Heiner Lauterbach: Haare, Aussehen und die Rolle im Film

Heiner Lauterbach, ein bekannter deutscher Schauspieler, hat im Laufe seiner Karriere nicht nur durch sein schauspielerisches Talent, sondern auch durch sein Aussehen Aufmerksamkeit erregt. Vom Party-Löwen hat sich Heiner Lauterbach zu einem seriösen Familienvater entwickelt. Im Interview hat er erklärt, wie gesund er seither lebt. Sein aktuelles Projekt, der ZDF-Nachkriegs-Dreiteiler "Tannbach", bietet Anlass, einen Blick auf sein Äußeres und seine Einstellung dazu zu werfen.

Haare im Film vs. Realität

Dass er im Film mehr Haar hat als im wahren Leben, findet Lauterbach übrigens "hilfreich". Im Film "Tannbach" trägt Lauterbach eine Frisur, die von seinem tatsächlichen Aussehen abweicht. Er selbst sieht darin einen Vorteil: "Mit Haaren kann man sehr viel ausdrücken, ohne etwas sagen zu müssen: eine zeitliche Veränderung zum Beispiel, indem man sie grau werden lässt oder die Frisur ändert." Für Schauspieler wie ihn, die neben ihren Rollen auch verhältnismäßig oft in Illustrierten zu sehen sind, helfen solche optischen Veränderungen wie Haarteile aber auch, um die Rolle ein bisschen wegzurücken von der eigenen Person. Wenn er stattdessen so aussehen würde wie letzte Woche in der "Bunten", wäre es nicht ganz so sinnvoll für den Film.

Keine Haartransplantation für Heiner Lauterbach

Eine Haartransplantation käme dennoch nicht infrage. Auf die Frage, ob eine Haartransplantation für ihn infrage käme, antwortet Lauterbach entschieden: "Nein, sicher nicht. Ich gefalle mir so wie ich bin eigentlich ganz gut."

Gesundheit und Aussehen

Lauterbach legt Wert auf ein gepflegtes Äußeres, betont aber, dass es dafür keine Tricks gibt: "Nicht rauchen, nicht trinken, gesund und sinnvoll essen und mich bewegen."

"Tannbach - Schicksal eines Dorfes"

Heiner Lauterbach - Schauspieler

Ab 8. "Tannbach - Schicksal eines Dorfes" erzählt anhand der Lebenswege der Bewohner eines kleinen Ortes an der bayerisch-thüringischen Grenze von den Schicksalsmomenten im Nachkriegsdeutschland auf dem Weg zur deutsch-deutschen Teilung. Lauterbach: Davon halte ich sehr viel, deshalb habe ich auch mitgemacht. Auf diese Weise kann man einem jüngeren Publikum, das mit Krieg noch nicht in Berührung gekommen ist, dessen Grausamkeiten vermitteln. Ich glaube, dass ein guter Film die unendlich vielen privaten Schicksale fernab von den Millionen Toten verständlicher machen kann als Geschichtsbücher.

Bedeutung für junge Menschen

Warum ist es wichtig, dass junge Menschen mehr über diese vergangene Zeit erfahren? Lauterbach: Weil möglicherweise auch unser künftiger Bundeskanzler oder unsere künftige Bundeskanzlerin als Kind oder Heranwachsender vor dem Fernseher sitzen wird und sich das ansieht. Diese Eindrücke nimmt er oder sie dann später hoffentlich auch mit ins Amt. Wenn dieser Dreiteiler nur ein bisschen davon abhält, kriegerische Maßnahmen zu ergreifen, haben wir extrem viel erreicht. Das gilt natürlich auch für alle anderen Zuschauer. Spielfilme, Dokumentation und Bücher sind prägend. Und wenn man junge Menschen dahingehend prägen kann, sich Gedanken über Sinn, Unsinn und Ausmaße eines Krieges zu machen, ist das mehr als sinnvoll.

Erfahrungen der Familie

Sie sind Jahrgang 1953. Wie ist Ihre Familie nach dem Krieg mit dem Thema umgegangen? Lauterbach: Es war kein Tabu-Thema, aber wir haben auch nicht wahnsinnig oft darüber gesprochen. Und das, obwohl meinen Eltern eigentlich sehr involviert waren in diese Zeit: Meine Mutter war in der Hitlerjugend, mein Vater als ganz junger Mann im Krieg und dann in Gefangenschaft. Anfang der 1950er und 1960er Jahre haben die Menschen aber einfach nicht gerne darüber gesprochen.

Umgang mit Kriegsrelikten

Wie würden Sie reagieren, wenn Sie auf dem Dachboden plötzlich Hitler-Bilder oder ähnliches finden würden? Lauterbach: Was soll man schon damit machen... Wegschmeißen wahrscheinlich.

Kriegsspiele am Computer

Was halten Sie denn von Kriegsspielen am Computer? Lauterbach: Gar nichts, weil das einfach nur bescheuert ist. Aber ich halte ohnehin nicht so viel von Computerspielen, was natürlich einen ewigen Kampf mit unseren Kindern zur Folge hat. Da sollten wir Eltern trotzdem alle etwas strenger sein. Und Kriegsspiele an sich sollten per Gesetz komplett verboten werden.

Äußere Erscheinung in "Tannbach"

Sie sind normalerweise sehr gut gekleidet, in "Tannbach" sehen Sie dagegen ungewohnt ärmlich aus. Wie haben Sie sich so gefallen? Lauterbach: Sehr gut sogar, weil es den Umständen entsprechend war. Das fand ich wirklich gelungen.

Wünsche für die Zukunft

Was wünschen Sie sich für [Jahr]? Lauterbach: Frieden, keine Naturkatastrophen und Gesundheit für meine Familie und Freunde sind mir am allerwichtigsten. Davon unabhängig wünsche ich mir noch mehr schöne Filmprojekte und interessante Stoffe, mit denen man nachhaltig etwas bewegen kann. Ein sehr gelungenes Beispiel dafür ist der Film "Der blinde Fleck" über das Oktoberfest-Attentat, der im Februar ausgestrahlt wird. Aufgrund dieses Films hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren wieder aufgenommen. Wirklich eine tolle Nachricht! Vielleicht bewirkt der Dreiteiler "Tannbach" ja auch etwas...

Heiner Lauterbach in "Es ist zu deinem Besten"

In der TV-Komödie "Es ist zu deinem Besten" verkörpert Heiner Lauterbach mit steif zurückgekämmtem Haar und Hosenträgern den reichen Wirtschaftsanwalt Arthur. Ein Unsympath, der es im Film mit dem linken Weltverbesserer und Anti-Kapitalisten Alex (Jacob Matschenz) zu tun bekommt. Am schlimmsten ist für Arthur aber, dass Alex keine Kinder in diese ungerechte Welt setzen will.

Die Frisurenkrise während der Pandemie

Während der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Friseurschließungen wurde auch über die "Frisurenkrise" diskutiert. Mein Nachbar hat diesen typischen Männerkopf, den viele schon seit Jahren tragen: Er sieht aus - weil er auch so strahlend gute Zähne hat - wie Heiner Lauterbach, nur in kleiner. Nicht zu verwechseln mit Karl Lauterbach.

Heiner Lauterbach in "Willkommen bei den Hartmanns"

Der Film heißt "Männer", ist von Doris Dörrie, und er spielt einen erfolgreichen Draufgänger, der von seiner Frau für einen Loser verlassen wird. Der "Loser" ist Uwe Ochsenknecht und die Gattin spielt Ulrike Kriener - beide nun wieder dabei in "Willkommen bei den Hartmanns", einer Familien-Komödie, die sich mit dem Thema Flüchtlinge auseinandersetzt und nebenbei fast spielerisch entlarvt, was für ein merkwürdiges Volk wir Deutschen doch sind.
Aspekt Heiner Lauterbach
Haare im Film Oft voller und anders als im wahren Leben
Haartransplantation Kommt nicht in Frage
Gesundheit Achtet auf gesunde Lebensweise

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