Schuppen sind ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können nicht nur lästig, sondern auch peinlich sein. Schuppen sind kleine, zusammengebackene Hornzellen, die sich von der Kopfhaut lösen. Je nach Hauttyp schuppt die Kopfhaut jedes Menschen mehr oder weniger stark. Etwa 50% aller Menschen leiden gelegentlich darunter, ca. 5% berichten über massive Kopfhautprobleme.
Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Schuppen. Außerdem werden verschiedene Hausmittel vorgestellt und erklärt, wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Die Bildung von Schuppen ist ein ganz normaler Prozess: Die Haut erneuert sich ständig selbst, auch die Kopfhaut. Dabei wandern neue Hautzellen innerhalb eines Monats aus tieferen Hautschichten bis an die Hautoberfläche. Dort verhornen sie und werden - für das bloße Auge nicht wahrnehmbar - abgestoßen. Ist dieser Prozess gestört, entstehen sichtbare Schuppen auf der Haut.
Es gibt verschiedene Arten von Schuppen, die sich in ihrem Aussehen und ihren Ursachen unterscheiden:
* Trockene Schuppen: Sie sind klein, weiß-silbrig und rieseln leicht vom Kopf. Ursache ist meist eine trockene Kopfhaut, die zu wenig Talg produziert oder zu wenig Feuchtigkeit speichert.* Fettige Schuppen: Sie sind größer, gelblich und haften an Kopfhaut und Haaren. Ursache ist eine erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut, oft in Verbindung mit einem Hefepilz (Malassezia furfur).Die Größe und Farbe der Schuppen liefern einen Hinweis darauf, um welche Erkrankung es sich handelt. Typisch für die Schuppenflechte sind rötliche erhabene Plaques, die mit dicker Schuppung belegt sind. Die Neurodermitis-Patienten haben häufig zugleich einen Heuschnupfen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Die Ursachen für Schuppenbildung sind vielfältig und können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden:
Verschiedene Faktoren können die Entstehung von Schuppen begünstigen:
Kopfpilze werden von Mensch zu Mensch und vom Tier auf den Menschen übertragen. Es bilden sich knotige Entzündungen oder eine oberflächliche Reizung der Haut. "Das kann dann so weit gehen, dass die Haarstruktur so angegriffen ist, dass die Haare abbrechen.
Die Symptome von Schuppen können je nach Ursache variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
Bei einer Pilzerkrankung der Kopfhaut können folgende Symptome auftreten:
Diese Anzeichen treten meist nicht nur auf der Kopfhaut, sondern auch im Nacken auf. Auch der Bart kann vom Hautpilz betroffen sein. Wenn du die Infektion nicht oder nicht ausreichend behandelst, können die Erreger noch tiefer eindringen. In der Folge kommt es zu Hautveränderungen, eitrigen Abszessen, rundlichen Bläschen und einer Verdickung der Haut. Auch allgemeine Symptome wie Schmerzen, anschwellende Lymphknoten oder Fieber können auftreten. Außerdem kann es passieren, dass deine Haarwurzeln nachhaltig geschädigt werden, sodass keine Haare mehr nachwachsen können - schnelles Handeln ist bei Kopfhautpilz daher dringend ratsam.
Die Behandlung von Schuppen richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung. In vielen Fällen können spezielle Shampoos und Lotionen helfen, die Schuppen zu reduzieren und den Juckreiz zu lindern.
Es gibt verschiedene Arten von Anti-Schuppen-Shampoos:
In der Apotheke gibt es zudem lindernde Intensivtonika, z.B. mit Urea, Lactat, Licochalcone A oder Polidocanol. Sie beruhigen die Kopfhaut und reduzieren den Juckreiz.
Bei einer Pilzerkrankung der Kopfhaut erfolgt die Behandlung auf zwei Wegen: Zum einen muss die Infektion mit Tabletten behandelt werden. Bewährte Antipilzmittel für Erwachsene sind zum Beispiel Itraconazol, Griseofulvin, Terbinafin und Fluconazol. Zum anderen muss der Kopfhautpilz zeitgleich auch noch von außen behandelt werden - zum Beispiel mit einer Creme, einem Shampoo oder einem Spray. Effektive Wirkstoffe sind insbesondere Bifonazol, Clotrimazol, Ketoconazol, Selensulfid, oder Selendisulfid.
Die Behandlungsschritte können relativ komplex sein:
Es gibt einige Hausmittel, die insbesondere bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Die Anwendung ist aber oft umständlich oder aufwändig. Zudem gibt es keine Nachweise, dass sie dauerhaft wirken. Es existieren meist nur Erfahrungswerte.
Beliebt sind vor allem:
Hautärztin Kubek hält von Hausmitteln wenig: Aus dermatologischer Sicht kann man so etwas nicht empfehlen. Die Dosierung dieser Stoffe ist überhaupt nicht standardisiert. Die Folge: Je nach Menge und Anwendung können die Hausmittel die Kopfhaut weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen. Das wiederum kann die Schuppenbildung verstärken.
Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn:
Denn auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis können Ursache für Schuppen sein. Mit Maßnahmen wie Shampoo oder Hausmitteln werde man in dem Fall überhaupt keinen Effekt erreichen. "Das muss behandelt werden", rät die Dermatologin.
Folgende Tipps können dir helfen, deine Kopfhaut zu beruhigen und die Schuppen in den Griff zu bekommen:
Auch mäßiges Essen und Trinken, Abbau von Streß, überhaupt eine gesunde Lebensführung können manchmal eine deutliche Besserung herbeiführen (vor allem bei Kopfschuppung durch seborrhoisches Ekzem, Neurodermitis und Schuppenflechte).
Ein weiterer, allgemeingültiger Tipp: Shampoos müssen nicht viel schäumen, um die Kopfhaut gründlich zu reinigen. Viel Schaum ist häufig nur ein Anzeichen dafür, dass die eingesetzten Tenside sehr günstig waren - und können die Haut unnötig reizen. Achte beim nächsten Kauf eines Shampoos darauf, dass diese mild formuliert, pH-hautneutral (pH-Wert von circa 5) sind und die passenden Wirkstoffe enthalten sind. Deine Kopfhaut wird es dir danken!
Indem Sie diese Ratschläge befolgen, können Sie dazu beitragen, Ihre Kopfhaut gesund zu halten und die Wahrscheinlichkeit von Schuppenbildung zu verringern.
| Schuppenart | Ursachen | Symptome | Behandlung |
|---|---|---|---|
| Trockene Schuppen | Trockene Kopfhaut, häufiges Haarewaschen, aggressive Pflegeprodukte | Kleine, weiße Schuppen, Juckreiz, gereizte Kopfhaut | Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Ölkur, milde Pflegeprodukte |
| Fettige Schuppen | Übermäßige Talgproduktion, Hefepilz (Malassezia furfur) | Größere, gelbliche Schuppen, die an Kopfhaut und Haaren haften | Antimykotische Shampoos, Reduzierung der Talgproduktion |
| Kopfhautpilz | Pilzinfektion | Rote, runde Flecken, trockene Schuppen, Haarausfall, Entzündungen, Juckreiz | Antipilzmittel (Tabletten und Cremes/Shampoos) |
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