Die Intimrasur ist eine gängige Methode zur Haarentfernung im Intimbereich. Laut einer Studie der "Gesellschaft für Konsumforschung" bevorzugen 70 Prozent der Frauen eine Nassrasur. Doch was sind die Vor- und Nachteile dieser Methode, und wie kann man sie richtig anwenden, um Hautirritationen und andere Probleme zu vermeiden? Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick.
Die Rasur der Intimzone ist die schnellste und kostengünstigste Haarentfernungsmethode, die bequem zu Hause unter der Dusche durchgeführt werden kann. Viele bevorzugen einen rasierten Schambereich aus ästhetischen Gründen, empfinden den Geruch der Geschlechtsteile als angenehmer und erleben den Sex als gefühlsintensiver. Die Erotik-Autorin Sophie Andresky beschreibt den Vorteil so: "Die Feuchtigkeit verteilt sich besser, und wenn zwei glatt rasierte Geschlechtsteile in Kontakt kommen, gleitet und flutscht das sehr schön." Zudem sei Oralverkehr ohne Haare zwischen den Zähnen angenehmer.
Die Haare wachsen bereits nach zwei Tagen wieder nach, was eine erneute Rasur erforderlich macht. Generell birgt Rasieren einige Nebenwirkungen: Neben dem Risiko von Schnittverletzungen gibt es bei vielen Frauen die Neigung zu unschönen Hautirritationen wie Pickeln, den sogenannten Rasierpickeln. Auch ein Brennen, Entzündungen oder eingewachsene Härchen können Folgen dieser Art der Haarentfernung sein. Die Folge: Die Haut im Schambereich sieht nicht nur unschön aus, sie juckt auch nach der Rasur, etwa wenn die gereizte Haut an engen Jeans reibt. Zudem bietet die haarfreie Zone eine optimale Eintrittsstelle für Krankheitserreger, wenn kleine Rasurverletzungen vorliegen. Genitalwarzen oder kleine Ekzeme können beispielsweise die Folge sein.
Das richtige Rasieren der Intimzone hängt davon ab, an welchen Stellen Härchen entfernt werden sollen. Generell sind die inneren Schamlippen deutlich empfindlicher als die äußeren. Daher sollte man dort wirklich nur ganz vorsichtig vorgehen.
So geht’s:
Um lästige Irritationen zu vermeiden, solltest du unbedingt auf einen Rasierer mit beweglichem Kopf setzen, der sich der gerundeten Intimzone immer schön anpasst. Auch sollte man bei der Nassrasur auf eine stets scharfe Klinge achten und diese auch dementsprechend häufig auswechseln. Denn je weniger der Rasierer gleitet, umso mehr stockt er auf der Haut, was schnell zu Irritationen führen kann. Deshalb am besten immer einen Vorratspack an Klingen zu Hause lagern, denn meistens hat man genau dann keine Klingen zu Hause, wenn man die Haare loswerden möchte. Für elektrische Geräte gilt: Geräte mit einem kleinen Aufsatz für den Intimbereich eignen sich besonders gut. Auch hier gilt: Den Rasierer nach jeder Rasur gut auswaschen, am besten mit milder Seife, dann werden alle Bakterien entfernt.
Wer zu Irritationen neigt, der sollte seinen Intimbereich nach der Rasur unbedingt pflegen. Erster Schritt: Die Reste von Rasierschaum oder Rasiergel direkt nach der Rasur mit kaltem Wasser abspülen, damit sich die Poren wieder schließen und Bakterien keine Chance haben, über Schnittwunden in den Körper einzudringe. Alternativ kann man auch Eiswürfel zum Kühlen verwenden.
Spezielle Pflege, z.B. Aloe-vera-Gel, das idealerweise im Kühlschrank aufbewahrt wird, sorgt nach der Intimrasur dafür, dass sich die strapazierte Haut beruhigt, keine Schwellungen oder Rötungen entstehen und die enthaarten Stellen geschmeidig bleiben. Auf parfümierte Cremes oder andere Produkte zur Intimpflege solltest du nach der Rasur unbedingt verzichten, um Irritationen zu vermeiden.
Ansonsten bieten sich für eine Rasur ohne rote Punkte und Schnittverletzungen im Intimbereich auch Hausmittel wie Kartoffelmehl oder Kokosmehl an, die anschließend auf die rasierte Haut gegeben werden. Von Teebaumöl - wie es öfter im Internet empfohlen wird - sollte man in der Intimzone auf jeden Fall absehen. Es reizt die empfindliche Haut der Schamlippen zu sehr.
Wer nach der Rasur unter eingewachsenen Haaren leidet, der kann ebenfalls selbst nachhelfen. Zur Erklärung: Das eingewachsene Haar kann nicht durch die Hautoberfläche austreten, weil abgestorbene Hautschüppchen den Ausgang versperren. Daher wächst es unter der Haut eingekringelt weiter und bleibt sogar sichtbar. Man sollte also versuchen, das Haar wieder zu befreien. Gegen eingewachsene Haare helfen daher insbesondere Peelingcremes. Hautärzt:innen raten zur Intimpflege aus der Apotheke, wie etwa von Cerapeel. Ein regelmäßiges Peeling (der äußeren Schamlippen!) ist auch eine gute Möglichkeit, um eingewachsenen Haaren und daraus entstehenden Entzündungen (z.B. Wundrose) vorzubeugen. Die Haut hingegen mit einer Nadel oder einem Messer zu öffnen, ist dagegen keine gute Idee. Um Furunkel & Co. zu vermeiden, solltest du die Finger davon lassen. Tritt ein Furunkel oder Ekzem auf, nimm bitte Kontakt zu deinem Arzt bzw. deiner Ärztin auf.
Nach der Rasur solltest du nicht direkt Unterwäsche anziehen, sondern die Haut an der Luft regenerieren lassen. Das geht am besten nachts. Tagsüber helfen lockere, luftig geschnittene Pantys aus Baumwolle gegen Reizungen. Kontraproduktiv sind synthetische Wäsche mit reibender Spitze oder auch Bademode. Am besten einen Tag vorher rasieren!
Wie oft sollte man rasieren? Das hängt stark vom Wachstum deiner Härchen ab. Merke dir: Sobald ein kleiner Haaransatz sichtbar ist, sollte man wieder rasieren. Meist bilden sich bei der Trockenrasur schon am nächsten Tag die ersten Stoppeln, während bei der Nassrasur oft zwei Tage zwischen den Anwendungen liegen können. Gleich wieder rasieren gilt natürlich nicht, wenn sich schon Pusteln gebildet haben. Dann solltest du die Haut zunächst abheilen lassen und dann mit den richtigen Rasierregeln einen neuen Versuch starten. Wenn schon Rasierpickel entstanden sind, am besten auf wundheilende Produkte wie Zinksalbe setzen, dann klingen die Entzündungen schneller wieder ab.
Tipp: Anstatt zu einem Nassrasierer zu greifen, kann ein elektrisches Gerät besonders für Frauen mit einer sehr sensiblen Intimzone eine gute alternative Methode zur Haarentfernung sein.
Auf die Frage “Wie bekomme ich am besten die Haare im Intimbereich weg?” gibt es nicht die eine Antwort. Rasieren ist nur eine Option, dazu kommen noch Waxing, Sugaring, Epilieren oder die dauerhafte Haarentfernung.
Schmerzhaft, aber dafür dauerhafter: Mit einem Waxing im Intimbereich kannst du Schamhaare bis zu vier Wochen loswerden. Danach wachsen die Haare dünner nach.
Ähnlich dem Waxing, aber dafür schonender ist das Sugaring zur Haarentfernung im Intimbereich. Rund vier Wochen bleibt die Haut haarfrei.
Das Haar an der Wurzel packen auch elektrische Epiliergeräte. Damit bleibt die Haut bis zu vier Wochen stoppelfrei.
Wer nie wieder Haare im Intimbereich möchte, der kann sie dauerhaft entfernen lassen. So bekommt man den Intimbereich ganz glatt! Die besten Methoden im Überblick:
Überblick über verschiedene Haarentfernungsmethoden:
| Methode | Dauer der Haarfreiheit | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Rasieren | 1-2 Tage | Schnell, kostengünstig, einfach | Kurze Dauer, Hautirritationen, Schnittverletzungen |
| Waxing | Bis zu 4 Wochen | Längere Dauer, Haare wachsen dünner nach | Schmerzhaft, erfordert gewisse Haarlänge |
| Sugaring | Bis zu 4 Wochen | Schonender als Waxing, längere Dauer | Erfordert gewisse Haarlänge |
| Epilieren | Bis zu 4 Wochen | Längere Dauer, stoppelfreie Haut | Kann schmerzhaft sein |
| Dauerhafte Haarentfernung (IPL, Laser) | Langfristig | Kein ständiges Rasieren, glatte Haut | Teuer, mehrere Sitzungen erforderlich, nicht für jeden Hauttyp geeignet |
Generell gelten die gleichen Anwendungsregeln beim Rasieren des Intimbereichs sowohl für Männer als auch für Damen. Natürlich ist bei Männern äußerste Vorsicht geboten, da die Hoden sehr empfindlich sind und die dünne Haut leicht verletzbar ist. Um die Intimzone und auch die Hoden richtig zu enthaaren, bietet sich bei Männern die trockene Rasur mit einem Elektrorasierer an - der verhindert auch Schnittverletzungen.
Tipps für Männer:
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