Viele Frauen experimentieren mit Färbepasten im heimischen Badezimmer. Dabei stellt sich die Frage, welche Produkte wirklich empfehlenswert sind. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen mit der braunen Henna-Haarfarbe von Müller, vergleicht sie mit anderen Marken wie Khadi und gibt nützliche Tipps zur Anwendung und Farbergebnissen.
Pflanzenhaarfarben setzen auf Farbstoffe aus zermahlenen Blättern, Blüten oder Wurzeln. Im Handel gibt es Haarfarben, die für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich daher kommen, es allerdings nicht sind. Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe genau zu prüfen, da einige Produkte potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe enthalten können.
Die ersten Färbeversuche mit der Pflanzenhaarfarbe von Khadi wurden bereits beschrieben. Eine Mischung aus den Nuancen Dunkelbraun und Nussbraun war zu dunkel, sodass mittlerweile nur noch mit Khadi Nussbraun gefärbt wird. An sich war das Farbergebnis sehr zufriedenstellend, allerdings blitzten bereits nach zwei Wochen die ersten grauen Haare aus dem Ansatz.
Graues Haar nimmt das Indigo, welches in den dunklen Tönen enthalten ist, leider nicht so gut an, wie hingegen das Henna. Laut Khadi soll man bei grauem Haar eine zweifach-Färbung vornehmen, um die Haltbarkeit der Pflanzenhaarfarbe zu verlängern.
Um graue Haare besser abzudecken, wurde eine zweifach-Färbung durchgeführt. Im ersten Schritt wurden die Haare mit Khadi Henna gefärbt, nach etwa 1,5 Stunden wieder ausgewaschen und direkt im Anschluss mit dem Nussbraun von Khadi nachgefärbt. Auch die zweite Coloration wurde in etwa genauso lange einwirken gelassen, sodass die gesamte Prozedur mit vor- und nachbereiten etwa vier Stunden gekostet hat.
Vom Ergebnis war die Anwenderin sofort positiv überrascht - ein glänzendes, warmes Braun und einfach gesundes und kräftiges Haar waren das Resultat! Die Farbe wurde als Kastanienbraun beschrieben, die der Naturhaarfarbe stark ähnelt. Die ehemals grauen Haare erstrahlten nun bräunlich, kupfern.
Nach ungefähr vier Wochen kommen jetzt wieder erste graue Haare zum Vorschein, sodass das Vorfärben mit Henna definitiv etwas gebracht hat. Außerdem ist das Farbergebnis so noch schöner, als wenn nur mit Braun gefärbt wird. Allerdings ist der Zeitaufwand natürlich sehr hoch, sodass überlegt wird, immer im Wechsel einmal nur mit Nussbraun zu färben und beim nächsten Mal wieder mit Henna vorzucolorieren.
Es gibt auch Erfahrungen mit dem Henna Braun von Müller. Einige Anwenderinnen haben berichtet, dass das Farbergebnis sehr dunkelbraun, fast schon ins Schwarze gehend war, aber dennoch gefiel. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wurde als gut empfunden (3,99 €). Die Anwendung ist sehr leicht zu handhaben.
Mitllerweile wurde schon 4x mit Müller-Henna gefärbt, mit je zwei Teilen Braun und einem Teil Schwarz. Das Farbergebnis war nach je 3 Stunden Einwirkzeit (mit Wärme) ganz ok. Erst sah es immer fast schwarz aus, das Indigo blutet jedoch recht stark aus, auch nach 4-5 Haarwäschen noch. Also bleibt ein Gold-Braun, ohne jeglichen Rotstich. Insgesamt fand es eine Anwenderin ganz ok, für den günstigen Preis jedenfalls.
Einige Anwenderinnen hatten jedoch auch Probleme mit dem Müller-Henna-Braun. Die Henna wurde total batzig, wie bröselige Erde, hält nicht am Haar, lässt sich nicht cremig verteilen, am Ende hat man die Farb-Brösel im ganzen Bad und die färben noch dazu das Waschbecken ein!
Ein weiteres Problem ist der hohe Indigo-Anteil im Müller Braun. Indigo mag's weder sauer noch zu heiß. Beim Rauswaschen kam blauer Schaum, was auf den hohen Indigo-Anteil hindeutet.
ÖKO-TEST hat 17 alternative Haarfarben eingekauft und getestet. Dabei zeigte sich, dass natürliche Haarfarben für Verbraucherinnen und Verbraucher gar nicht so einfach zu erkennen sind. In einigen Fällen enthalten die getesteten Produkte neben natürlichen Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis auch potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe.
Einige der getesteten Produkte enthielten aromatische Amine, die als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene eingestuft werden. Bereits ein Selbsttest kann eine Allergie hervorrufen. Deshalb chemische Haarfarben auf keinen Fall vorab in der Armbeuge testen.
Wichtig: Pflanzenzusätze machen aus einer Haarfarbe noch lange keine Pflanzenhaarfarbe. Es gibt Haarfarben im Handel, die für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich daher kommen, es allerdings nicht sind.
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