Kribbeln zwischen den Augenbrauen: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Kribbeln im Kopf und im Gesicht kann sehr unangenehm sein. Das Gefühl von Taubheit oder ein Kribbeln im Gesicht und im Kopf kann sich sehr unangenehm anfühlen. Wer ein Kribbeln im Kopf, der Kopfhaut oder im Gesicht verspürt, für den kann dieses Symptom sehr unangenehm sein. Betroffene empfinden Kribbeln im Gesicht wie Ameisenläufe oder das Berühren einer Brennnessel. Dieses Empfinden ist nicht nur störend, sondern sehr unangenehm, und kann das Befinden nachhaltig negativ beeinflussen.

Im Folgenden werden mögliche Ursachen und Behandlungsmethoden für dieses Phänomen erläutert.

Mögliche Ursachen für Kribbeln im Gesicht

Generell geht die Medizin von mehreren Faktoren aus, die für unangenehme Gefühlsstörungen sorgen können. Die Symptome können an Gliedmaßen auftauchen, aber oft auch im Bereich der Kopfhaut und im Gesicht.

  • Sensibilitätsstörungen: Kribbeln ist eine Empfindungsstörung an der Körperoberfläche und wird in der Regel durch überaktive Nervenenden in der Haut vermittelt (Parästhesie). Taubheitsgefühle entstehen meist durch unteraktive Nerven (Hypästhesie).
  • Durchblutungsstörungen: Eine Ursache für ständiges Kribbeln können Durchblutungsstörungen sein. Durchblutungsstörungen treten unter anderem dann auf, wenn es zu Ablagerungen in den Arterien kommt. Dadurch verengen oder verstopfen die Blutgefäße. Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen und Teile des Körpers sind mit Nährstoffen, Mineralien und Sauerstoff unterversorgt.
  • Mangelernährung: Ebenfalls eine mögliche Ursache für das Kribbeln ist eine zu einseitige Ernährung. Ist die Ernährung ausgewogen, stehen genügend wichtige Nährstoffe wie Eisen, Folsäure oder auch Vitamin B zur Verfügung. Ebenfalls sehr wichtig für die körperliche Gesundheit: Ausreichend Wasser trinken. Wasser verdünnt das Blut, so kann es besser im Körper zirkulieren.
  • Stress: Stress führt regelmäßig zur Verspannung von Muskeln und auch zu Nervenverspannungen, die nicht nur ein unangenehmes Gefühl, sondern auch Kribbeln im Bereich des Kopfes oder Gesichts auslösen können.
  • Weitere Ursachen:
    • Schnupfen (allergisch oder Erkältung)
    • Lippenherpes
    • Epilepsie
    • Kontaktallergie (z.B. durch Zahnpasta oder Lebensmittelfarbstoffe)
    • Nährstoffmangel (Magnesium, Folsäure, Vitamin B, Eisen)
    • Kaliumüberschuss
    • Unfall (eingeklemmte Nerven, Gehirnerschütterung)
    • Neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Parkinson, Gürtelrose)
    • Tumore oder hormonelle Störungen (selten)

Möglich ist auch eine Kombination aus mehreren Ursachen.

Fazialisparese (Gesichtslähmung) als Ursache

Ein Mundwinkel hängt, ein Auge schließt nicht: Das sind typische Symptome für Fazialisparese. Der medizinische Begriff für diese Gesichtslähmung ist Fazialisparese. Der Nervus facialis ist eigentlich ein Nervenpaar - je ein Strang für die linke und rechte Hälfte des Gesichts. Wie die Äste eines Baums verzweigen sich die Arme des Nervs dann jeweils auf einer Gesichtshälfte.

Die Fazialislähmung kann zum Beispiel auch durch Krankheiten, Infektionen oder Verletzungen hervorgerufen werden. Die Namen beziehen sich auf die Lage des auslösenden Problems. Peripher bedeutet "am Rand gelegen" und meint in diesem Zusammenhang den Gesichtsnerv, der vom Gehirn bis ins Gesicht führt. Die periphere Fazialisparese ist mit rund 60 Prozent der Fälle die häufigere Form. Ursache für die Schädigung des Gesichtsnervs oder einen Teil des Nervs kann dabei ein Unfall oder eine Schwellung aufgrund einer Infektion mit Bakterien oder Viren sein.

Ein bekannter Risikofaktor für die Entwicklung der Gesichtslähmung ist Diabetes: Schlecht eingestellte Zuckerwerte schädigen generell die Nerven und können auch den Gesichtsnerv betreffen. Ein höheres Risiko für eine Fazialisparese haben auch Schwangere, wobei hier die Ursache unbekannt ist. Letztlich können auch psychische Faktoren wie extremer Stress oder banale Umgebungsfaktoren - wie Zugluft im Gesicht - eine Entzündung des Nervus facialis auslösen: Gesichtslähmungen treten statistisch häufiger nach Wetterumschwüngen auf.

Diagnose und Behandlung

Um die Ursache für das Kribbeln im Kopf oder andere Gefühlsstörungen im Körper herauszufinden, ist eine Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin sicher angeraten.

Die Diagnose der Fazialisparese ist vor allem Ursachenforschung. Mithilfe einer Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) untersucht der Arzt oder die Ärztin, ob der Auslöser im Gehirn liegt. Im nächsten Schritt wird Blut abgenommen oder eine Lumbalpunktion zur Gewinnung von Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit durchgeführt. Auch eine Mittelohrentzündung kann den Nervus facialis in Mitleidenschaft ziehen, daher kann für die Diagnose eine Zusammenarbeit zwischen HNO-Arzt und Neurologen sehr hilfreich sein.

Je nach Krankheitsbild stehen verschiedene Medikamente für die Behandlung zur Verfügung.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Medikamente:
    • Virustatika bei Virusinfektionen
    • Antibiotika bei bakteriellen Infektionen
    • Glukokortikoide (Kortison) zur Entzündungshemmung
    • Augensalben und -tropfen bei unvollständigem Lidschluss
    • Durchblutungsfördernde Medikamente
    • Vitamin-B-Komplex bei Vitamin-B12-Mangel
  • Weitere Therapien:
    • Transkutane Nervenstimulation
    • Fazialisparese-Übungen
    • Plastische Operationen (Canthoplastik, Blepharoplastik)

Da bei den meisten Patienten und Patientinnen mit peripherer Fazialisparese eine Schädigung der Lidschluss-Funktion besteht, muss das Auge besonders gepflegt werden, damit sich die Hornhaut nicht entzündet. Das geschieht mit künstlicher Tränenflüssigkeit und Augensalbe. Nachts tragen Patienten einen sogenannten Uhrglasverband (eine Art durchsichtige Augenklappe im Pflasterformat), um vor Austrocknung zu schützen.

Gegen stressbedingtes Kribbeln im Kopf und im Gesicht hilft Entspannung. Wenn du gerade unter Stress stehst, kann Entspannung helfen. Mit verschiedenen Techniken kannst du die Anspannung lösen und das Kribbeln lindern. Yoga ist ein gutes Mittel und auch Meditation. Arzneilavendel (Lavandula angustifolia) als Öl oder in Kapselform zum Einnehmen trägt durch seine Inhaltsstoffe zur körperlichen und geistigen Entspannung bei.

Die Apotheken-Umschau empfiehlt zudem, eventuellen Durchblutungs- und Nervenstörungen durch einen gesunden Lebensstil vorzubeugen: Mithilfe einer ausgewogenen Ernährung erhält der Körper alle wichtigen Nährstoffe.

Auch regelmäßige Bewegung gehört zum A und O der guten Durchblutung. Es reicht völlig aus, jeden Tag zum Beispiel 30 Minuten spazieren zu gehen, das Radfahren für sich wieder zu entdecken oder zu schwimmen. Das Ziel, jeden Tag 10.000 Schritte zu gehen, ist nicht unerreichbar.

Tatsächlich trägt die Natur einiges dazu bei, die Durchblutung auf Trab zu bringen, so auch mit Gewürzen. Das Curcumin im Kurkuma sorgt dafür, dass die Blutplättchen nicht verklumpen und die Adern und Gefäße verstopfen. Ingwer wirkt blutverdünnend und unterstützt die Durchblutung. Knoblauch wiederrum senkt den Blutdruck und wirkt gegen Kalkablagerung.

Bei etwa 80 Prozent der Betroffenen verschwinden die Symptome einer Gesichtslähmung nach wenigen Wochen wieder vollständig.

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