Fell zu verlieren, ist für Hunde ganz normal. Ist ein Haar ausgewachsen, löst es sich und macht Platz für ein neues. Die meisten Hunde verlieren dauerhaft Haare, doch zu der Zeit des Fellwechsels haaren sie besonders stark.
Der Fellwechsel ist eine Reaktion auf den Wechsel der Jahreszeiten. So wechseln Hunde bei sinkenden Temperaturen ihr Sommerfell gegen ein dichteres Winterfell und schützen sich somit gegen die Kälte. Beim Übergang von Sommer zum Winter, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, verlieren Hunde ihr Sommerfell und bekommen dichteres Winterfell. Im Frühjahr, wenn es wieder wärmer und die Tage länger werden, verlieren Hunde ihr dickes Winterfell wieder. Wann genau der Fellwechsel einsetzt, lässt sich jedoch nicht auf den Tag genau voraussagen. Es kommt auch auf die Rasse an, wann Hunde ihr Fell wechseln. Auch wie lange es dauert, bis aus einem kuscheligen Winterpelz im Frühjahr wieder ein leichtes Sommerfell geworden ist, kann man nicht pauschal beantworten. Meist zieht sich der Fellwechsel etwa sechs bis acht Wochen lang hin. Auch hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.
Ein Hund verbraucht in Zeiten des Fellwechsels etwa dreißig Prozent mehr Energie als sonst und hat häufig einen größeren Appetit. Hunde haben etwa 1.000 bis 9.000 Haare pro Quadratzentimeter Haut.
Wie stark der Fellwechsel eines Vierbeiners verläuft hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie der Rasse, dem Alter oder Stresslevel. Zum Beispiel haaren ältere Hunde stärker als jüngere, Hündinnen verlieren besonders viel Fell vor der Läufigkeit. Hunde, die Stress empfinden, können ebenfalls mit einem stärkeren Haarverlust reagieren. Generell haaren Rassen mit starker Unterwolle, wie Golden Retriever oder Rauhaardackel, während des Fellwechsels besonders stark, da sie ein besonders dickes Fellkleid abwerfen. Kurzhaarige Hunde haaren dagegen weniger stark. Es gibt aber auch Hunderassen, wie Pudel oder einzelne Terrier-Rassen, die kaum haaren - ihr Fell wächst einfach immer länger. Der Fellwechsel beim Hund ist hormongesteuert und findet bei den meisten Tieren zweimal im Jahr statt: Im Herbst und im Frühling, wenn sich draußen die Temperatur und das Licht verändern.
Hündinnen haaren hormonell bedingt zweimal im Jahr ab. Manche direkt vor oder während der Läufigkeit. Andere ca. mittig zwischen zwei Läufigkeiten. Wie es die einzelne Hündin damit hält wird nach der zweiten oder dritten Läufigkeit ersichtlich. Ende Februar war Meggy zum ersten mal läufig und seitdem haart sie wie sau. Hat ca. einen Tag vor der Blutung angefangen, hält bis heute an.
Ein extremer Fellwechsel ist beim Hund nicht ungewöhnlich. Wenn eine auffällig starke Schuppenbildung auftritt oder extremer Juckreiz, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Auch wenn sich das Allgemeinbefinden Ihres Hundes verändert, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Der Fellwechsel beansprucht den Hundekörper stark, daher erhöht sich in dieser Phase die Gefahr von Hauterkrankungen und Parasitenbefall. Auch wenn die Fellnase außerhalb der Fellwechsel Zeiten sehr stark haart, ist Vorsicht geboten. Meist hat ein plötzlich auftretender starker Haarverlust unbedenkliche Ursachen, wie Stress durch ein verändertes Umfeld oder ein unausgeglichener Hormonhaushalt.
Kahle Stellen im Hundefell können aber auch ernstere Ursachen haben und auf eine Krankheit oder eine Futtermittelallergie hinweisen.
Der erste Fellwechsel bei einem Welpen ist etwas Besonderes, denn das Fell von Welpen ist im Vergleich zu ausgewachsenen Hunden sehr weich. Dieser Prozess kann je nach Rasse deutlich länger dauern als der Fellwechsel eines erwachsenen Hundes. Meist dauert der Fellwechsel bei Welpen mehrere Wochen, kann sich aber auch bis zu mehreren Monaten hinziehen. Hundebesitzer sollten diesen ersten Fellwechsel nutzen, um ihre kleine Fellnase an die Fellpflege und somit an Bürste und Kamm zu gewöhnen.
Für den Organismus eines Hundes ist jeder Fellwechsel ein Kraftakt. Die sorgfältige Fellpflege beim Hund ist die wichtigste Maßnahme, um den Fellwechsel zu unterstützen und zu beschleunigen. Regelmäßig kämmen, bürsten, zupfen: Beim Bürsten Ihres Vierbeiners entfernen Sie lose Hundehaare, regen die Durchblutung an und stärken die Abwehr. Gleichzeitig werden Zecken oder Hautveränderungen sichtbar und Sie können bei Bedarf schnell reagieren. Die Fellpflege sollte dabei an die Hunderasse, bzw. die Beschaffenheit des Hundefells angepasst werden. Vor allem langhaarige Tiere sollten regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, gebürstet und die Unterwolle ausgezupft werden. Wird die Unterwolle eines Hundes nicht gut ausgebürstet, bleibt das Wollhaar unter dem Deckhaar liegen und kann zu starken Verfilzungen des Fells führen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Bürste oder der Kamm sich nicht in den Hundehaaren verhaken und Haare herausreißen. Aber auch kurzhaarige Hunde benötigen während des Fellwechsels besonders viele Pflege-Einheiten. Je nach Felltyp sollte auch hier die passende Bürste oder Kamm ausgewählt werden - das Angebot ist vielfältig und auf die Bedürfnisse der verschiedenen Hunderassen abgestimmt. Schöner Nebeneffekt: Fellpflege ist auch Beziehungsarbeit.
Neben der regelmäßigen Fellpflege können Hundehalter ihre Fellnase während des Fellwechsels vor allem durch das passende Hundefutter unterstützen. Viele Hunde haben während des Fellwechsels einen gesteigerten Appetit. Entscheidend ist, dass sie dann das Richtige bekommen. Setzen Sie auf Nahrung mit viel Eiweiß, um die Produktion des Haarbausteins Kreatin zu fördern. Auch ungesättigte Fettsäuren sind wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Geben Sie daher wertvolle Öle wie Lachsöl, Leinöl oder Hanföl in die täglichen Mahlzeiten. Wenige Tropfen im Hundefutter reichen dabei meist aus. Weitere empfehlenswerte Futterzugaben sind Bierhefe mit vielen B-Vitaminen, Biotin oder ab und zu ein Eigelb. Die Nahrungsergänzungen sind meist kostengünstig in der Apotheke erhältlich.
Haben Sie bei Ihrem Hund Schuppen entdeckt oder kratzt sich Ihr Hund vermehrt? Dann sollten Sie seine Haut genauer unter die Lupe nehmen! Stark gerötete Haut und ausfallendes Fell können erste Anzeichen für eine ernstzunehmende Hauterkrankung sein.
Der Zustand der Hundehaut ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Essentielle Aminosäuren und essentielle Fettsäuren wie Linolsäure werden nicht ohne Grund als „essentiell“ beschrieben. Da Ihr Hund sie nicht selbst bilden kann, muss er sie anderweitig erhalten, um Haut und andere Organe mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Falls Sie Ihren Hund barfen, sollten Sie unbedingt den Bedarf an Nährstoffen für Ihren Hund individuell berechnen, um Mangelerscheinungen oder Überdosierungen zu vermeiden. Leidet Ihre Fellnase bereits unter Hautkrankheiten, kann eine Futterumstellung mit speziellen Diätfuttermitteln Teil der Therapie sein. Hinweis: Die Wahl eines geeigneten Diätfuttermittels kann die natürlichen Körperfunktionen Ihres Hundes unterstützen. Bitte beachten Sie aber, dass Diätfuttermittel Krankheiten weder heilen noch verhindern können. Die richtige Ernährung Ihres Hundes sollten Sie außerdem immer mit Ihrem Tierarzt absprechen.
Ist Ihr Hund allgemein in guter gesundheitlicher Verfassung, geht es auch seiner Haut gut. Um das Risiko für Hautkrankheiten beim Hund zu senken, sollten Sie daher neben einer ausgewogenen Ernährung darauf achten, Ihren Hund artgerecht zu halten. Zu einer hundefreundlichen Haltung gehört es, verdrecktes Fell nach dem Gassigehen mit Hilfe eines Kamms zu lösen. Falls der Schmutz hartnäckig ist, können Sie diesen zudem mittels speziellen Hundeshampoos beim Baden vorsichtig aus dem Fell lösen. Des Weiteren zählen ausreichend Bewegung sowie eine wirksame Parasitenprophylaxe zu den Voraussetzungen einer gesunden Hundehaut. Über die verschiedenen Parasitenmittel wie Halsbänder, Tabletten oder Spot-Ons können Sie sich bei Ihrem Tierarzt genauer informieren.
Die Haut ist das größte Organ des Hundes. Da sie durch die Ernährung und vielerlei Hormone beeinflusst wird, gibt es eine Menge Erkrankungen, die sich auf die Gesundheit der Haut auswirken.
Die oben erwähnten Ursachen führen meist dazu, dass sich die Haut entzündet. Das ist zum Beispiel bei Allergien zu beobachten. Bei Hunden kommt es vor allem zur Flohspeichel-, Futtermittel- oder Umgebungsallergie (atopische Dermatitis). Im Gegensatz dazu ist bei hormonellen Erkrankungen eher zu beobachten, dass das Fell symmetrisch ausfällt oder das gesamte Haarkleid stumpfer wird. Je nach Grunderkrankung zeigen Hunde unterschiedliche klinische Anzeichen. Zudem variiert auch die Dauer der Symptome. Während Hormonerkrankungen meist zu chronischen (langanhaltenden) Anzeichen führen, verläuft eine bakterielle Hautinfektion eher akut (plötzlich). Entzündungen der Haut (Dermatitis): Die Haut schwillt an, färbt sich rot und wird warm. Spielen Bakterien eine Rolle, wird häufig Eiter gebildet.
Die Haut ist für Ihren Hund lebenswichtig. Aus diesem Grund sollten Sie mögliche Hautkrankheiten beim Hund unbedingt abklären lassen. Die Hundehaut ist dabei aus drei verschiedenen Zellschichten aufgebaut und übernimmt wichtige Funktionen für den Körper:
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