Viele Brustkrebspatientinnen, die eine Chemotherapie durchmachen, haben nicht nur starke körperliche Beschwerden. Gerade der Verlust der Haare ist eine besonders gefürchtete und belastende Nebenwirkung. Durch die sogenannte Alopezie wird die Krebserkrankung nach außen sichtbar. Dieses stigmatisiert und beeinträchtigt die Lebensqualität noch mehr.
Kühlkappe zur Reduzierung von Haarausfall während der Chemotherapie
Bei der Kühlbehandlung der Kopfhaut während der Gabe von Zytostatika trägt die Patientin eine Silikonkappe, durch die Kühlmittel zirkuliert und die Kopfhaut auf 3-5 Grad Celsius herunterkühlt. Das Funktionsprinzip der Kühlhauben beruht auf der durch die Kühlung induzierte Verengung der Gefäße der Kopfhaut.
Diese führt zu einer Reduktion der Konzentration/ Menge der Chemotherapeutika, die lokal zu den Haarfollikeln transportiert wird. Zusätzlich wird die lokale Stoffwechselaktivität eingeschränkt, wodurch die zelluläre Aufnahme der Medikamente an den Haarfollikel gemindert wird. Folge: Geringere Mengen der Zytostatika im Blut gelangen über den Blutkreislauf an die Haarwurzeln, weniger Zellen werden zerstört, Haare fallen kaum noch aus.
Durch verschiedene Studien ist bestätigt, dass die Kühlbehandlung der Kopfhaut den chemotherapie-bedingten Haarausfall erheblich verringern kann. Studiendaten zeigten mit nur wenigen kurz- und mittelfristigen, temporären Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Benommenheit während und nach der Kopfhautkühlung, eine hohe Effektivität der Kühlhaubensysteme.
Die Stressauswirkungen auf die Haare durch eine Chemotherapie könnten offenbar durch das Kühlen der Kopfhaut langfristig vermindert werden, so die Interpretation im Bericht. Vor Aufsetzen der enganliegenden Silikonkappe, durch die eine gekühlte Flüssigkeit zirkuliert, werden die Haare zur optimalen Kälteleitung befeuchtet und Conditioner aufgetragen.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bekamen die Frauen ein Krebsmittel, das den Wirkstoff Taxan enthielt, zeigte die Kühlhaube bessere Ergebnisse als bei einer Anthrazyklin basierten Chemotherapie. Das bestätigt die zweite Studie mit 122 Teilnehmerinnen, die ausschließlich Taxan-basierte Medikamente erhielten.
Anwendung einer Kühlkappe während der Chemotherapie
Eine Sitzung dauert im Schnitt drei bis vier Stunden. Die Patientinnen nehmen auf einem bequemen Stuhl Platz und bekommen Decken und Tee gegen die Kälte. Zunächst wird die Kopfhaut eine halbe Stunde lang heruntergekühlt, bis die Zieltemperatur von 19 Grad erreicht ist. Erst dann wird die Chemotherapie angehängt.
Die Haare/ Kopfhaut dürfen 24 Stunden vorher nicht gewaschen, geföhnt oder gebürstet werden. Mit Vor- und Nachkühlzeit behalten die Frauen die Kappe etwa zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden auf.
In den letzten Jahren konnten beeindruckende Ergebnisse sowie eine hohe Akzeptanz durch die Patientinnen beobachtet werden. Bei über 80% der Patientinnen konnte dadurch auf einen Haarersatz durch eine Perücke verzichtet werden. Das Ziel ist es, allen Patientinnen unter einer Chemotherapie die Möglichkeit zu geben, eine Kühlhaube in Anspruch zu nehmen - unabhängig vom Versicherten- und Finanz- Status.
Die Krankenkassen übernehmen derzeit für gesetzlich versicherte Patientinnen weder die Kosten für die Kopfhautkühlung noch die Kosten für eine Hand- und Fußkühlung. Zuschüsse gewähren die Krankenkassen - wenn überhaupt - nur im Einzelfall und auf Antrag, der dann vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) begutachtet wird.
Ganz verhindern lässt sich der Haarverlust nicht. Und es ist noch nicht geklärt, ob das Abkühlen der Kopfhaut die Wirkung der Chemotherapie in diesem Bereich beeinträchtigt. Nur wenige der Probandinnen klagten über unangenehme Begleiterscheinungen der Behandlung wie Kopfschmerzen, schmerzende Haut, Übelkeit oder Frösteln. Sieben Frauen brachen jedoch die Kühlung per Kappe vorzeitig ab: Sie ertrugen die Kälte nicht.
Krebstherapien sind zwar meist sehr wirksam im Kampf gegen Prostatakrebs, können aber einige Nebenwirkungen mit sich bringen. Diese können sich körperlich, seelisch und geistig auswirken und die Lebensfreude und Lebensqualität vermindern. Gegen diese und andere Nebenwirkungen können supportive Therapien helfen.
Auch Symptome und Beschwerden, die der Prostatakrebs selbst hervorruft, lassen sich behandeln. Manchmal gelingt es durch supportive Behandlungen sogar, solchen Beschwerden vorzubeugen. Welche Supportivtherapien zum Einsatz kommen, hängt von den Behandlungen ab, die Sie durchlaufen.
Die S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ listet häufige Nebenwirkungen und Folgen von Krebsbehandlungen. Sie empfiehlt außerdem Maßnahmen, die bei dem jeweiligen Gesundheitsproblem helfen können.
Einige der häufigsten Nebenwirkungen von Krebstherapien und die entsprechenden unterstützenden Maßnahmen sind:
Bei der Schmerztherapie gehen Ärztinnen und Ärzte in der Regel nach dem Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation WHO vor. Welche Schmerzmittel zum Einsatz kommen, hängt von der Ausprägung des Schmerzes ab.
Es ist wichtig, dass Sie sich sofort ärztlich behandeln lassen, wenn Sie Anzeichen für Nervenschäden oder eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen bemerken.
Für weitere Informationen und Unterstützung können Sie sich an eine zertifizierte Prostatakrebszentrum wenden. Dort arbeiten Fachleute verschiedenster medizinischer und anderer Disziplinen, die viel Erfahrung mit Prostatakrebstherapien haben. Auch mit der Supportivmedizin sind sie vertraut.
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