Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der in Deutschland über eine Million Menschen betroffen sind. Dabei entstehen meist plötzlich runde, kahle Stellen auf dem Kopf. Obwohl die genaue Ursache noch nicht vollständig geklärt ist, vermuten Experten eine Störung des Immunsystems. Cortison wird häufig zur Behandlung eingesetzt, um den Entzündungsprozess zu stoppen und das Haarwachstum anzuregen.
Kreisrunder Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, gehört zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen mit Haarverlust. Bei der Erkrankung entstehen meist plötzlich runde kahle Stellen auf dem Kopf. Die Erkrankung kann allerdings auch in Schüben verlaufen. Manchmal tritt kreisrunder Haarausfall außerdem im Gesicht auf, wie an den Wimpern, den Augenbrauen, im Bart oder an der Behaarung des Körpers.
Die Erkrankung kommt bei ungefähr ein bis zwei von 100 Menschen vor. Männer und Frauen sind etwa gleichermaßen betroffen. Die Krankheit kann spontan ausheilen, aber kehrt später oft zurück.
Der medizinische Fachausdruck für kreisrunden Haarausfall, Alopecia areata, stammt von dem griechischen Wort alopekía, das die beim Fuchs vorkommende Erkrankung Fuchsräude bezeichnet, sowie vom lateinischen area = freie Fläche.
Symptome des kreisrunden Haarausfalls:
Das typische Muster des Haarausfalls macht die Diagnose einfach. In der Familienanamnese kann es zusätzlich Hinweise auf gehäuft vorkommenden kreisrunden Haarausfall geben.
Cortison entfaltet seine Wirkung bei kreisrundem Haarausfall, indem es gezielt in die Immunprozesse rund um den Haarfollikel eingreift. Cortison bremst die fehlgeleitete Immunreaktion, die sonst die Haarwurzel attackiert. Der Haarfollikel wird bei Alopecia areata plötzlich zum Brennpunkt des Immunsystems. Cortison wirkt wie ein Schutzschild, das die Entzündung abmildert und die „Angreifer“ fernhält.
Interessant ist, dass die Wirkung direkt am Follikel beginnt - nicht irgendwo im Körper, sondern punktgenau dort, wo die Haarproduktion gestört ist. Moderne Untersuchungen zeigen, dass Cortison die Aktivität bestimmter Immunzellen (wie T-Lymphozyten) hemmt, die sich sonst um die Haarwurzel scharen und das Wachstum blockieren würden. Diese Hemmung kann dazu führen, dass die Haarmatrixzellen wieder in die Wachstumsphase zurückkehren.
Die lokale Anwendung - zum Beispiel als Injektion direkt in die betroffene Kopfhautstelle - sorgt für eine besonders hohe Wirkstoffkonzentration am Ort des Geschehens. Das erhöht die Chance, dass der Haarfollikel aus seiner „Schockstarre“ erwacht.
Unterm Strich lässt sich sagen: Cortison ist kein Wundermittel, aber es kann - wenn es richtig eingesetzt wird - die Entzündungsreaktion am Haarfollikel effektiv ausbremsen.
Cortison kann gezielt dann sinnvoll sein, wenn der kreisrunde Haarausfall frisch auftritt, die betroffenen Areale klar begrenzt sind und eine schnelle Eindämmung der Entzündung gewünscht wird. Gerade bei einem plötzlichen Schub kann ein frühzeitiger Therapiebeginn die Prognose verbessern.
Bei kreisrundem Haarausfall stehen unterschiedliche Darreichungsformen von Cortison zur Verfügung, die sich in ihrer Wirksamkeit, Anwendung und Verträglichkeit deutlich unterscheiden.
Das Hauptziel einer Cortisonbehandlung bei kreisrundem Haarausfall ist es, den aktiven Entzündungsprozess möglichst rasch zu stoppen und so den weiteren Haarverlust einzudämmen.
Cortison kann bei einigen Menschen den Haarwuchs innerhalb weniger Wochen anregen. Allerdings spricht nicht jeder gleich gut auf die Therapie an. Die Wirkung hält meist nur während der aktiven Behandlung an.
Wer wie stark profitiert, lässt sich vorab kaum abschätzen. Besonders bei ausgedehnten oder lange bestehenden Arealen sind die Erfolgsaussichten geringer. Es kann zu Verdünnung der Haut (Atrophie), kleinen sichtbaren Äderchen oder Pigmentverschiebungen kommen.
Fallbeispiel: Ein 28-jähriger Patient stellt sich mit mehreren münzgroßen, scharf begrenzten kahlen Stellen am Hinterkopf vor. Die Haarlücken bestehen seit etwa sechs Wochen, neue Herde sind in den letzten Tagen hinzugekommen. Die Behandlung erfolgt in drei Sitzungen im Abstand von jeweils vier Wochen. Nach der zweiten Sitzung zeigen sich an den Rändern der Herde erste feine, farblose Haare („Vellushaare“). Nach Abschluss der dritten Behandlung sind die kahlen Stellen zu etwa 70% wieder mit Haar bedeckt. Im Verlauf der nächsten zwei Monate kommt es zu keinem erneuten Haarausfall.
Die Behandlung von kreisrundem Haarausfall ist längst nicht auf Cortison beschränkt.
Eine Übersicht über alternative Behandlungen bietet die folgende Tabelle:
| Behandlungsmethode | Beschreibung | Anwendung | Hinweise |
|---|---|---|---|
| JAK-Inhibitoren | Hemmen Signalwege des Immunsystems | Tabletten | Bei schwerem Verlauf, teils erhebliche Nebenwirkungen |
| Topische Immuntherapie | Kontrollierte Reizung der Kopfhaut | Auftragen von Allergenen | Umlenkung des Immunsystems |
| Minoxidil | Stimuliert Haarwachstum | Lösung oder Schaum | Äußerliche Anwendung |
| Phototherapie (PUVA) | UV-Licht in Kombination mit Wirkstoffen | Bestrahlung der Kopfhaut | Förderung des Haarwachstums |
Medizinische Therapien stoßen bei kreisrundem Haarausfall manchmal an ihre Grenzen - vor allem, wenn das Haarbild sich trotz Behandlung nicht wie gewünscht bessert oder die Wartezeit auf sichtbare Erfolge zur Belastungsprobe wird.
Hochwertige Haarsysteme sind heute optisch kaum von echtem Haar zu unterscheiden. Sie lassen sich individuell anpassen, sodass kahle Stellen oder größere Areale unsichtbar werden. Im Gegensatz zu Medikamenten sind Haarteile völlig nebenwirkungsfrei. Moderne Systeme lassen sich einfach handhaben, pflegen und nach Bedarf wechseln.
Wer Cortison nutzt, profitiert am meisten von einer individuell abgestimmten, transparent begleiteten Behandlung und dem Mut, auch ergänzende Lösungen wie Haarsysteme offen in Betracht zu ziehen.
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