Eine juckende Kopfhaut ist eine unangenehme Belastung, die viele Ursachen haben kann. Manchmal ist ein falsches Shampoo schuld, aber es können auch ernstere Ursachen verantwortlich sein. In manchen Fällen geht die juckende Kopfhaut auch mit Haarausfall einher. Es ist wichtig, die Ursache zu finden, um die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können.
Juckende Kopfhaut kann verschiedene Ursachen haben.Ursachen für juckende Kopfhaut
Die Ursachen für juckende Kopfhaut sind vielfältig und nicht immer leicht zu erkennen.
- Trockene Kopfhaut: Eine Kopfhaut, die genetisch bedingt zu wenig Talg produziert, reagiert schnell mit Rötungen, Spannungsgefühl, Brennen und Jucken.
- Fettige Kopfhaut: Auch das gegenteilige Extrem kann eine juckende Kopfhaut verursachen. Ist die Talgproduktion zu hoch, sammelt sich Talg auf der Kopfhaut und kann diese reizen.
- Umwelteinflüsse: UV-Strahlung, Hitze, Kälte, Wind, trockene Luft und Luftverschmutzung schwächen die natürliche Hautschutzbarriere.
- Falsche Haarpflege: Heißes Wasser, häufiges Haarewaschen, aggressive Inhaltsstoffe in Shampoos und heißes Föhnen begünstigen eine trockene Kopfhaut. Styling-Produkte können empfindliche Kopfhaut irritieren und Juckreiz auslösen. Shampoos und Spülungen, die nicht gründlich genug ausgespült werden, können ebenfalls Juckreiz auslösen.
- Hormonelle Ursachen: Während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren können hormonelle Veränderungen Juckreiz auf der Kopfhaut auslösen. Dabei geht es hauptsächlich um ein Ungleichgewicht zwischen den weiblichen Östrogenen und den männlichen Androgenen.
- Stress: Sind wir häufig gestresst und seelischen Belastungen ausgesetzt, kann sich das auf die Befindlichkeit der Kopfhaut auswirken. Stresshormone wie Cortisol können dazu beitragen, dass die Kopfhaut zu viel Talg produziert. Gleichzeitig verringert sich ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.
- Ernährung: Fehlt es dem Körper an bestimmten Nährstoffen, kann das unter anderem die Kopfhaut beeinflussen und zu Juckreiz führen. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang Vitamin C, B-Vitamine, Eisen und Zink. Auch Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für eine ausgeglichene, widerstandsfähige Kopfhaut.
- Hauterkrankungen: Es gibt eine Reihe von Hautanliegen, bei denen sich die Anzeichen auch auf der Kopfhaut zeigen:
- Neurodermitis: Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist ein chronisch-entzündlicher Hautzustand, bei dem Juckreiz zu den leitenden Symptomen gehört. Die Haut ist teilweise extrem trocken und sehr empfindlich. Sie neigt zu Rötungen und der Bildung von stark juckenden Ekzemen.
- Schuppenflechte: Bei einer Schuppenflechte (Psoriasis) erneuern sich die Hautzellen in den betroffenen Bereichen schneller als gewöhnlich. Allerdings werden die abgestorbenen Hautschüppchen nicht rechtzeitig vollständig abgestoßen und sammeln sich an der Hautoberfläche. Es kommt zu einem rötlichen und teils juckenden Ausschlag, der mit trockenen, silbrigen Schuppen bedeckt ist.
- Seborrhoisches Ekzem: Bei einem seborrhoischen Ekzem treten Rötungen sowie wie fettige Schuppen auf der Kopfhaut auf. Grund hierfür scheint neben einer erhöhten Talgbildung auch eine Fehlbesiedlung mit bestimmten Pilzen zu sein.
- Hautpilz: Insbesondere bei Friseuren oder in Barbershops kann man sich mit Trichophyton-Tonsurans anstecken - einem Pilz, der zu juckender Kopfhaut führen kann.
- Kontaktdermatitis: Viele Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten können die Kopfhaut und angrenzende Hautpartien reizen und sogar einen Ausschlag verursachen.
- Parasiten: Kopfläuse graben sich in die oberste Kopfhautschicht ein und legen ihre Eier an den Haaren ab.
Juckende Kopfhaut und Haarausfall
Juckende Kopfhaut ist kein direkter Auslöser für Haarausfall. Geht der Juckreiz jedoch mit Entzündungen einher, begünstigt dieser Zustand der Kopfhaut einen verstärkten Haarverlust. Haarausfall kann jedoch zu Juckreiz führen. Denn dem Haarausfall geht in den meisten Fällen eine Reaktion der Haarwurzel voraus, z.B. eine Entzündung. Dadurch wird die Umgebung der Haarwurzel gereizt: Gewebe, Gefäße, Nerven usw., was zu Juckreiz führen kann.
8 Natürliche Hausmittel gegen trockene Kopfhaut
Was tun gegen juckende Kopfhaut?
Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege. Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen! Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut. Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern. Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.
Pflegetipps für eine gesunde Kopfhaut
- Verwenden Sie ein mildes, pH-neutrales Shampoo, möglichst ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
- Waschen Sie Ihr Haar nicht täglich - bei akuten Problemen idealerweise maximal zweimal pro Woche.
- Waschen Sie Ihre Haare nicht mit heißem, sondern mit lauwarmem Wasser.
- Lassen Sie das Haar nach Möglichkeit an der Luft trocknen oder föhnen Sie es nur kurz und nicht zu heiß.
- Verzichten Sie weitestgehend auf Haarfärbeprodukte.
- Vermeiden Sie sehr enge Kopfbedeckungen und tragen Sie vorzugsweise Mützen aus Baumwolle.
- Schützen Sie Ihren Kopf gegen starke Sonneneinstrahlung, zum Beispiel durch einen locker sitzenden Sonnenhut.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Körper alle Nährstoffe erhält, die er braucht, sowie genug Feuchtigkeit.
- Versuchen Sie, Stress abzubauen.
Hausmittel gegen juckende Kopfhaut
Es gibt verschiedene Hausmittel, die bei juckender Kopfhaut helfen können:
- Apfelessig: Apfelessig gilt als antioxidativ und antimikrobiell und kann gegen Juckreiz und Ausschläge eingesetzt werden. Eine Lösung aus Wasser und Bioapfelessig im Verhältnis 1:1 kann gegen eine juckende Kopfhaut helfen. Wenden Sie die Mischung mehrmals pro Woche an und spülen Sie die Kopfhaut nach Auftragen der Lösung gründlich ab.
- Kokosnussöl: Kokosnussöl werden antimykotische und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Bei trockener, juckender Kopfhaut kann das wohltuend wirken. Verwenden Sie Öl in Bioqualität.
- Pfefferminzöl: Pfefferminzöl kann bei Juckreiz helfen. Mischen Sie das Pfefferminzöl mit einem anderen Öl wie Olivenöl und massieren Sie es vor der Haarwäsche in die Kopfhaut ein.
- Teebaumöl: Teebaumöl wirkt ebenfalls antimikrobiell und entzündungshemmend. Verwenden Sie es nur sparsam und mit Wasser verdünnt und testen Sie die Mischung erst vorsichtig.
- Olivenöl: Olivenöl ist reich an wichtigen Fettsäuren und hilft insbesondere bei trockener, juckender Kopfhaut.
- Aloe vera: Das Gel der Aloe vera Pflanze spendet Haut, Kopfhaut und Haaren wichtige Feuchtigkeit.
Wichtig: Sowohl Teebaumöl als auch Apfelessig und Pfefferminzöl können die Haut allerdings auch reizen. Seien Sie also vorsichtig bei der Anwendung.
Spezielle Shampoos
Spezielle medizinische Shampoos können helfen, die Beschwerden zu lindern. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die antimykotisch, juckreizlindernd oder entzündungshemmend wirken. Idealerweise lassen Sie sich vor dem Einsatz eines solchen Shampoos ärztlich beraten.
La Roche Posay bietet eine Vielfalt an Produkten, die jeweils speziell für ein bestimmtes Hautbedürfnis entwickelt wurden. So kannst du ganz unkompliziert genau das Pflegeprodukt bestimmen, das zu deiner Haut passt.
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Wann sollte man zum Arzt gehen?
Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können. Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.
Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.Verschiedene Arten von Haarausfall
Es gibt drei Hauptformen, zwischen denen die Medizin unterscheidet:
- Androgenetische Alopezie: Die androgenetische Alopezie, auch anlagebedingter oder männlicher Haarausfall genannt, ist die häufigste Form des Haarausfalls. In etwa 95 Prozent der Fälle ist er auf diese Form zurückzuführen. Die Dermatologie geht davon aus, dass die Ursache eine genetisch bedingte Übersensitivität auf ein bestimmtes männliches Hormon (5alpha-Dihydrotestosteron) ist.
- Diffuser Haarausfall: Wenn das Haar über den Schopf verteilt immer dünner wird, liegt ein diffuser Haarausfall vor. Die Ursachen können ganz unterschiedliche sein: äußere Faktoren, wie zu viel Stress oder Schlafmangel, Vitaminmangel, Einnahme von Medikamenten, Röntgenstrahlen, Infektionen, Schilddrüsenerkrankungen oder Hormonschwankungen.
- Kreisrunder Haarausfall: Der kreisrunde Haarausfall (Alopezia arreata) beginnt meist mit einzelnen kahlen Stellen am Kopf, die sich schnell ausbreiten. Als Grund für einen kreisrunden Haarausfall wird ein fehlerhaftes Immunsystem vermutet: Körpereigene Abwehrzellen greifen in dem Fall die Zellen der Haarwurzeln an.
Entzündete Kopfhaut
Wenn eine Entzündung die Ursache für Haarausfall (Alopezie) ist, ergibt sich häufig ein diffuses oder fleckenartiges Ausfallmuster. Die empfindliche Kopfhaut ist meist sichtbar angegriffen, eine Behandlung muss mit größter Sorgfalt erfolgen.
Die Gemeinsamkeit von entzündlichen Vorgängen an der Haut am Kopf: Die Haarwurzeln werden ebenfalls angegriffen. Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Haarfollikel und Haarwurzelzellen. Sie werden „irrtümlich“ bekämpft wie gefährliche Eindringlinge.
Ein aggressives Shampoo kann die Kopfhaut austrocknen und entfetten. Es sollte stets darauf geachtet werden, ein schonendes Shampoo für die regelmäßige Haarpflege zu verwenden.
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