Kopfhautpilz, medizinisch als Tinea capitis bekannt, ist eine ansteckende Pilzerkrankung, die den behaarten Bereich des Kopfes befällt. Sie wird durch Hautpilze wie Fadenpilze verursacht und betrifft häufig Kinder. In letzter Zeit sind jedoch auch vermehrt Jungen, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen, die sich bei einem Friseurbesuch oder im Barbershop mit dem Fadenpilz Trichophyton tonsurans anstecken.
Kopfpilz, medizinisch Tinea capitis genannt, ist eine ansteckende Pilzerkrankung (Mykose), die den behaarten Bereich des Kopfes (z.B. Kopfhaare, Augenbrauen, Wimpern, Bart) befällt. Sie ist eine Unterform der Hautpilzerkrankungen und wird durch Hautpilze wie Fadenpilze (Dermatophyten), selten auch Schimmelpilze (Aspergillus) und Hefepilze (Candida) verursacht.
Oft sind Tiere wie Hunde und Katzen mit einem Pilzerreger infiziert, der bei Kontakt (z.B. beim Streicheln) auf den Menschen übertragen wird. Kopfpilz ist sehr ansteckend und wird auch von Mensch zu Mensch übertragen.
Kopfpilz zählt zur häufigsten Pilzinfektion bei Kindern (meist unter zehn Jahren). Oft stecken sich Kinder beim Streicheln von Haus- und Nutztieren (z.B. Katzen, Hunde, Meerschweinchen oder auch Kälber auf dem Bauernhof) an. Säuglinge und Neugeborene sind eher selten betroffen.
Tierhalter und Personen, die mit Tieren arbeiten (z.B. in der Landwirtschaft, in Zuchtbetrieben) erkranken ebenfalls auffällig oft an Kopfpilz. In Deutschland tritt Kopfpilz zunehmend auch bei älteren Menschen auf.
In letzter Zeit häufiger betroffen sind Jungen, männliche Jugendliche und junge Erwachsene, die sich bei einem Friseurbesuch oder im Barbershop mit dem Fadenpilz Trichophyton tonsurans anstecken.
Die Symptome bei Kopfpilz sind sehr unterschiedlich. Zu Beginn bilden sich meist gerötete Knötchen (Papeln) um den Haarschaft. Nach wenigen Tagen werden die Papeln blasser und schuppig. Das Haar wird spröde und bricht ab.
Auf der Kopfhaut bilden sich dadurch anschließend eine oder mehrere scharf abgegrenzte, kreisförmige, kahle Stellen (Alopezie). Die betroffenen Hautstellen sind meist mit gräulichen Schuppen bedeckt. Häufig ist die Kopfhaut gerötet, juckt und schmerzt.
Ist die Infektion weiter fortgeschritten, treten die Symptome manchmal zusätzlich im Gesicht oder an anderen Körperstellen auf. Diese Stellen sind meist stark entzündet und bis zu acht Zentimeter groß. In manchen Fällen sind die betroffenen Hautstellen zusätzlich von Bakterien besiedelt, wodurch nässende, eitrige und bienenwabenartige Wunden entstehen (Tinea capitis profunda).
Im Barthaar von Männern treten durch die Infektion in manchen Fällen schmerzhafte Abszesse auf, die meist mit Krusten bedeckt sind (Tinea barbae).
In schweren Fällen sind die Lymphknoten im Nacken und am Hals geschwollen und druckempfindlich. Vereinzelt tritt zusätzlich Fieber auf.
Durch die starke Entzündung nehmen die Haarwurzeln unter Umständen dauerhaften Schaden. In schweren Fällen bleibt die Kopfhaut an diesen Stellen nach der Abheilung für immer kahl. Auch Narben auf der Kopfhaut bleiben häufig zurück.
Vor allem ein starker Befall mit Kopfpilz beeinträchtigt die Lebensqualität vieler Betroffener. Sie schämen sich wegen der kahlen Stellen am Kopf und sind daher nicht selten auch psychisch belastet.
Kopfpilz entsteht, wenn Hautpilze wie Fadenpilze (Dermatophyten), Schimmelpilze (Aspergillus) sowie Hefen (Candida) die Kopfhaut befallen und in die Haarfollikel eindringen. Häufig lösen Fadenpilze, zum Beispiel Microsporum canis, Trichophyton tonsurans, seltener Trichophyton violaceum, die Erkrankung aus. In Deutschland ist eine zunehmende Ausbreitung des Erregers Microsporum canis zu beobachten, den meist Katzen und Hunde übertragen. Auch die Infektionen mit Trichophyton tonsurans nehmen immer mehr zu.
In den meisten Fällen geschieht die Ansteckung durch Tiere wie Hunde, Katzen, Hamster, Hasen und Meerschweinchen. Auch Kälber auf Bauernhöfen sind potenzielle Überträger. Die Tiere sind mit den Erregern infiziert, die bei direktem Kontakt auf den Menschen übertragen werden.
Vor allem Kinder, die mit Tieren spielen, sind häufig von Kopfpilz betroffen und werden für andere Personen zum Überträger. Da Kopfpilz sehr ansteckend ist, kommt es daher vermehrt in Schulen und Kindergärten zu Ausbrüchen.
Steckt man sich bei einem Besuch im Friseursalon oder Barbershop an, geschieht dies meist über nicht ausreichend desinfiziertes Werkzeug wie Rasierer und Kämme.
Damit es durch den Kopfpilz zu keinem dauerhaften Haarverlust oder Narben kommt, ist es wichtig, bei ersten Anzeichen möglichst frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Bei Verdacht auf Kopfpilz ist erster Ansprechpartner der Hausarzt. Dieser überweist bei Bedarf oder für weitere Untersuchungen an einen Hautarzt (Dermatologen).
Viele andere Hauterkrankungen (z.B. Psoriasis, atopische Ekzeme, Seborrhöe, Kontaktekzeme) haben ähnliche Symptome, sind jedoch meist grundlegend anders zu behandeln. Deshalb nimmt der Arzt eine genaue Untersuchung vor.
Ärzte empfehlen zur Behandlung von Kopfpilz meist eine Kombination aus einer lokalen Therapie (z.B. in Form von Shampoos, Salben oder Cremes) und einer innerlichen (systemischen) Behandlung (z.B. in Form von Tabletten). Die Ziele der Behandlung sind, den auslösenden Erreger zu beseitigen, die Symptome zu lindern und einen bleibenden Haarverlust sowie eine weitere Ansteckung zu verhindern.
Wichtig bei der Behandlung ist, dass Kopfpilz so schnell wie möglich und ausreichend lange behandelt wird. Denn häufig lassen die Symptome durch die Behandlung rasch nach, wodurch viele Patienten die Therapie frühzeitig abbrechen. Dadurch ist es allerdings möglich, dass sich der Pilz erneut ausbreitet.
Sind Haustiere die Überträger des Pilzes, ist es außerdem notwendig, auch diese zu behandeln, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Es ist wichtig, die Behandlung schnellstmöglich zu beginnen, um zu verhindern, dass sich die Pilzinfektion weiter ausbreitet, und um das Ansteckungsrisiko zu verringern.
Um die Reizung der Kopfhaut und den Juckreiz bei Kopfpilz zu lindern, sollen auch manche Hausmittel helfen. Kalte Kompressen, ein Aloe-Vera-Gel oder Hamamelis-Gel wirken kühlend und können helfen, den Juckreiz zu lindern.
Hausmittel können die schulmedizinische Behandlung von Kopfpilz allenfalls ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie selbst die Therapie bestmöglich unterstützen können. Mit Hausmitteln alleine lässt sich Kopfpilz nicht behandeln!
Kopfpilz entwickelt sich meist im Verlauf weniger Tage und klingt, frühzeitig behandelt, nach einigen Wochen wieder ab. Wird der Kopfpilz allerdings nicht behandelt und sind die betroffenen Stellen bereits mit Pilzen bzw. Bakterien befallen, bleiben diese unter Umständen nach Abheilung der Entzündung für immer haarlos (kahl).
Bei einer schweren Infektion ist es in manchen Fällen möglich, dass Narben auf der Kopfhaut zurückbleiben. Suchen Sie deshalb bei ersten Anzeichen von Kopfpilz möglichst rasch einen Arzt auf.
Auch, wenn Kopfpilz erfolgreich abheilt, ist es möglich, dass man sich erneut ansteckt!
Um eine Ansteckung mit Kopfpilz zu vermeiden, gilt es, einige Dinge zu beachten. Pilzerreger können in Kämmen, Bürsten, Rasierern, Handtüchern, Plüschtieren oder auf Bettlaken lange lebensfähig bleiben. Ist ein Familienmitglied an Kopfpilz erkrankt, sollten Sie diese Dinge daher nicht gemeinsam nutzen und regelmäßig desinfizieren. Dies gilt auch für die Ablageflächen und Schubladen, wo die Gegenstände liegen.
Über Trendfrisuren wie High Fade und Undercut verbreitet sich derzeit ein hochansteckender Hautpilz, der juckende Rötungen, Abszesse und Haarausfall auslösen kann. Der Hautpilz Trichophyton tonsurans haftet an Kämmen, Scheren oder Rasiermessern. Mangelnde Hygiene sorgt für eine rasche Verbreitung der Pilzinfektion - auch bei Friseuren in Baden Württemberg.
Der Pilz kommt ursprünglich aus der Ringerszene. Dort ist er schon lange bekannt - durch den Kontaktsport hat er sich stark verbreitet. Er überlebt auch auf der Ringermatte, denn der Pilz braucht keinen belebten Wirt - nur Haare.
Dermatologe Schaller empfiehlt zum Beispiel, nachzufragen, ob die Rasierer nach jedem Kunden gereinigt und desinfiziert werden.
In letzter Zeit haben Hautpilz-Infektionen, die nach einem Besuch im Barbershop auftreten, zugenommen. Das Risiko einer Hautpilz-Infektion in einem Barbershop entsteht hauptsächlich durch mangelnde Hygiene. Viele Barbershop-Werkzeuge wie Rasiermesser, Scheren, Kämme oder Handtücher können Pilze übertragen, wenn sie nicht gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
Der beste Schutz vor einer Hautpilz-Infektion besteht darin, auf gute Hygiene im Barbershop zu achten.
Wenn Sie nach einem Barbershop-Besuch Symptome wie Rötungen, Juckreiz oder Schuppenbildung bemerken, könnte dies auf eine Hautpilz-Infektion hinweisen. Falls Sie solche Symptome bei sich bemerken, sollten Sie umgehend einen Hautarzt aufsuchen. Die Behandlung hängt von der Schwere der Infektion ab.
In den meisten Fällen werden topische Antimykotika (Cremes, Shampoo oder Salben) verwendet, um den Pilz zu bekämpfen. Wichtig ist, die Behandlung so lange fortzuführen, wie vom Arzt empfohlen, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind.
Auch wenn Haarschneideutensilien zu einer Verbreitung von Trichophyton tonsurans beitragen können, bedeutet das nicht, dass Sie aus Sicherheitsgründen auf Ihren Friseurbesuch verzichten müssen - viele Geschäfte nehmen die Hygiene sehr ernst.
Indem Sie diese Ratschläge befolgen, können Sie das Risiko einer Kopfhautpilzinfektion minimieren und Ihren Friseurbesuch unbesorgt genießen.
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