Kernseife ist die klassischste Seife überhaupt! Simpel, parfümfrei und ohne Farb- oder Konservierungsstoffe. Doch nicht nur zur Körper-Reinigung eignet sich die Kernseife, sondern auch für die vielseitige Anwendung im Haushalt. Die Herstellung von Kernseife beruht auf einer alten Methode. Grundzutaten sind Wasser und Natriumhydroxid sowie tierische oder pflanzliche Fette.
Der beim Herstellungsprozess in Wasser kochenden Seifenmasse wird Kochsalz hinzugefügt. Daraufhin sondert sich an der Oberfläche eine Schicht ab, die härter beziehungsweise kerniger ist, als dies beim Seifensieden ohne Zugabe von Salz geschieht. Naturbelassene Kernseife ist praktisch pure, „ehrliche" Seife: frei von überflüssigem Fett, Duftstoffen, Farbstoffen und anderen Zusatzstoffen. Daher wird Kernseife in der Regel auch von Personen mit Hautallergien oder sensibler Haut gut vertragen.
Manche Menschen befürchten, dass feste Seifen - so auch Kernseife - nicht so hygienisch seien, wie Flüssigseifen. Die Sorge ist jedoch unbegründet. Untersuchungen zeigten, dass selbst von mehreren Personen benutzte feste Seifen kein Keimübertragungsrisiko darstellen und, dass feste Seifen absolut hygienisch sind. Kernseife ist ein echtes Multitalent und lässt sich äußerst vielseitig verwenden. Einsatzschwerpunkte bilden Körperpflege und Haushalt.
Für viele Allergiker ist die Suche nach geeigneten Haarpflegemitteln ein echtes Problem. Duftstoffe, Parabene und andere chemische Stoffe lösen bei ihnen unangenehme Reaktionen aus. Kernseife kann eine Alternative zu Shampoos sein. Sie erhält keinerlei Duftstoffe oder chemische Zusätze. Doch Vorsicht! Kernseife wurde bis zur Einführung von Duschgels und Shampoos fast ausschließlich zum Waschen von Körper und Haaren verwendet.
Durch die Vermarktung von käuflichen Körperpflegemitteln geriet die Seife in Vergessenheit. Für sehr fettige Haare kann die Seife die Lösung vieler Probleme bedeuten. Die Haare werden gut durchfeuchtet. Mit dem Stück Kernseife wird mehrfach über das Haar gestrichen. Anschließend wird mit den Fingern die Seife auf den Haaren aufgeschäumt. Da Kernseife viel Schaum entfalten kann, ist eine sparsame Verwendung anzuraten.
Die Seife wird dann in die Haare und auf die Kopfhaut massiert und anschließend sehr gut ausgespült. Ob die Seife restlos entfernt wurde, ist an dem quietschenden Geräusch der Haare zu erkennen. Eine anschließende Pflegespülung mit einer Lösung aus Wasser und Apfelessig sorgt für glänzendes Haar. Im Gegensatz zur Verwendung von Shampoos und Spülungen lässt sich das Haar nach dem Waschen mit Kernseife zunächst einmal nicht sehr gut kämmen.
Deshalb wird gewartet, bis die Haare fast oder ganz trocken sind, um Haarbruch und unangenehmes Ziepen zu vermieden. Tägliches Waschen der Haare ist für viele Menschen zur Gewohnheit geworden. Viele leiden deshalb unter fettigem Haar, weil die Talgdrüsen in der Kopfhaut durch häufiges Waschen stark angeregt werden. Wer die Haare nur zwei- bis dreimal in der Woche wäscht, leidet seltener unter fettigem Haar. Bei längerer Anwendung gewöhnen sich Kopfhaut und Haare an die seltenere Haarwäsche und fetten nur noch wenig oder gar nicht mehr nach.
Bei sehr trockenem Haar ist Kernseife nicht unbedingt das beste Mittel zur Haarpflege. Nur mit zusätzlichen Feuchtigkeitspackungen erhält das Haar dann die richtige Pflege. In Regionen mit sehr kalkhaltigem Wasser kann sich nach dem Haare waschen mit Kernseife ein heller Film auf dem Haar bilden. Haare waschen mit Kernseife ist besonders für Allergiker eine gute Alternative. Die Seife enthält keinerlei Duftstoffe oder chemische Zusätze.
Haben Sie stark fettendes Haar oder reagiert Ihre Haut allergisch auf chemische Zusätze, ist reine Kernseife eine gute Alternative zu handelsüblichen Shampoos. Neigen Sie zu trockenen Haaren, wird Kernseife das Problem jedoch verstärken. Im Anschluss waschen Sie die Haare gründlich aus. Fahren Sie mit einem Finger die Kopfhaut entlang. Quietschen die Haare, haben Sie gut genug ausgespült. Ihre Haarspitzen freuen sich über eine Behandlung mit Nachtkerzen- oder Jojobaöl. Warten Sie mit dem Kämmen der Haare am besten, bis diese komplett trocken sind.
Kernseife reinigt außer den Händen auch den übrigen Körper. Als Duschgel-Ersatz können Sie die feste Seife unter der Dusche benutzen. Wenn Sie das gewohnte flüssige Duschgel vermissen, können Sie sich auch aus Kernseife ganz einfach Ihre persönliche Alternative zubereiten: Dazu müssen Sie die Kernseife raspeln und auf dem Herd zusammen mit Wasser erwärmen, dann nach Belieben Pflanzenöl, zum Beispiel Olivenöl, oder Kräuter für natürlichen Duft dazugeben und bei Bedarf mit etwas Speisestärke andicken.
Ein Fußbad in warmem Wasser entspannt Füße und Geist. Schon nach wenigen Minuten im Fußbad mit Kernseife wird die Haut der Füße schön weich und erleichtert das Entfernen überschüssiger Hornhaut.
Ihre Eigenschaften - mild und dabei intensiv reinigend - machen Kernseife zu einem perfekten Helfer bei unreiner Haut oder Pickeln. Sie soll sogar gegen Mitesser und Akne helfen. Unser Tipp: Wir bieten die Kernseife auch im praktischen 5er-Pack an!
Aus Kernseife bereiten Sie sich ohne Mühe sowohl festes als auch flüssiges Waschmittel zu. Um selbst Waschpulver herzustellen, reiben Sie die Kernseife fein, fügen etwas Soda hinzu und eventuell für einen schönen Duft getrocknete Blüten oder Kräuter, sofern diese nicht abfärben.
Für Flüssigwaschmittel geben Sie zu den beiden Grundstoffen geriebene Kernseife und Soda noch Wasser. Als Duftstoff eignet sich hier ein Duft-Öl nach Wahl am besten.
Kernseife beseitigt selbst hartnäckige Flecken wie Fettflecken oder Grasflecken erstaunlich leicht: Fleck anfeuchten, mit Kernseife einreiben - eventuell unter Zuhilfenahme einer kleinen Bürste - und einige Minuten einwirken lassen.
Dieser Tipp sorgt regelmäßig für Erstaunen: Sie können mit Kernseife Ihr Geschirr spülen! Reiben Sie dafür einfach mit der nassen Spülbürste ein wenig Kernseife ab und fahren Sie damit über Teller und Schüsseln oder in Tassen und Töpfe. Perfekt auch für unterwegs im Wohnmobil oder auf dem Campingplatz. Denn Kernseife als Spülmittel nimmt kaum Platz weg und läuft garantiert nicht aus!
Wenn Sie ein flüssiges Spülmittel bevorzugen, dann raspeln Sie etwas Seife ab, lösen sie in warmem Wasser auf und waschen Ihr Geschirr darin ab. Übrigens haben wir in unserem Team getestet, wie lange man mit einem DIY-Spülmittel aus Kernseife spülen kann.
Kernseife hat solide Allesreiniger-Qualitäten! Verpacken Sie die Seife hübsch, gern inklusive einer passenden Seifenschale, Spülbürste, Waschmittel-Dose und natürlich einer Liste mit unseren Tipps zur vielseitigen Verwendung.
Pflegen Sie Haut und Haar zusätzlich mit nährender KosmetikBei der Produktion von sogenannten Feinseifen werden Seifenlauge unter anderem künstliche Farb- und Duftstoffe hinzugefügt: ein Schritt, der bei Kernseife fehlt. So wird das einst aus tierischen Fetten und heute auch aus pflanzlichen Alternativen gewonnene Naturprodukt zum idealen Hausmittel für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten. Kernseife wird bei ihrer Herstellung stattdessen Salz hinzugefügt. So wird die Masse fester - eben kerniger. Dadurch ist das Endprodukt stabiler und länger haltbar und gleichzeitig von unvergleichlicher Reinigungskraft.
Wichtig: Kernseife kommt, anders als z. B. Badekugeln, ohne Parfüm oder Farbstoffe aus - aber ihr fehlen auch pflegende Zusätze wie Fette oder Feuchtigkeitsspender. Verwöhnen Sie vor allem trockene Haut nach der Nutzung von Kernseife als Haar- oder Hautpflege also immer mit nährender Kosmetik. So bleibt das Gewebe gesund.
Haare waschen ohne Shampoo - die No-Poo-Methode soll besonders schonend für Mähne und Kopfhaut sein. Doch wie funktioniert das Waschen nur mit Wasser? Und für wen ist es geeignet? Lesen Sie hier alles über No-Poo und natürliche Alternativen zum herkömmlichen Shampoo.
Die No-Poo-Methode, eine Abkürzung aus dem Englischen „No Shampoo“, also „kein Shampoo“, ist eine Alternative zur traditionellen Haarwäsche. Denn viele Shampoos enthalten synthetische Inhaltsstoffe wie Tenside, Silikone, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Parfum. Diese reizen häufig die Kopfhaut und lösen Allergien aus. Zudem fettet die Kopfhaut bei der herkömmlichen Haarwäsche mitunter schnell nach. Das Haar zu waschen ohne Shampoo, soll dem entgegenwirken. Bei der No-Poo-Methode benutzen Sie natürliche Ersatzprodukte wie Roggenmehl und Apfelessig oder nur Wasser, um die Haare zu waschen.
Um ohne Shampoo die Haare zu waschen, ist es zu Beginn wichtig, die Haare zu entfetten. Ziel ist es, dass die Talgproduktion der Kopfhaut sich selbst regulieren kann. Wie lange diese Umstellungsphase dauert, ist stark von Ihrem Hauttyp abhängig. Neigen Sie zu öliger Haut, wird auch ihr Ansatz öfter nachfetten und die Umstellungsphase kann entsprechend länger sein.
Achten Sie während dieser Zeit auf folgende Punkte:
Bei der No-Poo-Methode können Sie auf unterschiedliche Alternativen zum herkömmlichen Shampoo zurückgreifen. Welches Mittel am besten zu ihnen passt, müssen Sie ausprobieren - jedes Haar und jede Kopfhaut ist anders.
Wir stellen Ihnen die gängigsten Alternativen vor:
Fettet es schnell nach, verwenden Sie Kernseife, um Ihre Haare zu waschen. Kernseife entfettet und ist frei von Farbstoffen und Parfum. Menschen mit trockenen, spröden Haaren sollten dagegen auf Kernseife verzichten, da sie das Problem verstärkt.
Sich die Haare nur mit Spülung zu waschen, ohne vorher Shampoo zu verwenden, heißt auch Co-Washing - abgeleitet vom englischen Wort „conditioner“ für Spülung. Die Idee dahinter: Spülungen trocknen die Haare weniger aus und schonen besonders trockenes und strapaziertes Haar.
Allerdings enthalten Spülungen keine waschaktiven Substanzen, das heißt, sie entfernen weder Talg noch stärkere Ablagerungen. Infolge können die Haare durch Waschen ohne Shampoo, nur mit Spülung, etwas strähnig wirken.
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