Die zunehmende Erfahrung mit der Corona-Pandemie zeigt, dass relativ viele Personen, welche die akute COVID-19-Erkrankung überstanden haben, an unerwarteten Langzeitfolgen leiden. Eine dieser Folgen kann Haarausfall sein.
Relativ viele Menschen erleiden nach einer Erkrankung an COVID-19 plötzlich Haarausfall. Ein markantes Merkmal des COVID-19-bedingten Haarausfalls ist, dass er ohne typische Symptome wie Rötungen, Schuppen, Juckreiz oder Brennen auf der Kopfhaut auftritt.
Doch was ist die Ursache für den Haarausfall nach der Covid-Erkrankung? Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei ersten medizinischen Annahmen zufolge um eine Reaktion des Körpers auf die starke Belastung durch die Erkrankung.
So erklärte Dr. Thorben Royeck von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Universitätsklinikum Bonn kürzlich in einem Pressegespräch, dass die Erkrankung wahrscheinlich zur Entwicklung eines sogenannten telogenen Effluviums führe.
Das bedeutet, dass das Haar von der Wachstumsphase in die Ausfallphase (Telogene Phase) wechselt. Ursache dafür könnte laut mehrerer Experten sein, dass sich durch die Covid-Erkrankung auch Gefäßveränderungen an den Haarwurzeln ergeben. Den Haaren fehlt damit der Treibstoff, Blutversorgung und Verankerung werden schwächer. Dadurch fällt das Haar zwar nicht direkt aus, löst sich aber in einem langsamen Prozess ab. Dieser Vorgang kann bis zu sechs Monaten dauern.
Verschiedene Faktoren können zu Haarausfall im Zusammenhang mit COVID-19 beitragen:
Auch eine Erkrankung an COVID-19 bedeutet Stress für den Körper. Und so hat eine Studie bereits gezeigt, dass ein „signifikanter Prozentsatz“ der COVID-19-Erkrankten einen gewissen Haarausfall entwickelt, berichtet die Expertin. Dieser COVID-19-assoziierte übermäßige Haarausfall sei meist ein bis zwei Monate nach der Erkrankung feststellbar.
Auch der allgemeine Stress der COVID-19-Pandemie kann Haarausfall verursachen, selbst bei Personen, die nicht direkt erkrankt sind.
Normalerweise wachsen 90% unserer Haare zu einem bestimmten Zeitpunkt, während 5% ruhen und 5% ausfallen. COVID-19 stellt eine solche Stresssituation für den Körper dar. Studien zeigen, dass ein „signifikanter Prozentsatz“ der COVID-19-Erkrankten Haarausfall entwickelt, wobei in einigen Fällen bis zu 60% der Betroffenen davon betroffen sind. Dieser Haarausfall tritt meist ein bis zwei Monate nach der Erkrankung auf.
Laut Experten setzt der Haarausfall meist sechs bis acht Wochen nach der Infektion ein. Die Symptome seien unterschiedlich, einige Patienten würden nach der Krankheit oder der Impfung auch unter starken Hautirritationen leiden.
Es gibt verschiedene Muster von Haarausfall, die auftreten können:
Die genannten Haarausfall-Muster können auch in Kombination auftreten. Scheinbar hängt der Schweregrad des Corona-Verlaufs dabei nicht unbedingt mit der Haarmenge, die man verliert, zusammen.
Glücklicherweise ist der Haarausfall nach COVID-19 oder Stress meist reversibel. Die ausgefallenen Haare werden normalerweise durch neue, gesunde Haare ersetzt. Für Betroffene kann es allerdings belastend sein, ihr Haar zu verlieren.
Dr. Khetarpal empfiehlt, Stress zu reduzieren und gesunde Lebensgewohnheiten wie ausgewogene Ernährung und Bewegung zu fördern. Es ist zunächst wichtig, einen umfassenden Gesundheitscheck durchzuführen, einschließlich eines großen Blutbildes. Dabei sollten zusätzlich TSH basal, Ferritin, Zink, Selen, B-Vitamine, Magnesium, Kalium, Calcium und Natrium überprüft werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach einer Infektion die Werte von Zink und Selen niedrig sind, und ein Mangel an diesen kann zu Haarausfall führen.
In den Monaten nach der Erkrankung ist es besonders wichtig, auf eine nährstoffreiche und naturbelassene Ernährung zu achten. Biologische Produkte können eine gute Wahl sein. Eine pflanzenbasierte Kost wird empfohlen, aber es kann auch hilfreich sein, gelegentlich Fleisch aus biologisch-dynamischer Haltung zu essen, etwa einmal pro Woche. Stärkende Suppen, ähnlich denen in der Traditionellen Chinesischen Medizin, können wohltuend sein.
Zusätzlich kann Qigong dabei helfen, nach einer anstrengenden Erkrankung oder Infektion Erschöpfungszustände zu überwinden. Dies gilt ebenso für regelmäßige Bewegung an frischer Luft, idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche für jeweils 30 bis 40 Minuten. Solche Aktivitäten können nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Gesundheit positiv beeinflussen.
Dennoch sind Menschen, die unter Haarausfall leiden, vielleicht besorgt und möchten wissen, was sie tun können, um dem Haarausfall entgegenzuwirken und ihr Haar wieder normal wachsen zu lassen. Meist empfehle sie Betroffenen, zunächst ihren Stress in den Griff zu bekommen, so Dr. Natürlich gebe es Stressfaktoren, die wir nicht kontrollieren können, aber man könne einiges unternehmen, um zu versuchen, den Stress zu reduzieren.
Wenn der Haarausfall sehr stark ist oder die Haare nicht mehr nachwachsen, seien auch noch weitere Maßnahmen möglich, wie beispielsweise die Einnahme von Minoxidil. Dies wird als topische Lösung oder Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen und soll das Nachwachsen von Haaren unterstützen. Auch könne die Einnahme bestimmter Vitaminpräparate dazu beitragen, den Gehalt an wichtigen Nährstoffen zu erhöhen, die das Nachwachsen der Haare fördern.
Wenn jemand einen Mangel an Vitamin D oder Eisen hat, könne dies ebenfalls Haarverlust verursachen, erläutert Dr. Khetarpal weiter. Wer unter Haarverlust nach COVID-19 leidet und dagegen angehen möchte, sollte die bestehenden Möglichkeiten mit einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt besprechen, empfiehlt die Expertin.
Bei der Behandlung müsste der Fokus auf einer anti-entzündlichen Therapie liegen, so der Experte Azar. Die Einnahme von Kortison helfe aber nicht allen Patienten, deshalb arbeite er eher mit speziellen Injektionen.
Zusammenfassend lassen sich folgende Empfehlungen geben:
Es sollte so beispielweise nach Mikornährstoffstörungen gescreent werden (z. B. Zink, Eisen, Vit D3 usw.) und ggf. Dr. Royeck: Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass auch der covidbedingte Haarausfall, so wie jedes andere Telogene Effluvium, reversibel ist. Um dies zu beweisen, fehlen aber schlichtweg noch ausreichend Studiendaten.
Da der Haarausfall in der Regel reversibel ist, positiv bleiben, Ruhe bewahren und nicht in ein Gedankenkreisen rund ums Haar geraten. Bitte keine wilde Anwendung von Antihaarausfall-Lotion oder -shampoos etc. Diese können wie bereits beschrieben keinen Wechsel zurück in die Wachstumsphase bewirken. Stattdessen optimale Bedingungen für die neuen Haare schaffen, d. h. z. B.
Die Behandlung von Patienten mit Long-Covid wird vom kompetenten Team aus Ärzten des Krankenhauses für Naturheilweisen unter der Leitung der Chefärztin Dr. med. Michaela Moosburner und Chefarzt Robert Schmidt durchgeführt. Unsere Ärzte konnten seit Beginn der Corona-Pandemie bereits viel Erfahrung mit der Behandlung des Long-Covid-Syndroms sammeln und haben sich mittlerweile zu Spezialisten in der Long-Covid-Behandlung entwickelt.
Durch verschiedene Zusatzqualifikationen - z. B. in klassischen Naturheilverfahren, der Homöopathie oder der Ernährungsmedizin - verbinden unsere Ärzte gezielt das Beste aus evidenzbasierter Schulmedizin und Komplementärmedizin. Sie sind kompetente Ansprechpartner bei allen Fragen zum Long-Covid-Syndrom.
Da die Entstehung des Long-Covid-Syndrom noch nicht ausreichend geklärt ist, gibt es dementsprechend auch noch keine ursächlichen Therapieansätze. Die Erkrankung wird symptomatisch behandelt. Dabei kann die Komplementärmedizin mit ihrem multimodalen Ansatz einen wichtigen Beitrag leisten.
Wir vom KfN sind Mitglied im Long-Covid-Netzwerk der Stadt München und unsere Türen stehen offen für die stationäre Behandlung von Patienten mit Long-Covid-Syndrom Symptomen. Als eine der größten komplementärmedizinischen Kliniken Deutschlands setzen wir bei Long-Covid ein modernes, integratives Behandlungskonzept ein: Wir erweitern die evidenzbasierte Schulmedizin um bewährte Methoden aus der Naturheilkunde und die Homöopathie.
Bei uns ist eine stationäre Behandlung des Long-Covid-Syndroms möglich, jedoch keine Rehabilitation. Der Aufenthalt dauert ca. zehn Behandlungstage. Für die stationäre Aufnahme reicht eine „normale“ Krankenhauseinweisung durch den Hausarzt oder Facharzt mit der Diagnose Long-Covid-Syndrom.
Nach der stationären Aufnahme sichten unsere Ärzte zuerst die Vorbefunde und leiten falls nötig weitere Diagnoseverfahren ein. Dann wird entschieden, ob eine spezifische Therapie nötig ist und es wird ein individueller Behandlungsplan mit den passenden Therapiebausteinen zur Linderung der Long-Covid-Symptome erstellt. Dabei hat die Komplementärmedizin eine ganze Reihe an Therapiemaßnahmen zu bieten.
Unser ganzheitlicher Therapieansatz stellt die Betroffenen als einzelne Individuen in den Mittelpunkt der Behandlung. Dieser individuelle Behandlungsansatz erfasst dabei sowohl die körperlichen wie auch die geistig-seelischen Symptome.
Unsere bisherigen Erfahrungen im KfN haben uns gezeigt, dass es möglich ist, beim Long-Covid-Syndrom durch die naturheilkundlichen Komplexbehandlung eine gute Verbesserung der Symptome zu erzielen. Ähnliche Erfahrungen haben wir auch beim chronischen Fatigue-Syndrom gemacht, wobei diese Erkrankung dem Long-Covid Syndrom in Ursache und Erscheinung sehr ähnlich ist.
Durch die Kombination bewährter Therapiemaßnahmen aus der Naturheilkunde entstehen Synergieeffekte, die durch Einzelmaßnahmen so nicht zu erzielen sind.
Die einzelnen naturheilkundlichen Maßnahmen werden individuell und zielgerichtet auf die Symptome und die körperlichen Ressourcen jeder/jedes Einzelnen abgestimmt.
Sie wirken therapieunterstützend und können dazu beitragen, die chronische Erschöpfung zu lindern, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern, Atembeschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Zusätzlich zum direkten Effekt der Therapien profitieren unsere Patienten auch durch Schulung und Information zur Lebensstilveränderung. Es ist uns ein Anliegen, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
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