Das Marinieren von Fleisch ist eine beliebte Methode, um den Geschmack zu verbessern, es zarter zu machen und möglicherweise die Haltbarkeit zu verlängern. Jos beantwortet in seinen Blogs viele Fragen rund um dieses Thema und teilt sein Wissen gerne mit allen.
Marinieren bedeutet, Fleisch mit einer aromatischen Flüssigkeit einzureiben oder zu vermischen. Dies dient dazu, das Fleisch schmackhafter, zarter und eventuell länger haltbar zu machen. Dieser Prozess ist für alle Fleischerzeugnisse geeignet, die gewürzt werden sollen, damit der Geschmack richtig einzieht, und für alle Fleischstücke, die zarter und saftiger werden sollen. Dies ist besonders wichtig bei magerem Fleisch wie Schweine- und Hühnerfleisch, das sonst trocken und geschmacklos werden kann.
Laut Wikipedia ist eine Marinade eine gewöhnlich säurehaltige, aromatische Flüssigkeit, die dazu dient, den Geschmack zu verbessern und Fleisch, Fisch, Tofu, Gemüse und Brot zarter oder knuspriger zu machen. Die Zusammensetzung der Marinade hängt von den zu marinierenden Lebensmitteln ab. Häufig verwendete Zutaten sind Wasser, Gewürze, Essig, Pflanzenöl, Wein, Kochsalz, Sojasauce und Joghurt.
Bei der Zusammensetzung der Marinade ist es wichtig, zuerst das Fleisch zu beurteilen. Handelt es sich um zartes Fleisch, das rosa gegessen werden kann, muss es nur gewürzt werden, um das Esserlebnis zu steigern.
Bei magerem Fleisch, das durchgegart werden soll, wie Schweine- und Hähnchenfleisch, ist es entscheidend, dass es wirklich zart und saftig wird. Für dieses Fleisch macht das Marinieren einen gewaltigen Unterschied. Um dies zu erreichen, muss die geschmacksintensive Flüssigkeit der Marinade richtig ins Fleisch einziehen.
Beim Braten von magerem Fleisch geht schnell 30 bis 35 % des Gewichts verloren, da mageres Fleisch zu etwa 78 % aus Wasser besteht. Beim Marinieren sollte dem Fleisch etwa 10 bis 15 % Flüssigkeit zugeführt werden. Das Salz in der Marinade regt die Proteine im Fleisch an, die Feuchtigkeit besser zu binden, sowohl die des Fleisches als auch die zusätzliche aus der Marinade.
Ein zusätzlicher Vorteil von Salz in der Marinade ist, dass das Fleisch etwas länger haltbar bleibt, vorausgesetzt, das Wasserbindevermögen des Fleisches wird gesteigert. Dies gelingt allerdings nur, wenn keine Säuren in der Marinade eingesetzt werden, da Säuren das Wasserbindevermögen von Fleischproteinen verringern. Ein wenig Salz in der Marinade erhöht dieses Wasserbindevermögen!
Es gibt auch andere Zutaten, die das Wasserbindevermögen von Fleisch weiter verbessern. Wird es dem Wasser, dem Salz und den Gewürzen der Marinade hinzugefügt, wird die Saftigkeit und Zartheit vom Fleisch noch weiter verbessert und der Feuchtigkeitsverlust während des Bratens reduziert.
Die folgenden Angaben gelten für 1000 Gramm Fleisch:
Das magere und zarte Fleisch sollte mit dem abgewogenen Anteil der Marinade vermischt werden. Gutes Mischen und regelmäßiges Umrühren gewährleisten, dass die Marinade (fast) vollständig aufgesogen wird. Dieser Vorgang sollte möglichst mehrere Stunden dauern, mindestens jedoch acht Stunden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Alternativ:
Bei Fleisch mit langer Garzeit wie Schmorfleisch, Pulled Pork oder Rindfleisch ist die Vorgehensweise anders. Hier dient das Marinieren dazu, das Fleisch zu würzen und das Bindegewebe teilweise zu zerlegen, um die Garzeit zu verkürzen. Diese Marinade verleiht dem Fleisch Geschmack, ohne die Feuchtigkeit zu beeinträchtigen.
Fleisch mit viel Bindegewebe wird dank der Zersetzung von Bindegewebe und seiner Umwandlung in weiche Gelatine saftig und zart. Bindegewebe besteht aus gelierenden Eiweißstoffen, die durch längeres Erhitzen über 70 Grad langsam in Gelatine umgewandelt werden, was wiederum viele Fleischsäfte (Bratensaft) binden kann. Während der Zubereitung sollte das Fleisch daher mit Flüssigkeiten wie Brühe, Bier, Wein oder ähnlichem angefeuchtet bleiben.
Diese Form des Marinierens stammt aus der Zeit, als das Marinieren auch der Konservierung diente. Die Säuren und das Salz ermöglichten eine längere Haltbarkeit des Fleisches und machten es zarter, indem das Bindegewebe zersetzt wurde. Dazu war zwar nach wie vor ein längeres Garen erforderlich, aber weniger lang als bei unmariniertem Fleisch.
Meine Meinung zum Würzen von Fleisch, das lange gegart werden muss, lautet, dass man dies genauso gut oder sogar noch besser mit einer guten zusammengesetzten Gewürzmischung hinbekommt. Große Fleischstücke sollten schon frühzeitig reichlich eingerieben werden, damit sich die Aromen voll entfalten. Je nach Größe des Fleischstücks kann dies durchaus 12 bis 24 Stunden dauern, manchmal sogar länger. Nimm dir einfach die Zeit, damit das Bindegewebe langsam aber sicher zu Gelatine zu verschmelzen kann. Einfach nur Low & Slow. Auf eine Stunde mehr oder weniger kommt es dabei nicht an!
Gängige Ölmarinaden sind dicke, glänzende Marinaden mit schönen Farben, in denen das Fleisch nach dem Einreiben schön bunt und glänzend aussieht. Durch das Öl ziehen die Geschmackskomponenten der Marinade kaum ins Fleisch ein, sondern bleiben nur drum herum haften. Es kann auch keine Feuchtigkeit ins Fleisch einziehen, wodurch es zarter und saftiger wird. Außerdem verbrennt das Öl mit den Gewürzen und Zuckerstoffen auf dem Grill schnell, sodass man den Grillrost hinterher nur mühsam reinigen kann. Außerdem läuft ein Teil des Kräuteröls auf die Holzkohle und verursacht dadurch einen schwarzen Rauch.
Ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Tofu - die richtige Marinade gibt erst den großartigen Geschmack! Sie verleiht nicht nur eine zarte Textur, sondern sorgt vor allem für ein intensives Aroma. Marinieren stammt vom französischen Wort „mariner“ und beutetet so viel wie „in Salzwasser einlegen“. Heute ist vor allem damit gemeint, Lebensmittel in einer Marinade einzulegen oder sie damit zu beträufeln. Dadurch können wir Lebensmittel konservieren und verleihen ihnen einen einzigartigen Geschmack. Die meisten Marinaden bestehen aus Pflanzenöl, Säure sowie Kräutern und Gewürzen. Das Pflanzenöl bewahrt die Lebensmittel vor dem Austrocknen. Säure aus Zitrone, Essig oder Tomaten lassen vor allem Fleisch schön zart werden. Besonders zum Grillen sind marinierte Zutaten beliebt. Das Einlegen schenkt Fisch, Fleisch, Gemüse und Tofu ein einzigartiges Aroma. Vor allem Lebensmitteln mit wenig Eigengeschmack wie Zucchini oder Tofu verleiht die Marinade einen aromatischen Kick. Außerdem kann das Einlegen die Haltbarkeit der Lebensmittel verlängern.
Eine pauschale Antwort, wann die Marinade aufgetragen werden sollte, gibt es nicht. Dies ist von dem Lebensmittel und der Marinade abhängig. Viele denken beim Marinieren zuerst an Fleisch - doch auch Fisch, Gemüse und Tofu eignen sich bestens und werden so saftig lecker.
Die Marinade ist das A und O. Denn die eingelegten Lebensmittel nehmen die enthaltenen Aromen auf. Mit den richtigen Zutaten wird das Mariniergut saftig, zart und richtig lecker.
Als Faustregel gilt: Je länger die Marinade einzieht, desto intensiver der Geschmack. Doch meistens reichen schon wenige Stunden, um ein intensives Aroma zu erzielen. Bewahre die Lebensmittel während dieser Zeit im Kühlschrank auf. Die Marinierzeit variiert je nach Zutat. Ein Steak benötigt beispielsweise etwa drei bis fünf Stunden, Fisch und Geflügel dagegen etwas weniger lang. Auch das Marinieren über Nacht ist eine tolle Möglichkeit, jedoch solltest du nicht mehr als 24 Stunden Marinierzeit überschreiten. Wenn es schneller gehen soll, schneide die Lebensmittel bereits vor dem Marinieren in kleinere oder dünnere Stücke. So entsteht mehr Oberfläche und die Marinade kann besser einziehen. Du hast ein Vakuumiergerät zur Hand? Auch das ist eine großartige Möglichkeit: Gib Lebensmittel und Marinade in einen Beutel und verschweiße diesen. Du benötigst dabei weniger Marinade als gewöhnlich.
Das Marinieren hat eine lange Tradition. Früher legten Seeleute ihre Lebensmittel in eine Salzlake ein, um sie so zu konservieren - man nennt diesen Prozess auch „Pökeln“. Die Salzlake entzieht dem Fleisch und Fisch die Flüssigkeit und macht sie so länger haltbar. Heute ist das kaum mehr üblich - Marinaden kennen wir hauptsächlich vom Grillen oder anderen aromatischen, schnelleren Zubereitungsmethoden. Denn das Pökeln dauert mehrere Wochen. Nach dem Einsalzen müssen Fleisch und Fisch gewässert und getrocknet werden und ruhen. Anschließend kannst du die Lebensmittel essen, räuchern oder einfrieren. Vor allem Fisch behält so sein Aroma und schmeckt auch nach einiger Zeit noch richtig lecker. Du willst diese Methode der Konservierung ausprobieren? Leg besonders viel Wert auf Hygiene und Sauberkeit. Denn du lagerst die Lebensmittel über einen langen Zeitraum. So verhinderst du, dass sie frühzeitig schlecht werden oder anfangen zu schimmeln.
Da Fleisch zu den empfindlichsten und am schnellsten verderblichen Lebensmitteln gehört, gilt es bei der Lagerung einige Dinge zu beachten. Die richtige Lagerung im Kühlschrank hängt unter anderem davon ab, was für Fleisch aufbewahrt werden soll und wie es verpackt und verarbeitet ist. Beim Kauf von vakuumverpacktem Fleisch im Supermarkt, solltest du schon bei der Entnahme aus dem Kühlregal überprüfen, ob sich Luft in der Verpackung befindet. Wenn das nämlich der Fall ist, haben Fäulnisbakterien die Möglichkeit, sich zu vermehren und das Fleisch zu verderben. Das Verpackungsmaterial sollte das Fleisch also fest umschließen.
20 Minuten - das ist die magische Grenze, die bei einem Unterbrechen der Kühlkette nicht überschritten werden sollte. Gerade bei rohem Fleisch ist diese Regel besonders wichtig, man sollte also immer für einen möglichst kurzen Transportweg sorgen und das Fleisch kühlen. Das bedeutet, dass Fleisch in den Kühlschrank gelegt werden sollte, sobald man mit den Einkäufen zu Hause angekommen ist. Auch das Verwenden einer Kühltasche ist bei längeren Transportwegen sinnvoll. Luftverschlossen aufbewahrt, ist Fleisch immer länger haltbar.
Gut zu wissen ist, dass man sich auch beim Metzger gekauftes Fleisch im Laden vakuumieren lassen kann.
Ganz klar, wenn Fleisch nicht eingefroren wird, gehört es zur Lagerung in den Kühlschrank. Dort sollte es immer an der kältesten Stelle aufbewahrt werden. Bei älteren Kühlschränken ist dies die Glasplatte über dem Gemüsefach, die meisten modernen Modelle haben ein eigenes Fach für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch über dem Gemüsefach.
Rohes Fleisch gehört auf keinen Fall ins Gemüsefach - trotz der Tatsache, dass sich dieses ganz unten im Kühlschrank befindet, wo es besonders kalt ist. Das liegt daran, dass das Fleisch durch die dort herrschende hohe Luftfeuchtigkeit schneller verdirbt.
Lagere Fleisch immer möglichst trocken, um die Bildung von Keimen zu vermeiden. Tipp: Verderbendes Fleisch erkennst du an dem schmierigen Film auf seiner Oberfläche.
Als Daumenregel für alle Fleischsorten gilt eine Aufbewahrung im Kühlschrank von drei bis vier Tagen. Grundsätzlich ist es so, dass Fleisch schneller verdirbt, wenn es eine große Oberfläche hat, die anfällig für Mikroorganismen ist. Deshalb sollte Hackfleisch bestenfalls an dem Tag verarbeitet werden, an dem es gekauft wurde. Dasselbe gilt für Geschnetzeltes und Gulasch.
Wenn Sie mariniertes Fleisch übrighaben oder Mahlzeiten im Voraus planen möchten, ist das Einfrieren eine effektive Methode, um die Haltbarkeit zu verlängern und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Ja, das Einfrieren von mariniertem Fleisch ist möglich und kann sogar den Geschmack intensivieren, da die Aromen der Marinade während der Gefrierzeit tiefer in das Fleisch eindringen.
So frieren Sie mariniertes Fleisch richtig ein:
Mariniertes Fleisch einzufrieren ist eine einfache und praktische Methode, Fleisch haltbar zu machen und spontane Mahlzeiten oder Grillabende vorzubereiten. Wichtig ist, dass das Fleisch frisch eingefroren, in einer geeigneten Marinade eingelegt und luftdicht verpackt wird, um Qualität und Geschmack zu bewahren.
Diese Zeiträume sind Richtwerte. Längere Lagerzeiten können zu Geschmacksverlust oder Gefrierbrand führen.
Wählen Sie bewusst Fleisch mit dem Tierwohl-Siegel der Initiative Tierwohl, um eine nachhaltigere Tierhaltung zu unterstützen.
Die Marinade umhüllt das Fleisch und dringt auch ein. Dabei wird der pH-Wert so weit abgesenkt, dass eine Verbesserung der Haltbarkeit gegeben ist. Schädliche Mikroorganismen, die das Fleisch verderben könnten, werden dabei inaktiviert oder sogar abgetötet. Zusammen mit den 3° C ist so ein Produkt ziemlich stabil. Spätestens morgen sollte es aber auf den Grill oder in die Pfanne. Und wirklich gut durchbraten, ist bei Schweinefleisch sowieso wichtig.
Neben dem geschmacklichen Erlebnis kann eine Marinade dem frischen Fleisch noch weitere Eigenschaften verleihen. Je nach Typ der Marinade wird es zarter, länger haltbar oder besonders geschmacksintensiv. Natürlich kommt es auch auf das Fleisch an - marinierte Hähnchenschenkel verderben in der Regel schneller als Lammkoteletts.
Für ein gutes Ergebnis sollte der Behälter luftdicht verschlossen sein - du kannst eine offene Schale jedoch auch in einen großen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss geben. Luftdicht im geeigneten Behälter verpackt, kann das marinierte Fleisch 8 bis 10 Monate im Gefrierfach lagern.
Anschließend sollte das marinierte Fleisch dann nach Möglichkeit über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Marinaden mit Milch dürfen maximal 2 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur lagern.
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