Der Sozialdemokrat Karl Lauterbach ist eine allgegenwärtige Figur im öffentlichen Leben Deutschlands. Bekannt für seine Expertise im Bereich der Epidemiologie und seine unermüdlichen Kommentare zur Corona-Pandemie, hat er sich sowohl Anerkennung als auch Kritik eingehandelt. Doch wer ist Karl Lauterbach wirklich, und was steckt hinter seiner öffentlichen Persona?
Karl Lauterbach wurde am 21. Februar 1963 in Düren geboren. Er studierte Medizin in Aachen und Harvard und promovierte in Gesundheitsökonomie. Seine Expertise in Epidemiologie, der Wissenschaft von der Ausbreitung von Krankheiten, machte ihn zu einem gefragten Experten, besonders während der Corona-Pandemie. Er ist Fachmann für Epidemiologie, also der Wissenschaft von der Ausbreitung von Krankheiten. Außerdem promovierte er in Gesundheitsökonomie.
Nach dem Studium war er zunächst in der CDU, wechselte aber 2001 zur SPD. Seit 2005 vertritt er den Wahlkreis Leverkusen - Köln IV im Bundestag. Von 2013 bis 2019 war er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.
Lauterbach ist nicht nur Mediziner, sondern auch ein profilierter Politiker. Er äußert sich seit März jeden Tag dazu, im Radio, in den „Tagesthemen“, im Bundestag, in Talkshows. Kritiker sehen in ihm eine Spaßbremse und einen Phobiker, während Befürworter seine Expertise und sein Engagement schätzen. Als gefühlter Dauergast sitzt er bei Anne Will, Lanz, Maischberger, Maybrit lllner, dort erklärt er, mahnt, rät. Damit polarisiert Lauterbach.
Um das zu verstehen, muss man ein wenig in seine jüngste politische Vergangenheit einsteigen. Als die SPD im vergangenen Sommer nach dem Rücktritt von Andrea Nahles als Parteichefin eine Nachfolge suchte, trat Lauterbach gemeinsam mit der Umweltpolitikerin Nina Scheer an. Die beiden waren eines von sechs Duos.
Als Corona Deutschland erreicht, prescht Lauterbach vor, mit eigenem Drehbuch, eigenem Tempo, eigenen Thesen. Kurz: als Karl Lauterbach in Hochform.
Von 2021 bis 2025 war Karl Lauterbach Bundesminister für Gesundheit in der Ampelkoalition. Seither setzt er sich für die Cannabis-Legalisierung ein und will das veraltete und überforderte Gesundheitswesen wieder in die Spur bringen. Als Bundesgesundheitsminister setzte er eine Teillegalisierung von Cannabis und eine umfassende Krankenhausreform zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung um.
2024 - Lauterbachs Pläne nach der Corona-Hochphase: Neben der Legalisierung von Cannabis kümmert sich der Gesundheitsminister jetzt auch um die Umgestaltung des Gesundheitswesens, Stichwort: Krankenhaus-Reform.
Einige wichtige Punkte seiner Amtszeit:
Auch privat war Lauterbach mit der Epidemiologie verbunden: 1996 heiratete er Angela Spelsberg. Sie ist Ärztin und Epidemiologin. Sie haben vier gemeinsame Kinder. Seit 2004 leben sie getrennt, 2010 folgte die Scheidung mit einem Rosenkrieg um Unterhaltszahlungen. Gegen einen guten Rotwein hat Lauterbach nichts, auch wenn er als Vegetarier und Nichtraucher ansonsten gerne gesundheitsbewusst lebt.
Auffällig ist zudem: Er verzichtet auf Salz - von den Spuren von Salz in tierischen Produkten und Gemüse abgesehen. Das tut er seiner Gesundheit zuliebe. Lauterbach isst seit 30 Jahren kein Salz, abgesehen von den Salzspuren, die in Fisch, Gemüse und Obst ohnehin enthalten sind.
Bis 2020 war eine Fliege anstelle einer Krawatte Lauterbachs Markenzeichen.
Beim Gespräch mit der taz fragt die Fotografin, was denn mit seinen Haaren los sei, warum so kurz. „In mein Haus ist ein Friseur eingezogen“, sagt Lauterbach und grient.
Interessant ist auch, dass Lauterbachs Ressort gar nicht erst in der aktuellen Liste über die Ausgaben der einzelnen Bundesministerien für Visagisten und Friseure auftaucht. Bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist das Gegenteil der Fall: Seine Frisur vermittelt stets jene Spannung, die auch seinem Tonfall eigen ist. Bei so wenig Eitelkeit wundert es nicht, dass Lauterbachs Ressort gar nicht erst in der aktuellen Liste über die Ausgaben der einzelnen Bundesministerien für Visagisten und Friseure auftaucht.
Lauterbach ist eine polarisierende Figur. Seine oft pointierten Aussagen und seine Rolle während der Corona-Pandemie haben ihm sowohl Bewunderung als auch Kritik eingebracht.
Einige Beispiele für Kritik:
Auch der Virologe Hendrick Streeck hält nicht viel von Lauterbachs Corona-Forderungen. Anfang Februar 2021: Lauterbach rät ausdrücklich von einer baldigen Lockerung der Corona-Beschränkungen ab.
Einige wichtige Stationen seiner Karriere:
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1963 | Geburt in Düren |
| 1996 | Heirat mit Angela Spelsberg |
| 2001 | Wechsel zur SPD |
| 2005 | Einzug in den Bundestag |
| 2013-2019 | Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion |
| 2021-2025 | Bundesminister für Gesundheit |
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