Verklebte Augen, insbesondere morgens nach dem Aufwachen, sind ein weit verbreitetes Phänomen. Oftmals geht dieses unangenehme Symptom mit einer erhöhten Produktion von Sekret einher, das die Augenlider zusammenkleben lässt. In manchen Fällen können jedoch auch Infektionen, Allergien oder andere Augenerkrankungen die Ursache sein.
Verklebte Augen entstehen häufig durch überschüssigen Augenschleim, der sich besonders nach dem Aufwachen als Kruste um die Augenlider sowie Wimpern ansammelt und die Augenlider verklebt. Der Wasseranteil verdunstet, wodurch der Augenschleim eintrocknet und sich im Augenwinkel festsetzt. Das passiert, weil wir nachts nicht blinzeln und sich die Tränenflüssigkeit am Lidrand ansammelt.
Weitere Ursachen können sein:
Die Lidrandentzündung, medizinisch Blepharitis genannt, ist eine häufige Erkrankung der Haut, die verschiedene Formen haben kann. Viele Patienten schildern dauernde „eitrige Augen- oder Bindehautentzündung“ oder „gerötete Augen“. Häufig wurde mit Antibiotika oder Kortison behandelt, ohne langfristige Linderung. Die Krankheitsgeschichte erstreckt sich über Wochen oder Monate.
Sie beginnt schleichend und im Laufe der Zeit entwickeln sich die typischen Beschwerden: tränende bzw. müde Augen und Bindehaut-Rötung. Die Lidränder sind geschwollen, verklebt oder gerötet mit Juckreiz, Schmerzen, Sehschwankungen und Lichtempfindlichkeit.
Die Lidrandentzündung lässt sich in zwei Formen unterteilen: die vordere und die hintere Blepharitis. Eine Kankheitsform mit unterschiedlichen Symptomen.
Ursächlich für eine Blepharitis ist eine Verstopfung der Talgdrüsen (Meibom-Drüsen) in den Augenlidern. Diese kann unterschiedliche Ursachen haben:
Eine infektiöse Blepharitis wird meistens durch Bakterien (Staphylokokken), Viren (Herpes simplex-Virus, das Windpockenvirus Varizella zoster) oder Filzläuse hervorgerufen. Übersteigt die Talgproduktion das normale Maß, verstopfen die Ausführungsgänge der Liddrüsen - eine schuppende Lidrandentzündung (Blepharitis squamosa) kann entstehen.
Erste Symptome einer Lidrandentzündung sind verklebte und geschwollene Lidränder. Häufige Blepharitis-Symptome sind:
Treten bei Ihnen verklebte Augen auf, gibt es bestimmte Anzeichen, die unter Umständen einen Arztbesuch erfordern. Schmerzende Augen oder Lichtempfindlichkeit können auf eine ernsthafte Infektion oder Entzündung hinweisen und sollten Sie zeitnah medizinisch behandeln lassen. Ein dicker, gelber oder grüner Ausfluss, besonders wenn er von Schwellungen und Rötungen begleitet wird, deutet auf eine Infektion hin, die ärztlich behandelt werden muss. Bei Neugeborenen mit roten, klebrigen Augen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich. Auch Kontaktlinsenträger sollten bei Symptomen wie Rötung, Schmerzen oder Ausfluss einen Facharzt aufsuchen, um Komplikationen zu vermeiden.
Verklebte Augen können lästig sein. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.
Entscheidend zur Behandlung und Vorbeugung einer Blepharitis ist eine gründliche Lidhygiene. Sie umfasst Reinigungsmaßnahmen, mit denen das aufgestaute Talgsekret aus den Ausführungsgängen der Talgdrüsen entfernt wird. Außerdem werden dabei die Lidränder vorsichtig gereinigt. Bei infektiöser Blepharitis werden geeignete Mittel gegen die Auslöser der Infektion gegeben (z.B. Antibiotika gegen Bakterien). Darüber hinaus sollte eine bestehende ursächliche Hauterkrankung fachgerecht behandelt werden.
Das Ziel der Lidhygiene besteht darin, einen normalen Abfluss des Talgsekrets zu gewährleisten. Dies gelingt meist mit zwei Maßnahmen, die täglich durchgeführt werden sollten:
Wird die Lidrandentzündung von Bakterien hervorgerufen, behandelt man sie mit einem lokalen Antibiotikapräparat (z.B. antibiotische Augensalbe). Nur in seltenen Fällen wird das Antibiotikum in Form von Tabletten verabreicht. In bestimmten Fällen kann auch die lokale Anwendung von Glukokortikoiden ("Kortison"), etwa als Salbe, sinnvoll sein.
Bei einer virusbedingten Blepharitis wird der Arzt unter Umständen ein virenhemmendes Medikament (Virustatikum) zur Einnahme verschreiben. Gegen Filzläuse kann Pilocarpin-Öl eingesetzt werden. Es hemmt die Atmung der Läuse, die daraufhin absterben. Sie werden zusammen mit ihren Nissen mit der Hand entfernt. Alternativ kann man bei dieser Form der Lidrandentzündung eine schwach quecksilberhaltige Salbe anwenden.
Liegt der Blepharitis eine allgemeine Hauterkrankung zugrunde, muss diese in Absprache mit dem behandelnden Augenarzt gleichzeitig mitbehandelt werden. Anderenfalls kann eine Blepharitis schnell wiederkehren.
Verklebte Augen können durch verschiedene Ursachen wie Infektionen, Allergien oder andere Augenprobleme entstehen.
| Ursache | Symptome | Behandlung | Prävention |
|---|---|---|---|
| Infektionen (Bakterien, Viren) | Rötung, Schwellung, Ausfluss, Verklebung | Antibiotika, antivirale Medikamente | Gute Hygiene, Händewaschen |
| Allergien | Juckreiz, Rötung, Schwellung | Antihistaminika, Vermeidung von Allergenen | Allergene meiden, Allergietests |
| Trockene Augen | Trockenheit, Brennen, Fremdkörpergefühl, Verklebung | Augentropfen, künstliche Tränen | Regelmäßige Befeuchtung, Vermeidung von Reizstoffen |
| Lidrandentzündung (Blepharitis) | Verkrustungen, Schuppen, Rötung, Juckreiz | Lidhygiene, warme Kompressen, Reinigungslösungen | Regelmäßige Lidreinigung, Vermeidung von Make-up |
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