Haben Schlangen Schuppen? Ein detaillierter Blick auf die Haut der Schlangen

Schlangen sind faszinierend und unheimlich zugleich. Sie gehören zur Klasse der Reptilien und dort zur Ordnung der Schuppenkriechtiere. Sie sind eine uralte Tiergruppe, die von echsenartigen Vorfahren abstammt.

Allen Schlangen gemeinsam ist das schuppige Hautkleid, das aus hornartigen Schuppen besteht. Das Schuppenkleid ist je nach Art unterschiedlich gefärbt und trägt verschiedene Muster. Einige sind eher kurz und dick, andere sehr dünn, ihr Körperquerschnitt kann rund, dreieckig oder oval sein.

Im Folgenden werden wir uns die Schuppen der Schlangen genauer ansehen und ihre Funktionen und Bedeutung für das Leben der Reptilien untersuchen.

Das Schuppenkleid der Schlangen

Das Schuppenkleid der Schlangen besteht aus hornartigen Schuppen. Diese Schuppen sind nicht mit dem Körper verwachsen, sondern liegen dachziegelartig übereinander. Dadurch ist die Haut der Schlange flexibel und beweglich.

Die Schuppen bestehen aus Keratin, demselben Material, aus dem auch unsere Fingernägel und Haare bestehen. Sie schützen die Schlange vor Verletzungen und Austrocknung. Außerdem helfen sie ihr bei der Fortbewegung.

Das Schuppenkleid ist je nach Art unterschiedlich gefärbt und trägt verschiedene Muster. Diese Muster dienen der Tarnung oder der Abschreckung von Feinden. Einige Schlangen haben auch spezielle Schuppen, die der Sinneswahrnehmung dienen.

Nahaufnahme der Schuppen einer Schlange.

Die Häutung der Schlangen

Weil das Schuppenkleid nicht mitwachsen kann, wenn die Tiere größer werden, müssen sich Schlangen von Zeit zu Zeit häuten. Dann streifen sie das alte Hautkleid ab, und das neue, größere kommt darunter zum Vorschein. Manchmal sagt man auch: „Sie schlüpfen aus der Haut“.

Vor der Häutung wird die Schlange träge und versteckt sich. Ihre Haut wird trüb und ihre Augen werden blau. Dann reißt die alte Haut am Kopf auf, und die Schlange streift sie ab, indem sie sich an Steinen oder Ästen reibt. Die alte Haut wird in einem Stück abgestreift und bleibt als leere Hülle zurück.

Es gibt auch Schlangen, die sich kurz nach oder während der Häutung ritzen. Ich vermute, dass es beim Versuch, die alte Haut anzurauhen, passiert ist. Sie hat zwei Schuppen verloren, so, dass ein kleiner Teil "Haut" offen lag, ich bin sicherheitshalber zum TA .

Eine Schlange häutet sich.

Schlangen in Deutschland

In Deutschland gibt es nur wenige Schlangenarten: Die Ringelnatter, die Schlingnatter, die Würfelnatter und die Äskulapnatter. An wenigen Orten lebt bei uns die Aspisviper. In Teilen der Schweiz, Deutschlands und Österreichs lebt die giftige Kreuzotter. Ebenfalls giftig ist die Aspisviper.

Weit häufiger sind ungiftige Nattern. Bei uns gibt es die Schlingnatter, die Äskulapnatter, die Würfelnatter und die bekannteste, die Ringelnatter.

Ein altes Wort für „Viper“ ist „Otter“. Deshalb gibt es auch bei uns die Kreuzotter. Die sollte man aber nicht verwechseln, zum Beispiel mit dem Fischotter.

Die Ringelnatter ist die bekannteste Schlange Deutschlands. Sie ist ungiftig und lebt in der Nähe von Gewässern. Die Ringelnatter ernährt sich von Fröschen, Kröten und Fischen.

Die Schlingnatter ist ebenfalls ungiftig und lebt in trockenen, warmen Gebieten. Sie ernährt sich von Eidechsen, Mäusen und Insekten.

Die Würfelnatter ist eine seltene Schlange, die nur in wenigen Gebieten Deutschlands vorkommt. Sie ist ungiftig und lebt in der Nähe von Flüssen und Bächen. Die Würfelnatter ernährt sich von Fischen und Amphibien.

Die Äskulapnatter ist die größte Schlange Deutschlands. Sie ist ungiftig und lebt in warmen, sonnigen Gebieten. Die Äskulapnatter ernährt sich von Mäusen, Ratten und Vögeln.

Die Kreuzotter ist die einzige Giftschlange Deutschlands. Sie lebt in feuchten, kühlen Gebieten. Die Kreuzotter ernährt sich von Mäusen, Eidechsen und Fröschen.

Erkennung heimischer Schlangenarten

Es ist relativ einfach, die heimischen Arten zu erkennen. Hier eine kurze Übersicht:

  • Ringelnatter: Große Schuppen auf der Kopfoberseite und runde Pupillen, rau wirkende, weil stark gekielte Schuppen an Rücken und Flanken. Häufig sehr gut zu erkennen ist der jeweils seitlich am Hals liegende hellgelbe Fleck.
  • Schlingnatter: Große Schuppen auf der Kopfoberseite vorhanden, eleganter, schlanker Körper.
  • Würfelnatter: Schuppen der Kopfoberseite groß, Pupillen rund. Stark gekielte Schuppen, eher gedrungen wirkender Körperbau; breiter, dreieckig wirkender Kopf, triste olivbräunliche Grundfärbung mit würfelartiger bis barrenartiger Zeichnung; Bauch und Kopf meist heller gefärbt. Jungtiere kontrastreicher gezeichnet. Schwärzlinge kommen vor.
  • Äskulapnatter: Oliv, braun, grünlich mit weißlicher, zarter Bänderung; Bauchseite meist gelblich, große dunkle Augen und ein verwaschener gelber Fleck hinter dem Kopf.
  • Kreuzotter: Deutlich abgesetzter, dreieckiger Kopf; häufig ein Zick-Zack-Muster am Rücken; rötlich-schwarze und schwarze Tiere häufig (Kupfer- und Höllenottern), Weibchen meist bräunlich, Männchen kontrastreich grau mit schwarzer Zeichnung.

Eine Kreuzotter mit dem typischen Zickzackmuster.

Verhalten bei Begegnungen mit Schlangen

Bitte geraten Sie bei der Sichtung dieser heimischen „Kleinode“ nicht in Angst oder gar Panik. Erfreuen Sie sich an ihnen und daran, dass diese zum Teil stark bedrohten Tiere in unserer Heimat wieder eine Überlebenschance haben.

Kreuzottern sind Giftschlangen, daher ist ihr Biss auch für den Menschen nicht harmlos. Allerdings greifen Schlangen niemals von sich aus Menschen an, sondern beißen nur zur Verteidigung, z.B.

Bei der ersten Abwehrreaktion wird in 50-60 Prozent der Fälle gar kein Gift injiziert; die Tiere setzen das Gift erst beim zweiten oder dritten Zustoßen (falls das noch nötig ist) ein. Der Biss wird als schmerzhaft, ähnlich einem Wespenstich, empfunden.

Im Falle eines Falles sollte man heute Ruhe bewahren, auf sämtliche Hausmittel verzichten, einen Arzt aufsuchen und in den folgenden Tagen größere Anstrengungen vermeiden.

Gefährdung und Schutz

Von den 5.473 in der Roten Liste der IUCN geführten Reptilienarten sind 28 bereits ausgerottet worden, zwei Arten existieren nur noch in Menschenobhut, 1.090 Arten sind bedroht und 353 Arten sind potentiell gefährdet.

Die fortschreitende Lebensraumzerstörung durch den Menschen zur Gewinnung von Flächen oder Ressourcen, die Verschmutzung der Lebensräume, das Absammeln für den Handel und der Klimawandel sind die Hauptursachen für den Rückgang vieler Reptilienarten.

Die Anatomie der Schlangen - faszinierende 3D Animation

Qualzucht bei Reptilien

Schlangen in spektakulären Farben und Echsen ohne Schuppen werden immer beliebter. Doch diese Tiere haben häufig Probleme mit ihrer Thermoregulation, dem Wasserhaushalt, der Kommunikation mit Artgenossen, der Fortbewegung und dem Schutz vor UV-Licht. Dabei ist die Zucht von Reptilien sehr lukrativ, weshalb seltene Farbvarianten Preise bis in den fünfstelligen Bereich erzielen.

Aber dies Schlangen oder Echsen sind nicht nur besonders, sie weisen auch häufig Missbildungen und Gendefekte auf, mit denen sie leben müssen. Und auch die Tierheime spüren den Anstieg von missgebildeten Reptilien aus den sogenannten Morphenzuchten.

Die Morphenzucht und damit die Qualzucht der Reptilien und auch Amphibien ist jedoch noch weitgehend unerforscht und es liegen wenig wissenschaftlich fundierte Studien vor. Bekannt ist, dass Mutationen und Gendefekte bei anderen Tierarten immer weitere Probleme mit sich bringen. So ist auch der Gedanke bei den Reptilien und es wird demnach davon ausgegangen, dass zusätzliche Probleme auftreten.

Tumore können durch fehlenden UV-Schutz entstehen, lichtempfindliche Augen zu Blindheit, fehlende Schuppen zu einer schlechten Wundheilung sowie ein reduziertes Sehvermögen und eine verschlechterte Kommunikation mit Artgenossen zu erhöhter Aggressivität führen.

Auch im Bereich der Reptilien und Amphibien wird Qualzucht zu einem immer größeren Thema, bei dem es noch sehr viel Forschung und Aufklärung bedarf, damit auch hier weniger Tiere unter den Folgen leiden müssen.

Schuppen als Vorbild für technische Innovationen

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie arbeiten an einer Oberfläche, die Schäden durch Reibung reduzieren soll. Eine Lösungsmöglichkeit kommt aus der Natur: Schlangen wie die Königspython oder Echsen wie der Sandfisch nutzen zwar Reibung um sich fortzubewegen, können diese aber dank ihrer Schuppen auf das Nötigste reduzieren.

Mit einer Kombination von Techniken konnte das Team die Anordnung der Moleküle auf der Hautoberfläche untersuchen. Die gefundene Struktur kann die Entwicklung neuartiger Farben, Lacke, Kunststoffe oder extrem wasserabweisender Materialien beeinflussen sowie besonders rutschige Oberflächen für schlangenartige Roboter.

Die neuen Ergebnisse legen nahe, dass die kontrollierte und geordnete Anordnung der Lipidmoleküle auf den Bauchschuppen ein besseres Gleiten und somit Jagen ermöglicht, was im Laufe der Evolution zum Überleben führte.

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