Wenn die Blätter fallen und die Tage kürzer werden, bemerken viele Menschen einen verstärkten Haarausfall. Doch warum kommt es im Herbst überhaupt zu Haarausfall, und was kann man dagegen tun? Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen und bietet praktische Tipps und Hausmittel, die helfen können.
Haarausfall im Herbst ist ein Phänomen, das viele Menschen beunruhigt. Draußen wird es kühler und ihr verliert plötzlich immer mehr Haare? Wenn wir uns in der Tierwelt umsehen, sehen wir, dass Haarausfall im Herbst etwas ganz Natürliches ist: Ähnlich wie bei Hund und Katze steht ein Fellwechsel an, der uns ein dickeres Fell für den Winter beschert.
Der Vorgang ist also ganz normal und meist stellt sich schon nach wenigen Wochen wieder ein Gleichgewicht ein. Wenn aber das Nachwachsen ausbleibt, kann der Haarausfall andere Ursachen haben.
Das ist ganz normal und hängt mit dem Wachstumszyklus der Haare zusammen. Jedes Haar durchläuft einen Zyklus in 3 Phasen, der mehrere Jahre andauert. In der ersten Phase, der Wachstumsphase, bildet das Haarfollikel ein neues Haar aus, es wird dicker und wächst jeden Monat etwa einen Zentimeter. 80 bis 90 Prozent unserer Haare befinden sich in dieser Phase, die etwa 6 Jahre dauert.
In der 2. Phase wird das Wachstum eingestellt und das Haar wird von der Nährstoffversorgung getrennt. In dieser Übergangsphase befinden sich etwa 1 bis 3 Prozent der Haare. In der 3. Phase bildet sich bereits ein neues Haar im Haarfollikel, welches das alte Haar langsam herausschiebt. Das sind die Haare, die wir dann beim Duschen oder Bürsten verlieren.
Und tatsächlich ist es so, dass wir im Herbst ganz besonders viele Haare verlieren, denn im Sommer wechseln vermehrt Haare von der Wachstumsphase in die Übergangs - und die anschließende Ruhephase. Etwa 100 Tage später (in etwa im Herbst) finden wir die ausgefallenen Haarbüschel in der Haarbürste.
Es gibt naheliegende Ursachen, die den Haarausfall im Herbst begünstigen. Neben dem natürlichen Haarzyklus gibt es noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen können:
Wichtig ist, ganzjährig auf die Haare zu achten, das Haar zu stärken und eine gesunde Haarstruktur aufzubauen. Hier sind einige Tipps zur Haarpflege:
Mit einer ausgewogenen Ernährung wird der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und wir können Mangelerscheinungen vorbeugen - und damit auch dem Haarausfall. Für eine kraftvolle und glänzende Mähne sind neben Eisen und Zink, Selen, Biotin und Keratin wichtig. Hier eine Auswahl an "Hair Foods", die du gerade im Herbst vermehrt essen kannst.
Viel hilft nicht immer viel! Gerade bei der Haarpflege ist weniger manchmal mehr. Wilde Experimente mit überteuerten Wachstums-Shampoos sollten wir vermeiden. Stattdessen setzen wir auf milde Produkte ohne Silikone und ergänzen es höchstens mit einem speziellen Mittel gegen Haarausfall - dazu am besten Rat in einer Apotheke einholen. Auch weiche Haarbürsten, die keine Haare ausreißen und lockere Haargummis sind die Haircare-Add-ons unserer Wahl.
Dass Stress nicht gesund ist, ist klar, aber Stress kann nicht nur die Gesundheit belasten, sondern auch zu Haarausfall führen. Regelmäßige Entspannungs-Sessions, die das Stresslevel sinken, können helfen. Gönnt euch ab und zu eine Auszeit: ein heißes Bad, eine Yoga-Einheit oder ein entspannter Abend mit einem guten Buch.
Während der dunklen Jahreszeit ist die Sonnenbestrahlung nicht stark genug, um eine ausreichende Vitamin-D-Bildung zu gewährleisten. Deshalb ist es wichtig, den Vitamin-D-Speicher in den Sommermonaten ausreichend zu füllen, sodass dieser im Winter zur Versorgung beitragen kann. Auf einen täglichen Spaziergang sollte trotzdem nicht verzichtet werden, denn auch wenn es draußen bewölkt ist, kann ein Aufenthalt im Freien von nur 10 Minuten bei Tageslicht schon Wunder wirken. Auch mit der Ernährung kann nachgeholfen werden: fettiger Fisch, Rindfleisch, Eigelb und Getreide liefern signifikante Mengen des wichtigen Vitamins.
Ein kalter Kopf kann Haarausfall fördern, denn die Kopfhaut wird schlechter durchblutet und die Haarspitzen werden nicht ausreichend versorgt. Mützen halten den Kopf warm und sorgen dafür, dass die Kopfhaut immer ausreichend durchblutet ist. Achtet darauf, dass die Mütze locker sitzt und keinen Druck auf die Haare ausübt, sonst brechen sie leichter ab.
Wir haben für euch die besten Hausmittel gegen Haarausfall zusammengestellt:
Wenn sich der Haarausfall trotz aller Tipps und Hausmittel fortwährend nicht bessert, hilft nur noch eines: der Besuch bei einer Ärztin oder einem Arzt. Gleiches gilt für plötzlich auftretenden, starken Haarausfall, bei dem die Haare büschelweise ausfallen.
“Wenn über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen über 100 Haare pro Tag ausfallen”, rät Dr. Merkel. “Denn es könnte sich auch um eine andere Art von Haarausfall handeln, die mit einer professionellen, computergestützten Haaranalyse sowie durch ein großes Blutbild erkennbar wird.” Damit können zum Beispiel organische Ursachen ausgeschlossen werden.
Die Optionen? “Zusätzlich zum Behandlungsplan mit Pflegemitteln und Nahrungsergänzung planen wir gerne eine Mesotherapie, bei der man in die Kopfhaut kleine Injektionen aus Vitaminen und Proteinen verabreicht”, so Dr. Merkel. “Damit können die Haarwurzeln über mehrere Monate optimal gestärkt werden.”
“Normalerweise bemerken die Patient:innen zwischen ein und drei Monate lang vermehrt Haare in der Haarbürste”, weiß Dr. Christian Merkel. “Nach der Wechselzeit bildet sich aus den Haarfollikeln wieder neues Haar.”
Saisonaler Haarausfall ist ein natürlicher und vorübergehender Vorgang, der meist keinen Grund zur Sorge darstellt. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten kann es verstärkt zu Haarausfall kommen - das ist Teil des normalen Haarzyklus. Mit einer ausgewogenen Ernährung, der richtigen Pflege und einem gesunden Lebensstil lässt sich dieser Prozess meist gut in den Griff bekommen.
Hält der Haarausfall über einen längeren Zeitraum (mehr als 8 bis 12 Wochen) bis zum Frühjahr/Sommer an, kann dies auf eine ernste Ursache hinweisen, insbesondere wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Auch Begleiterscheinungen wie Juckreiz, Rötungen, Schuppen oder sichtbare kahle Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der Haarausfall behandlungsbedürftig sein könnte.
Der saisonale Haarausfall im Herbst dauert in der Regel etwa sechs bis acht Wochen.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Informationen zusammenfasst:
| Ursache | Dauer | Maßnahmen |
|---|---|---|
| Natürlicher Haarzyklus | 6-8 Wochen | Ausgewogene Ernährung, milde Haarpflege |
| Vitamin-D-Mangel | Solange der Mangel besteht | Vitamin-D-reiche Ernährung, Sonnenlicht, Nahrungsergänzungsmittel |
| Schlechte Durchblutung der Kopfhaut | Während der kalten Jahreszeit | Kopf warm halten, Kopfhautmassagen |
| Stress | Solange der Stress anhält | Entspannungsübungen, Stressmanagement |
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