Achseln, Beine und Intimbereich - das sind die Körperstellen, an denen die meisten Menschen keine Haare haben möchten. Rund 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland gehen gegen den Wildwuchs vor, Frauen häufiger als Männer. Ältere Menschen über 50 Jahre lassen ihre Körperhaare deutlich öfter stehen als die jüngeren.
Ob Mann oder Frau, am Körper haben Menschen Haare. Manche davon stören, andere beachtet man gar nicht. Wo und ob man sich die Haare entfernen möchte, ist und bleibt reine Geschmacksache. Methoden zur Haarentfernung gibt es in jedem Fall reichlich. Manche davon versprechen langfristige Ergebnisse, andere dauern kürzer an, verursachen dafür aber weniger Schmerzen bei der Anwendung.
Sobald die Temperaturen steigen, wir Pullis gegen Shirts und lange Hosen gegen Röcke tauschen, stellt sich eine Frage: Wie werde ich lästige Körperhaare los? Und zwar möglichst unkompliziert und dauerhaft.
Ob zu Hause oder im Kosmetikstudio: Die Möglichkeiten für die Haarentfernung sind vielfältig. Neben klassischen Techniken wie Rasieren, Epilieren und Waxing gewinnen natürliche Ansätze wie Sugaring immer mehr an Beliebtheit. Und wer träumt nicht von einer dauerhaften Lösung durch Laser oder IPL? Doch welche Methode ist die effektivste für Ihre Bedürfnisse?
Hier findest du alle Infos, die du brauchst, um den Dschungel der Haarentfernungsmethoden zu lichten: Welche Methoden zur Körperenthaarung es gibt, was sind ihre Vor- und Nachteile und für welche Körperbereiche sind sie geeignet - damit du selbst entscheiden kannst, welche die beste Haarentfernungsmethode für dich ist. Und damit du den Tag mit wunderschöner, glatter Haut angehen kannst!
Methoden zur Haarentfernung gibt es in jedem Fall reichlich. Manche davon versprechen langfristige Ergebnisse, andere dauern kürzer an, verursachen dafür aber weniger Schmerzen bei der Anwendung.
Frauen und Männer greifen meist zum Nassrasierer, um Körperhaare zu entfernen. Ein Rasierer kappt das Haar an der Hautoberfläche. Das ist praktisch, eine Rasur hält aber nicht lange an. Nach ein bis drei Tagen wachsen wieder Stoppeln nach. Rasieren ist wohl die schnellste und einfachste Methode der Haarentfernung.
Mit einem Rasierer gleiten Sie sanft über die Haut und entfernen die Haare direkt an der Oberfläche. Mit einem Rasierer gleiten Sie sanft über die Haut und entfernen die Haare direkt an der Oberfläche. Für die Nassrasur gibt es Einwegrasierer, Systemrasierer und Rasierhobel. Dank Wechselklingen lassen sich Hobel und Systemrasierer lange nutzen, Einwegrasierer landen dagegen nach wenigen Rasuren im Müll. Für die Trockenrasur ist nur ein Elektrorasierer geeignet.
Nass oder trocken: Nassrasierer schneiden die Haare ganz nah an der Hautoberfläche ab. Das sorgt für ein glatteres Ergebnis als bei einem Trockenrasierer.
Unterschieden wird zwischen einer:
Klingen regelmäßig wechseln: Stumpfe Klingen sind eine häufige Ursache für Verletzungen, Hautrötungen oder juckenden Ausschlag nach dem Rasieren. Deshalb gilt: Klinge wechseln, sobald sie an der Haut zerrt oder nicht mehr gewohnt glatt rasiert. Auch verunreinigte Klingen können Schnittwunden verursachen.
Um die Haut auf die Rasur einzustellen, bietet es sich an, zunächst einmal in Wuchsrichtung zu rasieren und erst dann dagegen - vor allem im Intimbereich.
Mit speziellen Einwegrasierern sollen feine Häarchen im Gesicht entfernt werden. Dias Verfahren heißt Dermaplaning und birgt Risiken. Ein anderer Trend aus Social Media ist der Haarradierer. Damit sollen sich Körperhaare an Beinen, Achseln oder im Intimbereich durch bloßes Reiben entfernen lassen. Ob das funktioniert, haben wir nicht geprüft. Die Online-Bewertungen sind aber im wahrsten Sinne durchwachsen.
Vorteile:
Nachteile:
Fazit: Rasieren ist schnell und einfach, muss aber häufig wiederholt werden.
Rasieren ist eine schnelle und einfache Methode der Haarentfernung.
Beim Wort Epilierer verziehen viele Menschen das Gesicht. Wie eine rotierende Pinzette reißt das Gerät die Haare direkt an der Wurzel heraus. Nichts für zarte Seelen. Menschen mit sehr schmerzempfindlicher Haut sollten eher nicht zum Epilierer greifen. Jedoch kann sich die Haut bei regelmäßiger Anwendung an das Epilieren gewöhnen.
Epilieren bietet eine länger anhaltende Lösung, indem Sie die Haare mit einem Epiliergerät direkt an der Wurzel entfernen. Das Epiliergerät zupft mit seinen kleinen rotierenden Pinzetten die Härchen samt Wurzel aus. Dies sorgt für eine glattere Haut, die bis zu vier Wochen frei von Stoppeln bleibt.
Was hilft: Die Haut mit einer Hand anspannen und den Epilierer senkrecht aufsetzen. Er kann die Haare optimal fassen, wenn sie etwa 2 bis 5 Millimeter lang sind.
Neben Epilierern, die trocken zum Einsatz kommen, bieten einige Anbieter wasserfeste Geräte an. Die lassen sich mit Rasierschaum in der Dusche nutzen. Epilierer sind im Vergleich zu Nassrasierern teurer.
Vorteile:
Nachteile:
Fazit Epilieren: Epilieren sorgt durch die Entfernung der Haarwurzel für längere Glätte, kann jedoch gerade an empfindlichen Stellen als schmerzhaft empfunden werden.
Epilieren entfernt die Haare an der Wurzel für langanhaltende Glätte.
Mit Wachs reißen Mutige Haare an der Wurzel heraus. Der Lohn: bis zu einen Monat Haarfreiheit. Da mit Wachs auch die Haarwurzeln entfernt werden, ist die Behandlung nicht vollkommen schmerzfrei.
Warm oder kalt: Zur Wahl stehen Warm- und Kaltwachs. Bei der ersten Art trägt man erwärmtes, flüssiges Wachs auf. Aber Vorsicht: Nur leicht erwärmen, sonst drohen Verbrennungen. Das erstarrte Wachs lässt sich entweder als Stück abziehen oder mit einem Stoffstreifen. Kaltwachsstreifen funktionieren ähnlich, werden aber nur mit den Händen erwärmt.
Große Kaltwachsstreifen in einer 20er-Packung gibt es schon für weniger als 4 Euro. Waxing im Studio kann teurer werden.
Vorteile:
Nachteile:
Waxing entfernt Haare an der Wurzel und sorgt für langanhaltende Ergebnisse.
Beliebt ist auch die orientalische Paste aus Zucker, Zitronensaft und Wasser, im Englischen als Sugaring bezeichnet. Im Arabischen heißt sie Halawa, was übersetzt auch Süßigkeit bedeutet. Man mischt die Zutaten, erwärmt sie, knetet sie weich. Die Zuckermasse kommt warm und gegen die Haarwuchsrichtung auf die zu enthaarende Stelle und wird abgezogen.
Die Haare mithilfe von Zuckerpaste zu entfernen, nennt sich Sugaring und ist eine natürliche und effektive Alternative zum Waxing. Anstelle von Kalt- oder Heißwachs wird eine klebrige Paste aus drei Inhaltsstoffen verwendet: Zucker, Zitronensaft und Wasser.
So funktioniert Sugaring:
Vorteil: Eine langanhaltende Haarentfernung, die angenehmer ist als das Wachsen.
Nachteil: Höhere Kosten durch Salon-Behandlung, die anfangs regelmäßig nötig ist.
Sugaring ist eine natürliche Alternative zum Waxing.
Cremes zur Haarentfernung rücken Haaren schmerzfrei zu Leibe. Bei Frauen sind sie nach Rasierern und Epilierern recht beliebt. Männer benutzen sie dagegen kaum.
Die Creme wird auf die zu enthaarende Stelle aufgetragen. Dann lässt man sie einwirken. Bestimmte Inhaltsstoffe - meist Thioglykolsäure - schwächen in dieser Zeit das Keratin, also die Hornsubstanz im Haar. Dadurch löst es sich auf. Was übrig bleibt, lässt sich mit dem mitgelieferten Spachtel entfernen.
Menschen, die zu Allergien und sensibler Haut neigen, sollten vorsichtig sein. Am besten die Creme an einer kleinen Stelle testen. Im Intimbereich aufpassen, dass die Creme nicht in Berührung mit Schleimhäuten kommt.
Vorteile:
Nachteile:
Enthaarungscremes sind schmerzfrei, können aber Hautreizungen verursachen.
Wer lange Ruhe haben will, kann über eine dauerhafte Haarentfernung mit Laser oder Blitzlampe (IPL, Intense Pulsed Light) nachdenken - im Studio oder beim Dermatologen. Inzwischen gibt es auch Heimgeräte auf dem Markt.
Der Laser beim Experten arbeitet mit Licht in einer speziellen Wellenlänge, das über das Melanin des Haares zur Haarwurzel gelangt und sie stark angreift. Dadurch kann sie für lange Zeit keine neuen Haare produzieren. Blitzlampen arbeiten mit kurzen, intensiven Lichtimpulsen.
Nach einigen Sitzungen beim Profi wachsen die Haare bis zu sechs Monate nicht mehr nach. Mehrere Behandlungen sind notwendig, da nicht sofort alle Haare erfasst werden können. Heimgeräte müssen für langfristigen Erfolg zu Beginn in kürzeren Abständen verwendet werden. Für beide gilt: Mit der Zeit wachsen weniger Haare nach. Zu viel sollte aber niemand erwarten: Erreichbar ist eine Verringerung des Haarwuchses, aber nicht das generelle Ausbleiben neuer Haare.
Die ideale Kombination für eine Behandlung sind eine helle Haut und dunkle Haare.
Die Lichtimpulse gelangen bei der Behandlung über das Melanin, die Farbe des Haares, direkt in die Haarwurzel. Dadurch wird sie zerstört. Sind die Haare nicht abrasiert, nimmt die Wurzel das Licht nicht auf.
Risiken kennen: Lichtimpulse von Heimgeräten sind zwar geringer als die von professionellen Apparaten im Studio oder beim Dermatologen, doch bei unvorsichtiger oder unsachgemäßer Nutzung drohen Verbrennungen und Hautverfärbungen. Halten Sie sich daher unbedingt an die Anleitung. Zudem fehlt bei der Selbstenthaarung eine fachärztliche Diagnostik. Eine Ärztin kann beurteilen, ob etwa Leberflecke oder Male gegen das Lasern sprechen.
Vorteil: Das Haarwachstum wird langfristig verlangsamt.
Nachteil: Kostspielige Option, die die Haut reizen kann.
Laser Haarentfernung bietet eine dauerhafte Lösung zur Reduzierung des Haarwachstums.
IPL (Intense Pulsed Light) ist eine weitere dauerhafte Lösung zur Haarreduktion. Ähnlich wie beim Laser werden Lichtimpulse verwendet, um die Haarfollikel zu beeinflussen. Die Methode ist schnell und reduziert das Haarwachstum deutlich, sofern sie regelmäßig angewendet wird. IPL eignet sich jedoch nicht immer für helle Haare oder dunkle Hauttypen und erfordert ebenfalls mehrere Behandlungen.
Bei der IPL-Behandlung (Intense Pulsed Light) sorgen sanfte Lichtimpulse dafür, dass die Haare in die Ruhephase übergehen und solange das Gerät in Verwendung ist, nicht nachwachsen können. IPL kann an den Beinen, dem Körper und der Oberlippe eingesetzt werden, ist aber nicht für helle Haare geeignet.
Vorteil: Deutliche Haarreduzierung zuhause mit einer hautschonenden Behandlung.
Nachteil: Hohe Investition, die sich langfristig auszahlt.
IPL ist eine effektive Methode zur dauerhaften Haarreduktion für zuhause.
Elektro-Enthaarung oder Nadelepilation ist nur für kleine Bereiche wie im Gesicht oder im Intimbereich geeignet, da hier jedes Haar einzeln entfernt wird. Mit einer ultrafeinen Nadel fährt ein*e Expert*in in den Haarkanal und verpasst der Haarwurzel einen kleinen Stromstoß. Diese wird verödet und kein Haar wächst mehr nach.
Für wen ist es geeignet: Für alle Menschen, die gut Schmerzen ertragen können.
Nadelepilation ist eine dauerhafte Methode zur Haarentfernung, bei der jedes Haar einzeln behandelt wird.
Sie haben Haare am Kinn oder über der Oberlippe bemerkt? Auch an Ihren Augenbrauen herrscht Wildwuchs? Seien Sie bei der Haarentfernung im Gesicht besonders vorsichtig. Die Haut ist dort empfindlicher und dünner als an anderen Körperbereichen.
Die Haare am Kinn können besonders hartnäckig sein. Sugaring ist eine sanfte und effektive Methode, um die Haare an der Wurzel zu entfernen und gleichzeitig die Haut zu schonen. Für eine dauerhafte Lösung ist die Laserbehandlung sinnvoll, da sie das Haarwachstum über mehrere Sitzungen hinweg erheblich reduziert. Sind es nur einzelne Haare, die am Kinn sprießen, können Sie auch eine Pinzette oder einen speziellen Gesichtsepilierer verwenden.
Das Formen der Augenbrauen erfordert Präzision. Für diese empfindliche Partie empfiehlt sich das Zupfen mit einer Pinzette. Alternativ ist das sogenannte Eyebrow-Threading eine gute Option, um die Augenbrauen schnell und sauber in Form zu bringen.
Jede Form des Haarentfernens stresst die Haut. Sie braucht danach eine beruhigende Pflege, etwa durch milde, feuchtigkeitsspendende Lotionen. Von besonders fettreichen Cremes ist dagegen abzuraten - sie können die bakterielle Besiedlung der Haut verschlechtern. Denn beim Rasieren kommt es zu kleinsten Verletzungen auf der Haut, in denen sich Bakterien ansiedeln können.
Haare wachsen ein, wenn sie nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen können. Das passiert, wenn abgestorbene Hautschüppchen und Talg den Wachstumskanal blockieren. Auch eng anliegende Kleidung kann dafür sorgen. Deswegen sind etwa bei engen Jeans die Oberschenkel betroffen oder wegen der Unterhose der Intimbereich.
Vorbeugen lässt sich mit einem Hautpeeling, um eine Verstopfung der Poren zu verhindern. Aber Vorsicht: Nicht direkt peelen, bevor Sie Haare entfernen - lieber ein bis zwei Tage vorher.
Nach einer Epilation treten eingewachsene Haare seltener auf. Denn beim Epilieren wird das Haar an der Wurzel herausgerissen.
Wenn das alles nichts bringt und es trotzdem zu eingewachsenen Haaren kommt, hilft es, die betroffene Stelle zu desinfizieren, um eine Entzündung zu vermeiden.
Vorteil des Rasierens unter den Achseln: Es hilft prinzipiell den Schweißgeruch zu verringern. Denn Schweiß kann schneller abfließen und Bakterien, die den Geruch verursachen, können sich nicht in den Haaren einnisten.
Generell sind Schwimmbadbesuche nach der Rasur aber unbedenklich. Wer in die Sonne geht, sollte grundsätzlich auf einen angemessenen Schutz vor UV-Strahlung achten, etwa Sonnencreme benutzen. Während der Behandlungszeit mit Laser oder Blitzlampen ist allerdings intensives Sonnenlicht zu meiden.
Bei dem Eindruck, dass die Haare nach der Rasur dicker und dunkler nachwachsen, handelt es sich übrigens um eine optische Täuschung: Da die Haare direkt an der Haut an ihrer dicksten Stelle im Querschnitt abgekappt werden, wirken sie beim Nachwachsen dicker.
| Methode | Dauer | Schmerz | Kosten |
|---|---|---|---|
| Rasieren | 1-3 Tage | Schmerzfrei | Gering |
| Epilieren | Bis zu 4 Wochen | Schmerzhaft | Mittel |
| Waxing | Bis zu 1 Monat | Schmerzhaft | Mittel bis Hoch |
| Sugaring | Bis zu 5 Wochen | Leicht schmerzhaft | Mittel bis Hoch |
| Enthaarungscreme | 7-10 Tage | Schmerzfrei | Gering |
| Laser | Dauerhaft (Reduktion) | Leicht schmerzhaft | Hoch |
| IPL | Langfristig (Reduktion) | Leicht schmerzhaft | Hoch |
| Nadelepilation | Dauerhaft | Schmerzhaft | Hoch |
Wie Sie unangenehmem Körpergeruch noch vorbeugen können, steht in unserem Special Was hilft gegen Achselgeruch und Nässe?
Baden Menschen mit sehr empfindlicher Haut direkt nach der Rasur im Salzwasser, kann das die Haut durchaus reizen.
Fazit: Letztlich hängt die Wahl der besten Methode von Hauttyp, Schmerzempfinden und dem gewünschten Ergebnis ab.
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