Ketozol® 2 % Shampoo ist ein Arzneimittel mit belegter Wirksamkeit, das zur Akuttherapie und Vorbeugung der Kleienpilzflechte geeignet ist. Es hat sich auch bei Kopfschuppen mit Juckreiz und Rötungen (seborrhoisches Ekzem) als erfolgreich erwiesen.
In diesem Artikel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel - unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen.
Ketozolin® 2 % Shampoo ist ein Arzneimittel, das den lange erprobten, pilzhemmenden Wirkstoff Ketoconazol enthält. Es bekämpft den Hautpilz, der bei beiden Hauterkrankungen zugrunde liegt und drängt so die Pilzinfektion effektiv zurück. Die pilzhemmende Wirkung tritt rasch ein. Bei der seborrhoischen Dermatitis zeigt sich daher meist schon nach wenigen Anwendungen eine deutliche Besserung.
Ketozolin® 2 % Shampoo mit der bewährten 4+1-Wirkung:
Es ist ein Arzneimittel mit belegter Wirksamkeit, das zur Akuttherapie und Vorbeugung geeignet ist und keine Duftstoffe enthält.
Ketoconazol ist ein Imidazol-Antimykotikum und wird zur Behandlung von Hautpilzinfektionen eingesetzt, indem es die Ergosterinbiosynthese hemmt.
Bei äußerlicher Anwendung schädigt der Wirkstoff Ketoconazol die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von auf der Haut wachsenden Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert.
Der Wirkstoff Ketoconazol findet Anwendung in der Therapie folgender Erkrankungen:
Das Arzneimittel Ketoconazol ist in Deutschland als Shampoo, Creme und in Form von Tabletten verfügbar.
Der Wirkstoff Ketoconazol ist ein Imidazol-Derivat, welches als starker Blockierer der Steroidogenese durch seine Eigenschaften als Hemmer der Cytochrom-P450-Enzyme in der Nebenniere wirkt.
Zudem wirkt Ketoconazol als Antimykotikum stark gegen die Ergosterinbiosynthese, einem wesentlichen Bestandteil der Zellmembran von Pilzen. Bei fungistatischer Wirkung fördert es die Vermehrung des Plasmalemmas und die Verdickung der Zellwand, was zu Änderungen in der Membranpermeabilität führt und die Aufnahme essenzieller Nährstoffe behindert. In fungizider Konzentration verursacht es die Nekrotisierung des Zellinneren.
Ketoconazol ist effektiv gegen diverse Pilzerreger, inklusive Dermatophyten und Hefen wie Malassezia spp., die bei seborrhoischer Dermatitis eine Rolle spielen.
Malassezia furfur unter dem Mikroskop
Ketoconazol benötigt für seine Auflösung und Resorption eine saure Umgebung.
Nach Einnahme einer 200-mg-Dosis erreicht es Spitzenplasmakonzentrationen von etwa 3,5 μg/ml innerhalb von 1 bis 2 Stunden, insbesondere wenn es mit einer Mahlzeit eingenommen wird.
Die maximale Konzentration und die Fläche unter der Kurve (AUC) steigen überproportional mit der Dosis.
Etwa 99% des Ketoconazols im Plasma sind an Proteine gebunden, hauptsächlich an Albumin.
Ketoconazol verteilt sich weit im Gewebe, gelangt jedoch kaum in den Liquor cerebrospinalis.
Ketoconazol wird umfangreich in inaktive Metaboliten umgewandelt, hauptsächlich durch das Enzym CYP3A4.
Hauptwege der Biotransformation umfassen die Oxidierung und den Abbau der Imidazol- und Piperazinringe sowie oxidative O-Dealkylierung und aromatische Hydroxylierung.
Die Elimination aus dem Plasma erfolgt biphasisch mit einer anfänglichen Halbwertszeit von 2 Stunden und einer nachfolgenden Halbwertszeit von 8 Stunden.
Etwa 13% der Dosis werden im Urin ausgeschieden, wobei 2-4% unverändert bleiben. Der Haupteliminationsweg ist die Ausscheidung über die Galle in den Darm.
Bei der topischen Anwendung von Ketoconazol als Antimykotikum auf der Haut können keine messbaren Plasmakonzentrationen festgestellt werden. Die Penetration von Ketoconazol bleibt größtenteils auf die oberen Hautschichten begrenzt, mit den höchsten Konzentrationen im Stratum corneum. Eine Verlängerung der Kontaktzeit der Creme auf der Haut beeinflusst diese Penetrationskinetik nicht.
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Hier sind die üblichen Dosierungsrichtlinien für Ketozolin 2% Shampoo:
| Anwendungsgebiet | Behandlung/Vorbeugung | Jugendliche und Erwachsene | Einzeldosis | Gesamtdosis | Zeitpunkt |
|---|---|---|---|---|---|
| Kopfschuppen (seborrhoische Dermatitis) | Behandlung | Ja | Eine ausreichende Menge | 2-mal wöchentlich (im Abstand von 3-4 Tagen) | Unabhängig von der Tageszeit |
| Vorbeugung gegen Wiederauftreten | Ja | Eine ausreichende Menge | 1-mal wöchentlich oder alle 2 Wochen | Unabhängig von der Tageszeit | |
| Hautflechte durch Kleienpilz (Pityriasis versicolor) | Behandlung | Ja | Eine ausreichende Menge | 1-mal täglich | Unabhängig von der Tageszeit |
| Vorbeugung gegen Wiederauftreten | Ja | Eine ausreichende Menge | 1-mal täglich | Unabhängig von der Tageszeit |
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Die Anwendung von Ketaconazol ist kontraindiziert bei:
Da Ketaconazol bei oraler Anwendung die Plazenta passiert und eine teratogene Wirkung haben kann, ist die Einnahme während der Schwangerschaft kontraindiziert.
Ketoconazol wird bei oraler Anwendung in die Muttermilch ausgeschieden. Stillende Mütter sollten daher während der Behandlung mit Ketoconazol nicht stillen.
Bei oraler Einnahme kann Ketoconazol Schwindel und Schläfrigkeit verursachen.
Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.
CYP3A4-Substrate: Ketoconazol hemmt CYP3A4 und kann die Konzentration anderer Medikamente erhöhen, was zu verstärkten Effekten oder Nebenwirkungen führen kann.
Absorptionsbeeinträchtigende Medikamente: Medikamente, die den Magensäuregrad verändern, können die Absorption von Ketoconazol beeinträchtigen.
Für die vollständige Angabe aller Wechselwirkungen von Ketoconazol wird auf die Fachinformation des jeweiligen Herstellers verwiesen.
Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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