Haben Hasen Wimpern? Fakten über Augen im Tierreich

Die Augen sind ein faszinierendes Sinnesorgan, das sich im Tierreich in vielfältiger Weise entwickelt hat. Von der Form der Pupille bis zur Positionierung im Gesicht - die Augen verraten viel über die Lebensweise eines Tieres. Dieser Artikel beleuchtet einige interessante Fakten über die Augen verschiedener Tiere.

Der Polarhase und seine Wimpern

Der Polarhase ist ein bemerkenswertes Tier, das in den kalten Regionen der Arktis lebt. Er ist der Hase, der am weitesten nördlich lebt, und hat sich perfekt an die extremen Bedingungen angepasst. Polarhasen haben lange schwarze Wimpern.

Einige interessante Fakten über den Polarhasen:

  • Er lebt auf dem 89. Breitengrad, nur einen Grad südlich vom Nordpol.
  • Er hat ein sehr dichtes, warmes Fell, das ihn auch bei bitterkalten Temperaturen warm hält. Im Winter ist es weiß und im Sommer braun.
  • Er hat besonders lange Pfoten an den Hinterbeinen, um schnell wegrennen zu können.
  • Von allen Hasen hat der Polarhase die längsten Schneidezähne.
  • Auf der Flucht schafft er bis zu 60 km/h.
  • Polarhasen haben lange schwarze Wimpern.

Der Polarhase hat viele Feinde, darunter Wiesel, Hermeline, Luchse, Polarfüchse, Schneeeulen, Falken und Habichte. Die größte Bedrohung für den Polarhasen ist jedoch der Mensch.

Augen bei anderen Tieren

Auch bei anderen Tieren gibt es faszinierende Unterschiede in der Gestaltung der Augen:

  • Pupillenform: Die Pupillen können rund, stab- oder schlitzförmig sein. Ziegen haben beispielsweise quer liegende, stabförmige Pupillen, während Katzen hochkant liegende, schlitzförmige Pupillen haben.
  • Position der Augen: Raubtiere haben meist nach vorne gerichtete Augen, um ihre Beute gut ins Visier nehmen zu können, während Fluchttiere seitlich am Kopf liegende Augen haben, um eine bessere Rundumsicht zu gewährleisten.
  • Wimpern: Die meisten Säugetiere haben Wimpern, während Vögel keine Wimpern, aber oft kaum sichtbare kurze Borstenfedern an den Lidrändern haben.

Unbehaarte Katzen und ihre Augen

Es gibt viele Vorurteile gegenüber ungewöhnlichen Tieren, wie z.B. unbehaarten Katzen. Eines davon ist, dass sie häufig frieren oder einen Sonnenbrand bekommen würden. Allerdings zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass dies nicht der Fall ist.

Das Risiko eines Sonnenbrandes hängt nicht von der Felllänge ab, sondern von der Pigmentierung der Haut. Hauptsächlich treten Sonnenbrände nur bei hellpigmentierten Katzen an den Ohrenrändern, dem Nasenspiegel und der Lippe auf - sowohl bei kurzhaarigen, langhaarigen oder unbehaarten Tieren.

Auch die Behauptung, dass haarlose Katzen frieren würden, ist nicht wissenschaftlich belegt. Haarlose Katzen haben einen höheren Energieumsatz, und die Haut ist stärker durchblutet.

Ein weiteres Vorurteil betrifft die Tasthaare (Vibrissen) von unbehaarten Katzen. Es wird behauptet, dass diese nicht oder nur ungenügend funktionstüchtig seien, wenn eine gewisse Länge der äußeren Tasthaare unterschritten werde. Laut Erhard gibt es jedoch keine medizinischen Hinweise darauf, dass dies der Fall ist.

Qualzucht bei Kaninchen

Atemnot, Entzündungen und Gelenkserkrankungen sind nur einige von vielen Krankheitsbildern, unter denen Tiere infolge einer extremen Zucht leiden. Zwar sind so genannte Qualzuchten laut Tierschutzgesetz verboten. Aufgrund einer unzureichenden Definition wird diese aber weiterhin praktiziert - und stark nachgefragt.

Ein Beispiel für Qualzucht bei Kaninchen sind Rexkaninchen. Diese haben gekräuselte Wimpern, Schnurr- und Spürhaare. Da Kaninchen sich über die Tasthaare in ihrer Umwelt orientieren und diese bei Rexkaninchen oft stark gekräuselt und somit für ihre Funktion eher ungeeignet sind, teils fehlen sie sogar vollständig, wird dies in Deutschland als Qualzucht eingestuft.

Weitere Beispiele für Qualzucht bei Kaninchen sind:

  • Zwergenwuchs: Der Letalfaktor wird bei einigen Kaninchenrassen bewusst mit gezüchtet, da er Auswirkungen auf das Aussehen (den Phänotyp) der Kaninchen hat.
  • Kurzköpfige Kaninchen: Die kurze, runde Kopfform kann zu Zahnerkrankungen und Erkrankungen des Tränennasenkanals (tränende oder eiternde Augen) führen.
  • Langhaarkaninchen: Reduzierte Wärmetoleranz, Magendarmstörungen (Haarballen), Verfilzungsneigung und damit einhergehende Bewegungseinschränkung, Verschmutzte Analregion durch Kot und Urin, der sich im Fell verfängt (häufig dadurch auch Fliegenmadenbefall!), fehlende Deckhaarschicht als Witterungsschutz, teils Augenirritationen durch Fell und eingeschränktes Sichtfeld durch die Haare.
  • Satinkaninchen: Kaninchen mit dem Satin-Faktor leiden unter einer erhöhten Anfälligkeit für Zahnerkrankungen.

Es ist wichtig, sich über die Problematik der Qualzucht zu informieren und beim Kauf eines Tieres darauf zu achten, dass man keine Qualzucht unterstützt.

Qualzucht bei Hunden - Für ein ganzes Leben

Die Augen sind ein faszinierendes Beispiel für die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit der Natur. Sie ermöglichen es den Tieren, ihre Umwelt wahrzunehmen und sich in ihr zurechtzufinden. Es ist wichtig, sich über die Bedürfnisse der Tiere zu informieren und sie artgerecht zu halten, um ihr Wohlbefinden zu gewährleisten.

Merkmale von Qualzuchten
Merkmal Folgen
Kurze Schnauze (Brachycephalie) Atemnot, Zahnerkrankungen, Augenprobleme
Felllosigkeit Erhöhte Anfälligkeit für Sonnenbrand und Kälte
Gekräuselte Tasthaare Eingeschränkte Orientierung
Zwergenwuchs Skelettprobleme, Organfehlbildungen

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