Viele Männer kennen das Problem: Das Haar wirkt stumpf, trocken und brüchig. Doch was sind die Ursachen für kaputte Haare bei Männern und was kann man dagegen tun? Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.
Jeder Mensch verliert natürlicherweise Haare. Jedes Haar hat nur eine begrenzte Lebensdauer: Es hört irgendwann auf zu wachsen, fällt aus und ein neues wächst nach. Pro Tag gehen üblicherweise bis zu 100 Haare verloren. Es ist also normal, wenn man vereinzelt Haare auf dem Kopfkissen entdeckt, im Waschbecken oder in der Haarbürste.
Von Haarausfall sprechen Ärztinnen und Ärzte, wenn:
Haarausfall kann zur Haarlosigkeit führen. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von Alopezie oder Alopecia.
Je nach Form des Haarausfalls kann der Haarverlust nur vorübergehend sein oder dauerhaft bestehen. Medizinerinnen und Mediziner benutzen oft die Begriffe nicht vernarbend und vernarbend, um die Wachstumsfähigkeit zu beschreiben. Ist Haarausfall vernarbend, bedeutet das, dass die Haare nicht nachwachsen können.
Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen haben können:
Diese Form ist genetisch bedingt und entsteht durch den Einfluss männlicher Geschlechtshormone. Sie betrifft rund 80 Prozent aller Männer und 40 Prozent aller Frauen über 70 Jahre. Bei Männern bilden sich „Geheimratsecken“ und eine Stirnglatze.
Es gibt Medikamente, die den Haarausfall stoppen können.
Hier bilden sich runde kahle Stellen im Kopfhaar, die wie ausgestanzt wirken. Solch ein Haarausfall betrifft manchmal auch den Bart, die Augenbrauen oder die Körperbehaarung. Kreisrunder Haarausfall kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber oft bereits im Kindes- und jungen Erwachsenenalter.
Häufig wachsen die Haare mit der Zeit von allein nach. Manchmal fallen sie erneut aus. Selten passiert es, dass die Haare vollständig und dauerhaft ausfallen. Medikamente können den Haarausfall mildern.
Davon spricht man, wenn über den Kopf verteilt mehr Haare als gewöhnlich ausfallen. Die Haare dünnen dabei aus, sodass die Kopfhaut stärker durchschimmert. Kahle Stellen entstehen nicht.
Häufig gibt es einen Auslöser für den Haarausfall.
Die möglichen Ursachen für kaputte Haare und Haarausfall sind vielfältig. Sie reichen von Fehlern bei der Haarpflege über bestimmte Erkrankungen bis hin zur Einnahme von Medikamenten und manchen Krebstherapien. Nährstoffmangel, Stress, Vererbung und Hormone spielen bei Haarausfall ebenfalls eine Rolle. Manchmal kann es sein, dass sich keine Ursache für den Haarausfall finden lässt.
Zu viel oder falsche Pflege strapazieren und schädigen die Haare. Intensives heißes Fönen, häufiges Bleichen oder Dauerwellen setzen den Haaren zu. Wer regelmäßig zum Lockenstab greift, tut seinen Haaren ebenfalls nichts Gutes. All das kann dazu führen, dass das Haar spröde aussieht oder verstärkt abbricht.
Es gibt verschiedene Erkrankungen, die mit Haarausfall in Verbindung stehen, zum Beispiel:
Manchmal tritt diffuser Haarausfall als Nebenwirkung von Medikamenten auf. Besteht der Verdacht, ist es wichtig, dies ärztlich abklären zu lassen. Die Ärztin oder der Arzt prüft dann, ob es ein geeignetes alternatives Präparat gibt. Auf keinen Fall sollte man das Medikament eigenmächtig absetzen.
Krebsbehandlungen können ebenfalls mit Haarausfall einhergehen, insbesondere Chemotherapien. Neben dem Kopfhaar betrifft dies meist auch Wimpern, Augenbrauen und Schambehaarung.
Mitunter führt ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder Zink zu Haarausfall. Ist dieser zum Beispiel bedingt durch eine Diät, ist es sinnvoll, auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen. Steckt eine krankhafte Unterversorgung dahinter, kann die Ärztin oder der Arzt das feststellen und entsprechende Präparate verschreiben.
Veränderungen im Hormonhaushalt können Haarausfall begünstigen. So lösen zum Beispiel Ereignisse wie Geburt, Wechseljahre oder das Absetzen hormoneller Verhütungsmittel diffusen Haarausfall aus. Bei der Entstehung von anlagebedingtem Haarausfall spielen männliche Geschlechtshormone eine wichtige Rolle - insbesondere das Hormon Dihydrotestosteron (DHT).
Der anlagebedingte Haarausfall ist genetisch bedingt und wird häufig vererbt. Bei vielen jungen Männern mit anlagebedingtem Haarausfall ist der Vater ebenfalls betroffen. Auch kreisrunder Haarausfall kommt mitunter gehäuft in der Familie vor.
Akute Stress-Situationen werden ebenfalls als Auslöser angesehen. So können zum Beispiel Verletzungen, Operationen und emotionale Belastungen zu diffusem Haarausfall führen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, kaputte Haare zu behandeln und den Haarausfall zu stoppen. Wichtig: In vielen Fällen muss man die Behandlung selber bezahlen. Lassen Sie sich gut über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Therapie und die anfallenden Kosten beraten.
Alle Formen von Haarausfall lassen sich kosmetisch verbergen (kaschieren). Manche Menschen fühlen sich wohler, wenn sie eine Perücke oder ein Haarteil tragen. Andere versuchen, mit speziellen Frisuren oder Haare färben, den Ausfall zu kaschieren. Sind Augenbrauen und Wimpern vom Haarausfall betroffen, kann man über das Tragen künstlicher Wimpern, dem Nachzeichnen von Augenbrauen oder Permanent-Make-up nachdenken. Selbsthilfegruppen etwa bieten Kosmetikkurse und geben Schminkanleitungen heraus.
Bei Frauen mit anlagebedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) kommen Präparate mit dem Wirkstoff Minoxidil infrage, bei Männern zusätzlich mit dem Wirkstoff Finasterid. Minoxidil gibt es zum Auftragen auf die Haut; Finasterid auch als Tabletten. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) wird meist mit entzündungshemmend wirkendem Kortison behandelt. In der Regel wird das Medikament äußerlich auf die kahlen Stellen aufgetragen. Man kann es aber auch in die Haut spritzen oder als Tabletten nehmen.
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Medikamente und ihre Anwendungen zusammenfasst:
| Wirkstoff | Anwendung | Form des Haarausfalls |
|---|---|---|
| Minoxidil | Äußerlich auf die Haut | Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) |
| Finasterid | Tabletten | Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) |
| Kortison | Äußerlich, Injektion, Tabletten | Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) |
Um die Ursachen für Haarausfall abzuklären, ist ein Besuch in der hausärztlichen Praxis sinnvoll.
Um Haarausfall zu diagnostizieren, ist ein ausführliches Gespräch wichtig. Daneben genügt es häufig schon, das Muster des Haarausfalls zu prüfen und die Kopfhaut zu betrachten.
Hier geht es unter anderem darum zu ermitteln:
Mithilfe eines Auflichtmikroskops (Dermatoskop) kann sich die Ärztin der der Arzt die Kopfhaut stark vergrößert anschauen. So lässt sich zum Beispiel erkennen, ob es an den haarlosen Stellen noch Poren der Haarbälge (Haarfollikel) gibt. Zudem lassen sich Zeichen für eine mögliche Erkrankung der Kopfhaut finden.
Darüber hinaus gibt es weitere Tests und Laboruntersuchungen, die Hinweise zur Form des Haarausfalls und deren Ursachen liefern:
Neben den genannten medizinischen Maßnahmen gibt es auch einige allgemeine Tipps, die Männer beachten können, um ihre Haargesundheit zu verbessern:
Indem Sie diese Tipps befolgen und gegebenenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, können Sie Ihre Haargesundheit verbessern und kaputte Haare vermeiden.
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