Die wenigsten sind von Natur aus mit dichten und langen Wimpern gesegnet. Zum Glück hat die Beauty-Industrie ein schlaues Mittelchen entwickelt, mit dem wir ganz leicht nachhelfen können: Wimpernseren. Doch jetzt macht eine Information die Runde, die viele Anwenderinnen wohl eher weniger freuen dürfte: Wimpernseren sollen Augenringe fördern.
Dieser Artikel klärt auf, was hinter den Verfärbungen steckt, welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind und welche Alternativen es gibt.
Wie bereits erwähnt, enthalten die meisten Wimpernseren Prostaglandin. Der Wirkstoff wurde eigentlich dazu entwickelt, grauen Star zu bekämpfen. Als Nebenwirkung wurde bei Patientinnen und Patienten ein intensiveres Wimpernwachstum bemerkt. Das macht sich die Beauty-Industrie natürlich zunutze. Doch der Wirkstoff lässt leider nicht nur die Wimpern wachsen.
Eine weitere Nebenwirkung sind Augenringe sowie Verfärbungen auf dem Augenlid und sogar Farbveränderungen der Iris.
Augenringe können durch Wimpernseren entstehen.
Wachstumsseren enthalten häufig Prostaglandinanaloga. Das sind Inhaltstoffe, die den Prostaglandinen ähneln. Prostaglandine werden auch als Lokal- oder Gewebshormone bezeichnet, da sie nur lokal begrenzt wirken. Sie kommen in nahezu allen Organen vor. Es handelt sich jedoch nicht um Hormone im klassischen Sinn wie z.B. Östrogen oder Testosteron.
Prostaglandine bestehen aus einer Gruppe von körpereigenen Substanzen mit unterschiedlichen, teils auch gegensätzlichen Wirkungen. Sie sind unter anderem an der Schmerzvermittlung, Entzündungsreaktion und Fieberentstehung beteiligt. Sie reduzieren die Magensäureproduktion und können Wehen auslösen - das ist beispielsweise ein Grund warum schwangere Frauen keine Seren mit Prostaglandinanaloga nutzen sollten.
Auf der Inhaltstoffliste erkennt man sie daran, dass sie ein -Prost- im meist sehr komplizierten Namen tragen Z.B Ethylcloprostenolamide, Cloprostenate
Darüber hinaus sind Prostaglandine in Wimpernseren am häufigsten mit diesen INCI-Bezeichnungen deklariert:
Folgende Wirkstoffe werden außerdem den Prostaglandinanaloga zugeordnet:
Kurz gesagt: Sie verlängern die Wachstumsphase, steigern die Durchblutung und so die Versorgung des Haares und tragen dazu bei, dass das Haar stärker in der Haut verankert ist. Zusätzlich steigert es die Pigmentierung von Wimpern und Augenbrauen.
Die Tatsache, dass sich da was tun kann, nahmen Kosmetik-Firmen vor rund zehn Jahren jedenfalls zum Anlass, Prostaglandin-Derivate mit Zungenbrechernamen wie Norbimatoprost (früher MDN), Bimatoprost, Tafluprost oder Cloprostenol-Isopropylester auch in frei verkäuflichen Wimpernseren einzusetzen. Dass die Booster Nebenwirkungen haben können, ist schon länger bekannt.
Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Prostaglandinen im Bereich der Augen gehören:
Auch wurde beobachtet, dass sich das Unterhautfettgewebe im Augenbereich verstärkt abbauen kann, was zu einer Verstärkung dunkler Schatten führen kann.
Nebenwirkungen von Wimpernseren können vielfältig sein.
Also nach ca. vier bis sechs Wochen merkt man die ersten Effekte des Wachstums. In dieser Zeit wird man auch schnell merken, ob man ein Serum verträgt oder nicht. Wenn keine Nebenwirkungen auftreten, kann man es ruhig mal so circa sechs Monate verwenden. Danach könnte man es beispielsweise ausschleichen, also nur alle zwei und dann alle drei Tage verwenden, und so nach und nach durch eine „hormonfreie“ Alternative ersetzen.
Möchten Sie trotzdem ein Wimpernserum verwenden, setzen Sie stattdessen lieber auf natürliche Inhaltsstoffe wie Rizinusöl, Biotin oder Koffein.
Produkte ohne „Hormone“ wirken auch sehr, sehr gut, jedoch anders. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Versorgung des Haarfollikels mit Vitaminen und Nährstoffen und natürlich wächst ein sehr gut gepflegtes Haar immer schöner und besser als ein nicht gepflegtes. Auch hier wird man also einen Effekt feststellen, aber es ist keine direkte „Booster“ Wirkung und man muss ein kleines bisschen mehr Geduld mitbringen.
Die Wirkung von Seren ohne Prostaglandinanaloga fällt insgesamt schwächer aus. Diese Seren sind jedoch aufgrund ihres geringeren Nebenwirkungsprofils für viele Anwender*innen interessant und bilden eine sehr gute Alternative. Meistens enthalten diese Seren Substanzen, wie Koffein, Panthenol, Rizinusöl, Biotin und Vitamin E.
Oder auch das reine, kalt gepresste Rizinusöl ist aufgrund der gesunden Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen eine wahrer „Super-Smoothie“ für gesunde und dichte Brauen und Wimpern. Das gehört seit Jahren zu meiner Overnight-Routine. Egal ob ich noch zusätzlich ein Serum verwende oder nicht.
Als Tipp noch an dieser Stelle: wenn man beides verwenden möchte ist es wichtig, dass man erst das Serum auf die sauberen, trockenen und fettfreien Brauen und Wimpern aufträgt, dieses dann circa eine Stunde einwirken lässt und dann, bevor man schlafen geht, einen Tropfen Rizinusöl auf die Brauen und Wimpern aufträgt.
tags: #Hautverfärbung #nach #Wimpernserum #Ursachen
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