Die Medizin spricht von hormonell bedingtem Haarausfall, wenn die Haarprobleme durch Veränderungen des Hormonspiegels ausgelöst werden. Das kann mehrere Ursachen haben. Insbesondere in den verschiedenen Lebensphasen von Frauen kommt es immer wieder zu Hormonschwankungen.
In den letzten zwei Jahrzehnten wurde ein Anstieg des hormonell bedingten Haarausfalls bei Frauen festgestellt. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Einnahme der Anti-Baby-Pille sowie Hormonrückstände in Lebensmitteln und Trinkwasser mögliche Faktoren sein könnten. Zudem wurde beobachtet, dass Haarausfall bei Mädchen und jungen Frauen zwischen 16 und 20 Jahren auftreten kann, oft ausgelöst durch Hormonschwankungen nach der Pubertät.
Während der Schwangerschaft erleben viele Frauen eine Verbesserung der Haarstruktur, doch nach der Geburt kann es durch hormonelle Veränderungen zu Haarausfall kommen. Im Anschluss an die Geburt erleben viele Frauen genau das Gegenteil: Mit dem Absinken des Östrogenspiegels verlangsamt sich das Haarwachstum. Die Hormonschwankungen, die auftreten, pendeln sich in den meisten Fällen spätestens nach einigen Monaten wieder ein.
Bei der Einnahme bestimmter Medikamente gegen Brustkrebs oder anderen schweren Krankheiten treten häufig hormonelle Schwankungen auf. Die Schilddrüse schüttet Hormone aus, die an verschiedenen Wachstumsvorgängen entscheidend beteiligt sind. Insbesondere eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zur Verschlechterung der Haarsubstanz und zu Haarverlust führen.
Übrigens sind auch am sogenannten erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) Hormone beteiligt. Hier werden anfällige Haarwurzeln durch ein männliches Geschlechtshormon geschwächt. Das Hormon kommt bei beiden Geschlechtern vor, bei Männern jedoch in viel größerer Menge. Die androgenetische Alopezie ist insgesamt die häufigste Form des Haarausfalls. Sie bildet ein eigenes Behandlungsfeld.
Auch androgenetischer Haarausfall soll hier noch einmal Erwähnung finden. Dieser anlagebedingte Haarausfall ist bei Männern die häufigste Ursache für Haarverlust und Glatzenbildung. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zu dem Haarverlust, der bei Frauen in den Wechseljahren vorkommt: Der Körper von Männern weist von Natur aus einen weit höheren Anteil des männlichen Sexualhormons auf. Es ist also keine Störung der Hormonproduktion, die beim männlichen Geschlecht für androgenetischen Haarausfall sorgt.
Solcher anlagebedingter Haarausfall äußert sich von Mann zu Mann unterschiedlich. Manchmal ergibt sich starker Haarausfall schon bei jungen Männern, manchmal gehen die Haare eher schleichend aus. Lichter werdendes und dünnes Haar steht oft am Anfang. Auch auf die richtige Ernährung kann Haarausfall beeinflussen.
Zu hormonell bedingtem Haarausfall kommt es bei Frauen oft zwischen dem 40. und dem 55. Lebensjahr. Irgendwann in diesem Zeitraum setzt das Klimakterium ein, die sogenannten Wechseljahre. Die hormonellen Veränderungen, die damit einhergehen, sind oft von verschiedenen Beschwerden begleitet. Bei vielen Frauen ist eine Anlage für androgenetischen Haarausfall vorhanden. In der Folge verschlechtert sich die Nährstoffversorgung der betroffenen Haarfollikel.
Diffuser Haarausfall setzt ein, der viele Regionen des Kopfes treffen kann. Noch vorhandene Haare werden vielfach dünn oder flaumig. Verläuft der hormonell bedingte Haarausfall in den Wechseljahren ungebremst, scheint nicht selten die Kopfhaut durch. Auch ein Rückgang der Haarlinie und Geheimratsecken können hinzukommen. Hormonell bedingter Haarausfall hört in einigen Fällen nach den Wechseljahren wieder auf und schwächt sich ab.
Während einer Schwangerschaft verbessert sich die Haarstruktur der Frau meist deutlich. Auch die Anzahl der Haare nimmt zu. Ursache dafür ist der kräftige Anstieg des Östrogenspiegels.
Ein erhöhter Testosteronspiegel im Blut verkürzt die Wachstumsphasen der Haarwurzeln, sodass diese verkümmern und ausfallen. Haarausfall tritt bei Männern also häufiger und in der Regel auch früher auf als bei Frauen. Wenn in den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt und der Anteil von Testosteron im Blut verhältnismäßig steigt, wirkt sich das bei vielen Frauen auf das Volumen und die Fülle der Kopfhaare aus.
In den Wechseljahren kommen jedoch auch andere hormonell bedingte Ursachen für Haarausfall in Frage. Etwa ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren leiden, bedingt durch Östrogenmangel, zumindest zeitweise unter Haarausfall. Ein Test des Hormonspiegels beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, ob eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein könnte, um Hormonschwankungen entgegenzuwirken.
Beim Eintreten der Wechseljahre wird der natürliche Zyklus durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel wie der Pille künstlich aufrecht erhalten. Auch bei Frauen, die die Pille in den Wechseljahren weiterhin nehmen, bleibt die Regelblutung jedoch immer öfter aus und es können typische Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Haarausfall auftreten.
Wird die Pille nach längerer Einnahme nach Beginn der Wechseljahre abgesetzt, sind ausfallende Haare eine häufige Begleiterscheinung. Auch in solchen Fällen kann die Behandlung mit bioidentischen Hormonen den Haarausfall vorbeugen und Symptome von Östrogenmangel mildern.
Haarverlust in den Wechseljahren hat bei mehr als 40 % aller Frauen eine erblich bedingte Ursache. Erblich-hormonell bedingter Haarausfall kann sich schon ab dem 20. Lebensjahr bemerkbar machen. Bei den meisten Frauen treten die ersten Symptome jedoch erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Bei dieser Form des Haarverlusts liegt eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT) vor, welches die Rückbildung von Haarwurzeln begünstigt.
Lichtet sich der Haaransatz vor allem im Scheitelbereich, sollte die Ursache mit einem entsprechenden Gentest abgeklärt werden.
Kreisrunder Haarausfall kann unabhängig vom Hormonspiegel auch in den Wechseljahren schubweise auftreten. Ursachen für kreisrunden Haarausfall sind bisher ungeklärt, vermutlich handelt es sich aber um eine Autoimmunreaktion. Entzündungsbedingter Haarverlust verursacht meist 2 bis 5 cm große Kahlstellen, die am ganzen Kopf vorkommen können. Die verkahlten Stellen zeigen keine äußerlichen Auffälligkeiten und verursachen auch keine Schmerzen.
Beim Kämmen kann es jedoch vorkommen, dass die Kopfhaut durch Kratzen verletzt wird. Während akuten Schüben und zur Vorbeugung haben sich Vitamin C und Eisen als Hausmittel bewährt. Die Haare wachsen in den meisten Fällen jedoch von allein nach, bis beim nächsten Schub eine andere Stelle verkahlt.
Zur Abklärung der Ursache für schwindende Haarfülle sollten Betroffene zunächst einen Hautarzt konsultieren. Je nach Ursache kommen medikamentöse Behandlungen oder Behandlungen mit Hormonen in Frage. Beim Facharzt können mögliche Faktoren eingegrenzt und ausgeschlossen werden, um die richtige Therapieform zu finden.
Um die hemmende Wirkung von männlichen Hormonen auf die Haarwurzeln zu unterdrücken, bieten sich Behandlungen mit Östrogen und Progesteron bei Haarausfall an. Treten in der Zeit der Wechseljahre auch andere Beschwerden wie Müdigkeit oder Gelenkschmerzen auf, können Behandlungen mit bioidentischen Hormonen den Hormonhaushalt ausgleichen und Symptome lindern.
Auch die Einnahme oder das Absetzen der Pille in den Wechseljahren kann sich positiv auf die Entwicklung der Haarwurzeln auswirken.
Bei erblich bedingtem Haarverlust bieten sich medikamentöse Behandlungen an, diese schlagen jedoch nicht bei jeder Frau an. Nach ärztlicher Absprache werden in einigen Fällen Medikamente wie Finasterid, Minoxidil oder Antiandrogene eingesetzt. Auch der erbliche Haarausfall kann sich nach der Menopause von selbst einstellen, wenn die Hormonbalance sich einpendelt und Hormonschwankungen nachlassen.
Zur Abklärung der Ursache für schwindende Haarfülle sollten Betroffene zunächst einen Hautarzt konsultieren. Je nach Ursache kommen medikamentöse Behandlungen oder Behandlungen mit Hormonen in Frage. Beim Facharzt können mögliche Faktoren eingegrenzt und ausgeschlossen werden, um die richtige Therapieform zu finden.
Die beste Unterstützung für Haarwurzeln während der Wechseljahre ist eine ausgewogene Ernährung. Vitamine, Ballaststoffe und vor allem Proteine werden zur Entwicklung von Haarzellen gebraucht. Außerdem kann Eisenmangel Haarausfall begünstigen, was sich leicht durch die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel beheben lässt.
Auch ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Vitamin D kann nicht über die Nahrung aufgenommen werden, sondern wird von der Haut unter Einfluss von UV-B Strahlung körperintern produziert. Regelmäßiges Sonnenbaden im Winter kann den Vitamin D Haushalt ins Gleichgewicht bringen und so Haarausfall verringern.
Häufiges Tragen von Mützen, raue Kopfkissenbezüge und ein grober Umgang mit der Kopfhaut beim Waschen und Kämmen reizt die Haarwurzeln und kann Haarausfall begünstigen. Kopfhaut braucht wie jede Hautpartie sanfte Pflege und reagiert empfindlich auf Reizungen. Auch chemische Reizungen können die Haare schädigen und Haarausfall für die Dauer der Wechseljahre antreiben.
Aggressive Mittel zum Färben, Anwendungen gegen Läuse und schadstoffbelastete Pflegeprodukte sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden.
Viele Frauen kennen es: vermehrter Haarausfall durch einen aus dem Gleichgewicht geratenen Hormonhaushalt. Bei Frauen kann der Haarausfall viele Ursachen haben, wie z.B. eine Schwangerschaft, die Wechseljahre, die Einnahme bzw. das Absetzen der Antibabypille oder eine erbliche Veranlagung.
Um eine passende Therapie zur Bekämpfung des Haarausfalls zu finden, ist eine fachärztliche Beratung beim Dermatologen oder ggf. Gynäkologen zur Klärung der eigentlichen Ursache des Haarausfalls sehr wichtig.
Zahlreiche Frauen kennen das: während der Schwangerschaft sind die Haare voll und glänzend. Doch nach der Geburt kommt es zu verstärktem Haarausfall. „Schuld“ daran sind oft die Hormone.
Im Körper einer Schwangeren läuft die Östrogenproduktion auf Hochtouren. Der erhöhte Östrogenspiegel hält die Haare länger als üblich in der sog. Wachstumsphase. Sie erscheinen jetzt besonders glänzend und kraftvoll, was viele Frauen erfreut. Ab der 8. Woche nach der Entbindung erfolgt dann häufig ein plötzliches Absinken des Östrogenspiegel. Der Körper schickt vermehrt Haare in die Ruhephase (Telogenphase), die durch äußere Einflüsse, wie Kämmen oder Waschen, nun leicht ausfallen können.
Gegen den Glauben vieler frisch gebackener Mütter steckt also nicht das Stillen hinter dem vermehrten Haarausfall, sondern der Abfall des Östrogenspiegels nach der Schwangerschaft, was in der Regel genau in die Stillzeit fällt. Unter normalen Umständen ist dieser vermehrte Haarausfall nur eine temporäre Erscheinung - nach ca. 6-12 Monate pendelt sich der Hormonhaushalt wieder ein und die Haare wachsen wieder wie gewohnt.
Diese Art des hormonell-bedingten Haarausfalls wird umgangssprachlich häufig als „Schwangerenhaarausfall” bezeichnet und ist eine Form des diffusen Haarausfalls.
Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) tritt bei bis zu jeder 10. Frau in Deutschland auf und gilt als die häufigste Störung des Hormonhaushaltes bei Frauen im gebärfähigen Alter. Symptome und Folgen des PCO-Syndroms sind u.a. eine mögliche Kinderlosigkeit, vermehrte Körperbehaarung, Akne und auch Haarausfall. Auslöser ist die vermehrte Produktion von männlichen Geschlechtshormonen.
Bei jeder betroffenen Frau kann diese Hormonstörung anders auftreten, daher gibt es kein einheitliches Krankheitsbild. Erblich bedingter Haarausfall wurde in Verbindung mit PCOS bereits bei vielen Frauen diagnostiziert. Zwar kann man das PCO-Syndrom nicht heilen, die Symptome lassen sich aber z.B. durch Medikamente lindern.
Die meisten Anti-Baby Präparate enthalten Östrogene. Bei manchen Frauen kommt es nach dem Absetzen (durch plötzlich zu niedrigen Östrogenspiegel), bei anderen Frauen aber auch durch die Einnahme der Antibabypille zu vermehrtem Haarausfall. In beiden Fällen ist es die Veränderung des Hormonhaushaltes, die zu Haarausfall führt. In der Regel reguliert sich dieser mit der Zeit wieder von selbst.
Die fortschreitende Entwicklung des erblich bedingten Haarausfalls müssen Sie nicht hinnehmen. In kontrollierten Studien wurde belegt, dass es einen Wirkstoff gibt, der erblich bedingten Haarausfall stoppt: Minoxidil.
Um bei Haarausfall die richtige Diagnose stellen zu können, ist zunächst eine ausführliche Anamnese wichtig. Dabei wird die Krankengeschichte des Patienten beleuchtet, man schaut sich die genauen Symptome und deren zeitlichen Verlauf an. Die Lebensumstände des Patienten sollten beachtet werden, weil zum Beispiel Stress zu hormonellem Haarausfall führen kann.
Zu beachten sind auch potenzielle Nebenwirkungen von Medikamenten, die ebenfalls Ursache für einen Haarausfall sein können. Um die Haarwurzeln und den Wachstumszyklus der Haare genauer betrachten zu können, sind ein Trichogramm oder ein Trichoscan hilfreich.
Bei einem Trichogramm werden Haare von der Kopfhaut entfernt und unter einem Lichtmikroskop untersucht. Bei einem Trichoscan werden in einem kleinen Areal die Haare an der Kopfhaut rasiert.
Zu empfehlen sind auch endokrinologische Untersuchungen, bei denen verschiedene Hormone im Blut untersucht werden. Dabei können zum Beispiel Fehlfunktionen der Schilddrüse oder Ungleichgewichte der Geschlechtshormone festgestellt werden.
Kommen die Wechseljahre als Ursache des hormonellen Haarausfalls in Betracht, kann ebenfalls ein Bluttest weiterhelfen, zum Beispiel ein Test auf FSH (follikel-stimulierendes Hormon), dessen Anstieg bei Eintritt in die Wechseljahre zu erwarten ist.
Minoxidil wird lokal auf der Kopfhaut angewandt und ist als Schaum oder Lösung erhältlich. Der Wirkmechanismus ist nicht ganz klar, vermutlich wird die Durchblutung der Kopfhaut verbessert, sodass die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haare steigen. Dadurch wird die Gesundheit der Haare verbessert und die Haare wachsen schneller.
Aufgrund der lokalen Anwendung sind wenige Nebenwirkungen zu erwarten, selten kommen Reizungen der Kopfhaut vor.
Finasterid ist ein DHT-Blocker, der eigentlich zur Behandlung einer gutartigen Vergrößerung der Prostata eingesetzt wird. Es wirkt sich jedoch auch positiv auf das Haarwachstum aus, indem es die Bildung des Hormons DHT verringert. Dadurch wird die Wirkung des DHT auf der Kopfhaut reduziert und Haarausfall verringert.
Finasterid wird als Tablette eingenommen und kann durch die systemische Wirkung auch mehr Nebenwirkungen auslösen. Die wichtigsten davon sind Verlust der Libido, Impotenz und Depressionen.
Das Medikament ist offiziell nur für Männer zugelassen, sehr selten wird es als off-label-Use für Frauen eingesetzt. Schwangere Frauen sollten es auf keinen Fall einnehmen und sollten auch keinen Kontakt mit Sperma von mit Finasterid behandelten Männern haben, da das Mittel zu Fehlbildungen von männlichen Feten führen kann.
Teilweise werden auch sogenannte Antiandrogene gegen Haarausfall eingesetzt. Das sind Medikamente, die die Wirkung von Androgenen, männlichen Geschlechtshormonen, unterdrücken.
Das Mittel Cyproteronacetat ist bei Frauen zur Behandlung des hormonellen Haarausfalls zugelassen, bei Männern wird es vor allem gegen bestimmte Formen von Prostatakrebs eingesetzt. Bei schwangeren und stillenden Frauen darf es nicht angewandt werden.
Es können verschiedene Nebenwirkungen auftreten, die von Schwäche und Menstruationsstörungen bis hin zu schweren Leberschäden und gutartigen Hirntumoren reichen.
Gelegentlich werden auch östrogenhaltige hormonelle Verhütungsmittel gegen hormonellen Haarausfall bei Frauen eingesetzt.
Es gibt einige Hausmittel, deren Einnahme zur Verbesserung eines hormonellen Haarausfalls empfohlen wird. Empfohlen werden zum Beispiel Heilpflanzen, die Phytohormone (pflanzliche Hormone) enthalten, wie Yamswurzel, Mönchspfeffer oder Nachtkerze. Sie sollen hormonelle Ungleichgewichte beheben und so zu einem besseren Haarwachstum beitragen.
Pflanzen wie Brennnessel oder Rosmarin enthalten ätherische Öle, die die Durchblutung der Kopfhaut anregen. Gelegentlich werden Nahrungsergänzungsmittel empfohlen, die für das Haarwachstum wichtige Inhaltsstoffe enthalten wie Biotin, Zink, Eisen oder Omega-3-Fettsäuren.
Um die Haare generell zu pflegen, sind eine ausgewogene, vitamin- und nährstoffreiche Ernährung sowie Stressmanagement zu empfehlen.
Bioregenerative Therapie helfen, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und können so eine deutliche Verbesserung des Haarwachstums bewirken. Häufig angewandt wird die PRP-Therapie (PRP= Platelet Rich Plasma, plättchenreiches Plasma). Dabei handelt es sich um eine Eigenbluttherapie.
Dem Patienten wird Blut entnommen und speziell aufbereitet, sodass ein Serum entsteht, das reich an Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und Mikronährstoffen ist.
Bei einer Stammzelltherapie wird Unterhautfettgewebe gewonnen und so aufbereitet, dass ein an Wachstumsfaktoren und Zytokinen reiches Serum entsteht.
Bei der Mesotherapie handelt es sich um eine Methode aus der Alternativmedizin. Dabei werden Medikamente, homöopathische Arzneimittel, Vitamine oder Spurenelemente direkt in die Kopfhaut gespritzt, um dort die Vitalität der Kopfhaut zu steigern, die Zellregeneration zu fördern und das Wachstum der Haare zu verbessern.
In diesen Fällen kann eine Haartransplantation in Betracht kommen. Dabei werden körpereigene Haare aus einem Spenderareal entnommen (meist den Haaren am Hinterkopf) und mittels einer speziellen Technik an die kahlen Stellen verpflanzt.
Wichtig ist, dass der Haarausfall vor einer Haartransplantation gestoppt wurde. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Haarausfall fortschreitet und die transplantierten Haare zurückbleiben, was kein schönes natürliches Ergebnis darstellt.
Ob hormoneller Haarausfall reversibel ist, hängt von der Ursache ab. Bei kurzzeitigen hormonellen Schwankungen wie in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Stress oder Schilddrüsenfunktionsstörungen wird der Haarverlust in der Regel von selbst besser, wenn sich wieder ein stabiles Hormongleichgewicht eingependelt hat.
Ein erster Ansprechpartner kann der Hausarzt sein, der mittels einer Blutentnahme Störungen der Schilddrüsenfunktion oder die Spiegel der Geschlechtshormone messen kann. Um Haarausfall genauer zu untersuchen, kann eventuell ein Dermatologe helfen. Sehr empfehlenswert ist es, einen Haarexperten aufzusuchen, der sich auf Haarausfall, dessen Ursachen und Therapien spezialisiert hat.
Fast jede dritte Frau hat im Lauf ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß. Dabei lässt sich Haarverlust gezielt bekämpfen.
Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf:
Einige Kopfhauterkrankungen können vorübergehend oder dauerhaft zu Haarverlust führen. Auch Druck und Zug auf die Haare kann zum Ausfall führen.
Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht. Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.
Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden. Sind Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Mangelernährung die Ursache für den Verlust der Haare, müssen diese therapiert werden, um den Haarausfall zu stoppen.
Es gibt zwei Wirkstoffe, die dem Haarausfall wirksam entgegensteuern können. Der Blutdrucksenker Minoxidil lässt bei erblich bedingtem Haarausfall in einigen Fällen neue, kräftigere Haare nachwachsen. Gegen hormonbedingten Haarausfall verschreiben Dermatologinnen und Dermatologen Tabletten, die Anti-Androgene enthalten.
Dafür werden Haare am Hinterkopf entnommen. An den kahlen Stellen setzt der Arzt Mikroschlitze und verpflanzt die Transplantate. Dabei bestimmt er auch die Dichte und Richtung, in der die Haare in Zukunft wachsen sollen. Das Ganze geschieht in Millimeterarbeit.
Ob Öle, Seren oder Pulver zum Einnehmen: Im Einzelhandel werben viele Produkte damit, Haarverlust aufhalten zu können. Die Mittel, heißt es mitunter, könnten den Haarausfall „aktiv bekämpfen“ - mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bambus oder Basilikum.
Mit eigenen Studien wollen die Hersteller die Wirksamkeit der Produkte unterstreichen. Expertinnen und Experten zweifeln jedoch an der Aussagekraft dieser oft kleinen und über einen kurzen Zeitraum hinweg durchgeführten Studien.
Auch Nahrungsergänzungsmittel versprechen mitunter eine hohe Wirksamkeit bei Haarausfall. Die Produkte enthalten neben Vitaminen oft auch Spurenelemente oder Extrakte, mitunter in sehr hohen Dosen. Diese sind per se nicht schädlich, Käuferinnen sollten jedoch die Dosierung der enthaltenen Vitamine vor dem Kauf genau unter die Lupe nehmen.
Wer unter Haarverlust leidet, sollte zunächst das Expertengespräch bei der Dermatologin oder beim Dermatologen suchen. Produkte aus dem Einzelhandel sollten mit Vorsicht behandelt werden.
Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie. Seit 2008 leitet er das „Zentrum für moderne Haartransplantation", in dem er als Haarchirurg und Experte für Haarausfalldiagnosen, -therapien und -behandlungen tätig ist.
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