Haut und Haar Schlitz Definition: Alles über Haartransplantation

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Die häufigste Form des Haarausfalls ist die so genannte androgenetische Alopezie, auch bekannt als Haarausfall vom männlichen Typ. Zwischen 12 und 15 Millionen Deutsche neigen zur Glatzenbildung. Wir haben etwa 120.000 Haare auf dem Kopf, davon verlieren wir täglich 100 bis 120. Haarausfall gilt erst dann als krankhaft, wenn ein Mensch mehr als 100 Haare pro Tag verliert. Wenn mehr ausfallen, dünnt das Haar aus und es bilden sich schüttere oder gar kahle Stellen.

Für Männer, die sich weder damit abfinden, noch jahrelang Medikamente gegen den Haarausfall nehmen möchten, halten die Fachärzte der Bodenseeklinik eine Lösung bereit: die Haartransplantation. Die Bodenseeklinik ist auch mit Ihrem erfahrenen Haarteam spezialisiert auf Haartransplantationen bei Frauen. Jede 8. Haartransplantation, die an der Bodenseeklinik vom Spezialteam durchgeführt wird, ist eine Frau. Bei Frauen sind meist Verdichtungen notwendig, da sie ganz dünne Haare bekommen, oder kreisförmigen Haarausfall haben.

Quelle: Bodenseeklinik

Ursachen und Behandlung von Haarausfall

Haarausfall kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Ein beginnender Haarausfall lässt sich oft noch ohne Operation bremsen oder sogar für eine gewisse Zeit ganz aufhalten. Manchmal können Medikamente, regenerierende Haartherapien (z. B. Behandlung mit Eigenblutplasma) oder im Handel erhältliche Kuren, Shampoos und Tinkturen helfen. Bei fortgeschrittenem Haarausfall bilden sich die Haarfollikel irreversibel zurück.

Eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des androgenetischen Haarausfalls spielt das Hormon Dihydrotestosteron, das unter dem Einfluss eines bestimmten Enzyms aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron gebildet wird. Diese sogenannte androgenetische Alopezie ist häufig genetisch bedingt.

Haartransplantation: Eine dauerhafte Lösung

Bei einer Haartransplantation werden Haare von einer noch behaarten Stelle des Kopfes entnommen und als ausgestanzte Mikroimplantate, Grafts genannt, an eine andere Stelle verpflanzt. Bei erblichem Haarausfall werden Haare von Kopfbereichen verwendet, die weniger anfällig sind. Sind die transplantierten Haare einmal angewachsen, halten sie ein Leben lang. Bei einer Eigenhaartransplantation werden Haare meist im Bereich über den Ohren oder am Hinterkopf bzw. Nacken entnommen. Dort sind die Haarwurzeln weniger anfällig für die Wirkung männlicher Hormone.

Der Eingriff dauert ca. 2 - 4 Stunden und erfolgt i. d. R. unter örtlicher Betäubung. Patienten sind meist sofort wieder arbeitsfähig, sollten sich am Tag der Transplantation jedoch schonen. Es ist günstig, die Haare vor einer Transplantation möglichst lang wachsen zu lassen.

Methoden der Haartransplantation

Es gibt verschiedene Entnahmetechniken für die Haarwurzeln aus dem Haarkranz. Wichtig ist folgende Information: Die Haare wachsen in kleinen natürlichen Gruppen bzw. Einheiten, den Follicular Units (FU) mit je 1-4 Haaren aus einer Pore. Jede FU entspricht also einem Transplantat (engl. graft) und enthält 1-4 Follikel bzw. Haarwurzeln.

  1. Punktuelle, direkte Entnahme einzelner follikulärer Einheiten mittels einer Mikrostanze, sogenannte Einzelhaarentnahme oder FUE (Follicular Unit Excision).
  2. Entnahme eines schmalen, elliptischen Hautstreifens und anschließende Präparation der einzelnen follikulären Einheiten unter dem Mikroskop, sogenannte Streifentechnik oder FUT (Follicular Unit Transplantation).

Haartransplantation - Was ist die FUT-Methode?

Es gibt Micro- und Minigrafts. Micro-Grafts enthalten 1-2 Haare, Mini-Grafts 3-5 Haare. Um einen Quadratzentimeter Kopfhaut mit Haaren zu bedecken, benötigt der Transplantationschirurg etwa 30 Grafts.

FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation)

Die FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation) wird auch als Streifentechnik bezeichnet und ist ein anerkanntes Verfahren der Haar-Entnahme bei der Haartransplantation. Beim FUT-Verfahren entfernt der Haar-Chirurg einen sehr schmalen, dicht mit Haaren bewachsenen Streifen Haut vom Hinterkopf des Patienten. Anschließend entnimmt er die darin befindlichen Haarwurzeln so, dass sehr kleine Einheiten (Grafts) entstehen.

Bei der FUT-Technik verwendet der Schönheitschirurg meist eine spezielle Naht-Technik, sodass auf der Entnahmestelle später Haare nachwachsen können. So sieht man kaum noch, dass dort ein Streifen Haare für die Transplantation entnommen wurde. Einziger Nachteil der FUT-Technik ist, dass an der Entnahmestelle des Haarstreifens am Haarkranz des Hinterkopfs eine kleine Narbe zurückbleibt, weil der Haarchirurg das Spenderareal im Unterschied zur FUE-Technik vernähen muss.

FUE-Technik (Follicular Unit Extraction)

FUE ist die Abkürzung für Follicular Unit Extraction und bezeichnet ein Verfahren der Haarentnahme bei der Verpflanzung menschlicher Haare. Eine Follucular Unit (follikuläre Einheit) ist ein Bündel von bis zu vier Haaren: Menschliche Haare wachsen nicht einzeln, sondern stets in derartigen Bündeln. Bei der FUE-Technik werden die zu verpflanzenden Haare in einzelnen Bündeln (follikulären Einheiten) entnommen.

Die Haar-Entnahme mithilfe des FUE-Verfahrens erfolgt nach der örtlichen Betäubung der Kopfhaut-Stelle, die für die Transplantation der Haarwurzeln vorgesehen ist. Die FUE-Technik bietet mehrere Vorteile: Da jeweils nur wenig Haut entfernt wird, sind Form-Veränderungen der Kopfhaut eher selten. Der minimalinvasive Eingriff hinterlässt nur winzige Narben, die kaum sichtbar sind. Das FUE-Verfahren ist generell kostspieliger als die FUT-Technik. Weil immer nur wenige Haare gleichzeitig eingesetzt werden können, dauert der chirurgische Eingriff länger als bei der Streifenmethode.

Quelle: ISHRS

Die Schlitz-Technik (Schlitz-Inzision)

Um die neuen Haare verpflanzen zu können, muss der Mediziner zuerst winzige Öffnungen in der Kopfhaut machen. Die Schlitz-Technik (Schlitz-Inzision) ist eines der Verfahren, mit denen er diese Empfangsöffnungen bildet. Die sehr kleinen und schmalen Klingen werden in eine dafür geeignete Vorrichtung gesteckt. Dann macht der Mediziner, der die Haarverpflanzung vornimmt, winzige horizontale oder vertikale Schnitte auf der Kopfhaut seines Patienten.

Der Haarchirurg führt die kleinen Schnitte durch, nachdem der Patient fünf Tage vor dem Eingriff täglich Panthenolsalbe auf das betreffende Kopfhautareal aufgetragen hat. Die Schlitzinzision ist ein minimalinvasives Verfahren, das im Rahmen einer Haartransplantation durchgeführt wird. Es wird hauptsächlich deshalb verwendet, weil es das Kopfhautgewebe des Patienten im Gegensatz zu früher angewandten Verfahren schont. Die Schlitz-Inzision hat den Nachteil, dass an den Stellen, wo der Haar-Chirurg die zu transplantierenden Haare einsetzt, kleine strichförmige Narben zurückbleiben. Sie werden jedoch durch den normalen Heilungsprozess immer blasser.

Die Lochtechnik

Als Lochtechnik bezeichnet man eine bei der Haarverpflanzung eingesetzte Methode, bei der das zuvor desinfizierte und lokal betäubte Empfangsgebiet auf der Kopfhaut mithilfe von sterilen Nadeln bearbeitet wird. Der Haar-Chirurg hat bei der Lochtechnik die Wahl zwischen Nadeln verschiedener Stärken. Mit ihnen kann er Löcher von 0,5 bis 0,9 mm Durchmesser auf der Kopfhaut anlegen. Dies entspricht einer Nadel-Stärke von 25 bis 20 Gauge.

Das Bearbeiten der zuvor desinfizierten und örtlich betäubten Kopfhautstellen mithilfe der feinen Nadeln erfolgt nach der Entnahme der zu verpflanzenden Haare. Die Nadeltechnik ist wie die Schlitztechnik eine minimalinvasive Methode. Im Unterschied zu dieser hinterlässt sie jedoch noch wesentlich kleinere Narben. Die Lochtechnik selbst ist mit keinen Nachteilen für den Patienten verbunden. Allerdings kann es in einzelnen Fällen zu einer allergischen Reaktion auf das verwendete Lokalanästhetikum kommen.

Kosten einer Haartransplantation

Die Kosten unterscheiden sich zum Teil deutlich. Durchschnittliche Kosten nach Preisvergleich: Ca. 4.000 €. Auf SchönheitsGebotDE erhalten Sie kostenlos günstige Angebote für Transplantationen von Haaren von erfahrenen Ärzten und plastischen Chirurgen in Ihrer Nähe. Ihren persönlichen Kostenvoranschlag sowie gegebenenfalls Terminvorschläge für eine Behandlung erhalten Sie erst nach einer ausführlichen ärztlichen Beratung und Untersuchung. 3.500 € - 7.000 €.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten in der Regel nur, wenn der Haarverlust durch Unfall, eine Verletzung oder schwere Hauterkrankungen entsteht.

Nachsorge und Risiken

Nach einer Haartransplantation sollte für etwa drei Wochen keine anstrengende, sportliche Aktivität eingeplant werden. In der ersten Nacht sind Wundschmerzen im Spendergebiet am Hinterkopf möglich. Schwellungen im Stirn- und Augenbereich können etwa zwei Tage nach der Operation auftreten, sie beeinträchtigen das Haarwachstum aber nicht. Durch Reizung sensibler Hautnerven sind Gefühlsstörungen oberhalb der Spenderregion und im Implantationsgebiet relativ häufig; sie vergehen nach einigen Wochen bis Monaten von selbst. Es bildet sich ein Schorf, der sich innerhalb von maximal 10 Tagen ablöst. Darum kann es hilfreich sein, sich für diese Zeit Urlaub zu nehmen.

Bei einer Haartransplantation kann passieren, dass die transplantierten Haare oder ein Teil davon nicht anwachsen. Das kommt jedoch selten vor. Bleiben Narben zurück? Bei neuen Techniken, bei denen kleine Kopfhautstücke (sogenannte Grafts) ausgestanzt werden, entstehen nur winzige Narben, die weitestgehend unsichtbar sind.

Persönliche Empfehlung von Prof. Mang: „Nehmen Sie sich Zeit für eine Haartransplantation und lassen sie diese nur von einem geübten Team durchführen.“

Der Verband Deutscher Haarchirurgen e.V.

Der Verband Deutscher Haarchirurgen e.V. ist eine gemeinnützige Organisation von Ärztinnen und Ärzten, die sich auf Haartransplantationen in Deutschland spezialisiert haben. Diese dienen der dauerhaften Haarwiederherstellung bei Haarausfall bzw. Alopezie.

Oft fällt es den Betroffenen schwer, im Dickicht der medizinischen Informationen und teils kommerziellen Angeboten eine seriöse Orientierung zu finden. Hier bieten wir ärztliche Aufklärung, Information und Beratung.

Die Haartransplantation muss persönlich von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. Sie müssen über eine angemessene Ausbildung und Erfahrung auf diesem Gebiet verfügen.

Graft-Qualitäts-Index (GQI) Zahl FU Punkte
Grad 1 1.000 1.000
Grad 2 500 1.000
Grad 3 150 450
Grad 4 75 300
Gesamt 1.725 2.750
GQI-Index: 1,59

tags: #Haut #und #Haar #Schlitz #Definition

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen