ISANA Shampoo: Ein Blick auf die Inhaltsstoffe

ISANA Shampoos sind bekannt für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf die Inhaltsstoffe von ISANA Shampoos, insbesondere auf solche, die Anlass zur Besorgnis geben könnten.

Einige Anwender haben die Inhaltsstoffe der ISANA Shampoos genauer unter die Lupe genommen und ihre Erfahrungen geteilt. Hier sind einige wichtige Punkte:

  • Filmbildner und Silikone: Viele ISANA Shampoos enthalten Filmbildner, aber keine Silikone. Einige Verbraucher bevorzugen Shampoos ohne Silikone, da diese das Haar beschweren können.
  • Ethoxydiglycol: Codecheck bemängelt den Inhaltsstoff Ethoxydiglycol, ein PEG-basiertes Diethylenglykol-Derivat.

Trotz dieser Bedenken berichten einige Anwender positiv über die Wirkung der Shampoos:

  • Kein Knirschen der Haare
  • Haare fühlen sich gut an (nicht hart, nicht knirschig, kein Belag)
  • Locken sind glücklich

Schädliche Shampoo-Inhaltsstoffe – was Du wissen musst!

ISANA Festes Shampoo Cocos Mango: Eine Alternative?

ISANA bietet auch ein festes Shampoo mit Cocos-Mango-Duft an. Dieses Produkt wird in einer Pappverpackung verkauft und verzichtet auf Mikroplastik. Es ist für ca. 2,99 € erhältlich. Die Duftvariante „Cocos Mango“ wird ihrem Namen meiner Nase nach nicht ganz gerecht. Zwar nehme ich unterschwellig eine leichte Kokosnote wahr. Für mich dominiert jedoch eindeutig die fruchtige Frische der Mango. Der Duft gefällt mir sehr gut.

Die Anwendung des festen Shampoos ist etwas anders als bei flüssigen Shampoos. Es wird empfohlen, das Shampoo anzufeuchten und einige Male über das nasse Haar zu reiben. Den entstandenen Schaum sanft ins Haar einmassieren und gründlich ausspülen. Entgegen den Herstellerempfehlungen komme ich besser damit zurecht, das Shampoo in den Händen aufzuschäumen anstatt mit dem Stück durch die Haare zu fahren, was bei mir Knoten verursacht. Vor allem bei dickem Haar muss man den Vorgang des Aufschäumens und dem anschliessenden Verteilen auf den Haaren ein paar Mal wiederholen, da sich kein richtiger Schaum bildet - wie man auf dem angefügten Foto gut erkennen kann - um alle Haarpartien zu reinigen. Dies gelingt mit etwas Übung jedoch sehr gut.

Das Shampoo lässt sich leicht und rückstandslos auswaschen. Direkt nach der Wäsche fühlen sich meine Haare gut gesäubert und nicht beschwert an.

Ein Stück des festen Shampoos reicht für mehr als 30 Haarwäschen. Somit ist das Produkt in meinen Augen sehr ergiebig.

Bedenkliche Inhaltsstoffe im Detail

Palmöl

Folgender Inhaltsstoff kann aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt sein: Glycerin. Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört und zahllose Lebewesen vom Aussterben bedroht. Besonders der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo vorkommt, ist in akuter Gefahr. Die Zahl der wild lebenden Sumatra Orang-Utans ist seit 1900 um 91% gesunken. Seit 2016 gilt auch der Borneo Orang-Utan als unmittelbar vom Aussterben bedroht.

Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China. Dabei kommt ein grosser Teil des CO2 Ausstosses von der Zerstörung der Torfgebiete. Diese speichern riesige Mengen von Kohlenstoff. Für den Anbau von Ölpalmen werden die Torfböden entwässert, wobei Kohlendioxid und Methangas freigesetzt wird. Zusätzlich wird bei der Brandrodung und den damit einhergehenden, alljährlichen Torf- und Buschbränden viel CO2 emittiert. Die Waldbrände in Indonesien im Jahr 2015 setzten mehr klimaschädliches CO2 frei als zeitgleich die ganzen USA.

Um den Klimawandel zu stoppen, ist deshalb ein Moratorium auf die Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten notwendig. Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen dabei häufig ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein.

Deutschland verbraucht pro Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl. Der größte Anteil geht in Biodiesel (41 Prozent), dicht gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (40 Prozent) sowie in die industrielle Verwendung etwa für Pharmazie oder Reinigungsmittel (17 Prozent). Palmöl findet sich in rund jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln.

Seit 2016 müssen in der EU Lebensmittel die Palmöl enthalten entsprechend deklariert werden. Für Kosmetika gibt es aber noch keine Deklarationspflicht. In Kosmetika gibt es viele Begriffe, hinter denen sich Bestandteile der Ölpalme verstecken können, wie beispielsweise Sodium palmate oder Elais guineensis. Ausserdem können viele chemischen Rohstoffe wie beispielsweise Fettsäuren, sowohl aus der Ölpalme wie auch aus anderen Pflanzen hergestellt werden. Dies macht es fast unmöglich, den Kauf von Palmprodukten ganz zu vermeiden. Auch CodeCheck kann deshalb nicht bei allen Produkten wissen, ob sie Bestandteile der Ölpalme enthalten.

Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien zur Zertifizierung in die richtige Richtung, wird aber leider auch von vielen Firmen als grünes Feigenblatt missbraucht. Zudem fehlen bisher Kriterien, welche der Treibhausgasproblematik Rechnung tragen und seriöse und unabhängige Kontrollmechanismen zur Überprüfung der Kriterien.

Greenpeace kritisiert unter Anderem, dass der RSPO in einigen Fällen nachweislich nicht in der Lage war die nachhaltigen Anbaumethoden der zertifizierten Lieferanten sicherzustellen. Bio-Suisse zertifiziertes Palmöl* folgt Richtlinien, welche die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten. Darunter fallen auch Urwälder und Primärwälder. Ausgenommen davon sind Flächen, die vor 1994 gerodet worden sind.

Fordere Hersteller aktiv dazu auf, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Das kannst Du über den jeweiligen Kundenservice oder über ein Kontaktformular tun. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, welches weder Regenwald- und Torflandzerstörung, Landkonflikte noch einen Verlust von Arten mit sich bringt, desto eher ist der Hersteller bereit etwas zu unternehmen.

Die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit stark. Doch die Palmölproduktion führt in Indonesien und Malaysia zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten.

Palmöl-Alternativen: Achten Sie beim Kauf von ISANA Produkten auf Inhaltsstoffe und fragen Sie beim Hersteller nach, ob nachhaltiges Palmöl verwendet wird.

Weitere potenziell bedenkliche Inhaltsstoffe

Einige Inhaltsstoffe in ISANA Shampoos können potenziell irritierend oder allergen sein:

  • PEG/PEG-Derivate: Diese Stoffe können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen.
  • Quarternäre Ammoniumverbindungen (QACs): Hemmen die Entwicklung von Mikroorganismen.
  • Duftstoffe: Einige Duftstoffe können allergische Reaktionen auslösen.

Hinweis: Nicht jeder reagiert auf diese Inhaltsstoffe. Wenn Sie empfindliche Haut haben oder zu Allergien neigen, sollten Sie die Inhaltsstoffliste sorgfältig prüfen und gegebenenfalls einen Hautarzt konsultieren.

Empfehlungen: Verwenden Sie Shampoos mit milden Tensiden und wenig Duftstoffen. Achten Sie auf Produkte, die als "allergikerfreundlich" oder "sensitiv" gekennzeichnet sind.

Palmölproduktion und ihre Auswirkungen

Weitere Informationen und Ressourcen

Für weitere Informationen über Inhaltsstoffe in Kosmetika und deren Bewertung können Sie folgende Ressourcen nutzen:

  • Codecheck.info
  • Hautschutzengel
  • Verbraucherzentrale
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

tags: #isana #shampoo #inhaltsstoffe

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