Das Verb „rasieren“ hat im Deutschen mehrere Bedeutungen, die sich je nach Kontext unterscheiden. Ursprünglich bezeichnet es die Entfernung von Haaren mit einem Rasierer, doch in der Jugendsprache hat es eine ganz andere Konnotation entwickelt.
Im Allgemeinen bedeutet „rasieren“, dass jemand mit einem Rasierer, Rasierapparat oder einem Rasiermesser gezielt Körper- oder Gesichtshaare entfernt. Dieses Abrasieren kann unterschiedliche Absichten haben:
Beispiele:
Die Vorstellungen darüber, wo und wie eine Person sich rasieren sollte, ändern sich je nach Generation und Zeitgeist.
In der Jugendsprache, im Rap und teils in regionalen Dialekten bedeutet „rasieren“, dass jemand einen anderen dominiert und „fertig gemacht“ hat. In der Gamingszene und im Sport bedeutet es, dass ein Sieger den Verlierer haushoch geschlagen hat und klar der Stärkere war.
Beispiele:
„Rasiert!“ kann auch bedeuten, dass nichts mehr übrig geblieben ist. Dies ist eine Analogie zur Rasur, bei der alle Haare entfernt werden.
In der Jugendsprache wird z.B. gesagt: „Das hat richtig rasiert.“ Damit ist gemeint, dass etwas gut ist. (Siehe: Jugendworte der vergangenen Jahre.)
„Rrrrasiert“ ist eine Abwandlung des Jugendausdrucks „rasiert“, die von Celo & Abdi kreiert wurde. Die vier "r" dienen zur Verstärkung des Ausdrucks.
„Rasiert“ kann auch verwendet werden, um auszudrücken, dass jemandem alles weggenommen wurde, dass er besiegt wurde oder dass alles verbraucht wurde.
Beispiele:
„Rasieren“ kann auch bedeuten, dass jemand betrügerisch gehandelt hat.
Hier eine Tabelle, die die verschiedenen Bedeutungen zusammenfasst:
| Bedeutung | Kontext | Beispiel |
|---|---|---|
| Haarentfernung | Alltagssprache | "Ich muss mich noch rasieren." |
| Dominieren, Besiegen | Jugendsprache, Sport | "Wir haben die Gegner rasiert!" |
| Etwas ist gut | Jugendsprache | "Das hat richtig rasiert!" |
| Betrügen | Umgangssprache | "Der hat mich beim Handel rasiert." |
Es gibt auch Redewendungen wie:
Die Herkunft des Wortes "rasieren" lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen, als es aus dem Französischen "raser" (kahlscheren, rasieren) entlehnt wurde, welches wiederum vom lateinischen "radere" (schaben, kratzen) stammt.
In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es oft Vorstellungen über äußerliche Erkennungszeichen, anhand derer man Islamisten vermeintlich erkennen könne. Beispiele hierfür sind der sogenannte „Salafistenbart“ und die Vollverschleierung bei Frauen.
Von außen betrachtet hat sich mittlerweile besonders in europäischen Großstädten zwar eine eigene „salafistische Subkultur“ entwickelt, die von verschiedenen Elementen geprägt wird, wie einen bestimmten Bart-, Sprach- und Kleidungstil. Zur Kleidung der Frauen gehören Jilbab, Nikab, Khimar, Burka.
Es ist jedoch wichtig zu betonen: Eine eindeutige Zuordnung einer Person zum Islamismus auf der Grundlage vermeintlicher äußerlicher Erkennungszeichen ist für Außenstehende kaum möglich und kann falsche Fremdzuschreibungen erzeugen.
Auch wenn viele dieser Aspekte für einige in Brandenburg sozialisierte Menschen fremd erscheinen mögen, so besteht zwischen einer bestimmten Barttracht, dem Tragen traditioneller Kleidung und den verschiedenen Variationen des Kopftuchs bis hin zur Vollverschleierung bei Frauen kein automatischer Zusammenhang zum Islamismus.
Die Kombination aus Unkenntnis über die Themen Islam und Migration einerseits und eine durch bestimmte politische Gruppierungen vorangetriebene Emotionalisierung und Verunsicherung andererseits führt dazu, dass es zu falschen Fremdzuschreibungen oder gar öffentlichen Beschuldigungen von rechtschaffenden muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern kommt.
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