Viele Menschen streben nach schöner und gesunder Haut, glänzenden Haaren und gepflegten Nägeln. Doch rund um die Pflege dieser Schönheitsmerkmale ranken sich zahlreiche Irrtümer. Einige davon können sogar der Gesundheit schaden. Dieser Artikel räumt mit einigen Mythen auf und gibt praktische Tipps für die richtige Pflege.
Mythos: Häufiges Spitzenschneiden beschleunigt das Haarwachstum.
Falsch. Spitzenschneiden wirkt sich weder auf Wachstum noch Menge der Haare aus. Sie wirken nur voller. Der Grund: Die Spitzen sind der älteste Teil des Haares, er ist Wetter, Föhn- und Heizungsluft am längsten ausgesetzt. Mit der Zeit werden die Spitzen immer dünner. Tipp: Schonen Sie die Spitzen.
Mythos: 100 Bürstenstriche am Tag machen das Haar glänzend.
Im Gegenteil. Wer sie 100 Mal bürstet, strapaziert die Haare stark. Sie rauen auf und brechen schneller. Der Talg, den die Kopfhaut bildet, verteilt sich so stark im Haar, dass es fettig wirken kann. Tipp: Damit die Bürste geschmeidig durchs Haar gleitet, sollten Shampoos die Haarstruktur glätten. Dafür sorgen unter anderem die oft in Haarpflege enthaltenen Silikone. Studien deuten darauf hin, dass sie sich nicht auf dem Haar anreichern. Sie gelten aber als schwer abbaubar. Es gibt auch Shampoos ohne Silikone, meist steht der Hinweis auf der Verpackung.
Mythos: Tägliches Haarewaschen ist schädlich.
Falsch. Heute sind Shampoos so mild, dass tägliches Waschen kein Problem ist. Tipp: Ob Haare besonders schnell nachfetten, hängt von der Menge und Produktivität der Talgdrüsen ab. „Das ist Veranlagung, Shampoos können daran nichts ändern“, sagt Maja Hofmann. Wenn die Haare schon kurz nach der Wäsche wieder fettig wirken, könnten Trockenshampoos helfen. Sie sollen überschüssiges Fett aufnehmen.
Haarvitamine für gesundes Haarwachstum
Schöne und gesunde Haare zählen für viele Personen zu einem wichtigen Schönheitsmerkmal. Haar-Vitamine können eine unterstützende Rolle bei der Förderung des Haarwachstums und der Verbesserung der Haargesundheit spielen. Wählen Sie jetzt aus unserer Vergleichstabelle Haar-Vitamine mit besonders vielen Nährstoffen, damit Ihre Haare lange und gesund wachsen können.
Großes Augenmerk haben wir auf die Kategorien Menge, Biotin, Selen und Ohne Magnesiumsalze gelegt.
Hier ist eine Übersicht von Haar-Vitaminen:
| Position | Produktmodell | Preis ca. | Biotin | Positiv | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Platz 1 | Haar Vitamine von Vihado | ca. 23 € | 250 μg pro Kapsel | Voller wichtiger Nährstoffe | Gleich lieferbar |
| Platz 2 | Haar-Vitamine von BIO-H-TIN | ca. 33 € | 50 μg pro Kapsel | Starker Selengehalt | Gleich lieferbar |
| Platz 3 | Haar-Vitamine von SUPLINT | ca. 19 € | 5.000 μg pro Kapsel | Viele Nährstoffe enthalten | Gleich lieferbar |
| Platz 4 | Haar Vitamine von Donivital | ca. 26 € | 2.500 μg pro Kapsel | Reich an Biotin | Gleich lieferbar |
| Platz 5 | Hair Power von NaroVital | ca. 25 € | 2.500 μg pro Kapsel | Reich an Biotin | Gleich lieferbar |
Jede*r, der schon einmal von Haarausfall betroffen war, weiß, wie belastend es ist, wenn die Haare immer lichter werden und die Kopfhaut durchschimmert. Auf dem Markt gibt es daher unzählige Mittel, die den Haarausfall stoppen und gleichzeitig das Haarwachstum anregen sollen. Doch gerade bei anlagebedingtem Haarausfall wirken Koffeinpräparate, Haarvitamine und Co. leider oft kaum bis gar nicht.
Stiftung Warentest hat diverse Mittel gegen Haarausfall unter die Lupe genommen, die vor allem bei einem anlagebedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) eingesetzt werden. Wir stellen euch nachfolgend die vier Präparate vor, die am besten abgeschnitten haben:
| Produktinformationen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anwendung bei | anlagebedingtem Haarausfall | anlagebedingtem Haarausfall | anlagebedingtem Haarausfall | anlagebedingtem Haarausfall |
| Enthaltener Wirkstoff | 2 % Minoxidil | 5 % Minoxidil | 1 mg Finasterid | 1 mg Finasterid |
| Art | Lösung | Schaum | Filmtabletten | Filtabletten |
| Menge | 3 x 60 ml | 3 x 60 g | 28 Stück | 28 Stück |
| Für | Frauen | Männer | ||
| Rezept | Frei | Verschreibungspflichtig | verschreibungspflichtig | verschreibungspflichtig |
Die Ergebnisse von Stiftung Warentest als haarsträubend zu bezeichnen, wäre ein bisschen zu hart ausgedrückt. Nichtsdestotrotz konnten im Test lediglich zwei Wirkstoffe - und das auch nur bedingt - bei einem anlagebedingten Haarausfall bzw. einer sogenannten androgenetischen Alopezie therapeutisch wirksam sein: Minoxidil und Finasterid.
Minoxidil: In Lösungen sowie Schaum zum Auftragen auf die betroffene Kopfhaut ist häufig Minoxidil enthalten. Mittel gegen Haarausfall mit diesem Wirkstoff sind ohne Rezept erhältlich und werden ausschließlich äußerlich auf der Haut angewendet. Sowohl bei Frauen als auch Männern kann mit Minoxidil erblich bedingter Haarausfall gestoppt werden, da der Wirkstoff bei einer regelmäßigen Anwendung die Blutgefäße auf der Kopfhaut erweitert und die Haarwurzeln wieder besser mit Blut und Nährstoffen versorgt werden. Auf diesem Wege werden vorhandene Haare gestärkt und gleichzeitig wird der Haarausfall reduziert. Doch Vorsicht: Mittel gegen Haarausfall mit Minoxidil müssen permanent angewendet werden, um den Haarausfall langfristig zu stoppen.
Finasterid: Der Wirkstoff Finasterid ist ausschließlich für Männer geeignet und soll den DHT-Spiegel senken. So werden verkrümmte Haarwurzeln wieder aktiviert und das Fortschreiten von erblich bedingtem Haarausfall verlangsamt. Um seine Wirkung zu entfalten, müssen die Tabletten täglich und langfristig eingenommen werden. Zudem sind Präparate mit Finasterid nur auf Rezept erhältlich. Bei Frauen konnte mit Finasterid keine positive Wirkung festgestellt werden, im Gegenteil: In der Schwangerschaft kann die Einnahme von Finasterid unter anderem zu Fehlbildungen beim ungeborenen Baby führen. Bei Männern kann die Einnahme hingegen Nebenwirkungen wie dem Verlust der Libido oder Depressionen hervorrufen.
Das ultimative Wundermittel gegen Haarausfall gibt es zwar leider (noch) nicht, allerdings könnt ihr eure Haare von innen heraus stärken und die Haargesundheit mit Vitaminen sowie altbewährten Hausmitteln unterstützen:
Mythos: Viel trinken sorgt für schöne Haut.
Viel trinken - das allein genügt für schöne Haut noch nicht. Nein, Trinken allein schützt die Haut nicht vor Wind und Wetter. Wer täglich bis zu 2 Liter Wasser trinkt, tut seiner Gesundheit Gutes, unterstützt Durchblutung und Bindegewebe. Tipp: Fettreiche Cremes bilden eine Barriere, die vor dem Austrocknen schützt. Im Sommer trocknet die Haut nicht so schnell aus, jetzt ist vor allem UV-Schutz wichtig.
Mythos: Hämorridenmittel helfen gegen Tränensäcke.
Nein. „Dass die gefäßverengenden Substanzen, die einige Hämorridenmittel enthalten, Tränensäcke und Lider abschwellen, ist nicht wissenschaftlich belegt“, sagt Stephan Bielfeldt. Tipp: Kühlung durch Quarkmasken oder Gurkenscheiben hilft wirkungsvoller bei geschwollenen Augenpartien.
Mythos: Zahncreme hilft gegen Pickel.
Nein. Sie kann die Entzündung sogar verschlimmern. Aromasstoffe wie Menthol, die in einigen Zahncremes enthalten sind, können die Haut reizen. Tipp: Cremes und Gele mit dem Wirkstoff Benzoylperoxid können helfen. Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt, ob der Stoff für Ihren Hauttyp geeignet ist.
Mythos: Nachcremen verlängert den Sonnenschutz.
Falsch. Nachcremen kann den Schutz einer Sonnencreme nicht ausdehnen. Der Sonnenschutzfaktor (SPF/LSF) zeigt an, wie sich die Eigenschutzzeit der Haut durch das Auftragen verlängert. Rötet sich die Haut ungeschützt etwa nach 5 Minuten in der Sonne, lässt sich diese Zeitspanne mit Lichtschutzfaktor 30 theoretisch um das 30-Fache ausdehnen: auf 150 Minuten. Tipp: Reizen Sie die ausgerechnete Sonnenschutzzeit nicht aus. Nach rund zwei Dritteln der Zeit tut Schatten der Haut gut. Riskieren Sie keinen Sonnenbrand.
Mythos: "Hypoallergen" bedeutet "Allergenfrei".
Eine Fehlinterpretation. Professor Axel Schnuch vom Informationsverbund Dermatologischer Kliniken sieht die Auslobung „hypoallergen“ sehr kritisch. „Der Verbraucher assoziiert den Begriff leicht - und fälschlich - mit ’allergenfrei’, so wird eine falsche Sicherheit vorgegaukelt.“ Rechtlich definiert ist „hypoallergen“ nicht. Tipp: Der Hautarzt testet, auf welche Stoffe Sie allergisch sind und notiert sie in einem Allergiepass.
Mythos: Nägel brauchen Sauerstoff.
Nein. Anders als die Haut braucht die aus Hornschichten bestehende Nagelplatte keine Sauerstoffzufuhr. Dass Nagellackfans dennoch oft poröse Nägel haben, liegt am häufigen Gebrauch von Nagellackentferner.
Das B-Vitamin Biotin gilt als Schönheitsvitamin. Es soll Haut, Haare, Nägel, aber auch Immunsystem und Nerven stärken. Doch wer Biotin über Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente einnimmt, muss bei Bluttests aufpassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt: Hoch dosiertes Biotin könnte die Ergebnisse verfälschen, vor allem wenn Blut auf Herzinfarkt-Marker und Hormonauffälligkeiten untersucht wird. Der Störeffekt tritt nicht ein, wenn Biotin natürlich mit Lebensmitteln wie Haferflocken, Champignons und Eiern zugeführt wird. Meist reicht das auch, um sich damit zu versorgen.
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