Inneov gegen Haarausfall: Inhaltsstoffe und Wirksamkeit

Inneov bietet eine breite Palette an verschiedenen Produktvarianten für mehr Haarfülle, Haarwachstum und Haarvolumen. Hinter Inneov stecken die Unternehmen L’oreal und Nestle, also schon recht bekannte Marken. Doch was kann Inneov wirklich für das Haarwachstum leisten? Haar-Gesundheit versucht diese Fragen im folgenden zu beantworten.

Neben Präparaten für die Haut bietet Inneov zwei Produktvarianten für das Haar.

  • Inneov Homme Dichtes Haar wurde speziell für Männer entwickelt. Die Hauptinhaltsstoffe sind Taurin, Zink und Phytosterolen.
  • Daneben gibt es das Produkt Inneov Haarfülle mit den Hauptinhaltsstoffen Zink und Taurin.

Die Hauptinhaltsstoffe von Inneov sind angegeben mit Pinien-Phytosterolen, Taurin, Zink und Katechinen für eine optimale Nährstoffversorgung der Haarwurzeln. Daneben soll eine zum Patent angemeldete Formel mit Taurin, Zink und Phytosterolen das Haarwachstum fördern und zu dichterem Haar führen.

Wirkungsweise und Inhaltsstoffe im Detail

Phytosterole sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe welche dem Cholesterin ähneln. Sie werden bislang hauptsächlich zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt. Phytosterole sind Bestandteile von Zellmenbranen und können regulierend auf zahlreiche Prozesse einwirken. Außerdem sollen sie Entzündungsreaktionen lindern.

Zink als weiterer Inhaltsstoff ist bedeutend für ein gesundes Haarwachstum. Taurin ist ein Abbauprodukt der Aminosäure Cystein und kommt auch natürlich im menschlichen Körper vor. Taurin ist ein starkes Antioxidans und kann Gewebe vor oxidativen Schäden schützen.

Inneov ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Medikament. Es kann also bestenfalls als Unterstützung für eine bessere Ernährung dienen. Der Hersteller äußert sich in der Wirkungsweise wie folgt: „innéov HOMME DICHTES HAAR dient nicht dazu, seit langem definitiv ausgefallene Haare wieder neu wachsen zu lassen, dies ist genetisch festgelegt. Das Produkt hilft, den Haarwachstums-Zyklus zu redynamisieren, den nicht krankheitsbedingten Haarausfall zu verlangsamen und die Haarfülle zu verbessern.“ Dies beschreibt im Grunde, dass bei erblich bedingtem Haarausfall keine großen Wirkungen von Inneov zu Erwarten sind. Taurin könnte durch die entzündungshemmende Wirkung eine positive Wirkung auf die Haarfolikel haben. Zink hat als Baustein ebenso eine positive Wirkung.

Inneov mag einige Inhaltsstoffe welche positiv im Zusammenhang mit einem gesunden Haarwachstum stehen besitzen. Dennoch lassen sich diese Inhaltsstoffe auch einzeln als Präparate kaufen und kosten so unter Umständen nur einen Bruchteil des doch recht teuren Präparats. Außerdem ist eine Wirkung bei erblich bedingtem Haarausfall fraglich. Dies nennt auch der Hersteller in seinen FAQ’s.

Ein voller Haarschopf wird mit Attraktivität gleichgesetzt. Lichtet sich das Haupt, leidet die Seele, die weibliche mehr als die männliche. Am häufigsten ist der erblich bedingte Haarausfall: Er beginnt bei Männern mit Geheimratsecken, die sich über eine Halb- bis zur Vollglatze auswachsen können.

Die Kosmetika versuchen mit einer bunten Palette verschiedenster Inhaltsstoffe neuen Haarwuchs zu aktivieren, den Haarausfall einzudämmen oder ihm vorzubeugen. Eingesetzt werden unter anderem Koffein, Hopfenextrakt, Klettenwurzelextrakt, Ginseng, Vitamine, Aminosäuren, Eiweißbruchstücke (Peptide), Carnitin und Taurin.

Für das Nahrungsergänzungsmittel Innéov Haarfülle Anti-Haarausfall, Tabletten + Kapseln, die die Haarwurzel stärken und Haarausfall verlangsamen wollen, liegen keine publizierten Daten vor, die diesen Anspruch rechtfertigen würden.

Haarausfall stoppen: Was wirklich hilft, getestet und bestanden! | leylaglaubt

Alternativen und Ergänzungen zu Inneov

Wenn die Stirn immer höher wird, führt der erste Weg meist nicht zum Arzt, sondern in die Drogerie. Dort gibt es zahlreiche Sprays, Tonika und Lotionen, die Hilfe bei Haarausfall versprechen. "Bei", nicht "gegen" - ein entscheidender Unterschied. "Hilft gegen" Haarausfall wäre nämlich ein medizinisches Wirkversprechen und auf das können sich die Hersteller von Kosmetika nicht einlassen.

Egal, ob auf Koffein, Ginseng oder Hopfenextrakt gesetzt wird, auf Aminosäuren oder Eiweißbruchstücke - kein Anbieter kann in seriösen wissenschaftlichen Studien nachweisen, dass das Mittel funktioniert. Zwar hält es auch "Ökotest" für plausibel, dass einzelne Wirkstoffe positive Effekte haben könnten, belegen lässt sich das aber nicht. "In vielen Kosmetika stecken Inhaltsstoffe, die Allergien auslösen und möglicherweise zu Leber- und Nierenschäden führen können", warnt Chefredakteur Jürgen Stellpflug.

Zuverlässige Hilfe gibt es aber nur auf Rezept: Finasterid heißt ein Wirkstoff, der den Hormonspiegel im Blut beeinflusst und so die Anzahl der Haare steigert. Das funktioniert aber nur bei Männern zwischen 18 und 41 Jahren und auch nicht ohne Nebenwirkungen. Der Beipackzettel warnt vor Libidoverlust und Erektionsstörungen, die Langzeitwirkungen sind noch ungeklärt. Zudem wirken Medikamente mit Finasterid nur solange man sie auch einnimmt. Nach dem Absetzen fallen die Haare wieder aus.

Wer die möglichen Nebenwirkungen von Finasterid scheut, findet vielleicht in Regaine Hilfe. In Studien hat sich das Arzneimittel bewährt, bei 20 bis 40 Prozent der behandelten Männer konnte es den Haarausfall zumindest stoppen. Auch für betroffene Frauen kommt Regaine in Betracht, wirkt aber weniger. Regaine ist zwar nicht rezeptpflichtig, aber dennoch nicht frei von Nebenwirkungen. Wegen ungeklärter Herz-Kreislauf-Risiken vergibt Ökotest nur ein "befriedigend".

Kopfhautpigmentierung als Option

Die Kopfhautpigmentierung (SMP) ist eine sinnvolle Option für Frauen, die unter dünnem Haar oder Haarausfall leiden. Sie bietet eine optische Verdichtung, indem Farbpigmente auf die Kopfhaut aufgetragen werden, die das Haar voller erscheinen lassen. Im Gegensatz zu anderen Methoden wie Haartransplantationen ist SMP nicht invasiv und erfordert keine lange Erholungszeit. Zudem sind die Ergebnisse sofort sichtbar und wirken sehr natürlich.

SMP ist eine besonders gute Lösung für Frauen mit diffusem Haarausfall oder lichtem Haaransatz. Die Behandlung ist individuell anpassbar, sodass die Farbpigmente perfekt zum natürlichen Haarton passen. Sie eignet sich auch gut, um Narben oder kahle Stellen zu kaschieren. Zudem ist die Pflege unkompliziert, da keine speziellen Produkte benötigt werden.

ÖKO-TEST Ergebnisse zu Mitteln gegen Haarausfall

In Apotheken und Drogerien hat ÖKO-TEST insgesamt 30 Mittel eingekauft, die auf das Problem Haarausfall abzielen: neun rezeptpflichtige und fünf nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, ein Nahrungsergänzungsmittel, eine ergänzend bilanzierte Diät und 14 Kosmetika. Für alle Produkte haben wir nach Wirksamkeits- beziehungsweise Nutzenbelegen gesucht.

Das Ergebnis: An der Mehrzahl der Produkte können wir kein gutes Haar lassen. Von den Arzneimitteln schneiden lediglich die Finasterid-haltigen, nur zur Anwendung bei Männern zugelassenen, rezeptpflichtigen Präparate mit "gut" ab.

Insgesamt sind sieben Mittel gegen Haarausfall empfehlenswert. Der Wirkstoff hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase und senkt so die Spiegel des Hormons Dihydrotestosteron (DHT) im Blut. In der Folge steigt die Anzahl der Haare.

Zugelassen sind die 1-mg-Finasterid-Tabletten zur Behandlung früher Stadien des Haarausfalls bei Männern zwischen 18 und 41 Jahren. Die Langzeitrisiken sind allerdings noch ungeklärt. Mögliche Nebenwirkungen sind Libidoverlust, Erektionsstörungen und vermindertes Ejakulatvolumen. Zudem besteht der Verdacht, dass Finasterid Brustkrebs auslösen kann.

Die Wirksamkeit von Minoxidil in den beiden nicht rezeptpflichten Regaine-Präparaten ist "gut" belegt. Nach verschiedenen Studien können 20 bis 40 Prozent der behandelten Männer mit einem Stopp des Haarausfalls rechnen, zehn bis 20 Prozent mit einem Wiederwachstum kräftiger Haare.

Für die Lösungen Ell-Cranell Alpha und Pantostin sind die Wirksamkeitsbelege nur wenig überzeugend. Als noch nicht ausreichend belegt sehen wir die Wirksamkeit der Pantovigar, Hartkapseln. Helfen soll die Mischung aus B-Vitaminen, Trockenhefe, Cystin und Keratin bei diffusem Haarausfall und brüchigen Fingernägeln.

Fazit

Wer ernsthaft unter Haarausfall leidet, sollte einen Hautarzt entscheiden lassen, ob eine medizinische Behandlung sinnvoll ist. Das Geld für kosmetische Mittel kann man sich sparen.

tags: #inneov #haarausfall #inhaltsstoffe

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