Hochwertige Haarpflege ohne Silikone: Test und Ratgeber

Natürlich wünschen wir uns unser Haar wie in der Shampoo-Werbung - glänzend, weich und füllig. Doch viele Shampoos enthalten Silikone, die zwar kurzfristig für Glanz und Geschmeidigkeit sorgen, aber langfristig negative Auswirkungen haben können. In diesem Artikel erfahren Sie, warum silikonfreie Shampoos und Haarkuren eine bessere Wahl sind und welche Produkte besonders empfehlenswert sind.

Warum Shampoo ohne Silikone besser ist

Silikone sollen das Haar weich, seidig und glänzend aussehen lassen. Das tun sie auch: Indem sie sich um das Haar legen und es optisch glätten. Doch dabei bilden sie einen Film und versiegeln das Haar.

Werden Shampoo und Conditioner mit Silikonen regelmäßig angewendet, ist ein Build-up-Effekt wahrscheinlich: Die Silikone legen sich Schicht über Schicht um die Haare, diese werden schwer. Das Österreichische Umweltbundesamt weist zudem darauf hin, dass weder die gesundheitlichen Auswirkungen noch die Folgen für die Umwelt ausreichend erforscht sind.

Nach der Umstellung auf silikonfreies Haarwaschmittel enthält dein Haar noch eine Silikonschicht, die die Aufnahme wichtiger Nähr- und Pflegestoffe behindert. Es kann erst einmal zwei bis drei Wochen dauern, bis du die Silikonrückstände aus dem Haar herausgewaschen hast. Es kann außerdem sein, dass die Haare in den ersten paar Wochen etwas rauer wirken.

Sind aber erstmal alle verbliebenen Silikone ausgewaschen, gewöhnen sich die Haare nach und nach an die neue Pflege. Dann kehrt auch der natürliche Glanz zurück.

Viele enthalten andere aggressive Stoffe wie Tenside, Mikroplastik und Polyquaternium. Silikonöle in Haarpflege- und Stylingprodukten gehören zwar noch zu Mainstream aber der „Ohne-Silikone-Trend“ setzt sich immer stärker durch.

Schönes Haar braucht keine Silikone - und eigentlich auch kein Shampoo. Experimentierfreudige können noch einen Schritt weiter gehen und es mal ganz ohne Shampoo versuchen: No Poo: Haare waschen ohne Shampoo. Es gibt viele gute Gründe auf Naturkosmetik umzusteigen- auch bei Shampoos.

So erkennen Sie Silikone in Shampoos

Um zu erkennen, ob dein Haarwaschmittel silikonfrei ist, hilft ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Dabei gilt: Je weiter oben ein Inhaltsstoff steht, desto mehr ist davon im Produkt enthalten.

Außer den drei genannten gibt es noch weitere Silikone in Shampoos. Falls du Schwierigkeiten hast, die Inhaltsstoffliste zu lesen: Wenn du auf deinem Smartphone die kostenlose App CodeCheck nutzt, kannst du den Barcode auf der Shampoo-Flasche einscannen und die Inhaltsstoffe anzeigen lassen.

Diese Endungen deuten auf Silikone im Produkt hin und sind zu vermeiden:
  • -cone: wie in Dimethicone und Methicone
  • -oxane: wie in Polysiloxane

Je weiter oben ein Wirkstoff in der Inhaltsstoffliste angegeben ist, desto höher ist seine Konzentration.

Nur leider sind nicht alle silikonfreie Produkte automatisch gut für deine Haare und Kopfhaut. Viele enthalten andere aggressive Stoffe wie Tenside, Mikroplastik und Polyquaternium.

Empfehlenswerte silikonfreie Shampoos

Silikone sind zwar noch immer in sehr vielen Haarpflegeprodukten enthalten, geraten aber zunehmend in Verruf. Immer mehr Hersteller setzen daher auf silikonfreie Produkte, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Auch Nivea, Guhl, Garnier, Elvital, Fructis oder Schauma haben silikonfreie Shampoos auf den Markt. Allerdings sollte man beim Kauf genau hinsehen: Nicht alle Produkte dieser Marken sind silikonfrei.

Öko-Test hat zuletzt in der Mai-Ausgabe 2019 silikonfreie Shampoos getestet - 24 der 41 Test-Produkte schnitten mit „gut“ oder „sehr gut“ ab.

Wer Shampoos ohne Silikone sucht, ist mit zertifizierten Naturkosmetik-Produkten am besten beraten: Silikonöle dürfen darin grundsätzlich nicht enthalten, zugelassen sind nur natürliche Inhaltsstoffe. Ein weiterer Pluspunkt: Naturkosmetik, die vom Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) oder von Natrue zertifiziert ist, enthält keine weiteren gesundheitsschädlichen Chemikalien.

Top 4 silikonfreie Shampoos im Überblick

Ich habe in den letzten Jahren unheimlich viele silikonfreie Shampoos ausprobiert!

  1. Alverde: Alverde, die Naturkosmetik-Eigenmarke der Drogeriekette dm, hat ein großes Sortiment, ist preiswert und in jedem dm-Markt zu bekommen; alle Alverde-Shampoos sind ohne Silikone. Alle Shampoos sind nach den Richtlinien von Natrue zertifiziert und zwar nach der untersten der drei Natrue-Zertifizierungsstufen. In den meisten Alverde-Shampoos stammen einzelne Inhaltsstoffe aus Bio-Anbau. Damit erfüllt Alverde die Mindeststandards für Naturkosmetik und geht bei einigen Produkten sogar darüber hinaus. Alverde bietet allen, die auf Shampoo ohne Silikone umsteigen wollen, eine solide Alternative.
  2. Lavera: Lavera ist ein Naturkosmetik-Pionier, der inzwischen ein riesiges Sortiment aus Pflege- und Kosmetikprodukten anbietet. Viele davon sind in den bekannten Drogeriemärkten erhältlich. Die Lavera-Shampoos sind nach der ersten Stufe des Kosmetikverbands Natrue als Naturkosmetik zertifiziert, d.h. sie dürfen nur natürliche (bzw. Alle Pflanzenextrakte in den Shampoos und der verwendete Alkohol sind aber bio-zertifiziert. Schon damit geht Lavera über die Mindestanforderungen an Naturkosmetik hinaus. Bei Öko-Test schnitten die Lavera-Shampoos im Mai 2019 mit „sehr gut“ ab. Die Lavera-Shampoos sind ergiebig, schäumen gut, duften, sind wirkungsvoll und pflegen das Haar. Leider konnten sie in unserem Test nicht viel Glanz ins Haar bringen. Preis: ca. 3,95 Euro/200 ml
  3. Speick: Das Familienunternehmen Speick verdankt seinen Namen der seltenen Speickpflanze, die es in seinen Pflegeprodukten verarbeitet. Die Pflanze soll beruhigend und vitalisierend wirken und verleiht den Produkten ihren sehr speziellen Duft. Speick bezieht sie aus Kärntnen aus kontrolliert biologischer Wildsammlung. Auch der Großteil der anderen pflanzlichen Inhaltsstoffe stammt aus Bio-Anbau und vorzugsweise aus der Region, aus Deutschland oder Europa. Vier verschiedene silikonfreie Shampoos bietet Speick derzeit an: „Glanz & Volumen“, „Regeneration & Pflege“,„Balance & Frische“ und speziell für Männer „Men Active“. Die Shampoos sind alle BDIH-zertifiziert, d.h. ein Großteil der verwendeten pflanzlichen Inhaltsstoffe (inklusive Palmöl und Kokosöl) muss bio-zertifiziert sein. Der typische Speick-Duft ist - wie bei allen anderen Produkten dieser Marke - gewöhnungsbedürftig, aber nicht unangenehm. Preis: ca. 5,99 Euro/200 ml (ca. 3 Euro/100 ml) bzw. 4,9/150 ml (ca.
  4. Savion Haarseifen: Warum eigentlich glauben wir heute, Shampoo müsse flüssig sein und aus der Plastikflasche kommen? Haarseifen sind eine gute Alternative zu herkömmlichen Shampoos. Aktuell hat Savion 14 verschiedene Sorten im Sortiment, von der Johanniskraut- bis zu Ziegenmilch-Haarwaschseife. Die Haarseifen sind alle palmölfrei. Stattdessen basieren die Savion-Seifen auf einer Kombination aus (Bio-)Kokosöl, Olivenöl und Rizinusöl. Dazu kommen - je nach Produkt - hochwertige Öle und Fette wie zum Beispiel Mandelöl, Arganöl, Weizenkeimöl oder Walnussöl. Laut Hersteller stammen derzeit 65 - 75% der verseiften Öle aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Seifen kommen ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe aus, Duft und Farbe entstehen durch ätherische Öle, Kräuter, Gewürze und natürliche Erdpigmente. Es fühlt sich zunächst seltsam an, die Haare mit einem Stück Seife einzuseifen, funktioniert aber problemlos: die Seife schäumt, lässt sich gut verteilen und wieder ausspülen. Das Haar duftet hinterher angenehm, in unserem Test mit der Henna-Haarwaschseife fanden wir aber, dass es etwas trocken wirkt und wenig Glanz hat. Fazit: Sehr gute Inhaltsstoffe, kein Palmöl und kein Plastik - aus Gesundheits- und Umweltsicht geht es kaum besser. Preis: Zwischen 5,10 und 6,40 Euro/Stück (85 Gramm) (ca.

Haarkuren ohne Silikone

Eine Haarkur ohne Silikone verspricht schonende Pflege, ohne Haare und Kopfhaut unnötig zu belasten. Silikon wird häufig in Haarpflegeprodukten eingesetzt, da es Glanz verleiht und für Geschmeidigkeit sorgt. Diese Effekte sind jedoch nur von kurzer Dauer: Der künstliche Film, den Silikone bilden, trocknet Haar und Kopfhaut aus. Zudem gelangt der Wirkstoff ins Abwasser und verschmutzt die Umwelt.

Möchtest Du Deine Haare schonend pflegen und langfristige Effekte erzielen, ist eine gute Haarkur ohne Silikone die richtige Wahl. Pflegende Inhaltsstoffe wirken besser: Haarkuren enthalten Vitamine, Fette und andere wertvolle Inhaltsstoffe. Eine Silikonschicht verhindert, dass diese in das Haar eindringen.

Silikone sind synthetische Polymere, die in verschiedenen Bereichen zum Abdichten und Versiegeln verwendet werden. So wird Silikon bei der Herstellung von Autolack oder zur Abdichtung von Fugen genutzt. In Haarwaschmitteln, Conditioner oder Haarmasken dienen Silikone dazu, dem Haar einen vermeintlich gesunden Glanz zu verleihen. Hierfür bildet der synthetische Stoff eine glättende Schutzschicht auf der Haaroberfläche, die immer dicker wird, je öfter man die Produkte verwendet.

Diese Wirkung ist jedoch rein oberflächlich, denn Silikone dringen nicht tief in das Haar ein und bringen keine wertvollen Nährstoffe mit sich. Daher haben sie keinen positiven Effekt auf die Gesundheit von Haar und Haut. Bei dauerhafter Anwendung können sie sogar Deinen Haaren schaden.

Vorteile von silikonfreien Haarkuren

  • Pflegende Inhaltsstoffe wirken besser: Haarkuren enthalten Vitamine, Fette und andere wertvolle Inhaltsstoffe. Eine Silikonschicht verhindert, dass diese in das Haar eindringen.
  • Schadstoffe können leichter austreten: Silikonhaltige Produkte lagern sich ab und bilden mit der Zeit Schichten. Dieser sogenannte „Build-up-Effekt“ hindert die Haut daran, Schadstoffe, Bakterien und Schweiß auszustoßen. Das sorgt für eine trockene Kopfhaut, Schuppen und Juckreiz.
  • Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt: Ein Silikonfilm ist wasser- und luftundurchlässig. Dadurch können die Haare Nährstoffe nicht mehr gut aufnehmen und trocknen unter der Hülle aus.
  • Langanhaltende Pflege: Silikone erzielen schnelle Effekte, ohne das Haar von Grund auf zu pflegen.
  • Gute Verträglichkeit: Je weniger künstliche Zusätze in Deinen Pflegeprodukten enthalten sind, desto geringer ist das Risiko von Allergien und Irritationen. Silikone sind dafür bekannt, die Kopfhaut auszutrocknen und Schuppenbildung zu fördern.
  • Nachhaltig und umweltschonend: Silikone gelangen ins Abwasser und sind nur schwer biologisch abbaubar.

Arten von silikonfreien Haarkuren

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Produkten, die sich in ihrer Anwendungsart und Wirkung unterscheiden. Welche Haarkur ohne Silikon die beste für Dich ist, hängt von Deinen Bedürfnissen und Vorlieben ab.

Haartyp Haarkur-Art Wirkung
Trockene Haare Haarmaske, Haarbutter, Feuchtigkeitshaarkur Intensive Pflege, feuchtigkeitsspendend, fettend
Splissige Haare Anti-Spliss-Haarkur oder Serum Repariert & pflegt beschädigte Spitzen
Störrisches Haar Haarmaske oder Spray mit Jojobaöl oder Hyaluronsäure Anti-Frizz-Effekt, Geschmeidigkeit, bessere Kämmbarkeit
Fettiges Haar Leave-in-Haarkur, Haarkur-Spray nur für die Spitzen Leichte Pflege ohne zu beschweren

Verschiedene Arten von Haarkuren

  • Haarmaske: Eine Haarmaske entspricht am ehesten dem klassischen Bild, wie man sich eine Haarkur vorstellt: Eine dickflüssige Creme, die Du ins feuchte Haar einmassierst und einwirken lässt. Anschließend spülst Du sie vollständig aus. Es gibt auch Haarkuren, die über Nacht einwirken können, um eine extra Portion Feuchtigkeit zu liefern. Gute Haarmasken ohne Silikone, z. B. von Botanicals, enthalten hochwertige Öle, welche die wichtige Fettversorgung gewährleisten.
  • Leave-in-Haarkur: Eine Leave-in-Haarkur wird nicht ausgespült. Nach der Haarwäsche massierst Du sie gut ins handtuchtrockene Haar ein, wo sie den gesamten Tag bleibt. Dabei solltest Du die Haarkur nur in die Partien einkneten, die es wirklich nötig haben, also vor allem die Längen und Spitzen. Manche Haarkuren ohne Ausspülen sind extra für fettige Haare gedacht, z.B. das Haar-Balsam von Alkmene. Auch Haarmilch ist ein Leave-in-Treatment, wird also nicht ausgespült. Das Pflegeprodukt hat eine milchige Konsistenz, weshalb Du es leicht im handtuchtrockenen Haar verteilen kannst. Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehaltes ist dieses Produkt vor allem für trockene, splissige Haare hervorragend geeignet. Es lässt sich zudem gut bei blondiertem und coloriertem Haar anwenden.
  • Haarbutter: Der hohe Fettgehalt in Haarbutter pflegt brüchige, strapazierte Haare besonders gut. Entsprechende Produkte enthalten oft Sheabutter aus der Nuss des afrikanischen Shea-Baums oder Kakaobutter. Häufig werden sie mit weiteren Fetten, z. B. Avocado-Öl, angereichert. Haarbutter solltest Du ins trockene Haar einmassieren und solange wie möglich einwirken lassen - gerne auch über Nacht. Anschließend wäschst Du sie mit warmem Wasser aus.
  • Haarkur-Spray: Haarkuren in der Sprühflasche sind sehr handlich und lassen sich unterwegs gut verwenden. Sie können ins feuchte oder trockene Haar gegeben werden, aber bitte nicht ausspülen! So entfalten die Produkte ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung den ganzen Tag hindurch.
  • Feuchtigkeits-Haarkur: Eine Haarkur für Feuchtigkeit ohne Silikone ist speziell für sehr trockene, brüchige Haare gedacht. Davon profitieren auch Menschen mit Locken, welche häufig zu Trockenheit neigen. Die Haarkur sollte keine Stoffe enthalten, die Trockenheit verstärken, wie Alkohol oder starke Tenside. Zudem enthalten diese Haarkuren sogenannte „Befeuchter“. Das sind Inhaltsstoffe, die helfen, Feuchtigkeit in Deine Haare zu bringen. Diese Art von Haarkur kann als Haarmaske, Butter, Spray oder Serum daherkommen. Manche Produkte müssen ausgewaschen werden, andere nicht.
  • Anti-Spliss-Haarkur: Ihre Hauptaufgabe liegt darin, kaputte Spitzen zu pflegen und Spliss vorzubeugen. Dafür enthält sie verschiedene Öle und Proteine, wie die Anti-Spliss-Pflege-Kur von Sante mit Erbsenprotein.
  • Keratin-Haarkur: Keratine sind natürliche Proteine, die in Haut, Haaren und Nägeln vorkommen. Sie helfen dabei, eine gesunde Haarstruktur aufzubauen und pflegen von innen. Dadurch wird das Haar geschmeidig und strapazierfähig. Auch gefärbte oder blondierte Haare lassen sich hiermit ohne Silikone pflegen. Eine gute Keratin-Haarmaske ohne Silikone bietet der Hersteller Dr. Schedu Berlin an.
  • Bio-Haarkur: Produkte aus Bio-Sparte sind in der Regel besonders schonend. Hersteller dieser Haarkuren verzichten nicht nur auf Silikone, sondern auch auf einige andere Zusatzstoffe. Parabene, Alkohol, künstliche Duft- und Farbstoffe sind hier - wenn überhaupt - nur in geringen Maßen zu finden. Stattdessen setzen Hersteller wie Weleda auf natürliche Erzeugnisse, etwa Öl, Hafer oder Aloe Vera. Viele Artikel sind zudem vegan. Eine Bio-Haarkur eignet sich besonders gut, wenn Du empfindliche Haut oder Allergien hast.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Ob Haarwaschmittel, Conditioner oder Haarkur: Silikon ist in zahlreichen Hair Treatments verschiedener Marken zu finden. Wenn Du silikonfreie Produkte kaufen möchtest, solltest Du wissen, wonach Du bei den Inhaltsstoffen Ausschau halten musst. Lass Dich dabei von den Marken und Preisen im Shop nicht blenden: Auch renommierte Unternehmen verwenden fragwürdige Zusätze.

👍 Tipp: Silikone erkennst Du an den Endungen „-cone“ und „-xane“.

Neben Silikonen gibt es noch andere Inhaltsstoffe, die Du bei Haarkuren oder Conditioner gut im Blick haben solltest. Manche von ihnen können Deine Haare zusätzlich belasten, andere bergen weitreichende Gesundheitsrisiken.

Weitere Inhaltsstoffe, die vermieden werden sollten

  • Parabene: Parabene werden oft als Konservierungsmittel eingesetzt. Sie verhindern, dass Haarkuren, Conditioner und andere Pflegemittel von Bakterien und Schimmelpilzen befallen werden. Gesundheitliche Bedenken rühren daher, dass sie dem Hormon Östrogen stark ähneln. Daher können diese Inhaltsstoffe den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Das begünstigt eine Reihe von Erkrankungen bei Männern und Frauen.
  • Tenside: Tenside sind waschaktive Substanzen, die bewirken, dass sich zwei eigentlich nicht mischbare Flüssigkeiten miteinander vermengen. In Haarwaschmitteln tragen sie dazu bei, dass Fett und Verschmutzungen gut ausgespült werden. Hingegen kommen in Haarkuren sogenannte kationische Tenside zum Einsatz. Sie lagern sich an Haut- und Haaroberfläche ab und verhindern das statische Aufladen - „Fliegen“ - der Haare. Die am häufigsten verwendeten Tenside sind Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate (SLS).
  • Alkohol: Alkohol hat eine desinfizierende Wirkung und dient als Konservierungsmittel, da es das Wachstum von Bakterien und Keimen verhindert. Daher wird es manchmal verwendet, um Haarkuren, Haarwaschmittel oder Conditioner haltbar zu machen. Jedoch handelt es sich um eine aggressive Substanz, die Reizungen von Haut und Schleimhäuten herbeiführt.
  • Formaldehyd: Formaldehyd ist ein Stoff, der z. B. beim Abbau von Alkohol entsteht. Er wird auch zur Konservierung oder als Bestandteil in Klebstoffen verwendet. Aufgrund der Fähigkeit, Stoffe miteinander zu verbinden und widerstandsfähig zu machen, wird Formaldehyd in Hair Treatments eingesetzt.
  • Synthetische Duft- und Farbstoffe: Synthetisch erzeugte Duftstoffe und Farbstoffe sollen Produkte attraktiver für Kunden machen. Jedoch können diese Inhaltsstoffe Unempfindlichkeiten verursachen und Allergien auslösen. Falls Du Allergiker bist, solltest Du Dir die Informationen vom Hersteller auf der Packung gut durchlesen. Verursacht Dein aktuelles Hair Treatment Juckreiz oder Ausschlag, könnte es an diesen Substanzen liegen.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst Du eine Haarkur kaufen, die auf mehrere fragwürdige Inhaltsstoffe verzichtet. Der Hersteller Jean & Len bietet eine Haarmaske ohne Silikone, Parabene und Sulfate an.

Anwendung von Haarkuren ohne Silikone

Die Anwendung des Haarpflegemittels unterscheidet sich je nach Art des Produktes. Zudem wird sie Dir deutlich leichter fallen, je mehr Erfahrung Du mit silikonfreier Haarpflege hast.

  • Verteile die Haarmaske bzw. -butter im gesamten Haar oder nur in den Haarlängen oder Spitzen. Hast Du eher fettige Haare, solltest Du den Ansatz aussparen. Bei der Verteilung hilft Dir ein grobzinkiger Kamm, zum Beispiel von EQLEF. Massiere das Pflegemittel mindestens 30 Sekunden lang von oben nach unten ein. Lass es danach mindestens 10 Minuten einwirken.
  • Trage die Haarmilch oder das Spray auf das gesamte Haar oder die zu behandelnden Partien auf. Achte bei der Dosierung darauf, dass Du nicht zu viel von dem Produkt nimmst. Sonst trocknet das Hair Treatment evtl. nicht richtig ein. Lass das Produkt 5-10 Minuten einwirken und kämme Deine Haare mit einer weichen Bürste. Abschließend kannst Du sie ganz normal stylen.
👍 Tipp: Haarkuren können ins trockene, nasse oder handtuchtrockene Haar gegeben werden.

Bietet Hitzeschutz: Die Aveda-Haarkur aus dem Test eignet sich gut, um Hitzeschäden durch Föhn oder Glätteisen zu reparieren. Der Hersteller des veganen Hair Treatment steht für Nachhaltigkeit ein. Die Haarpflege ohne Silikone aus dem Test ist ein nachhaltiges, veganes Produkt mit weniger Zusätzen als üblich.

Dieses Produkt kann vor allem in Sachen Nachhaltigkeit punkten: Der Hersteller Aveda steht für vegane, umweltfreundliche Haarpflege auf Basis von Naturprodukten. Zudem verfügt die Haarpflege ohne Silikone über einen Hitzeschutz, der Deine Haare widerstandsfähiger beim Föhnen, Styling und im Sommer macht. Noch dazu liefert das Hair Treatment ein gutes Ergebnis - die Haarsträhnen werden geschmeidiger und wirken gesünder.

Haarpflege-TippsDu suchst ein silikonfreies Shampoo für mehr Glanz und eine bessere Umweltbilanz? Hier die beste Haarpflege ohne Silikone.

Silikon als Inhaltsstoff ummantelt das Haar, was zunächst zwar schützend und pflegend wirkt, doch gleichzeitig:

  • lagert sich Silikon als sogenannter Build-up ab.
  • verliert das Haar an Glanz und wirkt platt.
  • Spliss und Haarbruch werden zwar versiegelt, jedoch nicht repariert.
  • Colorationen und Tönungen können uneben ausfallen.
  • Ablagerung auf der Kopfhaut können Schuppen und Juckreiz verursachen.
  • stellen Silikone eine Belastung für die Umwelt dar.

Sie sind auf der Suche nach dem passenden Shampoo ohne Silikone für Ihren Haartyp? Freundin-Redakteurinnen haben verschiedene silikonfreie Shampoos ausprobiert und stellen hier ihre persönlichen Testsieger vor.

Während Shampoos mit Silikonen das Haar oft nur oberflächlich umhüllen, können silikonfreie Shampoos tiefer in das Haar eindringen und pflegen. Langfristig fördern Sie mit einem silikonfreien Shampoo also gesünderes und kräftigeres Haar.

Shampoos ohne Silikone sind milder zur Kopfhaut und reinigen sie sanft, ohne sie zu reizen. Gerade wenn Sie zu empfindlicher, juckender oder schuppiger Kopfhaut neigen, ist ein silikonfreies Shampoo eine gute Wahl.

Ein Shampoo ohne Silikone hinterlässt keine Rückstände oder Ablagerungen, die das Haar beschweren. Auch feines Haar profitiert also von einem silikonfreien Produkt.

Silikone sind nicht biologisch abbaubar und sammeln sich im Abwasser an, was wiederum die Umwelt belastet.

Ihr Nachteil: Sie sind teils biologisch schwer abbaubar. Auch die Angabe „ohne Silikone“ ist kein Garant für ein umwelt­freundliches Pflegeshampoo, viele andere Pfle­gestoffe sind ebenfalls schwer abbaubar. Welche Auswirkungen das für die Umwelt hat, ist unzu­reichend erforscht.

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