In Mehl wenden, in verquirltes Ei tauchen und dann in Semmelbröseln wälzen - so läuft das klassische Panieren ab. Doch was, wenn man beispielsweise keine Eier verträgt, sich vegan ernährt oder schlichtweg keine Eier im Haus vorrätig hat? Keine Sorge, panieren ohne Ei ist kein Problem! Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten zum Panieren ohne Ei.
Beim klassischen Panieren wird das Fleisch oder anderes Bratgut zunächst in Mehl gewendet, dann durch verquirlte Eier gezogen und letztlich in Semmelbröseln gewälzt. Das Ei übernimmt dabei eine bindende Funktion, die dafür sorgt, dass sich die Kruste nicht ablöst. Doch wie geht man vor, wenn man auf Ei allergisch ist, sich vegan ernährt oder schlicht und einfach keine Eier im Haus hat? Wir erklären, aus welchen Zutaten ihr stattdessen eine Panade herstellen könnt.
Einfach: Es dient als Bindemittel und sorgt dafür, dass sich die krosse Ummantelung von Fleisch, Fisch und Gemüse beim Anbraten nicht ablöst. Doch wie gelingt das Panieren ohne Ei? Hier sind einige Alternativen und Tipps, die Ihnen helfen, eine ebenso knusprige Hülle zu zaubern.
Das Panieren verhindert, dass während des Garprozesses Flüssigkeit aus den Lebensmitteln austritt. So bleiben die Aromen, die für den spezifischen Geschmack einer Speise zuständig sind, erhalten. Aus diesen Gründen werden Lebensmittel in der Regel paniert. Auch vor dem Frittieren panieren Sie Fleisch, Fisch oder Gemüse. Das sorgt dafür, dass die Lebensmittel der großen Hitze während des Frittiervorgangs nicht zu direkt ausgesetzt sind.
Übrigens: Das Ei dient in der Panade herkömmlich als Bindemittel und sorgt dafür, dass die knusprige Kruste sich nicht ablöst. Möchten Sie Schnitzel oder Kotelett ohne Ei panieren, müssen Sie eine andere zähflüssige Substanz einsetzen, mit der die Panade am Bratgut haften bleibt. Dafür müssen Sie eine sämige Flüssigkeit herstellen.
Bei einer veganen Panade wird das Ei meist durch eine Mischung aus einem Esslöffel Mehl und drei Esslöffeln Wasser oder ungesüßte Pflanzenmilch ersetzt. Die Flüssigkeit cremig aufrühren und mit etwas Salz und geriebener (Bio-)Zitronenschale verfeinern. Wer ohne Ei vegan panieren möchte, kann auch Senf als Bindemittel nutzen, um eine leckere Panade herstellen.
Wer sich vegan ernährt und beispielsweise Gemüse oder Tofu panieren möchte, kann als Ei-Ersatz einen Esslöffel Mehl mit drei Esslöffeln Wasser und einer Prise Salz verrühren. Das Gemisch sollte eine cremige Konsistenz haben. Anschließend wird das Gemüse in die Flüssigkeit getunkt und dann in Paniermehl oder Semmelbröseln gewälzt.
Sehr harte Gemüsesorten sollten vorab kurz gekocht werden und müssen gegebenenfalls zweimal paniert werden - dann steht auch einem leckeren Sellerieschnitzel nichts mehr im Weg!
Wenn ihr Tofu panieren wollt, empfiehlt es sich, ihn einige Zeit vor der Zubereitung auszudrücken, damit er weniger Flüssigkeit enthält. Am besten wickelt ihr ihn dafür in Küchenpapier ein, legt ihn auf einen Teller und platziert einen weiteren Teller obendrauf, der mit einem Gegenstand beschwert wird. Auf diese Weise hält die Panade später besser.
Für die Panade ohne Ei brauchst du nur Wasser, Mehl und Semmelbrösel. Es ist einfach, ohne Ei zu panieren und so Tierleid zu vermeiden. Für die Panade ohne Ei sprechen nicht nur Geschmack und die schnelle Zubereitung. Die nicht artgerechten Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung und auch Warnungen vor Salmonellen in Eiern können einem den Appetit schnell verderben.
Wenn du nicht generell darauf verzichten möchtest, empfehlen wir Eier aus lokaler Bio- oder Freilandhaltung, wo du dir direkt anschauen kannst, wie die Hühner leben. Gebe ruhig weitere Gewürze nach Belieben dazu, zum Beispiel Pfeffer und Paprika für eine schärfere Panade.
Auch ohne Ei kannst du panieren - es geht einfach und schmeckt lecker. Es gibt zahlreiche Gründe für eine vegane Ernährung und heutzutage finden sich eine Reihe von pflanzlichen Fleischalternativen im Supermarkt, die weit über den Klassiker Tofu hinausgehen.
Wenn ihr ohne Ei panieren wollt, könnt ihr stattdessen Milchprodukte wie Sahne, Kondensmilch oder Joghurt verwenden. Aber auch herkömmliche Milch eignet sich gut als Ei-Ersatz. Ihr solltet die Flüssigkeit mit einer Prise Salz würzen, dann könnt ihr das Bratgut wie gewohnt in Mehl wenden und anschließend in die Flüssigkeit tauchen.
Tipp: Ihr könnt die Brösel mit etwas geriebenem Hartkäse vermengen, dann haftet die Panade noch besser und ihr erhaltet gleichzeitig eine würzige Kruste. Für eine dicke Panade ist es manchmal notwendig, das Gargut ein zweites Mal in Mehl und Flüssigkeit zu wenden.
Auch Senf wird gerne anstatt Ei zum Panieren verwendet, dabei solltet ihr jedoch beachten, dass das Fleisch dann nicht mehr so stark gewürzt werden muss.
Alternativ zur klassischen Panierstraße mit den drei Stationen Mehl, Flüssigkeit und Paniermehl gibt es auch die Möglichkeit zwei Schritte zu vereinen. Dafür werden Mehl und Wasser zu einer sämigen Flüssigkeit verrührt und nach Belieben gewürzt.
Nährwerte Pro Portion: 250 kcal, 8 g Eiweiß, 2 g Fett, 50 g Kohlenhydrate
Kalb, Lamm oder Schwein - heute soll es ein knusprig paniertes Kotelett sein? Das saftige Rippenstück wird gebraten, gebacken oder paniert. Aber wie wird die Panade schön knusprig - und was musst du bei der Zubereitung beachten?
Als Kotelett wird das Rippenstück bezeichnet, das links und rechts der Wirbelsäule im Nacken sitzt. Dadurch ist sowohl Knochen als auch saftiges Muskelfleisch, Sehnen und Fett am Kotelett, was das Panieren nicht einfacher macht. Unterschiedliche anatomische Gegebenheiten bedeuten unterschiedliche Garzeiten. Koteletts gibt es vom Schwein, Lamm oder Kalb, eher selten vom Rind. Auch die Nackenstücke großer Fische werden als Kotelett bezeichnet. Deine Oma sagt zu Kotelett eventuell noch Karbonade.
Du kannst beim Metzger dein Fleisch passend vorbereiten lassen. Wende das Kotelett zuerst im Mehl und klopfe es dann gut ab, damit es keine Klümpchen bildet.
Zum Braten des Koteletts nimmst du am besten Butterschmalz - was du übrigens auch ganz einfach selbst machen kannst - das Fett verbindet sich leicht mit der Panade. Lass die Pfanne heiß werden und gib das panierte Fleisch hinein. Brate das Kotelett gleichmäßig für einige Minuten von jeder Seite an. Wichtig: Nur einmal wenden! Die Panade braucht Zeit, um sich zu festigen und an den unterschiedlichen Oberflächen zu haften.
Du möchtest beim Panieren nicht auf die herkömmliche Variante mit Ei zurückgreifen? Kein Problem. Dennoch darfst du diesen Schritt nicht einfach weglassen - sonst haftet die Panade nicht. Erstelle eine alternative Marinade aus Milch, etwas Öl und den gewünschten Gewürzen.
Du hast kein Paniermehl zu Hause und suchst eine Alternative? Großmutters deftige Variante mit Ei, Salz, Pfeffer und Semmelbrösel ist dir zu langweilig?
Saftiges Fleisch, knusprige Kruste - so muss das perfekte Schnitzel sein! Wir zeigen dir die klassische Panierung Schritt für Schritt, geben hilfreiche Tipps fürs Gelingen und stellen dir unsere Lieblingsrezepte für saftige Schnitzel vor.
Video: Bit Projects
Alle lieben Schnitzel! Das dünn geklopfte, panierte und kross gebratene Fleisch gehört zu unseren absoluten Lieblingsessen. Selbstgemacht und im Restaurant ist es eines der beliebtesten Familienessen, da es von Groß und Klein gerne gegessen wird.
Laktosefrei
Zubereitungszeit: 20 Min.
Niveau: einfach
Die Grundzutat für Schnitzel ist das Fleisch - wähle hier nach Geschmack Kalb-, Schweine-, Hähnchen- oder Putenschnitzel. Darüber hinaus benötigst du diese Grundzutaten für eine richtig leckere Panierung (Die Mengenangaben variieren je nach Fleischmenge und Größe der Schnitzel):
Profi-Tipp: Panade nicht fest andrücken, damit sie sich später beim Braten locker ums Schnitzel legt und Wellen schlägt - das Qualitätsmerkmal eines jeden guten Schnitzels! Durch den natürlichen "Kleber" aus Ei und Mehl haften die Brösel am Fleisch.
Nährwerte Pro Stück: 137 kcal, 6 g Eiweiß, 3 g Fett, 21 g Kohlenhydrate
Damit die Panierung gut am Fleisch haften bleibt, ist es wichtig, beim Panieren die richtige Reihenfolge einzuhalten: erst Mehl, dann Ei und schließlich Paniermehl.
Eine Panierung aus Salzbrezeln oder -stangen ist eine tolle Alternative, Statt mit Paniermehl lässt sich ein Schnitzel prima mit anderen Zutaten umhüllen. Wende das Fleisch doch mal in fein oder grob gemahlenen Cornflakes, Salzstangen, Erdnussflips oder Haferflocken.
Statt herkömmlichem Paniermehl kannst du für den Extra-Crunch japanisches Pankomehl* verwenden.
Aber auch gemahlene Nüsse oder Kerne (z. B. Mandeln oder Cashews) machen Schnitzel besonders lecker und unwiderstehlich, da die Nüsse beim Braten ihr volles Röstaroma entfalten. In Kombination mit Parmesan und Sesam wird daraus eine geniale Low Carb-Panierung
Ganz typisch werden zum Schnitzel Kartoffelsalat oder Pommes serviert. Wir mögen Kroketten oder fluffiges Kartoffelpüree aber mindestens genauso gerne. Eine frische Beilage in Form von Gurkensalat oder knackigem Salat schmeckt uns ebenfalls gut.
Mit unseren Tipps verpassen Sie klassischem oder vegetarischem Schnitzel wie zum Beispiel Blumenkohl-Schnitzel eine ebenso knusprige Hülle wie Gemüse oder Backfisch.
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