Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern, aber mit welcher Rasurvariante man sich am Ende am wohlsten fühlt, ist eine äußerst individuelle Sache. Die Rasuren mit dem Rasierapparat von Harry’s waren durchaus angenehm, und preiswert waren Sie bei mir auch. Hier ist ein detaillierter Testbericht über den Harry's Rasierer, der auf persönlichen Erfahrungen und Vergleichen basiert.
Ich testete den Harry's-Systemrasierer über zehn Wochen und zog mir 5 Klingen durchs Gesicht. Auch die Rasiercreme aus dem Starter-Paket kam einige Male zum Einsatz. Ich kann mich noch an mein Bemühen erinnern, also ich vor einigen Jahren erfuhr, dass Harrys Rasierklingen eine überragende Qualität haben und in den USA recht erfolgreich sind, diese ebenfalls auszuprobieren. Keine Chance! Nicht erhältlich! Der Irrsinn für enthusiastische Rasier- und Insbesondere Harry's Fans hat Gottseidank ein Ende. Hurra Harry's Rasierer und Rasierklingen jetzt auch aus Deutschland für Deutschland!
Kürzlich sah ich dann irgendwo im Internet, dass Harry hier in Deutschland ein Kennenlernset zum vergünstigten Preis anbietet, beinhaltend einen stabilen Rasierer, eine Fünferklinge und eine Reisegröße Rasiergel.
Den Rasierer gibt es in gleich 3 Farben. In Koralle Orange, in Indigo Blau oder tropischem Grün. So kann man die Farbe ganz nach persönlichem Geschmack oder auch nach Harmonie auf die Farbenwelt des Badezimmers aussuchen. Gefertigt ist er sehr robust, wie ein Werkzeug und das gehört gefälligst in Männerhände, Pardon! Der Harry Rasierer, der schafft was wech!
Der Klingenkopf, der die 5 Klingen trägt ist recht groß. Da sieht man gleich: Das ist kein Spielzeug. Zusätzlich liegt er wirklich dicht an der Haut an. Das Gefühl der Klingen, nein was soll ich sagen, „der“ Klingen ist unbeschreiblich. So stellt man sich, wenn man es denn könnte, das Rasieren mit einem klassischen Rasiermesser vor. Mehr gibt es nicht zu sagen. Ausprobieren! Und mir zustimmen!
Keine Freundschaft hab ich mit der Rasiercreme von Harrys geschlossen, den Duft empfand ich als ein wenig langweilig, andere Cremes lassen sich deutlich besser aufschäumen und weichen auch besser ein. Den Reise-Klingenschutz konnte ich nicht testen, ich bin im Testzeitraum nicht verreist.
Von meinen persönlichen Vorlieben abgesehen, waren die Rasuren mit dem Rasierapparat von Harry’s jedoch durchaus angenehm. Geschnitten habe ich mich - natürlich nicht - von der Glätte waren die Rasuren allesamt sehr ordentlich. Mit dem Hobel wär’s glatter geworden, aber den Unterschied merke wirklich nur ich.
Genervt haben die für mich zu weiche Federung des Klingenkopfs, die es eine Rasur ohne Aufdrücken beinahe unmöglich gemacht hat. Nach etwas Recherche konnte man herausfinden, dass das US-Amerikanische Unternehmen Harry's die Firma bzw. das Werk der Feintechnik GmbH Eisfeld in Thüringen zwischenzeitlich übernommen hatte.
Das europaweite Startup Harryslädt zum Testen via Abo ein. Wer das Kennenlernset bestellt geht automatisch ein Abo ein. Die Häufigkeit der Lieferung wird automatisch berechnet, indem man auf einer Seite der Homepage Fragen nach dem Rasiermodus beantwortet Nach 14 Tagen erhält man die erste „Nachlieferung“ bestehend aus 8 Klingen zu 15 Euro pro Lieferung. Seit Frühling 2022 ist der Harry’s Rasierer exklusiv bei Rossmann für 6,99 Euro erhältlich.
Von ihrer unmittelbaren Konkurrenz, den Systemrasierern, die von Aldi und den Drogerieketten vertrieben wird, unterscheidet sich Harry’s nicht, einzig der Preis ist ein bisschen höher. Für Männer, die auf dem Lande wohnen und einen Umweg zur nächsten Drogerie-Filiale fahren müssten, ist Harry’s mit seinem Versand-Konzept also durchaus eine Alternative.
Schon wenn man die beiden Köpfe nebeneinander legt, fällt einen die Ähnlichkeit ins Auge. Bis auf wenige Details sind die Köpfe bzw. der Klingenblock identisch. Die Aufhängung der einzelnen Klingen, die Anordnung der Trimmer-Klinge, des Gleitstreifens usw. sind dann aber fast identisch. Man kann den beiden Klingenblöcken absolut ansehen, dass sie aus dem gleichen Hause kommen. Ebenso identisch wie die beiden Klingenblöcke aussehen, fühlten sie sich dann auch im Gesicht an.
Im Ergebnis in Punkto Komfort und Gründlichkeit kommen beide Rasierer an meinen Standard Systemrasierer Gillette Fusion 5 nicht heran. Selbst mein Gillette Mach 3 liefert hier noch bessere Ergebnisse ab. Der Gillette Mach3 ist ein moderner Klassiker.
Der Griff ist kürzer als die der anderen Rasierer im Testfeld, sehr schmal, gerade und erst nahe der Klingenaufnahme abgewinkelt. Die Oberfläche besteht aus Metall und wird von gummierten Stellen durchbrochen, unten ist der Griff fast vollständig mit Gummi bezogen. Dadurch lässt er sich auch mit nassen Händen und Rasierschaum an den Fingern rutschfest und sicher halten. Er wirkt zudem recht hochwertig.
Für die Nassrasur spricht ihre Gründlichkeit. Weil die Klinge sehr nah über die Haut gleitet, werden Barthaare ebenda abgeschnitten. Elektrorasierer haben zum Schutz fein gelochte Metallplatten, die zwar die Haut vor Verletzungen schützen, aber aufgrund des größeren Abstands zur Haut minimale Stoppeln hinterlassen.
An den offenen Schneiden von Nassrasierern kann man sich hingegen relativ leicht verletzen, und das Risiko wird durch den Rasierschaum noch gesteigert. Darüber hinaus ist Nassrasieren zeitaufwendiger als die Trockenrasur.
Die meisten handelsüblichen Systemrasierer nutzen entweder drei oder fünf Einzelklingen. Neben der grundsätzlichen Qualität der kleinen Säbel ist auch deren Abstand zueinander von Bedeutung, denn in die Lücken bergen das Risiko, mit Bartstoppeln und Rasierschaum zu verstopfen.
Gerade habe ich - nach 22 Rasuren - die Klinge bei meinem Harry’s-Rasierer gewechselt. 22 ist erstmal eine stolze Zahl. Für die Harry’S-Systemklingen ist das ein guter Wert. Mit den 6-Klingern von Rossmann und Aldi1 komm ich in etwa auf die gleiche Anzahl Rasuren. Mit den deutlich teureren Fusion-Klingen von Gillette kann ich mich länger rasieren, zehn Rasuren mehr sind da durchaus drin.
Es scheint also - zumindest bei mir - ein Zusammenhang zwischen der Klingenanzahl und der Haltbarkeit der Klingen zu bestehen.
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