King C. Gillette Rasierer im Test: Traditionelle Rasur neu erleben

Wer sich für die Rasur mit Rasierhobel und traditioneller Rasierklinge entscheidet, wendet sich bewusst gegen Einmalrasierer, Systemrasierer und elektrische Rasierer. Für Kornelius Werhahn-Mees, der in seinem Szeneladen Soul Objects am Prenzlauer Berg in Berlin und online klassische Rasurutensilien verkauft, ist das keine Überraschung: »Die Rasur mit Hobel und Klinge schont nicht nur die Umwelt und den Geldbeutel, sondern liefert auch die bessere Rasur«. Allerdings passt die Nassrasur nicht in eine hektische Morgenroutine, sondern ist vielmehr ein wohltuendes, morgendliches Ritual, das Zeit braucht.

Ein gutes Rasurergebnis haben in unserem Test alle Klingen hervorgebracht, alle rasieren gut. Allerdings war das Rasurerlebnis tatsächlich uneinheitlich: Manche Klingen wie die Astra oder Wilkinson hinterließen einen unnötig scharfen Eindruck. Dass superscharf auch anders geht, zeigt die Feather: Sie besitzt anscheinend die richtige Beschichtung, um die Haut nicht zu reizen.

Nun stellt sich die Frage, wie sich die Produkte von King C. Gillette in diesem Umfeld behaupten. Dieser Artikel beleuchtet die Rasierer und Klingen von King C. Gillette im Detail, vergleicht sie mit anderen Produkten auf dem Markt und gibt Aufschluss darüber, ob sie den hohen Erwartungen gerecht werden.

Test King C Gillette Rasierhobel

Die King C. Gillette Produktlinie

King Camp Gillette gilt als Erfinder der Rasur, wie wir sie heute kennen. 1905 brachte er den ersten Rasierer mit austauschbaren Klingen auf den Markt und revolutionierte damit die Rasur. Jetzt vereint sich diese einzigartige Expertise und Geschichte in einer neuen Marke, die alles bietet, was der Mann für seinen individuellen Bartstyle braucht mit einer kompletten Kollektion mit Rasur-, Styling- und Pflegeprodukten.

Die Produkte von King C. Gillette hat also den versprochenen Rasierhobel mit der Bezeichnung King C. herausgebracht. Der Hobel ist elegant verpackt und wir schauen erst mal auf die Bilder. Für mich liegt er gut in der Hand und ist von der Verarbeitung 1a. Wenn man bedenkt das der Hobel für knapp 15 Euro verkauft wird, ist das mal ein Schnapper und mit Sicherheit, da hänge ich mich mal aus dem Fenster etwas weit raus, eine Referenz für Neueinsteiger (den Profis unter Euch überlasse ich das mal lieber jedem selbst).

King C. Gillette bietet eine umfassende Produktpalette für die Rasur und Bartpflege, darunter:

  • Rasierhobel
  • Rasierklingen
  • Barttrimmer
  • Bartpflegeprodukte (Shampoo, Öl, Balsam)

Diese Produkte zielen darauf ab, sowohl die traditionelle Rasur zu ehren als auch moderne Ansprüche an Komfort und Pflege zu erfüllen.

Der King C. Gillette Rasierhobel im Detail

PRKing C. Der King C. Gillette Rasierhobel vereint klassische Rasiertechnologie mit modernem Design. Er ist perfekt für präzise Rasuren und eignet sich hervorragend für empfindliche Haut, da er die Haare dicht an der Haut schneidet, ohne unnötigen Druck auszuüben. Ein Muss für Liebhaber traditioneller Nassrasur.

Vorteile:

  • Robuste Bauweise
  • Hochwertiges Material
  • Ideal für empfindliche Haut

Nachteile:

  • Griff mit nassen Händen etwas rutschig

Für 15 € ist er ordentlich verarbeitet und im Zweifel sieht der Griff gut an meinem Tech aus.

Die King C. Gillette Rasierklingen im Test

Die King C. Gillette Rasierklingen gehören mit 50 Cent pro Klinge (Stand 10/2024) zu den teuersten im Test. Doch man merkt die Qualität beim angenehmen Gleiten über die Haut und dass die Klinge auch nach mehreren Rasuren trotzdem weiter scharf bleibt. Die King C. Gillette Rasierklingen gehören mit zu den teuersten im Test, kosten fast das Dreifache unseres Testsiegers.

Man hat den Verdacht, dass sich Gillette seine auf Tradition gemachte und hochwertige King C.-Serie vom Kunden gut bezahlen lässt. Das Produkt selbst hat im Test überzeugt und absolvierte mehrmals ein akkurates Rasurergebnis und durch die rostfreie, gutmütige Klinge ein angenehmes Rasurerlebnis. Auch für Einsteiger ist die Klinge damit eine Empfehlung.

Kritik gibt es bei der Verpackung: zum einen ist sie unnötig groß, die zehn Klingen sind auf zwei Boxen aufgeteilt und das Paraffinpapier ist zu rutschig und mahnt zu größer Vorsicht beim Herausnehmen einer neuen Klinge.

Bei den kleinen Centbeträgen ist der Preis doch egal, eine bessere Klinge ist mir auch 30cent wert. Die Japaner kosten auch 50cent, aber die sind auch anders. Die Platinum wird auch für sehr unterschiedliche Preise angeboten, z.B. in ital.

Hier eine Übersicht über die getesteten Rasierklingen und ihre Eigenschaften:

Klingenmarke Preis pro Klinge (ca.) Herstellungsort Besonderheiten
King C. Gillette 0,50 € Indien Teuer, angenehmes Gleiten, bleibt lange scharf
Mühle 0,28 € Deutschland Komplett in Deutschland hergestellt, rostfrei
Gillette 7 o’clock permasharp 0,12 € Indien Günstig, zuverlässig, beliebt
Feather New Hi-Stainless 0,50 € Japan Sehr scharf, hautschonend
Astra Superior Platinum 0,07 € Indien Ruppig, reizt die Haut
BIC Chrome Platinum 0,10 € Griechenland Günstig, wenig scharf, für Anfänger geeignet

Vergleich mit anderen Rasierklingen

  • Gillette 7 o’clock permasharp: Die Gillette 7 o’clock permasharp ist die weniger pompöse Variante einer Gillette-Rasierklinge. Und dadurch deutlich günstiger, denn die Klinge kostet im 100er Pack gerade mal 12 Cent (Stand 10/2024). Jeweils fünf rostfreie Klingen kommen in einer einfachen, grünen Pappbox daher. In Rasurforen ist die 7 o’clock permasharp durchgehend beliebt und hat sich auch in unserem Test trotz des geringen Preises als zuverlässiges Werkzeug bewiesen, rasiert angenehm und akkurat und übersteht drei bis vier Rasuren ohne große Einbußen. Hergestellt wird die 7 o’clock permasharp in einem Werk von Gillette in Indien.
  • Feather New Hi-Stainless Rasierklingen: Die Feather New Hi-Stainless Rasierklingen genießen in der Nassrasierer-Community einen guten Ruf, gelten sie mitunter als schärfste Klinge überhaupt. Hergestellt wird sie vollständig in Japan und gehört mit rund 50 Cent pro Klinge (Stand 10/2024) eher zu den teuren Exemplaren, doch der Preis ist gerechtfertigt. Der hohe Schärfegrad macht sich zwar beim Rasurergebnis durch eine sehr glatte Haut bemerkbar, doch die sorgfältige Beschichtung lässt die rostfreie, superscharfe Klinge hautschonend über die Oberfläche gleiten.

Nachhaltigkeit und Verpackung

Unterschiedlich gehen die Hersteller das Thema Verpackung an. Die meisten legen mittlerweile ihre fünf oder zehn in Paraffinpapier eingelegten Klingen in eine kleine Box aus Pappe, ohne weitere Plastikfolie darum. Hier fällt am wenigsten Müll und gar kein Plastik an. Feather und Wilkinson gehören, zumindest in unserem Testfeld, zu den Ausnahmen: bei ihnen lagern die Klingen in einem robusten Plastikspender, gebrauchte Klingen werden über einen separaten Schlitz unten in die Box zurückgeschoben. Das ist alles praktisch. Aber das Plastik ist nicht nur, in unseren Augen, unnötig, wie die meisten anderen Hersteller zeigen.

Auch beim Einkauf der Klingen lassen sich Verpackung und Transportkilometer sparen. Eine Klinge, die sich im örtlichen Einzelhandel oder Drogerie mitnehmen lässt. Das sind aber die wenigsten Klingen. Die meisten lassen sich nur über das Internet bestellen. Hat man die richtige Klinge für sich gefunden, bieten einige Hersteller auch größere Packungen mit 100 oder 200 Klingen an.

King C. Kritik gibt es bei der Verpackung: zum einen ist sie unnötig groß, die zehn Klingen sind auf zwei Boxen aufgeteilt und das Paraffinpapier ist zu rutschig und mahnt zu größer Vorsicht beim Herausnehmen einer neuen Klinge.

Tipps für die perfekte Rasur mit King C. Gillette

Vorbereitung

  • Reinigung: Tägliche Verunreinigungen können dazu führen, dass sich die Barthaare unangenehm anfühlen und riechen. Das King C. Gillette Beard Wash sorgt für eine milde Reinigung und entfernt dabei Schmutz und abgestorbene Hautzellen.
  • Befeuchten: Hier steht als Erstes das Befeuchten des Gesichts mit warmem oder heißem Wasser an. Das öffnet die Poren, entspannt die Gesichtshaut und die Haare werden für die Rasur weicher.
  • Rasierseife: Schließlich wird die Rasierseife im Tiegel aufgeschlagen oder direkt auf den Pinsel gegeben, um dann im Gesicht mit kreisenden Bewegungen weiter aufgeschäumt und auf der Haut verteilt zu werden. Auch dies dient der Vorbereitung von Haut und Haaren für die Rasur, erzeugt aber auch den Gleitfilm für die Klinge.

Rasur

  • Erster Durchgang: Danach folgt die erste Rasur in Wuchsrichtung (also in die Richtung, in die die Haare wachsen).
  • Zweiter Durchgang: Ein zweiter Durchgang, falls nötig, kann dann gegen den Strich, also gegen die Wuchsrichtung, durchgeführt werden. Das sorgt noch einmal für zusätzliche Glätte auf der Haut.

Nachbereitung

  • Pflege: Nach der Rasur kommt die Pflege. Barthaare können sich schnell rau und stachelig anfühlen, außerdem kann die Haut unter den Haaren austrocknen und jucken. Ideal, um den Bart zu formen und zu pflegen ist das Bart-Öl von King C. Gillette.

Eine gründliche Rasur braucht Zeit. Das gilt insbesondere für die Rasurvorbereitung. Egal, ob Sie sich für Rasierschaum, Rasiergel, Rasieröl oder Rasierseife entscheiden - lassen Sie das Produkt Ihrer Wahl ein bis zwei Minuten einwirken, um Ihre Barthaare vor der Rasur aufzuweichen. Die kurze Wartezeit wird mit einer deutlich flüssigeren Rasur belohnt und beugt gleichzeitig Rasurbrand vor.

Eine Rasur bedeutet Stress für die Haut - trotz des besten Nassrasierers und einer guten Vorbereitung. Ohne die anschließende Hautpflege kommt es deshalb fast immer zu Hautirritationen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie anschließend eine Pflege verwenden, die intensiv Feuchtigkeit spendet und auf reizende Inhaltsstoffe wie Parfum, Alkohol und Co. verzichtet. So bringen Sie Ihre Haut nach der Nassrasur wieder ins Gleichgewicht.

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