Rote Haare sind mehr als nur eine Haarfarbe; sie sind ein Statement. Sie stehen für Mystik, Erotik und Seltenheit. Nur etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung haben naturrote Haare. Doch was macht rote Haare so besonders, und wie kann man den perfekten Rotton finden und erhalten? Dieser Artikel beleuchtet das Geheimnis der Julianne Moore Haarfarbe und gibt Einblicke in die Welt der roten Haare.
Es flammt und glüht in den Magazinen, "und draußen auf der Straße", sagt Dennis Creuzberg, "sieht man es auch". Die roten Haare sind zurück, die Feuerköpfe, weshalb der Berliner Edelfriseur neuerdings seinen Kundinnen beinahe täglich eine der hippen Nuancen zwischen Erdbeerblond und Kupfer in die Frisur tönt. Das selbe Bild in den Modezeitschriften: Kaum eine Fotostrecke ohne den ätherischen Frauentyp mit Porzellanhaut und langem Karamellhaar.
"Red Couture", nennt sich das dann in der italienischen Vogue. Um der letzten Zweiflerin nahezubringen, dass Rot das neue Blond ist im lodernden Herbst 2014, hat der amerikanische Hochglanzverlag Condé Nast schon im Juli die erlauchte Annie Leibovitz für eine Bilderserie angeheuert: "The Best Redheads" - die Hollywoodstars Julianne Moore und Jessica Chastain oder das Model Karen Elson zeigen, was sie auf den Köpfen haben.
Julianne Moore mit ihren charakteristischen roten Haaren
Wie stets in der Mode ist die Frage nach dem "Warum jetzt?" spannend und nicht so leicht zu beantworten. Naturrote Haare sind selten, sie kommen nur bei ein bis zwei Prozent der Bevölkerung vor - es dürfte bei dem neuen Kult um eine lange Zeit verrufene Farbe auch darum gehen, sich abzuheben. Unverwechselbarkeit zu betonen oder zu simulieren ist ein modisches Elementarbedürfnis geworden in Zeiten, in denen jeder Look sofort überall verfügbar ist.
Was bleibt, ist wenigstens ein eigener Kopf, wobei die Idee dahinter sich paradoxerweise selbst verwässert, wenn die Kupferlocken bald gehäuft aufleuchten.
Rothaarige haben ihre Farbe einer Mutation auf dem Chromosom 16 zu verdanken. Das führt zu einer Veränderung des Proteins MC1R: Anstatt des dunklen Melanins tragen sie Phäomelanin in Haut, Haaren und Augen: dadurch haben sie eine wesentlich empfindlichere helle Haut und häufig viele Sommersprossen.
Die Wissenschaft hinter roten Haaren offenbart ein komplexes Zusammenspiel von Genetik und Biochemie. Rotes Haar entsteht durch ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen zwei Melaninarten: Eumelanin (dunkles Pigment) und Phäomelanin (rotes Pigment). Dieses natürliche Phänomen ist auf die genetische Vererbung von Varianten des MC1R-Gens zurückzuführen, die die Pigmentproduktion steuern.
Genetische Vererbungsmuster bestimmen die Entwicklung roter Haare über das MC1R-Gen. Menschen, die zwei Kopien der MC1R-Variante erben, produzieren hohe Mengen an Phäomelanin, wodurch charakteristische Kupfer- und Erdbeerfarben entstehen.
Die meisten Rothaarigen gibt es in Nordeuropa, wobei Schottland mit 13 Prozent „Ginger“-Anteil ein Refugium abgibt. Das sog. „Ginger“-Gen ist für rote Haare und Sommersprossen verantwortlich. Nachweisbar ist, dass rote Haare im Gegensatz zu anderen Haarfarben einen großen Anteil an Phäomelanin aufweisen. Rothaarige haben nur etwa 90.000 Haare, im Gegensatz zu Blonden und Brünetten, bei denen man etwa 100.000 bis 120.000 Haare errechnet.
Rothaarige Kinder sind etwas Besonderes
Die Auswahl des idealen Rottons, der die natürlichen Merkmale ergänzt, ist der erste Schritt für Anfänger. Kupferfarbenes Rot und Apricotblond eignen sich am besten für helle bis mittlere Hauttöne, erfordern nur minimale Pflege und wachsen anmutig heraus.
Ähnlich wie jedes Rot einzigartig ist, sehen natürlich wirkende Rottöne bei verschiedenen Personen nie völlig gleich aus. Farbschonende Produkte und eine geringere Häufigkeit des Haarewaschens tragen dazu bei, diese natürlich aussehenden Rottöne zu erhalten. Regelmäßige Auffrischungen alle 6-8 Wochen erhalten die Leuchtkraft, während Balayage - eine Freihand-Strähnentechnik - für mehr Tiefe sorgt, ohne dass eine aufwendige Pflege erforderlich ist.
Kräftige Rottöne wie Feuerwehrauto-Karmesinrot und elektrisches Neon sorgen für dramatische Verwandlungen, die von Starfriseuren und ihren wagemutigen Kunden bevorzugt werden. Moderne Trauben-Rubin-Mischtechniken verschmelzen tiefe violette Untertöne mit leuchtenden rubinroten Highlights und erzeugen mehrdimensionale Effekte, die alle Haartexturen verbessern.
Die leuchtenden Farben erfordern eine präzise Anwendung und spezielle Pflege, bieten aber eine atemberaubende Mischung aus Vintage-Hollywood-Glamour und zeitgenössischem Touch, die die zusätzliche Pflege rechtfertigt.
Die perfekte rote Haarfarbe beginnt mit einer Analyse des Hautuntertons. Kühle Untertöne passen wunderbar zu beerigen Rottönen, während warme Untertöne Kupfer- und Rotschopftöne betonen. Neutrale Hauttöne passen zu jeder Rotvariante, von klassischem Rotbraun bis hin zu modernem Roségold. Wie ein Maler, der Farben auswählt, sorgt die Abstimmung der roten Haare auf deinen Hautton für natürlich aussehende, schmeichelhafte Ergebnisse.
Hier eine Tabelle, die die verschiedenen Rottöne und ihre Eignung für unterschiedliche Hautuntertöne zusammenfasst:
| Hautunterton | Empfohlene Rottöne | Beispiele |
|---|---|---|
| Kühl | Beerige Rottöne | Kirschrot, Rubinrot |
| Warm | Kupfer- und Rotbrauntöne | Mahagoni, Kupferrot |
| Neutral | Alle Rottöne | Erdbeerblond, Kastanienbraun |
Die Pflege von leuchtend rotem Haar erfordert eine spezielle Farbpflege, da karminrote Farbtöne schnell verblassen. Eine strategische Haarpflegeroutine, die sich auf die Hydratation konzentriert, hilft, die roten Pigmente zu schützen. Farbverstärkende Shampoos und regelmäßige Glanzbehandlungen sorgen für einen von Jessica Chastain inspirierten Glanz. UV-Schutz ist für rotes Haar unerlässlich, ähnlich wie die richtige Lagerung, die den Reichtum eines Jahrgangsweins bewahrt.
Kühle Wasserspülungen, feuchtigkeitsspendende Masken und glanzverstärkende Öle schützen jede Strähne und bewahren kräftige Burgunder- und Kupfertöne zwischen den Friseurbesuchen.
Regelmäßige Auffrischungen alle 6-8 Wochen erhalten die Leuchtkraft, während Balayage - eine Freihand-Strähnentechnik - für mehr Tiefe sorgt, ohne dass eine aufwendige Pflege erforderlich ist.
Julianne Moore ist schon ein eigenartiger Fall: In einem Moment ist sie glamouröser als eine Handvoll Swarovski-Steine. Im nächsten ein unscheinbares Mauerblümchen. Mit Nicole Kidman oder Julia Roberts hält sie locker mit, obwohl viele bis vor Kurzem nicht mal ihren Namen kannten. Als Männerfantasie funktioniert sie trotz roter Mähne schon mal gar nicht, dafür gibt es Cameron Diaz oder Heather Graham. Doch für die sanfte Julianne Moore geht das in Ordnung: Sie sucht sich einfach in aller Ruhe fern vom wilden Jetset-Leben die besten Drehbücher aus.
Anfangs schlug Julianne sich als Kellnerin durch und spielte schließlich eineiige Zwillinge in einer Soap. Eine gefühlte Ewigkeit lang war sie bloß die Frau für großartige, aber unbeachtete Nebenrollen. Obwohl sie stets alles richtig machte. Seit dem Independentfilm ''Boogie Nights'', einer Art Milieustudie über die Pornobranche, kann sich die Schauspielerin endlich ihre Rollen aussuchen. Auch das macht sie sehr bedacht, jedes eingesandte Drehbuch liest sie sorgfältig selbst. Wenn sie sich mal entschieden hat, bekommt sie in der Regel Filmpreise wie andere Leute Rechnungen.
Die Liste der Auszeichnungen, die Julianne Moore bisher abräumte, ist bemerkenswert: Neben drei Golden Globes, einem BAFTA sowie einem Silbernen Bären heimste sie außerdem fünf Oscar-Nominierungen ein. Das erste Mal winkte der Goldmann 1998, als sie für ''Boogie Nights'' nominiert war. Später durfte sie auch dank ''Das Ende einer Affäre'', ''Dem Himmel so fern'' und ''The Hours'' hoffen - allerdings vergeblich. Erst 2015 sollte ihr Traum vom Oscar in Erfüllung gehen: Als Alzheimer-kranke Frau in dem Drama ''Still Alice - Mein Leben ohne Gestern'' überzeugte Julianne die Academy, sodass sie sich die Trophäe für die beste Hauptdarstellerin endlich verdient gemacht hat.
Neben der Schauspielerei gibt es noch eine weitere Leidenschaft im Leben von Julianne Moore: die Mutterschaft! "Ich wusste schon sehr früh, dass ich Kinder wollte. Ich war nie eine dieser Frauen, die sagen 'Wenn es passiert, dann passiert es'", verriet die Leinwand-Schönheit einst. Das erste Kind ließ trotzdem auf sich warten: Erst mit 37 wurde Julianne erstmals Mutter. Inzwischen zieht die Schauspielerin einen Sohn und eine Tochter mit ihrem Mann, dem Regisseur Bart Freundlich, groß, den sie 2003 nach einer gescheiterten Ehe mit ihrem Schauspielkollegen John Gould Rubin zum Gatten nahm.
Geprägt von ihrer Kindheit als sommersprossiger Rotschopf veröffentlichte Julianne 2007 das Kinderbuch ''Freckleface Strawberry'', das in Deutschland unter dem Titel ''Sommersprossenfeuerkopf'' erhältlich ist. Nur zwei Jahre später folgte die Fortsetzung ''Freckleface Strawberry and the Dodgeball Bully''.
tags: #Julianne #Moore #Haarfarbe #Geheimnis
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