Im Laufe ihres Lebens werden viele Männer und Frauen mit dem Problem von Haarausfall / Alopezie konfrontiert. Bei den einen ist der Haarausfall erblich bedingt, bei den anderen sorgen Stress und Umweltfaktoren dafür, dass die Haare auf dem Kopf immer weniger werden. Nicht immer können bestimmte Pflegeprodukte ihr Versprechen einhalten und den Haarausfall stoppen, auch Hausmittel und konventionelle Behandlungen gegen Haarausfall und kreisrunden Haarausfall führen in den seltensten Fällen zu dem gewünschten Ergebnis.
Ein Haarausfall kann sich aber auch durch kahle Stellen (Alopezie) bemerkbar machen. Fallen mehr Haare aus, spricht man von einem verstärkten Haarausfall (Effluvium). Häufig fällt dies beim Kämmen auf. Ein täglicher Haarausfall von bis zu 100 Haaren ist physiologisch. Jeder Mensch hat 80.000 bis 100.000 Kopfhaare. Haare beststehen aus Keratinen und werden von den Haarfollikeln gebildet.
Die Diagnose von Hauterkrankungen zu stellen und letztendlich eine zielgerichtete Therapie einzuleiten, kann auch für erfahrene Dermatologen oft eine interessante Herausforderung darstellen. Im Rahmen einer umfangreichen fachärztlichen Untersuchung wird zunächst ein exakter Status erhoben, welche klinische Form des Haarausfalles wahrscheinlich vorliegt bzw. welche Auffälligkeiten von Kopf- und Körperbehaarung vorliegen.
In einem ausführlichen Gespräch mit einem spezialisierten Facharzt werden eventuelle Ursachen für die vorliegenden Haarprobleme herausgearbeitet. Dabei findet insbesondere eine mögliche familiäre Belastung Beachtung und es wird auf Besonderheiten der Haarpflege bzw. der persönlichen Ernährung eingegangen. Auch die Einnahme von Hormonpräparaten (Antibaby-Pille bzw. Medikamente gegen Wechseljahrsbeschwerden) wird geprüft und vor dem Hintergrund des Beschwerdebildes eventuell neu bewertet. Weitere Medikamente, die unter Umständen eingenommen werden, müssen bezüglich möglicher Auswirkungen auf die Haare einer kritischen Prüfung unterzogen werden. Im Rahmen dieses Gespräches wird festgelegt, welche weiteren Untersuchungsverfahren notwendig bzw.
Bei allen Formen des Haarausfalles und bei den meisten Formen von Strukturschäden der Haare (Brüchigkeit, Sprödigkeit, Glanzlosigkeit) ist eine mehr oder weniger umfangreiche Laboruntersuchung sinnvoll. Je nachdem, welche Parameter hierdurch geprüft werden sollen, erfordert die Blutuntersuchung zum Teil völlige „Nüchternheit“, d.h. es darf vorher weder gegessen noch getrunken werden. Hieraus ergibt sich, dass die Blutabnahme unter Umständen nicht sofort, sondern an einem anderen Tag, z.B. früh morgens, durchgeführt werden muss.
So sind neuerdings mikroskopisch Verfärbungen bzw. Einsenkungen der Kopfhaut in unmittelbarer Umgebung der Haarschäfte nachgewiesen worden, die einen beginnenden oder manifesten Haarausfall anzeigen können. Auch die Schnelligkeit des Haarwachstums bzw.
Mittels des sog. „Zupftestes“ wird die Festigkeit der Verankerung der Haarwurzeln in der Kopfhaut geprüft und unter Zuhilfenahme der computergestützten Video-Auflichtmikroskopie (sog. TrichoScan®) werden Auffälligkeiten der Kopfhaut bzw. Strukturanomalien der Haarschäfte „unter die Lupe genommen“. Weiteren Aufschluss über die Ursachen und Besonderheiten des Haarausfalles können hiermit geliefert werden.
Hierzu werden durch uns von der Kopfhaut der PatientInnen geeignete Abstriche entnommen und auf Spezial-Nährboden gegeben, die an ein Labor eingeschickt werden. Dort werden sie in speziellen Inkubatoren (Brutkammern) angezüchtet und auf entsprechende Krankheitserreger genauestens untersucht. Bei hartnäckigen, juckenden Kopfhautekzemen oder einer ständigen übermäßigen Kopfhautschuppung sollte die Kopfhaut daraufhin untersucht werden, ob eine unphysiologische (nicht dem Normalmaß entsprechende) Besiedelung der Kopfhaut mit Bakterien oder Pilzorganismen vorliegt. In manchen Fällen kann hierdurch die Ursache für jahrelangen quälenden Juckreiz bzw.
Nur in seltenen Fällen sind biochemische Analysen der Haarschäfte indiziert. Beim Menkes Syndrom finden sich neben brüchigen und spiralförmig gedrehten Haaren ein stark verminderter Kupfergehalt in den Haarschäften. Dagegen ist die Trichothiodystrophie z.B. In besonderen Fällen kann es notwendig sein, für eine genaue Diagnosestellung Ihres Haarproblemes sehr teure Spezialuntersuchungen des Haarschaftes mittels der Raster-Elektronenmikroskopie durchzuführen. Dieses gilt insbesondere für seltenere Formen von Haarstrukturschäden, die unter Umständen mit anderen Methoden nicht sicher erkannt werden können.
Eine Kopfhautbiopsie sollte immer dann erfolgen, wenn das klinische Bild alleine nicht ausreicht, um die Haarerkrankung zu diagnostizieren. Die Auswahl des geeigneten Biopsie-Ortes und eine korrekte Biopsie-Technik sind für die histologische Befundung von Alopezien wesentlich. Wenn möglich, sollten sog. „Primärläsionen“ wie Pusteln, Vesikeln oder folliculäre Papeln entnommen werden. Bei fleckförmiger Alopezie sollte eine spindelförmige Biopsie an der Grenzzone zwischen dem haarlosen Areal und normaler Kopfhaut durchgeführt werden. Dabei sollte besonders darauf geachtet werden, dass erythematöse oder atrophische Areale sowie Zonen mit verkleinerten oder abnormalen Haarschäften miterfasst werden.
Es sollte ein runder Stanzzylinder (mind. 4-6mm) oder eine spindelförmige, tiefgreifende Biopsie mit Fettgewebe parallel zur Wuchsrichtung der Haarschäfte entnommen werden, da bei senkrechter Biopsie der Haarfollikel nur schräg angeschnitten wird und die Bulbi häufig fehlen. Gelegentlich können zwei Proben sinnvoll sein, um entweder klassische Längs- und zusätzliche Horizontalschnitte zu beurteilen oder bei der Verdachtsdiagnose einer vernarbenden Alopezie Gewebe für eine direkte Immunfluoreszenz zu gewinnen. Spezielle Färbetechniken sind in der Regel nicht notwendig, denn meist genügen die HE-, EvG- und PAS-Färbungen.
Mittels einer völlig neuartigen Software (genannt: „TrichoScan®“) ist es dem spezialisierten Facharzt möglich geworden, computergestützt exakte quantitative Aussagen darüber zu machen, ob und wie viele neue Haare in welcher Zeit in dem zu beurteilenden Kopfhautareal gewachsen sind oder ob es weiterhin zu einem Fortschreiten des Haarverlustes in dem betrachteten Zeitabschnitt gekommen ist. und vergleicht die erhaltenen Werte zwischen betroffener und gesunder Kopfhaut. Diese Daten sind - neben den erhobenen Laborwerten im eigenen, hochspezialisierten Hormonlabor - unabdingbar für die Sicherung einer exakten Haardiagnose und damit für die Einleitung einer diagnoseorientierten, spezifisch wirksamen Haartherapie!Für die TrichoScan®-Untersuchung sind 2 Vorstellungstermine in der Praxis im Abstand von 3 Tagen erforderlich.
Am 1. Tag werden (für Außenstehende unsichtbar) zwei ca. 5cm Stück große Kopfhautareale im vorderen/oberen sowie im Bereich des Hinterkopfs auf 3mm-Haarlänge rasiert. Am 3. Tag (zwischenzeitlich dürfen die Haare gewaschen werden) erfolgen nach spezifischer Anfärbung beider Bereiche die Messungen mit einem speziellen Computer-Scanner.
In der Vergangenheit wurde zur Klärung der Ursache des Haarausfalles eine Haarwurzeluntersuchung durchgeführt. Hierbei wurden zwei Büschelchen von jeweils ca. 30-50 Haaren aus dem vorderen (Frontal-) Bereich und dem hinteren (Occipital-) Bereich der Kopfhaut entnommen. Die Haarentnahme erfolgte mit kräftigem Zug - war also durchaus schmerzhaft. Für die Vorbereitung durften 5-7 Tage vor dem Termin die Haare nicht gewaschen, gebürstet oder frisiert werden.
Für die Behandlung des androgenentischen Haarausfalls stehen für Männer zwei effektive Wirkstoffe zur Verfügung. Minoxidil wird als Lösung oder als Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen. Finestarid wird als Tablette eingenommen und hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosestpsteron. Beide Medikamente sind sehr gut wirksam.
Eine Behandlung mit Finestarid oder Minoxidil stoppt den Haarausfall bei 80 bis 90 Prozent der Patienten, bei ungefähr 50 Prozent verdichten sich die Haare wieder. Als Nebenwirkung kann sich nach der Anwendung von Minoxidil die Kopfhaut röten, schuppen und entzünden. Männer, die Finestarid einnehmen, können unter Errektionsstörungen und Abnahme der Lust auf Geschlechtsverkehr leiden. Finestarid führt gelegentlich auch zu einer Vergrößerung der Brustdrüsen (Gynäkomastie). Auch Frauen können mit Minoxidil den Haarausfall behandeln. Finestarid ist allerdings nicht für Frauen zugelassen.
Die Wirksamkeit von Aloe Vera, Ginko, Nahrungsergänzungsmitteln und vielen anderen Mitteln ist nicht ausreichend wissenschaftlich bewiesen! Die Eigenhaartransplantation eignet sich als ergänzende Maßnahme bei fortgeschrittenem Haarausfall. Bei schütterem Haar und im Zuge einer Haarausfall-Therapie kann mittels Mikro-Haarpigmentierung eine Haarverdichtung erreicht werden, die durch Spezialisten der Haarchirurgie durchgeführt wird.
Bei diffusem Haarausfall richtet sich die Behandlung nach der Ursache. Wird die ursächliche Erkrankung behandelt oder der Auslöser beseitigt, wachsen die Haare wieder nach. Beim kreisrunden Haarausfall empfiehlt es sich bei geringer Ausprägung erst einmal abzuwarten. Häufig wachsen die Haare spontan wieder nach. Zur Unterstützung können die Patienten Zink einnehmen. Zink funktioniert als Immunmodulator und die Einnahme hat keine Nebenwirkungen.
Ist der kreisrunde Haarausfall behandlungsbedürftig, ist die wirksamste Behandlung eine Immuntherapie mit Diphenylcyclopropenon oder Quadratsäure-Dibutylester. Die Medikamente werden auf die Kopfhaut aufgetragen und lösen dort eine Allergie aus. Die in der Kopfhaut vorhandenen Immunzellen (T-Lymphozyten) reagieren auf die Allergene und greifen nicht mehr die Haarfollikel an.
Die Methode ist je nach Ausmaß der Erkrankung in 30 bis 80 Prozent der Fälle erfolgreich. Alternativ kann eine Therapie mit Kortikosteroiden oder Triamcinolon-Kristallen probiert werden. Es gibt viele weitere Therapieansätze, zum Beispiel eine Reiz- oder Lasertherapie, deren Wirksamkeit aber noch nicht ausreichend bewiesen ist.
In meiner Praxis bieten wir Patienten eine professionelle, erfolgsversprechende Methode an. Vor der eigentlichen Therapie findet ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten statt, in dem der Patienten über die PRP Behandlung aufgeklärt wird und alle eventuellen Nebenwirkungen und Risiken besprochen werden. Für Patienten, die bereits eine Glatze haben, ist eine Eigenbluttherapie bedauerlicherweise wirkungslos.
Für die PRP-Therapie wird dem Patienten etwas Blut entnommen und anschließend zentrifugiert. Daraus wird ein hochkonzentriertes, plättchenreiches Blutplasma gewonnen, welches gegen den Haarausfall mit einer feinen Nadel oder mit dem fraktionierten CO2-Laser (Laser Assisted Drug Delivery) unter die Kopfhaut gebracht wird. Durch diese Behandlung aktivieren die im Plasma enthaltenen Thrombozyten Wachstumsfaktoren in der Kopfhaut und den Haarwurzeln und leiten darüber hinaus einen Heilungsprozess ein.
Durch diese Behandlung aktivieren die im Plasma enthaltenen Thrombozyten Wachstumsfaktoren in der Kopfhaut und den Haarwurzeln und leiten darüber hinaus einen Heilungsprozess ein. Dadurch dass es sich bei der PRP-Therapie um Eigenblut handelt, ist diese Behandlung besonders verträglich und allergische Reaktionen - sowie Infektionen sehr unwahrscheinlich.
Es lässt sich pauschal keine Aussage darüber treffen, wie häufig eine PRP Behandlung bei einem Mann oder einer Frau durchzuführen ist, sodass man durch diese den Haarausfall dauerhaft stoppen und das Wachsen der Haare erneut stimulieren kann. Erfahrungsgemäß kann man festhalten, dass etwa 3 Behandlungen im Abstand von ca. 6 Wochen sich für eine erfolgreiche Therapie bewährt haben.
Vorab sei gesagt, dass eine PRP Haarwurzelbehandlung mit Eigenblut nicht für jeden Mann oder Frau gleichermaßen geeignet ist. Wie bereits zuvor erwähnt, sind Männer mit Glatze bereits von einer PRP Behandlung ausgeschlossen, da bei ihnen kein erfolgsversprechendes Haarwachstum durch die Behandlung zu erwarten ist. Außerdem ist es ein ganz natürlicher Prozess, dass Menschen im Frühjahr und Herbst mehr Haare verlieren als zu den anderen Jahreszeiten und es in so einem Fall nicht notwendig ist eine PRP Behandlung einzuleiten.
Allgemein gilt die Regel, dass erst ab dem Zeitpunkt, ab dem man über einen längeren Zeitraum weit mehr als 100 Haare am Tag verliert, es ratsam ist sich in einen professionelle Behandlung gegen den Haarausfall zu begeben. Dabei sollte man sehr früh auf erste Anzeichen von Haarausfall achten und der Ursache des Haarverlustes auf den Grund gehen.
Es existieren viele Faktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen, die als Ursache für den Haarausfall in Frage kommen. Trotzalledem kann ein bedingter Haarausfall durch eine Eigenbluttherapie erfolgreich bekämpft und ausgefallenes Haar in Zukunft vermieden werden.
Trich = Haar, tillo = rupfen, Manie = Trieb, Sucht. Ins Deutsche Übersetzt bedeutet Trichotillomanie: zwanghaftes Haare ausreißen. Beschreibung: Trichotillomanie ist gekennzeichnet durch wiederholtes Ziehen an den eigenen Haaren, was zu erheblichem Haarverlust führt. Die Störung wird begleitet von erfolglosen Versuchen, das Verhalten zu verringern oder zu stoppen.
Das Haarausreißen kann in jeder Körperregion auftreten, in der Haare wachsen. Die am häufigsten bevorzugten Stellen sind die Kopfhaare, gefolgt von Augenbrauen und Wimpern. Das Ausreißen der Haare kann in kurzen, über den Tag verteilten Episoden oder in weniger häufigen, aber länger andauernden Perioden auftreten.
Die deutlichste negative Auswirkung des Haare ausreißens ist der sichtbare Haarverlust oder das Fehlen der Augenbrauen und Wimpern. Auch wenn Betroffene um diese Auswirkungen wissen, können sie das Ausreißen nicht einfach sein lassen. Trichotillomanie wird oft zu einer chronischen Erkrankung. Betroffene schämen sich sehr aufgrund ihrer Erkrankung.
Neben dem Haarverlust treten in der Folge am Körper weitere Schäden, wie Hautreizungen, offene Stellen am Kopf, Schäden an den Zähnen durch zerbeißen der Haare, wie z.B. Einige Betroffene zerkauen die Haare und schlucken sie herunter, was als Trichophagie bezeichnet wird. Dies kann die Magenschleimhaut reizen und zu Beschwerden führen. Eine weitere Sonderform ist auch die Trichotemnomanie.
In Deutschland leiden ca. 0,5 % bis 1,05% der Bevölkerung an Trichotillomanie. Trichotillomanie beginnt meistens zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr. Trichotillomanie kann auch schon im Säuglings- und Kleinkindalter auftreten. Das Symptom fällt in die Zeit, in der Kinder ihren Körper entdecken.
In den nächsten Schritten sollte geklärt werden, welche Ziele und Wünsche der Betroffene für sich hat und welche Funktion das Haare ausreißen für ihn hat. Da die Handlung oft automatisiert ausgeführt wird, sollte die Ausrichtung der eigenen Aufmerksamkeit auf diese Handlung erlernt werden. Hiefür bietet sich die Selbstbeobachtung an.
Trägt jemand eine Perücke, Haarband, Tuch oder Haarteil, kann es eine Expo sein, sich ohne diese „Hilfsmittel“ alleine Zuhause zu bewegen. Eine weitere Steigerung ist es dann, in Gegenwart von Familienmitgliedern oder dem besten Freund, der besten Freundin, die Perücke, das Haarteil wegzulassen. Später kommen die Betroffenen dann ohne Perücke etc. zur Therapiesitzung.
Es kann auch hilfreich sein, sich täglich die kahlen Stellen anzuschauen oder ggf. Spezielle Medikamente gegen Trichotillomanie gibt es nicht. Erst nach Beendigung der Therapie zeigt sich, wie erfolgreich die Therapiebausteine waren. In den letzten Therapiestunden sollte besprochen werden, wie mit Rückfällen umgegangen werden sollte. Die Betroffenen sollten für sich einen individuellen Notfallkoffer zusammenstellen, auf den bei Bedarf zurückgegriffen werden kann.
Auch heute noch ist es schwer einen Therapeuten oder eine Klinik zu finden, die sich mit der Behandlung mit Trichotillomanie auskennt. Wenn man sich an einen Therapeuten wendet, sollte es ein Verhaltenstherapeut sein, der sich mit der Behandlung von Zwangsstörungen auskennt. Der Therapeut sollte bereit sein, sich auf den Betroffenen mit seinen Fragen, Wünschen und Problemen einzulassen und Trichotillomanie nicht als schlechte Angewohnheit, Tic oder Macke abtun.
Viele Betroffene und ihre Angehörigen fühlen sich mit Trichotillomanie oft allein gelassen. Mit Freunden oder Familienmitgliedern trauen sich die Betroffenen oft nicht zu sprechen, weil sie sich zu sehr schämen. Ein Besuch einer Selbsthilfegruppe, auch online, in der man auf Gleichgesinnte und Verständnis trifft, kann eine gute Unterstützung und Ergänzung zur Therapie sein.
Für Angehörige und Freunde ist das Haare ausreißen meist unverständlich und schwer auszuhalten. Fördern Sie die Stärken und gesunden Fähigkeiten des betroffenen Familienmitgliedes oder Freundes. Unternehmen Sie schöne Dinge miteinander. Unterlassen Sie eigene „Therapieversuche“ wie Ermahnungen, Bestrafungen oder Abrasieren der Kopfhaare, z.B. bei kleinen Kindern. Bieten Sie Ihre Hilfe bei der Suche nach Therapeuten und Kliniken an.
Schließlich gehört auch die kompetente Beratung über Möglichkeiten der Entfernung unerwünschter Körperhaare zum Leistungsspektrum. Voraussetzung hierfür sind nicht nur detaillierte Kenntnisse über Anwendung und Wirkungsweise neuartiger Enthaarungscremes, über Elektrokaustische Haarentfernung oder über Kalt- oder Heißwachs. Als modernste und in der Zwischenzeit effektivste Therapie unerwünschter Körperhaare zählt inzwischen die Behandlung mittels gepulster Blitzlampe (sog. “IPL“-Technologie) oder Laser.
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