Seit Jahrtausenden begeistert Henna die Menschen durch seine vielseitige Anwendung und seine tief verwurzelte Bedeutung in verschiedenen Kulturen. Ob für kunstvolle Körperbemalungen, natürliche Haarfärbung oder medizinische Anwendungen - Henna ist mehr als nur ein Pflanzenpulver. Erfahren Sie alles über Henna - von Mehndi-Traditionen über natürliche Haarfärbung bis zur Hautpflege.
Henna ist eine natürliche und schonende Methode, um die Haare zu färben.
Henna stammt von der Hennapflanze (Lawsonia inermis), die in heißen, trockenen Regionen wie Nordafrika, dem Mittleren Osten und Südasien wächst. Die grünen Blätter werden getrocknet und zu einem feinen Pulver vermahlen.
Anfang des 18. Jahrhunderts entdeckte der Botaniker Lawson den Hennastrauch für die westliche Wissenschaft. Seither trägt dieser in Henna enthaltene natürliche, rotgelbe Farbstoff den Namen Lawson. Er wird aus den Blättern des Hennastrauchs gewonnen, indem diese getrocknet und zu Pulver zerkleinert werden.
Der in Henna enthaltene Farbstoff heißt Lawsone - ein Molekül, das in Verbindung mit der Haut oxidiert und eine rötlich-braune Farbe erzeugt. Nach dem Auftragen bindet Lawsone an die Keratinstruktur der Haut und entfaltet durch Oxidation seine Farbe. Diese verändert sich in den ersten Stunden - von Orange zu tiefem Rotbraun.
Heutzutage kann der Henna-Farbstoff auch künstlich hergestellt werden - was aber immer wieder Besorgnis auslöst.
In arabischen, indischen und nordafrikanischen Kulturen ist Henna tief in gesellschaftlichen und religiösen Zeremonien verankert. Besonders zu Hochzeiten gehört Mehndi - die kunstvolle Bemalung von Händen und Füßen - zum festen Ritual. Auch Männer nutzen Henna, oft zum Färben von Haaren oder Bärten.
Traditionell wird die Paste in handgerollten Tüten oder Applikatoren mit feiner Spitze aufgetragen. Wer es einfacher mag, greift auf vorgemischte Hennapasten in Tuben zurück. Diese sind besonders für Anfänger geeignet.
Henna ist eine natürliche und gesunde Alternative zu chemischen Haarfärbemitteln. Graue Haare werden rötlich getönt, während dunklere Haare je nach Farbe ein sattes Kupfer, Kastanien- oder Mahagonibraun erhalten.
Viele heute angebotene „Hennafarben“ sind Mischungen aus Henna und anderen Pflanzen wie Indigo, Cassia oder Amla. Diese Mischfarben ermöglichen natürliche Farbnuancen von Rot über Braun bis fast Schwarz - ganz ohne Chemie.
Henna-Haarfarbe wird als schonende Alternative zum chemischen Färben der Haare gehandelt. Chemisches Haare färben schädigt die Haare und kann Allergien auslösen. Henna-Haarfarbe ist zum Beispiel eine beliebte Alternative.
Es hat eine dauerhafte Farbwirkung, ohne Ammoniak, Peroxid, Parabene, Schwermetalle oder andere chemische Zusätze zu enthalten. Echtes 100 % reines Henna färbt je nach aktueller Haarpigmentierung nur Kupfertöne.
Darüber hinaus haben die Blätter und Samen dieser Pflanze heilende Wirkung. Sie machen das Haar glänzend, weich und schützen die Kopfhaut vor Schuppen und anderen Hautkrankheiten.
Im Ayurveda gilt Henna als Wundermittel, das vorzeitigem Ergrauen vorbeugt.
Vorteile von Henna:
Nachteile von Henna:
HOW TO: MIT HENNA HAARE FÄRBEN!! 💃🏽
Schon häufig wurden Gerüchte laut, dass Henna gesundheitsschädlich sei und das Erbgut verändere. Ist das natürliche Haarfärbemittel also nicht ganz unbedenklich? Hier lohnt sich ein genauerer Blick.
Laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), ist künstlich hergestelltes Henna tatsächlich mit Vorsicht zu genießen. So sei es nicht auszuschließen, dass der künstlich nachgebildete Henna-Farbstoff genotoxische Eigenschaften aufweise, sprich: das Ergbut verändere.
Laut eines wissenschaftlichen Expertenkomittees für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission, sei Henna, wenn es rein pflanzlich zubereitet werde, aber unbedenklich.
Untersuchen Sie die angegebenen Inhaltsstoffe auf den künstlich hergestellten Farbstoff para-Phenylendiamin (PPD). Dieser wird oft der Henna-Haarfarbe beigemischt, damit die Farbe intensiver wirkt und sich der Färbeprozess beschleunigt. Der Stoff ist aber nicht ganz ungefährlich.
Er hat das bereits genannte genotoxische Potenzial, kann Allergien auslösen und ist in Kosmetika verboten. Wollen Sie also auf Nummer Sicher gehen, sollten Sie auf reines Henna setzen.
Übrigens ist auch oft mit dem bloßen Auge zu erkennen, ob sich PPD unter das herkömmliche Henna gemischt hat. In diesem Fall ist die Farbe nämlich viel dunkler.
Die Farbe des Henna-Pulvers kann Aufschluss über die Reinheit geben.
Haare färben mit Henna ist nicht schwer. Doch es gibt einige Dinge zu beachten, damit Ihre Haare nach dem Färben schöner denn je schimmern und nichts fleckig wird.
Beachten Sie immer die Gebrauchsanweisung des Herstellers und berücksichtigen Sie daneben die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Hier finden Sie eine ausführliche Anleitung zum Haare tönen.
Zusätzliche Tipps für die Anwendung:
Henna-Haarfarbe ist sehr hartnäckig und wäscht sich nur zum Teil wieder raus. Wollen Sie die Farbe also komplett loswerden, sollten Sie die Farbe herauswachsen lassen. Das Überfärben mit chemischen Farben kann zu ungewollten Ergebnissen führen.
Hena-Haarfarbe bleibt für bis zu sechs Monate im Haar, verliert aber nach und nach mit jeder Haarwäsche an Intensität und verblasst. Hier erfahren Sie, wie man einen Rotstich entfernen kann.
Naturgemäß färbt Henna das Haar je nach Pigmentierung nur in Kupfertönen. Andererseits ist Henna, das anders färbt als Kupfer, Henna mit Farbstoffzusatz.
Mit bestimmten Hausmitteln kannst du aber auch die Wirkung des Hennapulvers beeinflussen, so bringt Zitronensaft beispielsweise den Rotton besser hervor und schwarzer Tee dunkelt die Farbe ab.
Falls Sie auf das klassische Henna-Rot, aber nicht auf Henna-Haarfarbe verzichten wollen, haben Sie die Wahl: Zum einen gibt es Henna-Mischfarben. Hierbei handelt es sich nicht um reines Henna, sondern um solches, welches mit anderen Pflanzenfarbstoffen versetzt ist. Andernfalls können Sie aber auch selbst nachhelfen - mit Hausmitteln.
Zitronensaft intensiviert das Henna-Rot, Rotwein und Schwarzer Tee verdunkeln die Farbe und Kamillentee sorgt für einen goldenen Schimmer.
Es gibt tatsächlich ein paar Tricks, wie man die Farbwirkung des Hennas beeinflussen und damit unterschiedliche Nuancen erzielen kann. Wichtig ist einerseits das gewissenhafte Anrühren (Warten auf Dye Release und Ansäuern der Farbmasse), andererseits können auch weitere Beigaben das Farbergebnis beeinflussen. Beispielsweise geben gemahlene Hibiskusblüten dem oftmals sehr warmen typischen Hennafarbton eine kühlere Note, ebenfalls kühler und dunkler wird das Ergebnis mit Amla oder Indigo.
Gutes Henna erkennen Sie an der frischen, grünlich-olivfarbenen Farbe und einem angenehmen, krautigen Duft. Alte oder mit Zusatzstoffen versetzte Hennapulver können allergische Reaktionen hervorrufen.
Wollen Sie also auf Nummer Sicher gehen, sollten Sie auf reines Henna setzen.
Ein absolutes Qualitätsmerkmal neben einer guten Farbkraft ist ein möglichst feiner Mahlgrad des Hennapulvers.
Es gibt viele unterschiedliche Anbieter und Farben. Wenn ihr eurem Haar und der Umwelt etwas Gutes tun wollt, dann achtet darauf, nur naturreine & zertifizierte Farben ohne Picramate und Farbverstärker (z.B.
Henna-Haarfarbe kann man mittlerweile fast überall kaufen. Onlineshops wie Amazon haben die Haarfarbe im Sortiment, aber auch Drogerien wie Rossmann oder dm haben den Trend hin zu Pflanzenhaarfarben erkannt.
Welche Henna-Haarfarbe die beste ist, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen und der Haarstruktur ab.
Henna vereint Schönheit, Tradition und natürliche Pflege in einer einzigartigen Form. Es bietet eine schonende Möglichkeit, die Haare zu färben und gleichzeitig zu pflegen. Achten Sie auf die Qualität des Hennas und die Inhaltsstoffe, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden. Mit den richtigen Tipps und Tricks steht einem natürlichen und strahlenden Farbergebnis nichts mehr im Wege.
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