Ist Vaseline schlecht für die Wimpern? Ein umfassender Ratgeber

Jede Frau träumt von schönen, langen und dichten Wimpern, die einen verführerischen Augenaufschlag verleihen.

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Leider ist nicht jede von Natur aus mit solchen Wimpern gesegnet. Lange, dichte Wimpern gelten seit jeher als Schönheitsideal - und der Wunsch nach einem natürlichen Wimpern-Boost ohne Extensions, chemische Seren oder künstliche Verdichtungen ist alles andere als neu.

Ein beliebter Beauty-Hack, der seit Generationen weitergegeben wird, ist die Verwendung von Vaseline. Doch was steckt wirklich dahinter? Ist Vaseline gut oder schlecht für die Wimpern? Wir haben den Mythos gemeinsam mit einer Expertin gecheckt.

Was ist Vaseline und wie wirkt sie?

Vaseline galt bereits bei Oma als beliebtes „Pflegeprodukt“. Intensiv pflegen soll es vor allem trockene sowie rissige Haut und diese mit Feuchtigkeit versorgen. Vaseline ist nach meinem Kenntnisstand pures Fett. Jetzt soll das Abfallprodukt aus der Mineralölherstellung auch Wimpern pflegen und sogar das Wachstum anregen.

Vaseline wird bei der Förderung von Erdöl und aus Paraffinen gewonnen. Der Reststoff wird gereinigt und weiterverarbeitet. Vaseline besteht größtenteils aus Mineralölen beziehungsweise aus Paraffinen. Genauer gesagt wird Vaseline aus den Rückständen der Erdöldestillation gewonnen.

Vaseline ist ganz sicher nicht schlecht für die Wimpern als solche. Nur, es gibt ab und zu Sorten, die mit anderen Substanzen (Zitronen-Aroma etwa) versehen sind.

Die Vorteile von Vaseline für die Wimpern

Vaseline auf die Wimpern aufzutragen kann so einige Vorteile haben. Hier sind einige Gründe, warum du es ausprobieren solltest:

  1. Vaseline pflegt die Wimpern: Wird die salbenartige Creme auf die Wimpern aufgetragen, entsteht eine Art Schutzschild. Dieses verhindert den Feuchtigkeitsverlust und sorgt so dafür, dass Wimpern geschmeidiger und glänzender aussehen. Die Wimpern bekommen dadurch Feuchtigkeit und das tut ihnen gut, Haut cremt man sich ja auch ein.
  2. Vaseline verleiht den Wimpern ein volleres Aussehen: Durch die Schutzschicht der Vaseline wirken die Wimpern auch dichter, voller und länger. Wenn du also mal keine Lust auf Mascara hast, aber trotzdem mit deinem Augenaufschlag trumpfen möchtest, solltest du einfach zu Vaseline greifen. Durch die feuchte ölige Konsistenz schimmert Vaseline immer etwas.
  3. Vaseline kämpft nicht gegen die Struktur der Wimpern: Vaseline setzt die Wimpern in Szene, ohne gegen ihren natürlichen Look anzukämpfen. Stattdessen wird dieser dank des Wundermittels nur noch mehr hervorgehoben.
  4. Vaseline entfernt Augen-Make-up: Mit ihr lässt sich selbst hartnäckigste Mascara wieder abbekommen. Durch ihre feuchtigkeitsspendende Formel hat sie zugleich noch einen pflegenden Effekt.
  5. Vaseline verhindert das Ausfallen der Wimpern: Mit Vaseline verläuft deine Abschmink-Routine weitaus milder und schonender.

Anwendung von Vaseline auf den Wimpern

Um das Beste aus deiner Dose Vaseline herauszuholen, ist es wichtig, dass du sie richtig anwendest.

  1. Schminke deine Augen und dein Gesicht vollständig ab.
  2. Wasche dein Gesicht und trockne es ab.
  3. Wasche deine Hände mit Seife und trockne sie ab.
  4. Tunke deinen Zeigefinger ganz leicht in die Tube.
  5. Verreibe die Vaseline zwischen Daumen und Zeigefinger und wärme sie leicht an.
  6. Schließe deine Augen und trage die Vaseline vorsichtig auf deinen oberen Wimpernkranz auf. Dann, mit geöffneten Augen, auf den unteren.
  7. Zum Schluss mit einem Bürstchen durchkämmen.

Falls du die Vaseline abends aufträgst, bist du jetzt fertig. Falls du sie morgens nutzt, kannst du deine Wimpern jetzt noch mit einer Wimpernzange zurechtbiegen.

Mythen und Fakten über Vaseline und Wimpernwachstum

Es kursiert der Mythos durchs Netz, dass das Auftragen von Vaseline die Wimpern schneller wachsen lasse - was ist da dran?

Für alle, die jetzt vorhatten, sich vor dem Schlafengehen etwas Vaseline auf den Wimpernkranz und auf die Wimpern zu schmieren, gibt es leider schlechte Nachrichten: Diesen Mythos müssen wir entkräften.

„Nein, Vaseline macht die Wimpern nicht länger oder voller, sie beinhaltet nachweislich keine Wirkstoffe, die das Wimpernwachstum fördern“, erklärt Verena Schötzau, Make-up-Artist und Hair-Stylist, im RTL-Interview.

Von diesen Inhaltsstoffen ausgehend ist es unmöglich, dass das Wimpernwachstum angeregt wird. Auch der feuchtigkeitsspendende Aspekt ist nicht ganz richtig. Zwar fühlen sich die mit Vaseline behandelten Wimpern weich und geschmeidig an. Die Paste stülpt sich hier aber nur wie ein fettiger Film um die Härchen.

Vaseline kann dir helfen, deine Wimpern gesund, glänzend und hydriert wachsen zu lassen. Sie verlängert aber nicht die Wachstumsphase. Deswegen macht sie die Härchen auch nicht länger. Wenn du deine Wimpern einfettest und sie mit der Wimpernzange formst, wirken sie aber optisch länger. Dieser Effekt ist aber nicht langanhaltend.

Die Risiken und Nachteile von Vaseline

Dass Vaseline die Wimpern wie ein Ölfilm verschließt, ist weder gut noch schlecht. Negative Auswirkungen sind nicht zu erwarten - aber eben auch keine Wachstumswunder. Generell gilt Vaseline als sehr gut verträglich. Es kann aber sein, dass manche Menschen allergisch auf die Paste reagieren. Achtung: Vermeiden Sie, dass Vaseline in die Augen kommt. Bei Augenkontakt sofort mit kaltem, klarem Wasser ausspülen. Ein weiterer großer Nachteil ist, dass Vaseline nicht bio ist. Da die Paste aus Mineralölen gewonnen wird, kann sie nicht als Naturkosmetik bezeichnet werden.

Vaseline enthält die Inhaltsstoffe MOSH (kurz für mineral oil saturated hydrocarbons) und MOAH (kurz für mineal oil aromativ hydrocarbons). Die beiden Kohlenwasserstoffe sind dafür verantwortlich, dass Vaseline kritisch beäugt wird. Laut Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (kurz: BfR) sind die Verbindungen nicht gesundheitsschädlich: "Durch entsprechende technologische Aufreinigung sind die MOAH-Gehalte in diesen Mineralölen reduziert. Nach Stand der Wissenschaft (2018) sehe das BfR keine gesundheitlichen Risiken. Es wurden bisher keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit durch Mineralölbestandteile in Kosmetikprodukten festgestellt.

Eine wasserfeste Mascara oder Tubing Mascara hält auf Vaseline nicht. Bei klassischer Wimperntusche ist das auch so. Warum? Vaseline ist fettig und bildet eine Schicht um deine Wimpern. Die Mascara, die für den Halt oft Wachse oder Isododecan (in Öl löslich) enthält, kann sich also nicht direkt auf die Härchen legen und rutscht dann quasi wieder ab. Deswegen ist es auch wichtig, dass du die Vaseline vorsichtig entfernst, bevor du anfängst, deine Wimpern zu schminken.

Natürliche Alternativen für die Wimpernpflege

Es gibt eine Reihe an einfachen Hausmitteln, die die Wimpern pflegen, sie geschmeidiger machen und ihren natürlichen Wachstumsprozess unterstützen.

  • Rizinusöl: Es enthält Ricinolsäure, die die Haarwurzeln intensiv versorgen kann. Viele berichten, dass ihre Wimpern nach einigen Wochen regelmäßiger Anwendung kräftiger aussehen und weniger schnell ausfallen.
  • Aloe-Vera-Gel: Reines Aloe-Vera-Gel spendet den Wimpern intensive Feuchtigkeit und wirkt gleichzeitig beruhigend auf die empfindliche Haut am Lidrand. Feuchtigkeit spielt eine zentrale Rolle beim Erhalt gesunder Wimpern, denn trockene Härchen brechen schneller ab.
  • Grüner Tee: Die enthaltenen Antioxidantien können das Umfeld am Wimpernkranz beruhigen und die Haarwurzeln stärken. Wird abgekühlter, starker Grüntee mit einem Wattepad aufgetragen, wirkt er erfrischend und hinterlässt ein gepflegtes Gefühl.
  • Olivenöl und Kokosöl: Beide Öle sind reich an wertvollen Fettsäuren, die die Haarstruktur stärken und die Wimpern geschmeidiger machen. Dadurch neigen sie weniger zu brechen, was langfristig den Eindruck dichterer und längerer Wimpern verstärkt.

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Optionen für die Wimpernpflege zusammenfasst:

Mittel Vorteile Nachteile
Vaseline Spendet Feuchtigkeit, schützt vor Austrocknung, macht die Wimpern geschmeidig Fördert nicht das Wachstum, kann allergische Reaktionen auslösen, nicht bio
Rizinusöl Versorgt die Haarwurzeln, kann das Wachstum fördern Kann bei manchen Menschen Reizungen verursachen
Aloe Vera Spendet Feuchtigkeit, beruhigt die Haut Keine bekannten Nachteile
Grüner Tee Beruhigt den Wimpernkranz, stärkt die Haarwurzeln Keine bekannten Nachteile
Olivenöl/Kokosöl Stärkt die Haarstruktur, macht die Wimpern geschmeidiger Keine bekannten Nachteile

Genauso wichtig wie die Wahl des geeigneten Naturmittels ist eine sanfte Pflege im Alltag. Aggressives Abschminken, starkes Reiben oder häufiges Nutzen einer Wimpernzange setzen den Härchen mehr zu, als vielen bewusst ist. Darüber hinaus unterstützen ausreichend Schlaf und eine nährstoffreiche Ernährung das Haarwachstum insgesamt.

Es gibt natürlich Möglichkeiten, sein Wimpernwachstum zu fördern. Besonders die Vitamine A, B, C und E sowie Mineralien wie Selen, Magnesium, Eisen, Zink und Kupfer sorgen dafür, dass sie besser wachsen.

Fazit

Ob Vaseline gut für die Wimpern ist oder nicht - da scheiden sich die Geister. Während das „Pflegeprodukt“ bei den einen als absoluter Beauty-Hack gefeiert wird, halten ihn andere für Unsinn. So oder so: Schädlich für die Wimpern ist Vaseline nicht.

Wenn Sie Vaseline auf Ihren Wimpern ausprobieren wollen, können Sie das ohne Risiko tun. Alternativ gibt es pflanzliches Bio-Melkfett.Generell gilt Vaseline als sehr gut verträglich. Es kann aber sein, dass manche Menschen allergisch auf die Paste reagieren. Achtung: Vermeiden Sie, dass Vaseline in die Augen kommt. Bei Augenkontakt sofort mit kaltem, klarem Wasser ausspülen.

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