Schuppen bei Katzen: Ursachen und Behandlung

Wusstest du, dass Katzen genauso wie wir unter Schuppen leiden können? Wenn Sie Veränderungen an Fell und Haut Ihrer Katze wahrnehmen, sollten Sie unbedingt genauer hinsehen und den Auslöser für die Schuppen im Katzenfell herausfinden. Die Haut von Katzen ist ein schützendes Organ, das auf verschiedene Weise auf negative Einflüsse reagieren kann.

Es gibt verschiedene dermatologische und anderweitige gesundheitliche Probleme, die dazu führen können, dass die Haut deiner Katze trocken und schuppig wird und sich weiße Partikel im Fell bilden - vielleicht bemerkst du sogar, dass kleine Schuppen zurückbleiben, wenn deine Katze auf deinem Schoß saß. Finden Sie die Schuppen im Fell, auf dem Rücken oder am Schwanzansatz der Katze, handelt es sich sehr wahrscheinlich um lokale Schuppen.

In der Mehrzahl der Fälle ist Katzenfell mit Schuppen ein Symptom dafür, dass etwas nicht stimmt und nicht als eigenständige Krankheit zu betrachten. Schuppen bei Katzen können harmlos sein, es kann aber genauso eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Treten andere Symptome auf, gehen Sie auf jeden Fall schnell zum Tierarzt!

Katze hat Schuppen: Das kann dahinterstecken

Wie man Schuppen bei Katzen erkennt

Schuppen bei Katzen sind relativ häufig und können aus verschiedenen Gründen auftreten. Häufig ist es völlig harmlos, wenn die Katze Schuppen hat. Doch da Schuppen auch ein Anzeichen für ein gesundheitliches Problem sein können, sollten Sie diese nicht ignorieren sondern genauer untersuchen.

Schuppen sind winzige, graue oder weiße Hautpartikel, die lose im Katzenfell hängen oder beim Streicheln herunterfallen. Häufig bemerkt man sie am Rücken und Schwanzansatz der Katze - aber sie können auch am Kopf und hier vor allem rund um die Ohren auftreten. Eventuell bemerkst du einige Hautschuppen dort, wo deine Katze gesessen oder gelegen hat.

Gesunde Katzen haben ein gepflegtes, sauberes und glänzendes Fell. Hat die Katze Schuppen, sind diese besonders bei dunklen Katzen im Fell gut zu sehen. Auf dem Fell der Katze finden sich feine weiße Krümel. Beim Streicheln können diese vermehrt aus dem Fell rieseln. Wenn Sie Ihre Katze bürsten oder gegen den Strich das Fell aufrichten, werden Sie die Schuppen ebenfalls finden. Schuppen können auch in größeren Arealen auf der Haut „kleben“ und lassen sich dort durch leichtes Bürsten o.Ä. lösen.

Neben dem schuppigen Fell der Katze treten oft weitere Symptome auf, z.B. Die Anzeichen sind nicht immer leicht zu erkennen, da Katzen sich sehr sorgfältig putzen.

Die Haut und ihre Funktion

Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten. Die oberste Hautschicht, auch Epidermis genannt, besteht hauptsächlich aus einer bestimmten Art von Zellen, den Keratinozyten. In den tieferen Hautschichten entstehen neue Hautzellen, die im Lauf der Zeit an die Oberfläche gelangen und dort absterben. Diese abgestorbenen Hautzellen werden Stück für Stück abgegeben.

Auf diese Art und Weise regeneriert sich die Haut: neue Hautzellen werden gebildet, um die alten, abgestorbenen Zellen zu ersetzen, welche dann daraufhin vom Körper einfach abgeworfen werden. Dieser sich ständig wiederholende Zyklus dauert bei Tieren in der Regel etwa 21 Tage.

Normalerweise werden sie von der Katze regelmäßig beim Putzen entfernt und sind zudem so klein, dass man sie nicht sieht. Bei einem Ungleichgewicht in der Haut läuft dieser Verhornungsprozess jedoch deutlich schneller ab, sodass sich die Hautzellen an der Oberfläche vermehrt ablösen und es zur Schuppenbildung kommt. Diese Störung wird als trockene Seborrhoe oder Seborrhoe sicca bezeichnet.

Schuppen und Hautschuppen sind nicht dasselbe: Hautschuppen sind normale, gesunde Hautzellen, die sich ablösen. Trockene Seborrhoe bei Katzen macht sich meist durch schuppige Haut bemerkbar, vor allem entlang des Rückens. Eventuell hinterlässt deine Katze nach dem Kuscheln Schuppen auf deinem Schoß oder an einem ihrer Lieblingsschlafplätze.

Häufige Auslöser für Schuppen bei Katzen

Wenn die Schuppen jedoch Überhand nehmen, kann einer dieser Auslöser dahinterstecken:

  • Fellwechsel: vor allem im Frühling und Herbst
  • Trockene Haut: vor allem im Winter bei trockener Heizungsluft
  • Parasitenbefall: Milben, Flöhe, Haarlinge
  • Hautpilz: meist einhergehend mit Haarausfall
  • Ernährungsdefizite: Futtermittelallergien, Nährstoffmangel
  • Andere Grunderkrankungen: zum Beispiel Niereninsuffizienz, Schilddrüsenüberfunktion

In den meisten Fällen sind trockene Haut und Schuppen eine Reaktion der Haut auf eine andere Erkrankung. Es gibt zahlreiche gesundheitliche Beschwerden, die eine Katze in ihrer Fellpflege einschränken können, was häufig zu Schuppenansammlungen führt.

Umweltfaktoren

Es gibt viele Umweltfaktoren, die die Haut austrocknen und zu Schuppenbildung führen können, dazu gehören etwa trockene, kalte Winterluft und stark beheizte Räume mit niedriger Luftfeuchtigkeit. Besonders reine Wohnungskatzen leiden im Winter an trockener Haut. Dies kann begünstigen, dass die Katze Schuppen hat. In der Regel ist die trockene Heizungsluft der Auslöser.

Messen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer*. In Wohnräumen sollte sie zwischen 40% und 60% liegen. Luftbefeuchter können Abhilfe verschaffen, zudem können Sie einen Trinkbrunnen* für die Katze aufstellen. So wird die Katze zum Trinken angeregt und die Luft zugleich befeuchtet.

Parasitenbefall

Eine Reihe von Parasiten kann bei Katzen zu Hautirritationen führen, zum einen durch direkte Schädigung der Haut (wie z.B. bei Milben) und zum anderen durch die Katze selbst, die durch übermäßiges Kratzen und Putzen versucht, den Juckreiz zu lindern und sich dabei selber Verletzungen zufügt (wie z.B. Obwohl Flöhe bei weitem der häufigste Übeltäter sind, spielt auch eine bestimmte Art von Milben namens Cheyletiella eine wichtige Rolle.

Diese Milben werden auch als "wandernde Schuppen" bezeichnet, da sie wie weiße Schuppen aussehen. Sie sollten bei Katzen mit schuppiger Haut immer in Betracht gezogen werden, auch wenn ein Befall nicht allzu häufig vorkommt. Eine weitere Sorte Parasiten, die Hautprobleme verursachen kann, sind Demodexmilben. Dieser Parasit lebt in den Haarfollikeln oder auf der Hautoberfläche und kann Hautveränderungen und Haarausfall verursachen (feline Demodikose oder demodiktische Räude).

Hautinfektionen

Hautinfektionen entstehen meistens in Folge eines anderen Problems, welches die Schutzbarriere der Haut beschädigt. Diese sogenannten Sekundärinfektionen („Folgeinfektionen“) können durch Bakterien, durch selbst zugefügte Verletzungen oder durch Hefepilze (Malassezia-Dermatitis) verursacht werden. Auch Katzen (in der Regel junge Katzen oder Katzen mit geschwächtem Immunsystem) können unter Ringelflechte leiden.

Hierbei handelt es sich um eine Pilzinfektion, die schwierig zu behandeln sein kann. Auch bei Hautpilz kann es sein, dass die Katze Schuppen hat. Häufig leidet die Katze dabei auch an Juckreiz und das Fell fällt aus. Oft sind Katzen betroffen, deren Immunsystem bereits angegriffen ist.

Ernährung und andere Erkrankungen

Da die meisten handelsüblichen Katzenfuttersorten eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung beinhalten, sind Nährstoffdefizite meist auf Magen-Darm-Probleme zurückzuführen, bei denen es zu einer beeinträchtigten Nährstoffaufnahme kommt. Auch Fehler oder Unverträglichkeiten bei der Ernährung können dazu führen, dass die Katze Schuppen hat. Wenn Sie dies als Ursache vermuten, sollten Sie die Fütterung Ihrer Katze langsam umstellen.

Achten Sie auf Katzenfutter von hochwertiger Qualität mit natürlichen Inhaltsstoffen. Halten Sie am besten Rücksprache mit Ihrem Tierarzt. Auch ein Nährstoffmangel kann zu Schuppen führen. Dies findet der Tierarzt mittels Bluttest heraus.

Schilddrüsenüberfunktion und Diabetes sind die am häufigsten bei Katzen auftretenden endokrinen (hormonellen) Erkrankungen. Diese können zu Veränderungen der Elastizität und Textur der Haut führen, wie z.B. zu dünner, trockener Haut, Schuppenbildung, stumpfem und verfilztem Haar und Haarausfall.

Die Haut ist ein besonders großes Organ und steht in enger Beziehung mit anderen Organen. Sind diese geschädigt, wie z.B. bei Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenüberfunktion, kann sich das auf die Haut auswirken. Bei regelmäßigen Check-Up Untersuchungen, kann Ihr Tierarzt solche Erkrankungen frühzeitig erkennen.

Behandlung von Schuppen bei Katzen

Hat Ihre Katze Schuppen, gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden und Hausmittel, die helfen können. Die Therapie richtet sich dabei immer nach dem Auslöser.

Unterstützung im Fellwechsel

Leidet Ihre Katze während des Fellwechsels im Frühling und Herbst an Schuppen, können Sie Ihre Katze bei der Fellpflege unterstützen. Bürsten Sie sie jeden Tag vorsichtig mit einer Katzenbürste* aus. Dabei werden die Haare schneller gelöst und die Schuppen verschwinden zeitnah. Dies führt nebenbei dazu, dass die Katze nicht so viele Haare aufnimmt und ggfs. Probleme mit Haarbällen bekommt.

Luftfeuchtigkeit regulieren

Besonders reine Wohnungskatzen leiden im Winter an trockener Haut. Dies kann begünstigen, dass die Katze Schuppen hat. In der Regel ist die trockene Heizungsluft der Auslöser. Luftbefeuchter können Abhilfe verschaffen, zudem können Sie einen Trinkbrunnen* für die Katze aufstellen. So wird die Katze zum Trinken angeregt und die Luft zugleich befeuchtet.

Parasiten behandeln

Ein Befall mit Milben, Haarlingen oder Flöhen, kann zu Schuppen bei Katzen führen. Meistens leidet die Katze dabei auch an starkem Juckreiz. Daher kratzt und beißt sie sich auffällig viel. Wenn Sie einen Parasitenbefall vermuten, sollten Sie die Katze unbedingt einem Tierarzt vorstellen. Auch andere im Haushalt lebende Tiere müssen mitbehandelt und die Umgebung sorgfältig gereinigt werden, um einen erneuten Ausbruch zu verhindern.

Hautpilz behandeln

Auch bei Hautpilz kann es sein, dass die Katze Schuppen hat. Häufig leidet die Katze dabei auch an Juckreiz und das Fell fällt aus. Oft sind Katzen betroffen, deren Immunsystem bereits angegriffen ist. Stellen Sie die Katze unbedingt einem Tierarzt vor. Achtung: Der Hautpilz kann für den Menschen ansteckend sein.

Ernährung anpassen

Auch Fehler oder Unverträglichkeiten bei der Ernährung können dazu führen, dass die Katze Schuppen hat. Wenn Sie dies als Ursache vermuten, sollten Sie die Fütterung Ihrer Katze langsam umstellen. Achten Sie auf Katzenfutter von hochwertiger Qualität mit natürlichen Inhaltsstoffen. Halten Sie am besten Rücksprache mit Ihrem Tierarzt. Auch ein Nährstoffmangel kann zu Schuppen führen. Dies findet der Tierarzt mittels Bluttest heraus.

Hausmittel: Lachsöl

Lachsöl ist bei Katzen sehr beliebt und enthält wichtige essentielle Fettsäuren. Diese wirken unterstützend auf Haut und Fell sowie Stoffwechsel der Katze. Leidet Ihre Katze an trockener, schuppiger Haut, können Sie ihr täglich ein paar Tropfen hochwertiges Lachsöl* über das Futter geben. Auch im Fellwechsel und im Winter kann Lachsöl helfen, die Haut gesund zu halten.

Achtung: Ist eine Grunderkrankung bei Ihrer Katze bekannt oder eine medizinische Diät erforderlich, sollten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten, ehe Sie Lachsöl füttern.

Topische Produkte

Unsere DOUXO® S3 SEB-Produkte enthalten hochwertige feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, die es der Haut ermöglichen, ihre normale Struktur wiederherzustellen, ohne sie weiter zu reizen und auszutrocknen. Der Inhaltsstoff Seboliance hilft außerdem, die Talgproduktion zu regulieren, die Bildung von Hautschüppchen zu verhindern und der übermäßige Vermehrung von Hefepilzen vorzubeugen.

Durch regelmäßiges Bürsten wird Talg auf der Haut gleichmäßig verteilt, Haut und Fell werden belüftet und abgestorbene Hautpartikel entfernt.

Ursache Behandlung
Fellwechsel Regelmäßiges Bürsten
Trockene Haut Luftbefeuchter, Trinkbrunnen
Parasitenbefall Tierärztliche Behandlung, Umgebungsreinigung
Hautpilz Tierärztliche Behandlung
Ernährungsprobleme Futterumstellung, hochwertige Ernährung
Andere Grunderkrankung Tierärztliche Behandlung der Grunderkrankung

Wann sollte man einen Tierarzt aufsuchen?

Hat Ihre Katze Schuppen, sollten Sie dies nicht einfach ignorieren, sondern die Ursache herausfinden und abstellen. So verschwinden auch die lästigen Schuppen rasch wieder. Leidet Ihre Katze jedoch über längere Zeit an Schuppen oder sind diese besonders stark, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Auch bei folgenden Begleitsymptomen, sollten Sie die Katze zum Tierarzt bringen, wenn sie Schuppen hat:

  • Juckreiz
  • Stumpfes Fell
  • Kahle Stellen
  • Müdigkeit
  • Fressunlust

Der Tierarzt wird eine Hautprobe unter dem Mikroskop anschauen, um die Ursache für die Schuppen herauszufinden. Mittels Blutuntersuchung kann er auch Unverträglichkeiten und andere Grunderkrankungen erkennen und gezielt behandeln.

Überlegen Sie genau, welcher dieser Auslöser Schuld sein könnte, dass Ihre Katze Schuppen hat. Die richtige Behandlung von Schuppen richtet sich immer nach der Ursache.Achtung: Wenn Sie befürchten, dass Ihre Katze unter einem Parasitenbefall oder einer Pilzinfektion leidet, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.Ihre Katze kann Parasiten bzw. einen Pilzbefall auch auf Menschen übertragen und sollte daher so schnell wie möglich behandelt werden.

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