Kokosöl gegen Schuppen: Hilft es wirklich?

Kokosöl ist ein bewährtes Hausmittel, welches unter anderem bei Schuppen angewendet wird. Allerdings hilft es bei diesem Problem nicht immer. Worauf es hier ankommt, wie es wirkt und wie Sie es verwenden können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Arten von Schuppen und die Wirkung von Kokosöl

Es gibt zwei verschiedene Arten von Schuppen, nämlich trockene und fettige. Wenn Sie unter fettigen Schuppen leiden, kann das Kokosöl ein geeignetes Hausmittel zur Bekämpfung dieser sein. Fettige Schuppen erkennen Sie daran dass Sie recht groß und leicht gelblich sind.

Die Bedeutung einer gesunden Kopfhaut

Um Kopfhautschuppen zu vermeiden, sollten wir zunächst die Kopfhaut selbst betrachten. Eine gesunde Kopfhaut bildet die Grundlage für kräftige, gesunde Haare. Unsere Kopfhaut ist ähnlich aufgebaut wie unsere restliche Haut - mit dem Unterschied, dass sie deutlich mehr Haarfollikel pro cm² enthält. An jedem Haarfollikel befinden sich eine Talgdrüse und eine Schweißdrüse, über die Stoffwechselprodukte des Körpers über den Talg abgegeben werden.

Die Pflege der Kopfhaut wird oft unterschätzt - viele kümmern sich um ihre Haare, vernachlässigen jedoch die Kopfhaut. Genau wie die Haut am restlichen Körper erneuert sich auch die Kopfhaut alle vier Wochen von innen nach außen. Ist die Haut gesund, schuppt sie sich auf natürliche Weise - am Körper beispielsweise durch Reibung an der Kleidung.

Dass die Kopfhaut abschuppt, ist ein natürlicher Prozess. Diese Erneuerung der Haut findet bei jedem Menschen statt. "In der Regel dauert es 28 Tage von der Entstehung bis zur Ablösung der Hautzellen", sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer in Berlin. Bilden sich allerdings zu schnell neue Hornhautzellen, also beschleunigt sich der Prozess, ballen sie sich zusammen. Die Zellen lösen sich dann in größeren Verbänden. Das sind dann sichtbare Schuppen, die die meisten Betroffenen optisch stören dürften.

Schuppen sind nicht gleich Schuppen: Unterscheiden muss man zwischen der trockenen und der fettigen Variante:

  • Trockene Schuppen: Trockene Schuppen sind klein, weiß und rieseln ähnlich wie Schnee. "Mögliche Ursachen sind zu häufiges und/oder zu heißes Waschen und Föhnen der Haare oder auch trockene Heizungsluft", sagt die Dermatologin Marion Moers-Carpi aus München. Auch durch zu wenig Trinken kann die Haut insgesamt und damit auch die Kopfhaut zu trocken werden - es bilden sich Schuppen.
  • Fettige Schuppen: Fettige Schuppen sind gelblich-glänzend und haften oft fest im Haar. Ursache ist eine erhöhte Talgproduktion. Dazu kommt es beispielsweise durch zu häufiges Haarewaschen. "Fettige Schuppen begünstigen zudem das Wachstum des Hefepilzes Malassezia furfur", sagt Marion Moers-Carpi.

Generell gilt: Gehen die Schuppen mit Juckreiz und Rötungen einher, sollte man unbedingt ärztlichen Rat einholen. Gleiches gilt für nässende Stellen, Bläschen oder Krusten auf der Kopfhaut. Dermatologin oder Dermatologe sind auch dann gefragt, wenn Anti-Schuppen-Shampoos aus der Drogerie oder Hausmittel keine Wirkung zeigen.

Anwendung von Kokosöl gegen Schuppen

Viele unserer Kund*innen berichten von positiven Effekten, wenn sie Kokosöl gegen Schuppen verwenden! Auch die Philomena Haarpflege bietet eine optimale Kopfhautpflege.

Kokosöl pflegt die Haare: So einfach geht die Anwendung zuhause

Wenn Sie Kokosöl für Haut und Haare nutzen möchten, sollten Sie ein hochwertiges, nicht raffiniertes, ungehärtetes Öl in Bio-Qualität wie das Kokosöl der Ölmühle Solling wählen. Das ›Virgin Coconut Oil‹ der Ölmühle Solling ist ein wahrer Alleskönner in der Haut- und Haarpflege mit einer vielseitigen Anwendung. Es lässt sich nicht nur hervorragend in der Küche einsetzen, dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe und seines angenehmen Dufts eignet sich das Kokosöl auch zur Pflege von Haut und Haaren.

Trockene Haare profitieren von Kokosöl. Reiben Sie - abhängig von Ihrer Haarlänge - einen oder zwei Teelöffel Kokosöl in die Haare ein. Verteilen Sie das Öl in den Haaren und lassen Sie es eine Zeit lang (wenigstens 30 Minuten lang) einwirken. Danach waschen Sie das Öl mit einem milden Shampoo wieder aus, das auf Ihren Haartyp zugeschnitten ist.

Gegen trockene Haarspitzen hilft es, einen halben Teelöffel Kokosöl in die Spitzen einzumassieren und das Öl über Nacht einwirken zu lassen. Bitte denken Sie daran, Ihr Kopfkissen mit einem Handtuch abzudecken.

So machst du eine Ölkur:
  1. 1-2 Mal pro Woche anwenden, bis die Schuppenbildung nachlässt
  2. ½ TL hochwertiges, kaltgepresstes Bio-Kokosöl sanft auf die Kopfhaut auftragen
  3. Öl einmassieren oder mit einer Bürste verteilen
  4. Mindestens 90 Minuten oder über Nacht einwirken lassen
  5. Mit einem milden Shampoo auswaschen

Kokosöl sorgt laut Moers-Carpi für eine gute Durchfeuchtung der Kopfhaut bei trockenen Schuppen. Dafür ein paar Tropfen Kokosöl in die Kopfhaut einmassieren, eine halbe Stunde einwirken lassen und das Öl anschließend mit einem milden Shampoo auswaschen.

Weitere Hausmittel gegen Schuppen

Gegen Schuppen kann man auch selbst etwas tun. Hausmittel wie selbst gemachte Haarkuren oder Haaröle lindern die Beschwerden. Einige Hausmittel können helfen, die Kopfhaut zu beruhigen und Schuppen wirksam zu reduzieren. Hausmittel gegen Schuppen bieten eine sanfte und natürliche Alternative zu herkömmlichen Produkten, besonders bei juckender Kopfhaut.

Hausmittel gegen trockene Schuppen:

  • Olivenöl: "Hilfreich kann sein, bei trockenen Schuppen über Nacht einige Tropfen Olivenöl auf die Kopfhaut zu geben und einwirken zu lassen", sagt Apothekerin Ursula Sellerberg. Um zu vermeiden, dass das Olivenöl auf die Bettwäsche gerät, sollte man lieber eine Mütze oder Plastikhaube überziehen. Am nächsten Morgen dann das Öl mit Shampoo auswaschen. Eine Massage mit einer kleinen Menge Olivenöl macht die Kopfhaut geschmeidig. Am besten lassen Sie das Öl über Nacht einwirken und waschen es dann erst aus. Das tut trockener und durch Shampoonieren stark beanspruchter Kopfhaut gut.
  • Aloe Vera: Sie wirkt Marion Moers-Carpi zufolge gegen trockene Schuppen und juckende Kopfhaut, da sie Feuchtigkeit spendet und beruhigt. Dafür ein Aloe-vera-Gel, das es etwa in der Drogerie gibt, in die Kopfhaut einmassieren, eine halbe Stunde einwirken lassen und es anschließend mit einem milden Shampoo auswaschen.
  • Naturjoghurt: Naturjoghurt kann die Kopfhaut in Balance bringen und ihr Feuchtigkeit spenden. Dafür Joghurt in die Kopfhaut einmassieren und nach etwa 15 Minuten mit Wasser auswaschen. "Joghurt kann bei trockenen Schuppen helfen, aber das muss jeder selbst entscheiden, ob er oder sie das machen möchte", so Marion Moers-Carpi.

Hausmittel gegen fettige Schuppen:

  • Natron: Das Pulver mit etwas Wasser zu einer Paste anrühren und dann auf die Kopfhaut auftragen. Nach einer Einwirkzeit von 15 Minuten wird die Paste mit Shampoo aus den Haaren ausgewaschen. Tipp: "Erst mal die Paste, die aggressiv wirken kann, an einer kleinen Stelle der Kopfhaut auftragen und testen, ob man damit klarkommt", sagt Sellerberg.
  • Zitrone: Dafür einen Esslöffel Zitronensaft mit drei Esslöffeln Wasser vermischen und die Flüssigkeit auf der Kopfhaut verteilen.
  • Teebaumöl: Ein beliebtes Mittel gegen ölige Schuppen ist Teebaumöl. Es verfügt über starke antimykotische Eigenschaften. Geben Sie ein bis vier Tropfen ätherisches Teebaumöl zu einem milden Shampoo dazu.
  • Apfelessig: Manche Menschen sagen, Apfelessig helfe gegen Schuppen: Für ein Haarwasser mischen Sie jeweils eine halbe Tasse Apfelessig und destilliertes Wasser. Massieren Sie das Haarwasser gegen Schuppen zwischen den Haarwäschen gut in die Kopfhaut ein. Es fördert die Durchblutung.
  • Birkenwasser: Birkenwasser wird als Wundermittel gegen Schuppen angepriesen. Ob es tatsächlich ein hilfreiches Haarpflegemittel ist, ist wissenschaftlich nicht belegt. Fest steht nur: Der Inhaltsstoff Betulin regt die Durchblutung der Kopfhaut an und fördert die Wundheilung. In einer Studie konnten immerhin fünf von zwölf Probanden eine Verbesserung feststellen.
  • Backpulver: Backpulver gilt als natürliches Peeling. Es soll Hautschuppen lösen und gleichzeitig entfettend und pilzhemmend wirken. So geht’s: Massieren Sie einen Teelöffel Pulver nach der Haarwäsche in die feuchte Kopfhaut ein. Kurz einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.
  • Thymian: Ein weiteres natürliches Mittel gegen Schuppen ist Thymian. Probieren Sie es zum Beispiel mit einer Thymian-Zinnkraut-Spülung. Sie hemmt die Fettproduktion der Talgdrüsen und wirkt außerdem entzündungshemmend. Deshalb ist die Spülung ein beliebtes Hausmittel gegen Schuppen in der Pubertät.

Was Sie vermeiden sollten

Oft ist zu lesen, dass Teebaumöl gegen Schuppen wirken soll. Sellerberg rät allerdings zur Vorsicht. "Bei der Anwendung von Teebaumöl besteht ein hohes Risiko für allergische Reaktionen, da Teebaumöl ein Kontaktallergen ist", sagt Pharmazeutin Sellerberg. Hautärztin Moers-Carpi rät zudem von Apfelessig als Hausmittel bei Schuppen ab. "Apfelessig wirkt zu aggressiv auf der Kopfhaut - und es riecht auch nicht angenehm."

Wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist

Gefühlt alle Hausmittel und Shampoos aus der Drogerie ausprobiert, doch die Schuppen sind immer noch da? Dann können Ärztinnen und Ärzte spezielle Mittel verordnen. Ein Beispiel: "Shampoos mit dem Wirkstoff Ketoconazol helfen gegen fettige Schuppen", sagt Moers-Carpi. Betroffene sollen damit über mehrere Wochen alle drei bis vier Tage ihre Haare waschen und dabei das Shampoo mehrere Minuten einwirken lassen, ehe sie es ausspülen.

Sind es richtig feste fettige Schuppenplatten, kann eine Kopfhautkur über mehrere Wochen zweimal pro Woche über Nacht helfen: "Bei der Kur handelt es sich um ein in der Apotheke angefertigtes Gemisch aus Olivenöl, Rizinusöl und Salicylsäure; es wird vor dem Zubettgehen aufgetragen und wirkt über Nacht", so die Medizinerin. Auch hier gilt: Damit die Kur keine Spuren im Bett hinterlässt, sollte man mit Plastikhaube oder Mütze schlafen. Am nächsten Morgen ist Haarewaschen mit einem Ketoconazol-Shampoo angesagt.

Bei trockenen Schuppen hilft ein feuchtigkeitsspendendes Kopfhaut-Tonikum. "Das wirkt wie Mineralwasser für die Kopfhaut", sagt Dermatologin Moers-Carpi. Das Tonikum trägt man zwei- bis dreimal pro Woche abends vor dem Schlafengehen mit Hilfe eines Applikators auf und massiert es leicht in die Kopfhaut ein. Das Tonikum wirkt über Nacht ein und wird bei Bedarf am nächsten Morgen mit Shampoo ausgewaschen. "Wenn sich die Schuppen hartnäckig halten und gar nichts hilft, dann muss gegebenenfalls eine cortisonhaltige Lösung aufgetragen werden", so Moers-Carpi.

Schuppen gar nicht erst entstehen lassen - so geht's

Ein guter Anfang: nicht täglich die Haare waschen und am besten lauwarmes Wasser dafür nutzen. "Zu heißes oder zu kaltes Wasser kann dazu führen, dass die Kopfhaut gereizt wird", sagt Ursula Sellerberg. Wer sich die Haare föhnt, sollte das lieber nicht auf heißester Stufe tun.

Marion Moers-Carpi empfiehlt außerdem: "Viel trinken, damit der Körper gut mit Flüssigkeit versorgt ist, für ausreichend Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen sorgen und sich gesund ernähren."

Die Wahl der richtigen Bürste ist entscheidend

Eine gepflegte, ausgeglichene Kopfhaut ist die Basis für schönes, kräftiges Haar. Schuppenshampoos können dabei helfen, die Kopfhaut wieder in Balance zu bringen. Hilft das nicht, können Ärztinnen und Ärzte auch Mittel verschreiben. Eine erhöhte Talgproduktion oder zu trockene Kopfhaut: Die Ursachen für Schuppen sind vielfältig. Doch wie wird man sie wieder los?

Vermeiden Sie aggressive Shampoos, die Ihre Kopfhaut zusätzlich reizen. Danach müssen Sie Ihre Haare gründlich mit Shampoo waschen. Meist reicht einmal shampoonieren nicht aus, um all die Ölreste zu entfernen, weswegen Sie den Vorgang wiederholen sollten.

Tipps für gesundes Haar:

  • Nicht täglich die Haare waschen
  • Lauwarmes Wasser verwenden
  • Föhnen auf niedriger Stufe
  • Viel trinken
  • Ausreichend Luftfeuchtigkeit
  • Gesunde Ernährung

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