Haarausfall kann das Aussehen eines Menschen nachhaltig verändern und die Lebensqualität beeinträchtigen. Viele Männer leiden unter dünner werdendem Haar, Geheimratsecken oder einer beginnenden Glatze. Glücklicherweise gibt es verschiedene Methoden, um dem entgegenzuwirken und das Haar optisch zu verdichten. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die gängigsten Verfahren zur Haarverdichtung speziell für Männer mit kurzen Haaren.
Bei der Kopfhautpigmentierung oder Mikrohaarpigmentierung (MHP) handelt es sich um eine nicht invasive Methode zur optischen Haarverdichtung. Dabei werden spezielle Farbpigmente mit unterschiedlichen Nadelgrößen in verschiedenen Winkeln und Verteilungsraten in die Kopfhaut appliziert, um eine zurückweichende Haarlinie wiederherzustellen, eine Vollglatze optisch aufzufüllen, ausgedünntes Haar bei einem diffusen Haarausfall dichter erscheinen zu lassen oder Narben zu verbergen.
Die feinen sterilen Nadeln, die bei einer MHP eingesetzt werden, dringen nicht so tief in die Kopfhaut ein wie bei anderen Techniken. Während beispielsweise bei einer Tätowierung die Farbe in die 3. Hautschicht eingebracht wird, werden die Pigmente bei der MHP lediglich in die zweite Hautschicht eingebracht. Die Farbpigmente verblassen dadurch mit der Zeit. So kann die Haarpigmentierung im Laufe des Lebens an eine sich veränderte Haarfarbe oder Veränderungen im eigenen Stil angepasst werden.
Für die Mikrohaarpigmentierung werden bei prohair keine herkömmlichen Tätowierfarben, sondern ausschließlich getestete, hypoallergene, sterile und zertifizierte Pigmente frei von Nickel oder anderen Schadstoffen verwendet. Allergische Reaktionen sind daher nahezu ausgeschlossen.
Mit der Mikrohaarpigmentierung (MHP) können wir unabhängig von der Haarlänge lichtes Haar verdichten und Geheimratsecken, Tonsuren sowie Vollglatzen auffüllen. Die Haarpigmentierung kann sowohl bei kurzem als auch bei langem Haar zum Einsatz kommen. Die Haarpigmentierung bietet ebenso eine ästhetische Lösung bei auffälligen Narben auf der Kopfhaut.
Bei prohair steht vor jeder Behandlung ein unverbindliches persönliches Gespräch. Unsere Haarspezialisten erfassen zunächst Ihre Krankengeschichte, beurteilen Ihre aktuelle Haarsituation und besprechen die individuellen Behandlungsmöglichkeiten. Fällt die Wahl auf eine Mikrohaarpigmentierung, erläutern Ihnen unsere erfahrenen Berater alle Aspekte der Methode eingehend, wählen gemeinsam mit Ihnen die passende Farbe der Pigmente aus und gehen die Verhaltensmaßnahmen vor und nach der kosmetischen Behandlung mit Ihnen durch.
Wenn Sie sich für eine Behandlung entscheiden, wird diese in mehreren Sitzungen in Abstand von wenigen Tagen durchgeführt. Wie viele Termine notwendig sind, ist dabei immer vom Umfang der benötigten Pigmentpunkte und der Größe des zu verdichtenden Areals auf dem Kopf abhängig. Das Ergebnis der Mikrohaarpigmentierung hält bis zu fünf Jahre an.
Ein Toupet ist ein Haarteil, das Männer tragen, um kahle Stellen zu kaschieren. Die Toupets werden aus Echthaar oder Kunsthaar gefertigt. Dabei ist auf eine hohe Qualität zu achten, damit das Haarteil so realistisch und natürlich wie möglich aussieht.
Ursprünglich kommt der Begriff „Toupet“ aus dem Altfranzösischen und ist dem Wort für Haarbüschel, „toup“, entlehnt. So kam die Technik des Toupierens im 18. Jahrhundert als eine Modeerscheinung der Frisierkunst auf, die darin bestand, einzelne Haarsträhnen gegen den Strich zu kämmen. Man konnte mit dieser vorübergehenden Umformungstechnik völlige neue Frisuren entwerfen und fixieren. Auch heute noch wendet man diese Technik an, wenn Bedarf an mehr Volumen und besseren Stand des Haares besteht.
Heute bezeichnet das Wort “Toupet” eine Halbperücke, ein Haarteil oder Haarersatz für lokal begrenzte kahle Kopfpartien. Sie werden individuell an den Träger angepasst und finden zumeist zum Verbergen von Stirn- oder Halbglatzen Verwendung. Sie sind im Grunde unsichtbar, denn sie sollen für Außenstehende nicht erkennbar sein.
Ein wirklich gutes Toupet wird von Außenstehenden nicht als solches erkannt. Es wird individuell an die Kopfform seines Trägers und an die Größe der abzudeckenden kahlen Stelle in Handarbeit angepasst. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, denn niemand wird gerne auf den Haarausfall oder gar den schlechtsitzenden Ersatz für die verlustig gegangenen Haare angesprochen. Sogar der Haaransatz darf auch im nassen Zustand keinerlei Hinweise darauf geben, dass es sich nicht um Eigenhaar handelt.
Wenn Sie sich für ein Toupet entscheiden, ist die Frage grundlegend, ob Sie diesen Haarersatz dauerhaft oder nur zeitweilig tragen möchten. Eine permanente Befestigung sorgt für einen sicheren Halt des Toupets von mindestens einer Woche bis zu mehreren Monaten. Hier kommen hochentwickelte, hautfreundliche Spezialkleber zum Einsatz, die auf die kahlrasierte Stelle des Kopfes aufgetragen werden. Nach einer kurzen Einwirkdauer platziert und befestigt der Zweithaarspezialist dann das Toupet fachkundig.
Ausschlaggebend dafür mag eine sehr sensible, stark schwitzende oder allergiegefährdete Kopfhaut sein, die ein regelmäßiges Abnehmen des Haarteiles notwendig macht. Bei einer nicht dauerhaften Befestigung spielt der Aufwand, das Haarteil abzunehmen und wieder zu befestigen, eine besondere Rolle. Werden dafür Clips verwendet, müssen die eigenen Haare eine entsprechende Länge aufweisen, um daran entweder einzelne Haarsträhnen oder eben ganze Haarersatzteile hinzufügen zu können.
Die hochmoderne technologische Entwicklung erleichtert die Auswahl eines Toupets für Männer keinesfalls leicht. Wäre man früher geneigt gewesen, ohne längeres Nachdenken dem Echthaar den Zuschlag zu erteilen, lassen sich die Vorteile von Kunsthaar längst nicht mehr in Abrede stellen. Sowohl was das Material angeht als auch die entstehenden Kosten. Die zum Einsatz kommenden Hightech-Materialien lassen nämlich auch Kunsthaar hinsichtlich seines Glanzes und seiner Hightech sehr natürlich aussehen. Im Gegensatz zu Echthaar verliert das Kunsthaar auch nicht an Farbe über die Zeit. Ein Nachteil ist allerdings zweifellos, dass Kunsthaar splissanfälliger ist.
Auch die Entscheidung für ein Echthaar-Toupet ist keineswegs banal, sind bei der Wahl doch eine Reihe von wesentlichen Eigenschaften zu berücksichtigen. So müssen sowohl die Farbe, die Dicke und die Struktur zum Haar des zukünftigen Trägers passen.
Eine Montur ist das Grundgerüst einer Perücke oder eines Toupets. Gemeint ist das feinmaschige Netz, auf das die Haare entweder von Hand einzeln oder in kleinen Strähnen geknüpft oder maschinell eingewebt werden. Ist erst einmal die Entscheidung für das Haar gefallen, tut sich die Frage auf, wie es denn nun zum Echthaar-Toupet montiert werden soll. Auch hier gibt es verschiedene Auswahlmöglichkeiten, mit welchen Materialien diese Montur gefertigt sein soll. Die Entscheidung wirkt sich einmal mehr auf die Haltbarkeit des Haarersatzes aus und hat nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden des Trägers. Je nach Massivität der Montur zeigt dies Effekte auf den möglichen Diskretionsgehalt des allgemeinen Erscheinungsbildes.
Eine Montur-Variante ist eine maschinelle Verarbeitung des Haares auf Stoff. Diese Haarteile, auch Tressentoupets genannt, sind im Vergleich zu anderen Montagen recht widerstandsfähig. Leider lassen sie zugleich den Haarersatz ungewöhnlich dick erscheinen. Der Tragekomfort ist sehr eingeschränkt, Männer, die mit dieser Montur ihr Toupet tragen, geraten sehr leicht ins Schwitzen.
Die zweite Montur-Variante ist ein Unterbau mit einem zumeist handgeknüpften feinen Netz. Unter Anwendung dieser Technik entsteht ein sogenanntes Monofilament-Toupet oder auch Lace-Toupet, das wesentlich dünner, jedoch durch den hohen Anteil an Handarbeit allerdings auch wesentlich teurer ist. Hier lässt sich auch am Haaransatz ein recht natürliches Erscheinungsbild erzeugen. Der Tragekomfort ist durch die hervorragende Luftdurchlässigkeit zur vorgenannten Variante unvergleichlich besser.
Schließlich gibt es noch die Unterbauvariante mit einer Folie, die zumeist hautfarben oder farblos ist. In sie sticht der Zweithaar-Experte die Fremdhaare zumeist ein, um ein möglichst natürliches Fallen der Haare zu bewirken. Dies wäre durch die Methode des Verknüpfens nicht möglich. Sehr empfindliche oder leicht schwitzende Menschen können ihre „Skins“ auch mit zusätzlichen Luftlöchern versehen lassen, um den Tragekomfort weiter zu erhöhen. Diese Haarhäute können mitunter dermaßen dünn sein, dass es auch aus nächster Nähe so aussieht, als würden die Haare direkt aus der Kopfhaut sprießen. Je dünner die Folie ist, desto geringer ist allerdings auch ihre Haltbarkeit. Die nicht verknüpften Haare gehen leichter aus und sehr dünne Folien reißen auch schneller.
Die modernste und langfristig wirksamste Methode ist die Direct Hair Implantation, kurz DHI. Anders als bei oberflächlichen Lösungen wie Pigmentierungen oder Toupets, basiert die DHI auf der Verpflanzung körpereigener Haarfollikel. Das Ergebnis: dauerhaft wachsendes, natürlich aussehendes Haar. Besonders für Männer mit lichtem Haar, aber noch ausreichendem Spenderbereich, stellt die DHI-Methode die effektivste Lösung dar.
Die DHI-Methode (Direct Hair Implantation) ist eine Weiterentwicklung der klassischen FUE-Technik (Follicular Unit Extraction). Dabei werden einzelne Haarfollikel mittels Mikrostanzen aus dem Spenderbereich entnommen, und direkt in die Kopfhaut eingebracht. Diese Technik ermöglicht eine besonders dichte, natürliche Haarlinie mit minimaler Belastung für das Gewebe. Im Vergleich zur klassischen FUE-Technik entstehen bei der DHI keine sichtbaren Narben, die Heilungszeit ist kürzer, und das Ergebnis wirkt besonders natürlich.
Die DHI-Technik stellt einen deutlichen Fortschritt in der Ästhetik dar. Männer, die sich für diese Form der Haarverdichtung entscheiden, profitieren von zahlreichen Vorteilen:
Die Haarverdichtung mit der DHI-Methode verläuft strukturiert und in mehreren Schritten. Wir legen wir besonderen Wert auf eine individuelle und ganzheitliche Betreuung:
Die DHI-Methode eignet sich ideal für Männer, die:
Nicht geeignet ist die Methode bei kompletter Glatze oder stark geschädigten Spenderarealen - hier beraten wir Sie gern zu alternativen Optionen.
Grundsätzlich hält die Haarverdichtung mit DHI ein Leben lang. Die transplantierten Haare wachsen dauerhaft weiter, da sie genetisch nicht vom Haarausfall betroffen sind.
Durch die lokale Betäubung ist der Eingriff nahezu schmerzfrei. Viele Patienten empfinden ihn als angenehm und stressfrei.
Nach wenigen Monaten beginnen die neuen Haare zu wachsen. Das vollständige Ergebnis zeigt sich nach rund einem Jahr.
Die DHI-Technik ist eine Weiterentwicklung der FUE und überzeugt durch mehr Präzision, höhere Haardichte und eine narbenfreie Anwendung.
Neben den bereits genannten Methoden gibt es noch weitere Optionen zur Haarverdichtung, die je nach individueller Situation in Frage kommen können:
Bevor man sich für eine Haarverdichtung entscheidet, sollte man die Ursache des Haarausfalls abklären lassen. Hormonelle Störungen, Vitamin- oder Nährstoffmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Infektionen der Kopfhaut können zu Haarausfall führen. Eine adäquate Behandlung der Ursache ist oft der erste Schritt, um den Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum wieder anzuregen.
Tabelle: Vergleich verschiedener Methoden zur Haarverdichtung
| Methode | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Haarpigmentierung | Schnell, schmerzfrei, kostengünstig | Nicht dauerhaft, keine echten Haare | Kurze Haare, gleichmäßige Lichtung |
| Haarteile/Toupets | Schnell, kaschiert sofort, verschiedene Stile | Künstlich, Pflegeaufwand, kann auffallen | Verschiedene Haarlängen, verschiedene Haarausfallmuster |
| DHI-Methode | Dauerhaft, natürlich, narbenfrei | Kostenintensiv, operativer Eingriff | Lichtes Haar, ausreichend Spenderhaar |
| Schütthaar/Streuhaar | Schnell, einfach, kostengünstig | Nicht wasserfest, kann abfärben | Lichter werdendes Haar am Ansatz |
Die Wahl der richtigen Methode zur Haarverdichtung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art des Haarausfalls, der Haarlänge, dem Budget und den persönlichen Vorlieben. Eine individuelle Beratung durch einen Experten ist daher empfehlenswert.
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