Ursachen für Glatze bei Kindern: Ein umfassender Überblick

Haarausfall ist nicht immer altersbedingt. Auch Kinder und Jugendliche können davon betroffen sein, was oft zu großer Besorgnis führt. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen für Glatzenbildung bei Kindern und bietet einen umfassenden Überblick über Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

In Deutschland leben rund 1,5 Millionen Menschen mit Alopecia Areata, also kreisrundem Haarausfall. Dabei kann sich die Autoimmunerkrankung bei Menschen jeden Alters zeigen. Häufig tritt sie bereits bei Kindern erstmals in Erscheinung.

Ursachen für Haarausfall bei Kindern

Es gibt verschiedene Gründe für kahle Stellen auf Köpfen von Kindern:

  • Alopecia Areata: Eine der bekanntesten Formen der Alopezie ist Alopecia areata, eine Autoimmunerkrankung, die in der Regel Jugendliche und junge Erwachsene betrifft. Bei Alopecia Areata handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der der Haarfollikel sein Immunprivileg verliert, so dass sich um die Haarzwiebel an der Basis des Follikels eine Entzündung entwickelt, die zu einem "lückenhaften" Haarausfall führt.
  • Tinea capitis: Bei der Tinea capitis treiben vor allem Dermatophyten wie Microsporum canis oder Trichophytum rubrum ihr Unwesen auf dem Kinderkopf. Sie machen sich bemerkbar mit runden kahlen Stellen, um die herum viele abgebrochene Haare sitzen. Auch schuppige Hautveränderungen sind verdächtig für einen Pilzbefall.
  • Mangelerscheinungen: Eisenmangel oder der Mangel an Vitaminen führen auch bei Kindern zu einem diffusen Haarausfall.
  • Traktionsalopezie: Zu stramm geflochtene Zöpfe oder ein zu fest gebundener Pferdeschwanz können durch ständigen Zug zum Haarausfall führen. Gegen eine solche Traktionsalopezie hilft es, die Haare weniger oder am besten gar nicht zu flechten.
  • Trichotillomanie: Manche Kinder reißen sich bei seelischer Überlastung die Haare aus. Oft finden sich dann noch weitere Anzeichen wie Lippenbeißen oder Nägelkauen.
  • Hormonelle Probleme: Im Teenageralter verändert sich der Hormonspiegel erheblich und kann das Haarwachstum beeinträchtigen.
  • Schlechte Ernährung: Bei Teenagern mit einer Ernährung, der es an wichtigen Vitaminen und Mineralien wie Biotin, Eisen, Zink und Vitamin A mangelt, kann es zu stumpfem, schütterem Haar und sogar zu Haarausfall kommen.
  • Androgenetische Alopezie: Androgenetische Alopezie, auch bekannt als männliche oder weibliche Kahlköpfigkeit, ist eine häufige Ursache für Haarausfall, der bereits im mittleren Lebensalter beginnen kann.

Alopecia Areata im Detail

Alopecia Areata (AA) ist eine chronische, immunvermittelte Krankheit, die durch einen akut einsetzenden Haarausfall gekennzeichnet ist. Die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal im Leben an einer AA zu erkranken, beträgt 2 % (Lebenszeitinzidenz). Der häufigste Typ ist die umschriebene Alopecia areata. Seltener auftretende Typen sind Ophiasis -Typ, Alopecia totalis und Alopecia universalis, mit Prävalenzen von 0,02%, 0,08% und 0,03%.

Die Alopecia Areata zeigt sich bei fast der Hälfte der Betroffenen mit ihrer Erstmanifestation vor dem 20. Lebensjahr, nicht selten sogar mit einem ersten umschriebenen haarlosen Areal bereits vor Erreichen des 10. Alters. Die Alopecia Areata, eine Autoimmunerkrankung mit genetischer Prädisposition und familiär gehäuftem Auftreten tritt assoziiert mit Autoimmunerkrankungen und gehäuft mit einer atopischen Diathese auf.

Die genaue Ursache der AA ist noch nicht vollständig geklärt, doch ist es allgemein anerkannt, dass der Kollaps des Immunprivilegs des Haarfollikels eine entscheidende Rolle in der Entstehung der Krankheit spielt. Der Entzündungsprozess der Erkrankung wird über das Einwandern von Immunzellen in und um den Haarfollikel vermittelt. Dadurch kommt es zu einem Bienenschwarm-ähnlichen Infiltrat. Die Entzündungsreaktion ist auch über Botenstoffe (Zytokine) vermittelt.

Das Aufflammen einer AA führt zu einer deutlich verkürzten Anagen (Wachstums)-Phase des Haarwachstumszyklus. Es wird vermutet, dass auch genetische Faktoren einen Einfluss haben.

Symptome der Alopecia Areata

  • Typische kreisrunde, haarlose Areale an der Kopfhaut
  • Teilweiser oder kompletter Verlust der Augenbrauen, Wimpern oder Barthaare
  • Unauffällige Hautoberfläche in den betroffenen Bereichen
  • In einigen Fällen Veränderungen der Fingernägel (Dellen, Rillen)

Diagnose der Alopecia Areata

Die Diagnose der Alopecia Areata basiert in der Regel auf:

  • Klinischer Untersuchung der Kopfhaut und Haare
  • Dermatoskopie der Kopfhaut
  • Zupftest zur Einschätzung der Aktivität des Haarausfalls
  • SALT Score zur Bestimmung des prozentualen Kopfhaarausfalls

Behandlung von Alopecia Areata

Die derzeitig eingesetzten Therapien zielen vor allem auf das Unterdrücken des Entzündungsprozesses ab und bekämpfen nicht die eigentliche Ursache der Krankheit. Zu den gängigen Behandlungen gehören:

  • Topische Kortikosteroide: Anwendung von Kortikosteroiden im Bereich der Haarausfallherde
  • Kortisoninjektionen: Einspritzen von Kortison in die Kopfhaut
  • Systemische Therapie mit Kortison: Orale Einnahme von Kortikosteroiden
  • Dithranol: Lokale Reiztherapie mit Dithranol
  • JAK-Inhibitoren: Januskinase (JAK) Inhibitoren zur Behandlung der schweren AA
  • Minoxidil: Substanz, die die Durchblutung um den Haarfollikel verbessert
  • Zink- und Vitamin-D-Supplementierung: Bei entsprechendem Mangel

Es ist wichtig, die o.g. prognostischen Faktoren abzuprüfen und den Patienten auf assoziierte Autoimmun­erkrankungen, speziell eine Schilddrüsenfehlfunktion und insbesondere im Kindesalter nach Entzündungs­herden (Nasennebenhöhlen, Zähne, rezidivierende Atemwegserkrankungen, etc.) zu suchen, da letztere als Triggerfaktoren für einen Schub der AA wirken können.

Wichtig: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine Beratung bei einem Arzt. Bitte wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt oder Ärztin, um die passende Therapie für Sie zu finden.

Psychische Belastung und Unterstützung

Aufgrund der hohen Sichtbarkeit, des unvorhersehbaren klinischen Verlaufs der Erkrankung und des derzeitigen Mangels anhaltend erfolgreicher Therapien ist die AA für viele Betroffene eine große emotionale Belastung. Auch wenn die Krankheit in jedem Alter eine Herausforderung sein kann, sind Kinder und Jugendliche besonders anfällig für ein hohes Maß psychischer Belastung ebenso wie für Mobbing durch und soziale Isolation von Gleichaltrigen.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Abhängig von der sozialen Situation und dem Krankheitsempfinden durch den Patienten selbst, aber häufig auch durch dessen Eltern, kann psychotherapeutische Betreuung (z. B. Spieltherapie) eine wertvolle unterstützende Maßnahme zur Krankheitsbewältigung (Coping) darstellen. Die Hauptaufgabe in der Bewältigung der Alopecia areata ist jedoch die Beratung der Eltern und die psychosoziale Unterstützung von Eltern und betroffenen Kindern. Neben psychotherapeutisch geschulten Fachkräften kommt vor allem den Selbsthilfegruppen wie der Alopecia Areata Deutschland e.V. eine wichtige Rolle zu.

Weitere Ursachen für Haarausfall bei Teenagern

Was verursacht Haarausfall bei Teenagern?

  • Hormonelle Probleme
  • Schlechte Ernährung
  • Unbewusstes Ziehen und Zupfen an den Haaren
  • Alopezie
  • Traktionsalopezie
  • Androgenetische Alopezie

Haarpflege und Styling-Tipps

Auch wenn dein Haar dünner wird, muss man es nicht unbedingt sehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, schütteres Haar so zu stylen, dass es voller aussieht.

Beste Frisuren für Jungen mit schütterem Haar

  • Seitlich geschwungener Pompadour
  • Stacheliges Haar
  • Pompadour mit Undercut

Beste Frisuren für Mädchen mit schütterem Haar

  • Beach Waves
  • Eine Hochsteckfrisur
  • Pony

Nioxin bei dünner werdendem jugendlichem Haar

Wenn dünner werdendes Haar ein Grund zur Besorgnis ist, haben die Produkte von Nioxin zur Haarverdichtung nachweislich Wirkung gezeigt. Im Gegensatz zu anderen Produkten, die dünner werdendes Haar nur kaschieren, verfolgt Nioxin einen innovativen Ansatz, der von der hochwertigen Hautpflege inspiriert ist.

Unser Produktsortiment umfasst:

  • Leave-on-Behandlungen für dünner werdendes Haar
  • Vitamine für das Haarwachstum
  • Intensive Haarpflege-Behandlungen
  • Stylingprodukte, die das Haar dicker und voluminöser aussehen lassen

Die Produkte von Nioxin machen dünner werdendes Teenagerhaar gesund, erfrischt und stärker. Sie sind für alle Haartypen geeignet und helfen, die Feuchtigkeit wiederherzustellen, während sie die Haarstruktur und -dichte verbessern.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind unter Haarausfall leidet, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Sinnvoll ist es, als erstes den Hausarzt aufzusuchen. Bei Bedarf überweist er Sie an einen Facharzt. Das ist zum Beispiel ein Dermatologe (etwa bei Verdacht auf eine Hauterkrankung) oder ein Endokrinologe (bei Verdacht auf eine hormonelle Ursache).

Untersuchungen und Diagnose

Um den Haarausfall zu diagnostizieren und die möglichen Ursachen abzuklären, führt der Arzt neben einem Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) verschiedene Untersuchungen durch. Dazu zählen eine körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung und je nach Bedarf weitere Verfahren wie beispielsweise ein Epilationstest, ein Trichogramm oder die Untersuchung einer behaarten Kopfhautprobe.

Vorbeugung

Am besten lässt sich Haarausfall vorbeugen, der mechanisch bedingt oder durch eine Mangelernährung verursacht ist. Tragen Sie lange Haare also öfter locker gebunden oder offen und versorgen Sie Ihren Körper regelmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralstoffen (Eiweiß, Eisen, B-Vitamine et cetera), um einen Haarausfall durch Mangelernährung zu vermeiden!

Ein wichtiger Baustein für gesunde Haare ist eine ausgewogene Ernährung. Unser Körper braucht viele verschiedene Nährstoffe, damit alle Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen. Für kräftiges und gesundes Haar benötigt der Körper:

  • Biotin
  • Zink
  • Selen
  • Kupfer
  • Eisen
  • Magnesium
  • L-Cystein
  • Vitamin A
  • Vitamin D

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