Viele Menschen leiden unter einer gesteigerten Empfindlichkeit der Kopfhaut, Trichodynie genannt. Kribbeln, Brennen, Spannen und Schmerzen an Kopfhaut und Haarwurzeln - das sind die typischen Missempfindungen der Trichodynie, die auch als Kopfhautschmerz bezeichnet wird. Betroffen sind Männer und Frauen gleichermaßen. Kopfhaut oder Haarwurzeln schmerzen, Berührungen werden als unangenehm oder schmerzhaft empfunden, auch schmerzhaftes Brennen der Kopfhaut wird häufig geschildert. Sehr oft wird auch das Kämmen der Haare und/oder jede Lageveränderung der Haare als sehr unangenehm empfunden. Allein die Tatsache, dass man seine Haare und Kopfhaut ständig spürt, ist schon belastend für die Patienten.
Auch wenn es sich dabei manchmal so anfühlt, sind es natürlich nicht die Haare selbst, die schmerzen. Schließlich handelt es sich bei Haaren um totes Horngebilde der Oberhaut aus Keratin. Vielmehr tut bei der Trichodynie etwas anderes weh: Der gesamte Haarapparat ist überreizt. Haarwurzel, Haarzwiebel und Haarbalg sind entzündet, die umliegende Kopfhaut besonders empfindlich.
Die Ursachen der Trichodynie sind vielfältig, aber noch immer nicht gut genug erforscht. Für diese schmerzhaft, irritierenden Phänomene sind allerdings meistens keine schlüssigen Erklärungen zu finden, eine krankhafte Veränderung an der Kopfhaut liegt bei den meisten Betroffenen nicht vor.
Mögliche Ursachen sind:
Berichte von Betroffenen weisen darauf hin, dass lang anhaltende Belastung, Stress oder Phasen höchster Konzentration durch aus als Ursache in Betracht kommen. Denn diese Faktoren können zu einer starken Verspannung der über den oberen Schädel verlaufenden Muskulatur führen. Der menschliche Schädel ist von Sehnen- und Muskelsträngen umspannt. Außerdem verläuft ein astartiges Geflecht von feinen Blutgefäßen über dem Schädel, das die Muskulatur, die Haut und die Haarfollikel mit Blut und Nährstoffen versorgt. Welche Auswirkungen Verspannungen, Stress und Belastungssituationen ist für Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden mittlerweile hinlänglich bekannt. Im Fall der Trichodynie liegt auch dieser Mechanismus nahe, ist allerdings noch nicht ausreichend erforscht.
Als Ursache für die Trichodynie werden Botenstoffe des Körpers wie die "Substanz P" gesehen. Warum es jedoch zu einer verstärkten Bildung dieses Botenstoffes kommt, ist ungeklärt. Als eine mögliche Ursache werden Entzündungen der Kopfhaut bei verschiedenen Haarerkrankungen gesehen.
Auch neue oder zu scharfe Haarpflege- und Stylingprodukte, viel zu häufiges Haarewaschen und heiße Föhnluft sowie - und das liegt nahe - chemische Behandlungen mit etwa Wasserstoff oder Colorationsmitteln können schmerzende, brennende und juckende Irritationen der Kopfhaut auslösen.
Manchmal sind es ganz banale Dinge, die die Kopfhaut reizen und die sich entweder vermeiden oder beheben lassen:
Unglücklicherweise werden bei Krebstherapien oft auch gesunde Zellen geschädigt und zwar vor allem solche, die sich rasch erneuern, wie Haut- und Haarzellen. Dies führt zu einer Reihe unerwünschter Effekte wie eben der Kopfhautdysästhesie. Bei Kopfhautdysästhesie führt die Krebsbehandlung zu einer niedrigeren Aktivierungsschwelle der über die Kopfhaut verteilten Schmerzrezeptoren, sodass die Kopfhaut empfindlicher wird. Zusätzlich verschlimmern verschiedene Faktoren wie Temperatur, Druck, chemische Substanzen, Stress, Angst usw. Mit Krebsbehandlungen einhergehender Juckreiz ist nur ein Symptom, das jedoch im Alltag besonders unangenehm sein kann.
Eine übersteigerte Sensibilität der Kopfhaut kann sich nicht nur durch Kopfhaut- bzw. Haarwurzel-Schmerzen, sondern auch durch schnelles Nachfetten der Haare, vermehrte Schuppenbildung, Juckreiz oder Rötungen auf der Kopfhaut äußern.
Die Patientinnen klagen über besonders empfindliche Kopfhaut, oft auch über ein brennendes Hautgefühl beim Kämmen sowie begleitende Spannungskopfschmerzen bis hin zu Migräne.
Weitere Symptome können sein:
Es gibt zahlreiche Erkrankungen der Kopfhaut, die mit Juckreiz, Schuppung, Rötung und auch Schmerzen einhergehen können. Charakteristisch für die Trichodynie ist, dass keine Veränderungen der Kopfhaut zu finden sind.
Der erste Gang bei Kopfhautschmerzen und Trichodynie sollte immer zum Hautarzt führen. Er sollte mögliche krankhafte Ursachen abklären, denn jedes "Selbsthilfeprogramm" sollte sich an der Ursache der Beschwerden ausrichten. Wir schauen uns immer zuerste genau das Aussehen von Haaren und Kopfhaut an. Danach sind unter Umständen verschiedene Untersuchungen notwendig. Nach deren Ergebnis richtet sich die Behandlung. Oft ist es nicht leicht, den richtigen Behandlungsweg zu finden.
Wie immer steht vor der Behandlung die Ursachenklärung. Die Therapie richtet sich dann nach der Ursache. Oft kann man den Auslöser finden und dann ausschalten. Es gibt aber auch für schwierige Fälle viele gute Behandlungsmöglichkeiten, sodass wir fast immer eine gute Besserung der Beschwerden erzielen können.
Die Behandlung der Trichodynie richtet sich nach der zugrundeliegenden Haarerkrankung und der eventuell begleitenden psychischen Komponenten.
Die Therapie der Trichodynie richtet sich, soweit möglich, nach den Ursachen. Meiden Sie bis zur Ursachenklärung soweit möglich jede äußere Reizung der Kopfhaut. Weder übertriebene Reinigungsmaßnahmen noch eine vernachlässigte Körperpflege sind der richtige Weg.
Was tun bei Trichodynie?
Wenn deine Haarwurzeln und deine Kopfhaut schmerzen, solltest du alles für eine Entspannung und Entlastung tun.
Hier sind einige Tipps, was Sie tun können:
Zusätzlich empfiehlt sich eine Behandlung mit klinisch getesteten Mitteln, um die Schmerzen der Kopfhaut zu lindern, die Entzündung zu hemmen und vorzubeugen, dass sich der Zustand nicht verschlimmert und schlussendlich zu einer Form von Haarausfall führen kann.
Oftmals liegt der Grund für Juckreiz in überaktiven Talgdrüsen oder einer Pilzinfektion, die die Kopfhaut befällt. Wenn Sie eine empfindliche Kopfhaut haben und die verwendeten Haarpflegeprodukte zu aggressiv sind, werden Kopf und Haarwurzeln stark gereizt. Deshalb sind Unverträglichkeiten und Allergien gegen bestimmte Haarpflegeprodukte oder andere Substanzen eine häufige Ursache für Juckreiz und Schmerzen der Kopfhaut, die sich jedoch glücklicherweise durch die Umstellung auf Haarpflegeprodukte für empfindliche Haut schnell beheben lässt.
Als erstes kann man in die eigenen Haare schauen, ob die Kopfhaut rot oder entzündet ist. Falls ja, sollte man direkt zum Arzt gehen. Wenn nur der Juckreiz gegeben ist, kann man Lösungen mit Urea in Kombination mit Polydocanol auf die Kopfhaut auftragen oder als Shampoo verwenden. Auch Öle können helfen, Schmerzen und Juckreiz an der Kopfhaut zu beruhigen. Ansonsten gilt es bei Trichodynie, die Haare seltener zu waschen, bei starken Schmerzen keine Zöpfe zu binden und die Haare nicht sehr heiß zu föhnen. Zusätzlich sollte man es vermeiden, häufig mit den Händen durch die Haare zu fahren. Stattdessen kann die Kopfhaut ganz leicht und gezielt massiert werden. So wird die Kopfhaut wieder besser durchblutet und mit wichtigen Nährstoffen versorgt, was die Beschwerden zusätzlich lindert.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb einiger Tage, sollten Sie sich an eine Ärztin bzw. einen Arzt zurate ziehen.
Generell gilt: Liegt eine Rötung der Kopfhaut vor und halten die Kopfhautschmerzen länger als sechs Wochen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
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