Die Zuschauer kennen ihn nur mit schwarzer Perücke und in Jogginganzug: Matthias Distel - alias Ikke Hüftgold. Doch was steckt hinter der Kunstfigur und warum trägt er überhaupt eine Perücke? Dieser Frage soll im folgenden Artikel nachgegangen werden.
Der ständig aktive Mittelfinger und eine Zottel-Perücke - das sind die Markenzeichen von Schlagersänger Ikke Hüftgold!
Seit über sieben Jahren ist der Musiker schon eine feste Größe in der deutschen Party-Szene. Ob am Ballermann oder am Goldstrand in Bulgarien: Wo der 43-Jährige aufschlägt, wird ordentlich gefeiert. Das zauselige Kunsthaar ist dabei Ikkes Alleinstellungsmerkmal unter den Schlagerstars.
Im Bierkönig auf dem Ballermann fühlt sich Ikke Hüftgold heimisch, doch für den Einzug bei „Promi Big Brother“ verlässt der Partyschlagerstar 2020 sein gewohntes Terrain. Natürlich nicht ohne sein kultiges Bühnenoutfit samt Perücke im Gepäck.
Seine 150 Auftritte jährlich absolviert Ikke Hüftgold heute stets im roten Trainingsanzug, mit erhobenem Mittelfinger und natürlich seiner zotteligen Perücke auf dem Kopf. Seine erschaffene Bühnen-Figur bezeichnet er selbst als Kunstfigur, die er privat schnell hinter sich lässt.
Doch bereits nach fünf Tagen gibt er seine Verkleidung auf.
Hinter der sorgfältig erarbeiteten Fassade, versteckt sich in Wirklichkeit ein ganz normaler Kerl aus Limburg an der Lahn. Eigentlich arbeitete Ikke Hüftgold, der mit bürgerlichem Namen Matthias Distel heißt, in seinem eigenem Gartenbaubetrieb und hat zu Hause Freundin und Kinder. Doch 2009 nahm sein geordnetes Leben eine krasse Wendung. Durch eine zufällige Wette entdeckte der damals 33-Jährige sein Talent für das Singen von Partyschlagern.
Kurze Zeit später eroberte er mit seinem Hit „Saufen ist Scheiße, doch wir machen's trotzdem“ schon die Herzen der Ballermann-Besucher im Bierkönig.
Doch dafür hat Ikke Hüftgold eine gute Erklärung parat: "Heute ziehe ich die Perücke auf und werde zu Ikke. Das gibt mir ganz viel Freiheit und natürlich Selbstsicherheit auf der Bühne", verrät er der "Frankfurter Neue Presse".
Der Partyschlager-Sänger hat nämlich noch ein anderes Gesicht. Abseits der Bühne schlüpft Ikke Hüftgold in die Rolle des seriösen Unternehmers und Geschäftsführers. Seinen Kunden begegnet der Limburger lieber frei von Vorurteilen. Da könnten Ballermann-Hits und "Promi Big Brother" natürlich ein Hindernis darstellen...
Mit seiner natürlichen Halbglatze kann er so den seriösen Unternehmer geben und wird dabei nicht mit Ballermann-Vorurteilen konfrontiert.
Als Matthias Distel, wie der 43-Jährige mit bürgerlichem Namen heißt, in der ARD-Talkshow "Hart aber Fair" zu Gast war, zeigte er sich dem Publikum tatsächlich einmal mit seiner Alltags-Frise. Privat trägt der Familienvater seine Haare raspelkurz. Ob er so auf offener Straße überhaupt erkannt wird? "Es gibt so ein paar Leute, die sich hardcore mit mir beschäftigen, die erkennen mich dann auch", erklärte er im Promiflash-Interview.
Doch der Gedanke an ein mögliches Karriere-Aus hat nicht nur mit der Perücke zu tun, wie der Entertainer in dem Interview gesteht.
Jochen Bendel vermutete kürzlich in der Late Night-Show auf sixx, dass Ikke Hüftgold früher oder später seine Perücke abnehmen wird und seinen Mitbewohnern sein wahres Ich zeigen wird. Mit dieser Einschätzung sollte der langjährige Big Brother-Moderator recht behalten.
Am Dienstag teilte der Ballermann-Star im Sprechzimmer mit, dass Ikke Hüftgold Promi Big Brother 2020 bis auf Weiteres verlassen wird.
Er erklärte: „Ich habe mir die letzten 2-3 Tage viele Gedanken gemacht und habe heute den Entschluss getroffen, dass für Ikke aktuell wenig Platz im Haus ist. Ich begründe das ein Stück weit darauf, dass ich unfassbare Gespräche geführt habe - ganz viele Emotionen waren da, ganz viel Ehrlichkeit. Für mich ist es auch die Challenge meines Lebens glaub ich. Ich bin hier reingegangen, wusste nicht was passiert. Dass aber so viele Emotionen da sind, so viele Leute, die sich mir geöffnet haben.. also ich hab jetzt einfach das Gefühl, dass ich auch als Matthias hier weitermachen muss, um weitere ehrliche Gespräche zu führen. Ich schließe nicht aus, dass ich wieder als Ikke reingehe irgendwann oder in der Arena auftrete.
Der große Bruder hatte natürlich noch Nachfragen. So wollte er wissen, was der Unterschied zwischen Matthias und Ikke sei.
Der Ballermann-Sänger wurde emotionaler: „Ikke war halt immer der Vollpfosten am Ballermann. Ich habe mir da auch teilweise ein Eigentor damit geschossen, das weiß ich auch. Ich habe auch Fehler gemacht. Vielleicht wünsche ich auch, vielleicht etwas mit mir gut zu machen oder mit anderen. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall: Ich habe Werner getroffen, der war grundehrlich. Kathy, Mischa, Sascha und der Humor, den ich teile. Ich bin trotzdem Matthias, ich bleibe auch Ikke ein Stück. Ikke ist auch immer ein Stück Matthias und umgekehrt. Ich hoffe, dass mein Humor hier trotzdem bleibt. Und wenn alle Stricke reißen. Ich weiß nicht. Ich reagiere einfach mal.
Viele Zuschauer befürchteten da bereits, dass er freiwillig ausziehen und den Container verlassen würde. Mit Tränen in den Augen nahm der Sänger seine Perücke ab und kehrte unverkleidet zu seinen Mitbewohnern zurück. Die reagierten zunächst überrascht, als sie ihren Mitstreiter sahen: "Was ist denn jetzt los?" Doch schnell war klar, mit diesem Schritt will sich Distel ehrlich machen.
Ikke ohne Perücke: Er macht als Matthias weiter
Kurze Spekulationsrunde um Ikke - steigt er aus? Er will mit Big Brother reden und zieht sich ins Sprechzimmer zurück: „Für Ikke ist aktuell wenig Platz im Haus“, findet er, nimmt die Perücke ab und will mit seiner wahren Identität weitermachen: Matthias.
„Ikke war immer der Vollpfosten am Ballermann - ich habe mir da auch ein Eigentor mit geschossen, ich habe auch Fehler gemacht. Vielleicht bin ich auch hier, um wieder was gut zu machen.“ Als Matthias will er weiter ehrliche Gespräche führen und wieder er selbst sein: „Ihr seid alle so grundsätzlich ehrlich. Ich mach jetzt als Matthias weiter.“
Zudem versicherte die Ballermann-Legende auf Nachfrage von Big Brother: „Dicke Titten, Kartoffelsalat ist nun mal mein Brand, mein Fluch und gleichzeitig Segen. Es wird auch weiter dicke Titten und Kartoffelsalat geben. Ich hoffe, dass ich auch die 3-4 Fans, die ich jetzt enttäusche, dass irgendwann bei einem Bier wiedergutmache.
Tatsächlich denkt der 46-Jährige schon darüber nach, wie und wann für ihn Schluss sein könnte: „Ich mache nächstes Jahr nochmal ein unfassbares Jahr mit einem ausgebuchtem Kalender und ziehe aber für 2024 schon mal die Notbremse, weil ich auch noch ein paar andere Projekte in meinem Leben geplant habe, die ich umsetzen möchte. Ich lasse jetzt erst mal noch ein paar Monate laufen und dann werde ich wahrscheinlich die Entscheidung treffen, dass ich das Karriere-Ende angehe.“
Ein finales Karriere-Aus sei derzeit aber noch nicht in Beton gegossen: „Die Perücke ist ja trotzdem immer wieder rausholbar“, meint Ikke Hüftgold.
Im RTL-Interview gibt er jetzt zu: Der Gedanke an ein mögliches Karriere-Ende hat nicht nur mit seiner Perücke zu tun.
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