Du rasierst aus Gewohnheit, bist aber genervt von Stoppeln? Oder bist du es leid, dich alle paar Tage "haarfrei" zu machen? Dann könnte Epilieren eine interessante Alternative für dich sein. Epilieren verspricht langanhaltende Glätte - aber wie schmerzhaft ist es wirklich? Dieser Artikel gibt dir einen umfassenden Überblick über das Epilieren, seine Vor- und Nachteile, Tipps für eine schmerzfreie Anwendung und welche Geräte empfehlenswert sind.
Zu epilieren bedeutet, das komplette Haar an seiner Wurzel mittels eines Epiliergerätes zu entfernen. Das Ganze funktioniert durch ein raffiniertes Pinzettensystem im rotierenden Kopf eines handlichen Elektrogeräts. Mehrere Pinzetten erfassen dabei gleichzeitig die Haare und ziehen sie an der Wurzel heraus.
Im Vergleich zum Waxing ist Epilieren schonender, da das Wachs zu sehr an der Haut klebt und sie dadurch gereizt wird. Außerdem tut ein Ruck, bei dem viele Haare auf einmal entfernt werden, mehr weh als die Entfernung einzelner Haare beim Epilieren, wo du die Geschwindigkeit selbst bestimmen kannst.
Natürlich können sie das! Epilieren hat ein feminines Image, ja. Aber: Epilieren kann jede:r, die oder der Haare loswerden will. Tatsächlich ist Epilieren gerade für Männer sogar richtig gut. Ihre Haare sind nämlich meist dicker als die von Frauen, wachsen nach dem Rasieren schneller ein und verursachen fiese Hautreizungen wie eingewachsene Haare und Hautunreinheiten. Du bist von Rasierpickeln geplagt? Dann lies hier, was du dagegen tun kannst. Und greif in Zukunft zum Epilierer.
Mit dem Schmerz, der durchs Epilieren erzeugt wird, kommen viele optimal klar. Man kann ihn nämlich selbst dosieren, indem man die Haut strafft und vorsichtig Zentimeter für Zentimeter vorgeht. Klar, ziepen tut es trotzdem. Das ist unangenehm, aber nichts im Vergleich zum kräftigen Ratsch im Waxing-Studio, versprochen!
Wie schmerzhaft es ist, hängt mitunter auch davon ab, wie dick die Haare sind, aber so allgemein würde ich es doch als äußerst schmerzhaft beschreiben. Es wird mit der Zeit besser, ist aber stark unangenehm!
Tipp: Der Schmerz lässt nach, je länger man ein Epiliergerät nutzt. Beachtet man einige Tipps, wird das erste Epilieren einfacher und die behandelten Körperstellen weich und glatt. Und wenn sich die Haut nach einigen Wochen an die Epilation gewöhnt hat, ist es auch nicht viel schlimmer als zu rasieren.
Prinzipiell alle, an denen dich die Haare stören. Aber Achtung: Die Schmerzen fallen überall unterschiedlich aus. Brust und Beine sind relativ unempfindlich. Achseln und vor allem Intimbereich ziepen ordentlich und sind nur was für Hartgesottene. Auch Rückenhaare kannst du mit dem Epilierer entfernen. Im Alleingang gestaltet sich das allerdings schwierig.
Vorteil zum Waxing: Du musst dir nicht erst einen Pelz züchten, um ihn anschließend auszurupfen. Mit modernen Epiliergeräten reicht es schon, wenn die ersten Stoppeln fühl- und sichtbar werden. In konkreten Zahlen heißt das: Die richtige Länge fürs Epilieren liegt zwischen 0,5 bis 5 Millimetern. Dafür vor dem ersten Epilieren einmal rasieren und dann nach 3 bis 7 Tagen epilieren - je nachdem wie schnell deine Haare wachsen.
Wenn du dich beim Epilieren an diese Tipps hältst, erwischst du alle Haare und die Haut bleibt länger glatt:
Genau wie beim Waxing kann man hier den Komfort von bis zu 4 Wochen glatter Haut genießen. Im ersten Monat musst du allerdings wöchentlich ran (schon viel besser als jeden 2. Tag zu rasieren, oder?). So "erwischst" du in der Regel alle Härchen in jeder Wachstumsphase. Danach genügt es - je nach Haarwuchs - etwa alle 2 bis 4 Wochen zu epilieren. Denn die Haare werden an der Wurzel aus der Haut gezogen, müssen vom Körper also erst einmal komplett neu gebildet werden, ehe sie irgendwann wieder ganz fein aus der Haut wachsen. Stoppeln entstehen beim Epilieren keine.
Hier sind einige Tipps, um das Epilieren so angenehm wie möglich zu gestalten:
Achtung: Nach dem letzten Peeling sollte aber unbedingt ein Tag verstreichen, bevor man den Epilierer ansetzt, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren und mögliche Irritationen zu vermeiden.
Regelmäßige Peelings helfen, die Haare leichter zugänglich zu machen. So kann das Gerät sie besser zupfen.
Setzen Sie das Gerät im 90-Grad-Winkel zum Bein, beginnend an der Fessel, an und bewegen sie es dann in langsamen Bewegungen mit etwas Druck gegen die Wuchsrichtung der Haare zum Oberschenkel hin. Mit der freien Hand sollte die Haut möglichst straff gehalten werden.
An den Achseln schmerzt die Haarentfernung etwas mehr, denn die Haut ist weicher und empfindlicher, außerdem sitzen die Haare fester. Daher ist es in dieser Körperzone besonders wichtig, dass die Haut vorher erwärmt und massiert wird. Um die Haut möglichst straff zu halten, sollten der Arm senkrecht hochgestreckt werden - besser noch, sie straffen die Haut zusätzlich mit der Hand des angewinkelten Armes. Fahren Sie nun gleichmäßig und ruhig, gegen die Wuchsrichtung von außen nach innen über die Achsel. Verwenden Sie danach kein Deo mit Reizstoffen, das würde zu Irritationen führen.
Eine der empfindlichsten Körperstellen ist die Bikinizone. Am besten verwendet man einen Aufsatz für empfindliche Körperstellen oder mit Massagefunktion. Auch hier sollte die Haut vorher erwärmt und massiert werden, damit sich die Poren öffnen und das Epilieren weniger schmerzt. Gezupft wird gegen die Haarwuchsrichtung, außerdem sollte der zu epilierende Bereich mit Zeigefinger und Daumen straff gezogen werden. Sind die Schmerzen zu groß, legen Sie Pausen ein und kühlen den Bereich im Anschluss mindestens 30 Sekunden mit einem Kühlpack. Damit das Einwachsen von Härchen verhindert wird, sollte der epilierte Bereich in den folgenden Tagen immer mal wieder mit einem Luffaschwamm massiert oder gepeelt werden.
Ein regelmäßiges Peeling einmal pro Woche ist nicht nur sinnvoll, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen, sondern auch, um eingewachsenen Härchen vorzubeugen. Anschließend kannst du eine Feuchtigkeitscreme auftragen, so bleibt die Haut schön weich und die Haare finden leichter den Weg an die Oberfläche, statt darunter kehrt zu machen und einzuwachsen.
Nach jeder Epilation empfiehlt es sich, die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme zu pflegen und zu beruhigen. Geeignet sind After-Sun- oder Aloe-Vera-Produkte - besonders das Gel eines aufgeschnittenen Aloe-Vera-Blattes schafft Linderung, denn es kühlt die Haut und beugt Reizungen vor. Verzichten Sie auf zu enge, synthetische Materialen an der frisch epilierten Haut - am besten epiliert man am Abend, dann können die anfänglichen Rötungen bis zum nächsten morgen etwas abklingen.
Dr. Melanie Hartmann erklärt: "Die Körperhaut - gerade im Beinbereich - ist meist eher trocken, da sie nicht so viele Talgdrüsen besitzt. Eine Epilation nimmt ihr zusätzlich Feuchtigkeit. Deshalb sollte man nach dem Epilieren die Haut mit reichlich Feuchtigkeit versorgen, beispielsweise mit einer Body-Creme oder einer Lotion."
Beim Kauf eines Epiliergerätes lohnt es sich, ein wenig mehr Geld auszugeben und auf Qualität zu achten. Achten Sie darauf, ein Gerät mit möglichst vielen Pinzetten zu kaufen, je mehr desto schneller sind alle Härchen gezupft. Außerdem sollte das Gerät kabellos funktionieren und mindestens zwei Geschwindigkeitsstufen besitzen - sodass insbesondere Neulinge die langsame und sanftere (aber auch weniger gründliche) Stufe für den Einstieg wählen können. Auch sollte ein Gerät gewählt werden, das auch unter fließend Wasser verwendet werden kann, das verursacht weniger Schmerzen.
Hier sind einige empfehlenswerte Modelle:
| Epiliergerät | Besondere Merkmale |
|---|---|
| PANASONIC Epilier-Einsteigergerät | Nass- und Trockennutzung, kompaktes Design, günstiger Preis (ca. 58,32 €) |
| BRAUN Silk-épil 9 | Inklusive Rasier- und Trimmaufsätzen, Dry & Wet, hochwertig (ca. 114,99 €) |
| Braun Silk-épil 9 Flex | Flexibler Kopf, Micro-Grip-Pinzetten, SensoSmart Andruckkontrolle, Wet & Dry anwendbar, verschiedene Aufsätze |
| Philips BRE740/90 | Keramikpinzetten, S-förmiger Griff, Wet & Dry anwendbar, verschiedene Zubehörteile |
Epilierer kosten zwischen 50 und 120 Euro, die preisgünstigeren beinhalten jedoch größtenteils keine Zusatzaufsätze für die unterschiedlichen Körperpartien.
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