupft man die Dreads dann vom Ende bis zum Ansatz wieder auf.
Dreadlocks kosten mit dem eigenen Haar laut Internet um die 300 Euro. Zeitlich sollte man ca. 8-10 Stunden einplanen. Am besten spricht man auch den Zeitaufwand direkt ab. Hier sollte man am besten in einem Afro-Shop fragen oder den Begriff Dreadart in seiner Umgebung googeln.
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