Kräuter gegen Schuppen: Natürliche Hilfe für eine gesunde Kopfhaut

Fettige Haare und Schuppen sind ein häufiges Problem, das nicht nur das Erscheinungsbild beeinträchtigt, sondern auch das Wohlbefinden. Gegen Schuppen auf der Kopfhaut musst du nicht mit aggressiven Mitteln vorgehen. Schuppen auf der Kopfhaut sind ein Zeichen, dass die Kopfhaut angegriffen ist.

Kräuter in Shampoos, Spülungen und Haarwasser sind keine neue Erfindung. In der heutigen Zeit, wo der Fokus immer mehr und häufiger auf natürliche Rohstoffe und Nachhaltigkeit gesetzt wird, finden immer mehr Zutaten Verwendung in Pflegeprodukten. Galt Kräuter-Haarpflege in der Vergangenheit als verstaubt und nur in Bioläden oder Reformhäusern zu bekommen, besinnen sich immer mehr Hersteller von konventionellen Shampoos und Spülungen auf die pflegende Wirkung von Kräutern.

Die hochwertigen Extrakte erlesener Heilkräuter pflegen und beruhigen die Kopfhaut.

Haare wachsen wie verrückt und fällt nicht aus! Dies ist das beste Mittel! Nur 3 Zutaten.

Ursachen und Behandlung von Schuppen

Bei der normalen Hauterneuerung schuppen sich die obersten Zellschichten ständig ab. Diese Schuppen sind so fein, dass sie nicht sichtbar sind. Bei der Auswahl der richtigen Pflegemittel empfiehlt es sich, den eigenen Hauttyp zu kennen. Die Veranlagung zu eher trockener oder fettiger Haut zeigt sich auch auf der Kopfhaut.

Ökotest weist darauf hin, dass Schuppen durch eine zu trockene oder zu fettige Kopfhaut auftreten können sowie bei gewissen Hauterkrankungen, unter anderem bei Ekzemen oder Neurodermitis.

Die Apotheken Umschau berichtet, dass die Schuppen dann größer sind und eine leicht gelbliche Farbe haben, wenn sie bei einer zu fettigen Kopfhaut auftreten. Durch Überproduktion der Talgdrüsen entstehen Talgablagerungen, die sich mit den Hautschuppen zu Krusten oder Plaques verbinden.

Zu heißes und zu häufiges Haarewaschen kann Schuppen auf der Kopfhaut verursachen.

Hier sind einige Kräuter, die bei verschiedenen Haarproblemen helfen können:

Kräuter bei verschiedenen Haarproblemen

Abhängig vom Kopfhauttyp und dem Haar im Speziellen - trocken, schuppig, empfindlich oder fettig - sollte bei der Auswahl des Shampoos Wert auf die oben genannten Kräuter gelegt werden. Während Shampoos in erster Linie zur Reinigung der Kopfhaut gedacht sind, übernehmen Spülungen und Produkte, die im Haar verbleiben, die Pflege der Haare.

Hier ist eine Tabelle, die zeigt, welche Kräuter bei verschiedenen Haarproblemen helfen können:

Haarproblem Kräuter
Schuppen Beinwell, Ringelblume, Rosmarin, Weidenrinde, Wacholder, Thymian
Glanzlos Kamille, Brennnessel, Zitronenmelisse, Ringelblume, Ackerschachtelhalm
Fettige Haare Huflattich, Rosmarin, Salbei, Minze
Juckreiz Kamille, Schafgarbe, Ringelblume
Empfindliche Kopfhaut Kamille, Ringelblume, Lavendel, Spitzwegerich
Haarausfall Brennnessel, Rosmarin
Haarwachstumsfördernd Brennnessel, Schafgarbe

DIY-Rezepte und Anwendungen

Ein probates Mittel sind Kräuterspülungen oder Kräuterrinsen, die einfach herzustellen und dank Trocknung auch ganzjährig erhältlich sind.

Kräuterspülungen

Eine Kräuterrisne ist ein Kräuterauszug, der in Wasser angesetzt wird und nicht ausgespült wird - wobei hierbei "Probieren geht über Studieren" gilt. Einige Haare kommen besser zurecht, wenn die Rinse als abschließender Schritt nach der Haarwäsche wieder ausgespült wird.

Kräuterrinsen bedürfen einiger Vorbereitungzeit. Am Einfachsten sind Kräuterspülungen, die als Tee angesetzt werden, ca. 10 min. ziehen und nach dem Abkühlen in den Haaren verteilt werden. Anders als bei cremigen Spülungen hat es sich bewährt, die Haare immer wieder in die Rinse zu tunken, oder die Rinse über den Kopf und die Haarlängen zu spülen, mit einem zweiter Schüssel aufzufangen und diese Schritte einige Male zu wiederholen.

Im Fall von Rosmarin und Ackerschachtelhalm ist etwas mehr Zeit notwendig. Die Kräuter im Topf ca. 20 min. köcheln lassen, damit die stärkende Kieselsäure freigesetzt wird, abkühlen lassen und spülen.

Welche Kräuter verwendet werden, bestimmen wieder Haar und Kopfhaut. Einige Rinsen werden lediglich in den Längen verteilt, andere auch auf die Kopfhaut aufgetragen. Der Vorteil von Rinsen: Die Wirkstoffe können sich besser entfalten, da diese nicht wieder ausgespült werden.

  • Eine Rinse aus Basilium oder Katzenminze verbessert die Kämmbarkeit.
  • Kamille als Spülung schenkt Glanz.
  • Oregano und Nachtkerze eignen sich für empfindliche Kopfhaut.
  • Ein Guß mit Ackerschachtelhalm sorgt für Glanz, Geschmeidigkeit und kräftiges Haar.

Zudem können die Farbstoffe von Kräutern die eigene Haarfarbe mehr oder weniger beeinflussen. Kamille und Katzenminze verleihen einen goldgelben Schimmer. Ringelblume tönt zart-rot. Rosmarin, Brennnessel und Salbei neutralisieren durch die grüne Farbe einen möglichen Rotstich und eine Spülung mit blauer Malve wirkt dem Gilbstich von ergrautem Haar entgegen.

Generell wird die Wirkung von Kräuterrinsen häufig erst nach längerer Anwendungszeit sichtbar. Hinzu kommt der Aspekt der individuellen Verträglichkeit, beispielsweise sollte bei einer Allergie gegen Korbblüter keine Kamille verwendet werden.

Hier ist eine Tabelle, die zeigt, welche Kräuter die Haarfarbe beeinflussen können:

Haarfarbe Kräuter
Blond/rotblond Ringelblume
Blond Kamille, Ringelblume, Katzenminze
Brünett/braun Rosmarin, Brennnessel, Salbei, Wacholder
Rot Oregano, Ringelblume
Grau Malve, Ringelblume

Weitere DIY-Rezepte

  • Heilerde: Für eine DIY-Haarkur werden ca. 10 EL Heilerde und 200 ml Wasser benötigt. Daraus wird nun ein dickerer Brei angerührt, der anschließend auf der Kopfhaut und dem Haaransatz verteilt wird. Die Kur muss nun etwa 10 bis 20 Minuten einwirken, bevor sie mit lauwarmem Wasser gründlich ausgespült wird. Für eine tägliche Haarspülung werden einfach 2 EL Heilerde mit 500 ml Wasser verrührt.
  • Salbei und Minze: Nachdem das Haar wie gewohnt mit Shampoo gewaschen wurde, spülen wir Haare und Kopfhaut mit einer Mischung aus 500 ml lauwarmem Wasser, 2 EL Apfelessig und 2 Tropfen Salbeiöl an, ohne im Anschluss das Haar erneut auszuwaschen. Eine Handvoll Minzblätter oder alternativ 3 Minztee-Beutel in einer Schüssel mit einem Liter Wasser übergießen und langsam zum kochen bringen. Die Lösung sollte 1 Stunde ziehen und anschließend abkühlen. Nun wird 1 Liter Apfelessig untergemischt und das frisch gewaschene Haar gründlich damit gespült. Die Haare sollten im Anschluss nicht ausgewaschen werden.
  • Thymian: Für beste Resultate wird 1 TL Thymian mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen, abgekühlt und die Lösung gefiltert. Nach der Haarwäsche wird die Lösung nun mit den Fingerspitzen auf die Kopfhaut und den Haaransatz aufgetragen. Für die volle Wirkung sollte die Spülung nicht ausgewaschen werden.
  • Kapuzinerkresse: Zwei Handvoll Kapuzinerkresse in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser auffüllen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Lösung wird nun gefiltert und nach der Haarwäsche als letztes Spülwasser verwendet.
  • Brennnessel: Dazu werden 200 ml Apfelessig leicht erhitzt. Anschließend eine Handvoll Brennnesselblätter in eine Schüssel geben und mit dem Apfelessig übergießen. Den Sud nun eine Viertelstunde ziehen lassen und anschließend abkühlen. Die noch lauwarme Lösung wird nach der Haarwäsche über den Kopf gegossen und in Haare und Kopfhaut gut einmassiert.
  • Schafgarbe: Ich koche mir aus der getrockneten Schafgarbe einen Tee, indem ich rund zwei Esslöffel mit ungefähr 500 ml heißen Wasser übergieße und eine halbe Stunde ziehen lasse. Sobald der Tee abgekühlt ist, filtere ich das Kraut heraus und gebe nach Laune noch einen Schuss Apfelessig hinzu. Nach der Haarwäsche tunke ich meine Haare kopfüber in das Schafgarbenwasser und spüle es nicht aus.

Wichtige Inhaltsstoffe für die Haarpflege

Die Vielzahl der bekannten Kräuter hat unzählige verschiedene Inhalts- und Wirkstoffe. Für die Haarpflege sind insbesondere die folgenden Wirkstoffgruppen relevant:

  • Saponine
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe
  • Kieselsäure

Saponine sind chemische Verbindungen, die in den Wurzeln, Samen und Blättern vieler Pflanzen vorkommen, in Verbindung mit Wasser aufschäumen und in der Lage sind, Schmutz und Fett zu lösen. Gleichzeitig wirken viele Saponine antibakteriell, antifungizid sowie zum Teil hormonstimulierend.

Gerbstoffe wirken auf das Haar adstringierend, zusammenziehend. Gerbstoffe legen die Schuppenschicht wieder an und sorgen so dafür, dass das Haar glänzt.

Schleimstoffe hingegen überziehen das Haar mit einem natürlichen, glättenden Schutzfilm.

tags: #Kräuter #gegen #Schuppen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen