Schuppen und Krusten auf der Kopfhaut: Ursachen, Behandlung und wirksame Hausmittel

Stellen Sie immer wieder Schuppen und Verkrustungen an Ihrer Kopfhaut fest? Dann wird es Zeit, dagegen vorzugehen. Oft bilden sich unansehnliche Verkrustungen, die gerade am Kopfhautrand optisch stören. Doch was steckt hinter diesem Problem und wie lässt sich die Haut wieder ins Gleichgewicht bringen? Glücklicherweise gibt es gleich mehrere Hausmittel aus der Küche, die effektiv Linderung verschaffen.

Ursachen für verkrustete Kopfhaut

Es gibt verschiedene Gründe, wieso die Kopfhaut verkrustet. In vielen Fällen ist eine Hauterkrankung dafür verantwortlich. Hier ist ein Überblick über mögliche Ursachen:

  • Trockene Kopfhaut: Dazu können verschiedene Faktoren beitragen, z. B. kaltes Wetter, das Styling mit einem Glätteisen oder zu heißes Wasser beim Haarewaschen. Auch zu langes und heißes Föhnen kann die sensible Kopfhaut reizen.
  • Seborrhoisches Ekzem: Diese chronische Hauterkrankung bewirkt eine Überproduktion von Talg, was zu Rötungen, Juckreiz und Schuppenbildung auf der Kopfhaut führt.
  • Kopfpilz: Eine Pilzinfektion der Kopfhaut, auch bekannt als Tinea capitis, kann ebenfalls zu einer verkrusteten Kopfhaut führen. Die Infektion ist ansteckend und kann sich durch engen Kontakt mit einer infizierten Person oder durch die gemeinsame Nutzung von Bürsten verbreiten. Häufig sind Kinder betroffen.
  • Allergien oder falsche Pflege: Manche Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten können allergische Reaktionen verursachen. Laut Ökotest enthalten zahlreiche Shampoos problematische Inhaltsstoffe wie die Duftstoffe Cinnamylalkohol und Hydroxycitronellal. Manche können die Haut schon in geringen Mengen reizen.
  • Neurodermitis: Diese chronische Hauterkrankung ruft Juckreiz, Rötungen und Schuppen hervor. Auch Verkrustungen können bei der Neurodermitis auftreten.
  • Schuppenflechte: Gerade beim Kämmen fallen Veränderungen der Kopfhaut auf. Verantwortlich dafür ist eine beschleunigte Zellteilung in der obersten Hautschicht. Die Entzündungskrankheit wird auch als Schuppenflechte bezeichnet.

Falls Sie unter Beschwerden leiden, ist es wichtig, rechtzeitig zum Hautarzt zu gehen. Dieser wird Sie fachkundig untersuchen, eine Diagnose stellen und die dazu passende Therapie einleiten.

7 Tipps gegen Schuppen, die wirklich helfen

Wirksame Hausmittel gegen Schuppen und Verkrustungen

Wenn sich herausstellt, dass die Verkrustungen harmlos sind und nur eine trockene Kopfhaut oder ungeeignete Pflegeprodukte dahinter stecken, können Sie zur Linderung der Beschwerden auf Hausmittel zurückgreifen.

Kokosöl

Eine wirksame Therapie besteht darin, die Kopfhaut mit hochwertigem Kokosöl aufzuweichen. Kokosöl ist laut dem Gesundheitsportal healthline.com reich an den mittelkettigen Fettsäuren Laurinsäure, Caprinsäure und Caprylsäure, die tief in die Haut eindringen und diese von innen heraus mit Feuchtigkeit versorgen. Rötungen und Juckreiz werden so effektiv gelindert. Außerdem enthalte das Superfood antibakterielle Wirkstoffe, die gegen Pilze und Bakterien wirksam sind, heißt es weiter.

Anwendung von Kokosöl

Kokosöl ist bis zu einer Temperatur von ca. 25 Grad Celsius fest. Damit es schmilzt, geben Sie einen halben Teelöffel in Ihre Hände und erwärmen Sie es dort. Massieren Sie das Öl sanft an den verkrusteten Stellen ein. Lassen Sie es mindestens 30 Minuten einwirken, bevor Sie es mit einem milden Shampoo auswaschen. Noch wirksamer ist es, das Kokosöl über Nacht einwirken zu lassen. Wickeln Sie Ihren Kopf in ein Handtuch ein, damit Kopfkissen und Co. frei von Ölrückständen bleiben.

Wichtig: Die Verkrustungen bitte nicht wegkratzen. Damit riskieren Sie nur Verletzungen oder eine Infektion. Achten Sie auf die Qualität des Kokosöls und wählen Sie ein Produkt, das frei von Pestiziden und anderen Schadstoffen ist. Am besten verwenden Sie natives Bio-Kokosöl, da es am natürlichsten und nährstoffreichsten ist.

Alternative Hausmittel

Anstelle von Kokosöl können Sie auch andere Produkte zur Kopfhautpflege verwenden. Eine Alternative ist natives Olivenöl. Wie Kokosöl wird es mit den Händen auf die betroffenen Stellen aufgetragen und wirkt idealerweise über Nacht ein. Utopia.de empfiehlt außerdem eine Quarkmaske. Diese versorgt die obersten Hautschichten mit Feuchtigkeit und hilft so wirksam gegen Verkrustungen. Da Quark allein ziemlich fest ist, wird er am besten mit einem geeigneten Öl verdünnt. Für eine Extra-Portion Pflege können weitere Zutaten wie Aloe-Vera-Gel oder Eigelb zur Quarkmaske gegeben werden. Das Ganze wird nach zwanzig bis dreißig Minuten mit lauwarmen Wasser ausgespült.

Weitere Hausmittel gegen Schuppen

Einige bewährte Hausmittel wie Teebaumöl, Apfelessig und Kokosöl können beruhigend auf die Kopfhaut wirken und besitzen antibakterielle oder entzündungshemmende Eigenschaften. Diese helfen dabei, das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen, die Schuppenbildung zu reduzieren und Juckreiz zu lindern. Auch Aloe vera ist beliebt, da sie Feuchtigkeit spendet und gereizte Haut beruhigt.

Hier ist eine Tabelle mit einigen der genannten Hausmittel und ihren Anwendungsbereichen:

Hausmittel Anwendung Wirkung
Kokosöl Einmassieren und einwirken lassen Spendet Feuchtigkeit, wirkt antibakteriell
Olivenöl Einmassieren und über Nacht einwirken lassen Spendet Feuchtigkeit
Quarkmaske Auftragen und nach 20-30 Minuten ausspülen Spendet Feuchtigkeit
Teebaumöl Mit Shampoo mischen oder verdünnt auftragen Wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend
Apfelessig Verdünnt auftragen und nach 10 Minuten ausspülen Gleicht den pH-Wert aus
Aloe vera Auftragen und einwirken lassen Spendet Feuchtigkeit, reguliert den pH-Wert

Tipps für gesunde Kopfhaut und Haare

  • Milde, wenig tensidhaltige Haarshampoos mit feuchtigkeitsspendenden oder rückfettenden sowie pflegenden oder beruhigenden Inhaltsstoffen verwenden.
  • Haare nicht öfter als nötig waschen. Lauwarmes Wasser schont Haare und Kopfhaut. Haare immer gründlich ausspülen, Rückstände von Pflegeprodukten können die Kopfhaut belasten.
  • Weiche Bürsten verwenden; spitze Borsten reizen die Kopfhaut. Nicht zu heiß föhnen und ausreichend Abstand halten. Starke Hitze trocknet Kopfhaut und Haare aus.
  • Keine aggressiven, zum Beispiel alkoholhaltigen, Stylingprodukte verwenden.
  • Verwenden Sie ein mildes, pH-neutrales Shampoo, möglichst ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Je nach Hauttyp sind spezielle Anti-Schuppen-Shampoos oder rückfettende Produkte eine gute Wahl. Fragen Sie gegebenenfalls einen Dermatologen oder eine Dermatologin oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welches Produkt sich für Ihre Kopfhaut eignet.
  • Waschen Sie Ihr Haar nicht täglich - bei akuten Problemen idealerweise maximal zweimal pro Woche. Denn: Jede Wäsche verringert die natürliche Schutzbarriere der Haut und macht die Kopfhaut empfindlicher.
  • Waschen Sie Ihre Haare nicht mit heißem, sondern mit lauwarmem Wasser.
  • Lassen Sie das Haar nach Möglichkeit an der Luft trocknen oder föhnen Sie es nur kurz und nicht zu heiß.
  • Verzichten Sie weitestgehend auf Haarfärbeprodukte.
  • Vermeiden Sie sehr enge Kopfbedeckungen und tragen Sie vorzugsweise Mützen aus Baumwolle.
  • Schützen Sie Ihren Kopf gegen starke Sonneneinstrahlung, zum Beispiel durch einen locker sitzenden Sonnenhut.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Körper alle Nährstoffe erhält, die er braucht, sowie genug Feuchtigkeit. Davon profitiert auch die Gesundheit der Kopfhaut. Essen Sie viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, wenig mageres Fleisch und Fisch. Außerdem sollten Sie täglich mindestens anderthalb Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
  • Stress und Anspannung können die Kopfhaut negativ beeinflussen. Versuchen Sie, Stress abzubauen. Dabei können Meditation, Yoga oder Progressive Muskelentspannung helfen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Johanna Kubek sagt: Sind noch andere Beschwerden da wie Juckreiz, Brennen, Nässen, muss man den Arzt aufsuchen. Dr. Johanna Kubek, Dermatologin.

Mit Maßnahmen wie Shampoo oder Hausmitteln werde man in dem Fall überhaupt keinen Effekt erreichen. "Das muss behandelt werden", rät die Dermatologin. Denn auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis können Ursache für Schuppen sein.

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