Fettige Haare und Schuppen sind ein häufiges Problem, das nicht nur das Erscheinungsbild beeinträchtigt, sondern auch das Wohlbefinden. Gegen Schuppen auf der Kopfhaut musst du nicht mit aggressiven Mitteln vorgehen. Schuppen auf der Kopfhaut sind ein Zeichen, dass die Kopfhaut angegriffen ist.
Kräuter in Shampoos, Spülungen und Haarwasser sind keine neue Erfindung. In der heutigen Zeit, wo der Fokus immer mehr und häufiger auf natürliche Rohstoffe und Nachhaltigkeit gesetzt wird, finden immer mehr Zutaten Verwendung in Pflegeprodukten. Galt Kräuter-Haarpflege in der Vergangenheit als verstaubt und nur in Bioläden oder Reformhäusern zu bekommen, besinnen sich immer mehr Hersteller von konventionellen Shampoos und Spülungen auf die pflegende Wirkung von Kräutern.
Die hochwertigen Extrakte erlesener Heilkräuter pflegen und beruhigen die Kopfhaut.
Bei der normalen Hauterneuerung schuppen sich die obersten Zellschichten ständig ab. Diese Schuppen sind so fein, dass sie nicht sichtbar sind. Bei der Auswahl der richtigen Pflegemittel empfiehlt es sich, den eigenen Hauttyp zu kennen. Die Veranlagung zu eher trockener oder fettiger Haut zeigt sich auch auf der Kopfhaut.
Ökotest weist darauf hin, dass Schuppen durch eine zu trockene oder zu fettige Kopfhaut auftreten können sowie bei gewissen Hauterkrankungen, unter anderem bei Ekzemen oder Neurodermitis.
Die Apotheken Umschau berichtet, dass die Schuppen dann größer sind und eine leicht gelbliche Farbe haben, wenn sie bei einer zu fettigen Kopfhaut auftreten. Durch Überproduktion der Talgdrüsen entstehen Talgablagerungen, die sich mit den Hautschuppen zu Krusten oder Plaques verbinden.
Zu heißes und zu häufiges Haarewaschen kann Schuppen auf der Kopfhaut verursachen.
Hier sind einige Kräuter, die bei verschiedenen Haarproblemen helfen können:
Abhängig vom Kopfhauttyp und dem Haar im Speziellen - trocken, schuppig, empfindlich oder fettig - sollte bei der Auswahl des Shampoos Wert auf die oben genannten Kräuter gelegt werden. Während Shampoos in erster Linie zur Reinigung der Kopfhaut gedacht sind, übernehmen Spülungen und Produkte, die im Haar verbleiben, die Pflege der Haare.
Hier ist eine Tabelle, die zeigt, welche Kräuter bei verschiedenen Haarproblemen helfen können:
| Haarproblem | Kräuter |
|---|---|
| Schuppen | Beinwell, Ringelblume, Rosmarin, Weidenrinde, Wacholder, Thymian |
| Glanzlos | Kamille, Brennnessel, Zitronenmelisse, Ringelblume, Ackerschachtelhalm |
| Fettige Haare | Huflattich, Rosmarin, Salbei, Minze |
| Juckreiz | Kamille, Schafgarbe, Ringelblume |
| Empfindliche Kopfhaut | Kamille, Ringelblume, Lavendel, Spitzwegerich |
| Haarausfall | Brennnessel, Rosmarin |
| Haarwachstumsfördernd | Brennnessel, Schafgarbe |
Ein probates Mittel sind Kräuterspülungen oder Kräuterrinsen, die einfach herzustellen und dank Trocknung auch ganzjährig erhältlich sind.
Eine Kräuterrisne ist ein Kräuterauszug, der in Wasser angesetzt wird und nicht ausgespült wird - wobei hierbei "Probieren geht über Studieren" gilt. Einige Haare kommen besser zurecht, wenn die Rinse als abschließender Schritt nach der Haarwäsche wieder ausgespült wird.
Kräuterrinsen bedürfen einiger Vorbereitungzeit. Am Einfachsten sind Kräuterspülungen, die als Tee angesetzt werden, ca. 10 min. ziehen und nach dem Abkühlen in den Haaren verteilt werden. Anders als bei cremigen Spülungen hat es sich bewährt, die Haare immer wieder in die Rinse zu tunken, oder die Rinse über den Kopf und die Haarlängen zu spülen, mit einem zweiter Schüssel aufzufangen und diese Schritte einige Male zu wiederholen.
Im Fall von Rosmarin und Ackerschachtelhalm ist etwas mehr Zeit notwendig. Die Kräuter im Topf ca. 20 min. köcheln lassen, damit die stärkende Kieselsäure freigesetzt wird, abkühlen lassen und spülen.
Welche Kräuter verwendet werden, bestimmen wieder Haar und Kopfhaut. Einige Rinsen werden lediglich in den Längen verteilt, andere auch auf die Kopfhaut aufgetragen. Der Vorteil von Rinsen: Die Wirkstoffe können sich besser entfalten, da diese nicht wieder ausgespült werden.
Zudem können die Farbstoffe von Kräutern die eigene Haarfarbe mehr oder weniger beeinflussen. Kamille und Katzenminze verleihen einen goldgelben Schimmer. Ringelblume tönt zart-rot. Rosmarin, Brennnessel und Salbei neutralisieren durch die grüne Farbe einen möglichen Rotstich und eine Spülung mit blauer Malve wirkt dem Gilbstich von ergrautem Haar entgegen.
Generell wird die Wirkung von Kräuterrinsen häufig erst nach längerer Anwendungszeit sichtbar. Hinzu kommt der Aspekt der individuellen Verträglichkeit, beispielsweise sollte bei einer Allergie gegen Korbblüter keine Kamille verwendet werden.
Hier ist eine Tabelle, die zeigt, welche Kräuter die Haarfarbe beeinflussen können:
| Haarfarbe | Kräuter |
|---|---|
| Blond/rotblond | Ringelblume |
| Blond | Kamille, Ringelblume, Katzenminze |
| Brünett/braun | Rosmarin, Brennnessel, Salbei, Wacholder |
| Rot | Oregano, Ringelblume |
| Grau | Malve, Ringelblume |
Die Vielzahl der bekannten Kräuter hat unzählige verschiedene Inhalts- und Wirkstoffe. Für die Haarpflege sind insbesondere die folgenden Wirkstoffgruppen relevant:
Saponine sind chemische Verbindungen, die in den Wurzeln, Samen und Blättern vieler Pflanzen vorkommen, in Verbindung mit Wasser aufschäumen und in der Lage sind, Schmutz und Fett zu lösen. Gleichzeitig wirken viele Saponine antibakteriell, antifungizid sowie zum Teil hormonstimulierend.
Gerbstoffe wirken auf das Haar adstringierend, zusammenziehend. Gerbstoffe legen die Schuppenschicht wieder an und sorgen so dafür, dass das Haar glänzt.
Schleimstoffe hingegen überziehen das Haar mit einem natürlichen, glättenden Schutzfilm.
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