Haarwachs mit Honig selber machen: Natürliche Rezepte für Ihr Haar

Haarwachs ist ein vielseitiges Stylingprodukt, das sowohl für Kurzhaarfrisuren als auch für längere Haare geeignet ist. Es verleiht der Frisur Halt, Glanz und Struktur, ohne das Haar zu verkleben oder zu beschweren. Im Gegensatz zu Haargel, das oft einen hohen Wasseranteil hat und das Haar hart macht, enthält Haarwachs weniger Wasser und pflegende Substanzen, die der Kopfhaut Feuchtigkeit spenden können. Besonders bei trockener Kopfhaut ist Haarwachs eine gute Wahl. Es kann Spliss kaschieren und den Haarlängen einen wunderschönen, schillernden Glanz verleihen.

Wenn Sie Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legen und die Kontrolle über die Zusammensetzung Ihrer Stylingprodukte haben möchten, können Sie Haarwachs ganz einfach selber machen. In diesem Artikel finden Sie Tipps und Rezepte, wie Sie Haarwachs mit Honig und anderen natürlichen Zutaten herstellen können.

Haarwachs aus Shea Butter , Cocos Öl, Bienenwachs , Aloe Vera und Zitrone

Haarwachs wird ähnlich wie das Haargel in die Haarlängen geknetet.

Weil beim Haarwachs der Wasseranteil jedoch geringer ist, als beim Gel, wird es nicht hart.

Ebenso wie beim Gel können Sie Haarwachs erwerben, das in erster Linie gedacht ist, der Frisur Halt zu geben.

Es gibt aber auch Wachs-Produkte, die sich für den sogenannten Wet-Look eignen.

Haarwachs ist nicht so schwer wie Gel und kann daher auch bei dünnem, sehr feinem Haar angewendet werden.

Ebenso wird es gerne bei trockener Kopfhaut eingesetzt, da es häufig pflegende Substanzen enthält, die der Kopfhaut Feuchtigkeit spenden.

Haarwachs in den Spitzen kann Spliss kaschieren, in den Haarlängen schenkt es einen wunderschönen, schillernden Glanz.

Grundlagen der Haarwachs-Herstellung

Haarwachs besteht immer aus einer Fettkomponente und einem Wachszusatz. Bei der Auswahl der Inhaltsstoffe haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Fettkomponente:
    • Sheabutter: Sehr reichhaltig und ideal für trockene oder spröde Haare sowie bei Spliss.
    • Kokosöl: Schenkt seidigen Glanz und ist besonders nährend. Achten Sie auf reines Bio-Kokosfett.
    • Vaseline: Preisgünstig, aber nicht unbedingt als Pflegemittel geeignet, da sie aus Erdöl hergestellt wird.
  • Wachskomponente:
    • Bienenwachs: Sorgt für starken Halt der Frisur.
    • Ceralan: Hält das Haarwachs weich und geschmeidig.

In erster Linie wird Haarwachs bei Kurzhaarfrisuren zum Stylen verwendet.

Wenn Sie es nach einem der unten angegebenen Rezepte gemischt haben, Ihre Frisur aber trotzdem zusammenfällt, sollten Sie den Bienenwachsanteil im Stylingmittel erhöhen.

Auch andere Öle lassen sich zugunsten Ihrer Haare einsetzen.

Da wären zum Beispiel die Haarpflege mit Arganöl oder die Haarpflege mit Rizinusöl.

Ideen für natürliche Haarkuren zum Selbermachen gibt es viele.

Eine etwas ungewöhnliche, aber immer beliebter werdende Pflegemethode besteht darin, die Haare ausfetten zu lassen.

Rezepte für selbstgemachtes Haarwachs

Hier finden Sie einige Rezepte, mit denen Sie Ihr eigenes Haarwachs herstellen können:

Haarwachs mit Bienenwachs für starken Halt

Dieses Rezept ist ideal, wenn Sie Ihrer Frisur einen starken Halt verleihen möchten.

Zutaten:

  • 6 g Bienenwachs
  • 45 g Sheabutter

Zubereitung und Anwendung:

  1. Geben Sie die Bienenwachs Pellets zusammen mit der Sheabutter in eine Schüssel und erhitzen Sie die Zutaten im Wasserbad.
  2. Bleiben Sie neben dem Herd stehen und achten Sie darauf, dass die Sheabutter nicht zu heiß wird.
  3. Sobald die beiden Zutaten geschmolzen sind, nehmen Sie die Schüssel aus dem heißen Wasser und verrühren das Wachs mit dem Fett.
  4. Lassen Sie die Flüssigkeit etwas abkühlen und gießen Sie sie dann in einen leeren Cremetiegel.
  5. Nun müssen Sie warten, bis das Haarwachs vollständig ausgekühlt ist (das dauert mehrere Stunden).
  6. Zur Anwendung verreiben Sie eine kleine Menge des selbst gemachten Wachses in den Handflächen und bringen damit Ihre Frisur in die gewünschte Form.

Duftendes Haarwachs mit Orangenöl für Pflege und Glanz

Dieses Rezept sorgt für Pflege, Glanz und einen angenehmen Duft.

Zutaten:

  • 5 g Ceralan
  • 50 g Kokosfett
  • 5 Tropfen ätherisches Orangenöl

Zubereitung und Anwendung:

  1. Geben Sie Ceralan und Koksfett zusammen in eine Schüssel und stellen Sie die Schüssel ins heiße Wasserbad.
  2. Sobald beide Zutaten geschmolzen sind, rühren Sie das Ceralan und das Kokosöl zusammen und nehmen die Schüssel aus dem heißen Wasser.
  3. Lassen Sie das Haarwachs abkühlen.
  4. Wenn es nur noch lauwarm ist, träufeln Sie das Orangenöl dazu und mischen es gut unter.
  5. Dann füllen Sie das Öl in ein ausgedientes Cremetiegelchen und warten (einige Stunden), bis es vollständig abgekühlt ist.
  6. Zur Anwendung nehmen Sie sich mit den Fingerspitzen eine erbsengroße Menge aus dem Tiegel, verreiben das Haarwachs in den Handflächen und fahren sich damit durch die Haarlängen.
  7. Sie erhalten einen herrlichen Glanz und duften wunderbar nach Orangen.

Styling Haarwachs mit Vanilleduft

Dieses Haarwachs verleiht Ihrer Frisur nicht nur Halt, sondern auch einen angenehmen Vanilleduft.

Zutaten:

  • 7 g Bienenwachs
  • 45 g Vaseline
  • 10 Tropfen ätherisches Vanilleöl

Zubereitung und Anwendung:

  1. Geben Sie die Bienenwachs Pellets zusammen mit der Vaseline in eine Schüssel.
  2. Stellen Sie die Schüssel ins Wasserbad und erhitzen Sie die Zutaten unter Rühren.
  3. Sobald alles geschmolzen ist und Sie eine einheitliche Flüssigkeit hergestellt haben, nehmen Sie die Schüssel aus dem heißen Wasser.
  4. Lassen Sie die Flüssigkeit abkühlen, bis sie nur noch lauwarm ist und träufeln Sie dann das Vanilleöl dazu.
  5. Rühren Sie das ätherische Öl gut unter und füllen Sie das duftende Haarwachs in eine leere Cremedose.
  6. Erst wenn das Wachs nach mehreren Stunden vollständig ausgekühlt ist, können Sie es verwenden.
  7. Geben Sie dazu eine kleine Menge auf Ihre Handfläche.
  8. Verreiben Sie das Wachs ein wenig und streichen Sie es dann in die Haare, um die Frisur zu formen.
  9. Das duftende Wachs sorgt für einen sicheren Halt.

Haarwachs mit Glanzeffekt

Dieses Rezept verleiht Ihrem Haar einen wunderschönen Glanz.

Zutaten:

  • 5 g Ceralan
  • 35 g Sheabutter
  • 10 g Kokosfett
  • ½ TL Perlglanzpigment Gold

Zubereitung und Anwendung:

  1. Geben Sie Ceralan, Sheabutter und Kokosfett in eine Schüssel.
  2. Stellen Sie die Schüssel ins Wasserbad und erhitzen Sie die Zutaten unter ständigem Rühren.
  3. Sobald Wachs und Fett geschmolzen sind und Sie eine einheitliche Flüssigkeit hergestellt haben, nehmen Sie die Schüssel aus dem Wasserbad und lassen den Inhalt abkühlen.
  4. Wenn das Haarwachs nur noch lauwarm ist, rühren sie die goldenen Glanzpigmente unter.
  5. Füllen Sie nun das noch flüssige Wachs in einen leeren Cremetiegel und lassen Sie es über Nacht bei offenem Deckel gut durchkühlen.
  6. Zur Anwendung verteilen Sie eine erbsengroße Menge in Ihren Haarlängen.

Mit diesen Rezepten können Sie Ihr eigenes, individuelles Haarwachs herstellen und von den natürlichen Inhaltsstoffen profitieren. Experimentieren Sie mit verschiedenen Düften und Zusätzen, um das perfekte Haarwachs für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Tabelle: Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Inhaltsstoff Wirkung
Bienenwachs Starker Halt
Ceralan Geschmeidigkeit
Sheabutter Reichhaltige Pflege für trockene Haare
Kokosöl Seidiger Glanz, Nährung
Vaseline Preisgünstige Basis
Ätherische Öle Duft, zusätzliche Pflege
Perlglanzpigmente Glanzeffekt

Alternative: Haarentfernung dank Sugaring

Neben dem klassischen Wachs kann man die Haare auch mit Hilfe einer Zuckerpaste entfernen - sogenanntes Sugaring.

Auch hier können Sie die Paste in ganz einfachen Schritten selber herstellen:

Tatsächlich brauchen Sie dafür auch nur 3 Zutaten, nämlich Zucker, Wasser und Zitronensaft.

Idealerweise sollte der Zitronensaft frisch gepresst werden oder aus biologischer Herkunft sein, denn so stellen Sie sicher, dass keine chemischen Stoffe enthalten sind.

Diese Zuckerpaste nennt sich übrigens Halawa:

Zutaten für die Halawa-Paste:

  • 1 Glas Zucker
  • 1/3 Glas Wasser
  • 1/3 Glas Zitronensaft

So bereiten Sie die Zuckerpaste zu:

Geben Sie alle Zutaten in einen Topf und lassen Sie diese bei mittlerer Hitze aufkochen bis Blasen entstehen.

Nehmen Sie den Topf anschließend von der Kochstelle und rühren Sie die Paste so lange bis die Blasen verschwunden sind.

Wiederholen Sie diesen Vorgang ca. 15-20 mal, dann sollte eine gold-gelbe Paste entstanden sein.

Nun können Sie die Masse entweder direkt (im lauwarmen Zustand!!!) anwenden oder Sie verschließen die Zuckerpaste luftdicht und bewahren Sie im Kühlschrank auf.

So funktioniert die Enthaarung:

Zuerst sollten die zu enthaarenden Stellen desinfiziert werden (am besten mit Alkohol).

Kleiner Tipp: Die Paste haftet besser, wenn Sie anschließend eine dünne Schicht Körperpuder auftragen.

Die Sugaring-Paste wird anschließend entgegen der Haarwuchsrichtung aufgetragen, aber im Gegensatz zum Wachs in Wuchsrichtung abgezogen.

So werden die Haare mit der Wurzel aus der Haut gezogen.

(Die Zuckermasse sollten Sie außerdem gründlich mit den Fingern einarbeiten.)

Waxing oder Sugaring?

Zucker, Wasser und Zitronensaft - mehr braucht es nicht für Sugaring.

Wer zum Beispiel Achselhaare oder Beinbehaarung als störend empfindet, hat mehrere Möglichkeiten, die Haare zu entfernen.

Viele greifen zu bedenklichen Enthaarungscremes, Müll produzierenden Nassrasierern oder teuren Epiliergeräten und Wachsstreifen.

Sugaring ist eine altbewährte Methode der Haarentfernung, die aus den traditionellen Dampfbädern im Orient stammt, den Hamams.

Ähnlich wie beim Wachsen wird diese Masse auf die Haut aufgetragen.

Die Zuckerpaste für Sugaring lässt sich ganz einfach selber herstellen.

Vermutlich hast du auch schon alle Zutaten zu Hause.

Nimm den Topf von der Herdplatte, sobald das Gemisch Blasen wirft.

Wiederhole diesen Vorgang so lange, bis du eine zähflüssige, honigfarbene Masse erhältst.

Tipp: Ist die Masse hart und brüchig, ist sie zu fest geworden und du kannst sie mit Zitronensaft retten.

Bist du dir nicht sicher, ob sie noch zu flüssig ist, dann nimm einen Löffel von der Paste und gib sie in ein Glas kaltes Wasser.

Löst sie sich darin auf, musst du sie noch weiter köcheln lassen.

Wirft die Zuckermasse Blasen und wird zähflüssig, brauchst du sie nur noch auf Körpertemperatur abkühlen lassen und kannst dann mit der Enthaarung beginnen.

Verwende das Stück Zuckerpaste so lange, bis es zu weich wird.

Anfangs braucht es noch ein wenig Übung, aber schon nach kurzer Zeit hast du den Dreh raus.

Trage mit einer Hand die Zuckerpaste auf und straffe mit der anderen die Hautpartie, während du die Masse abziehst.

Verwende regelmäßig ein Peeling, um eingewachsene Haare zu vermeiden.

Hast du dich bei der Menge verschätzt, brauchst du den Rest Zuckerpaste nicht wegzuschmeißen.

Verpacke sie luftdicht in einem Glas und stelle es in den Kühlschrank.

Dort hält sie problemlos mehrere Wochen.

Du kannst die Sugaring-Masse auch auf die Haut auftragen und dann mit Vlies- oder Stoffstreifen abziehen, wenn das für dich einfacher ist.

Vorteile von Sugaring:

  • Weniger schmerzhaft: Beim Sugaring werden die Haare in Wuchsrichtung ausgerissen, was weniger schmerzhaft als Waxing ist.
  • Verlangsamung des Haarwachstums: Wendest du die Methode des Sugarings regelmäßig an, soll dies das Haarwachstum verlangsamen. Außerdem sollen die Haare nach der Behandlung dünner und heller nachwachsen.
  • 100 Prozent natürliche Inhaltsstoffe: Zucker, Zitronensaft und Wasser enthalten keine allergieauslösenden Inhaltsstoffe.
  • Kaum Verpackungsmüll: Wachsstreifen aus der Drogerie sind oft aufwendig verpackt, von Nassrasierern ganz zu schweigen.

Wenn du die Sugaring-Paste nicht selbst machen willst, kannst du sie auch schon fertig kaufen.

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