Ein üppiges und voluminöses Haar kann das Selbstbewusstsein steigern und den Look komplett verändern. Viele Frauen leiden unter dünnem oder schütterem Haar, kahlen Stellen oder Spliss. Da helfen keine Wundershampoos und auch keine Styling-Produkte, die Volumen und Reparatur versprechen. Deshalb kommt für immer mehr Frauen eine Haarverdichtung in Frage, die in wenigen Stunden wirkliche Wunder bewirken kann.
Unser Guide klärt dich über Kosten, Methoden und die Haltbarkeit von Haarverdichtungen auf.
Die Haarverdichtung unterscheidet sich vor allem durch heiße und kalte Methoden sowie der Haltbarkeit der Verdichtung.
Wie der Name schon sagt, geht es bei einer Haarverlängerung darum, die Haare länger zu machen. Beim Verdichten ist das Ziel hingegen einzelne Bereiche - zum Beispiel die Seiten bei einem Bob - oder die gesamte Endlänge aufzufüllen und die Haare nicht länger, sondern wirklich nur voller zu machen", erklärt Julia Dieck. Dafür kommen die gleichen Extensions-Techniken zum Einsatz: "Wefts, Tapes und Bondings eignen sich sowohl für Haarverlängerungen als auch für -verdichtungen.“
Julia Dieck arbeitet am liebsten mit Bonding-Extensions von Great-Lengths. "Die Bondings sind aus Keratin, dem Hauptbestandteil unserer Haare und sie werden nicht mit Hitze, sondern mit Ultraschall eingearbeitet. Das schont das Eigenhaar", erklärt dir Expertin für Haarverlängerungen. "Außerdem werden die Bondings bei Great Lengths nicht komplett geschmolzen und anschließend zwischen den Fingern gerollt, wie bei anderen Herstellern, sondern nur weich gemacht und anschließend zu einer Art Päckchen gefaltet. Dadurch sind die Verbindungsstellen ganz flach, aber auch etwas breiter." Was allerdings den Vorteil hat, dass die Haare aufgefächert fallen und sich nicht zu den Spaghetti-Strähnen bündeln, die sicher vielen Menschen in den Kopf kommen, wenn sie an Extensions denken.
Dünnes Haar ist meistens genetisch veranlagt oder hormonell bedingt und nur schwer zu bekämpfen. Solange das Deckhaar nicht zu licht ist, lassen sich verschiedenste Arten von Extensions ganz einfach bei jedem Haartyp einsetzen.
Bei schütterem Deckhaar hilft die Tophair-Methode, bei der ein Haarteil aus Deckhaaren am Oberkopf befestigt wird. Somit kann wirklich jedes Haarproblem behandelt werden.
Bei einer Haarverdichtung ist es wichtig, dass der natürliche Haarton und die eigene Haarstruktur mit den Extensions übereinstimmt. Die Haarverdichtung ist meist unauffälliger als eine Haarverlängerung, da sie fließend in die eigene Länge übergeht und bestenfalls niemanden auffällt.
Wenn man sehr dünnes Haar hat, sollte man nicht zu der Bonding-Methode greifen, da diese durch die Verbindungsstelle schneller sichtbar ist als Tapes. Die künstlich angebrachten Haare sollten sich immer fließend mit dem Naturhaar vermischen.
Wie lange Haarverdichtungen halten, kommt auf die ausgewählte Methode an.
Allgemein gilt: Je besser du deine Haarverdichtung pflegst, desto länger hält sie sich.
Die Kosten einer Haarverdichtung hängen von der Haarqualität, der ausgewählten Methode, der Länge sowie der Menge ab, die man sich wünscht. Wenn man Geld sparen möchte, kann man sich Extensions im Internet bestellen und von einem Friseur, der das anbietet, einarbeiten lassen. So kann man sich einen Aufpreis durch Materialkosten sparen, hat allerdings auch keine optimale Farb- und Strukturberatung.
Wenn man sich dafür entscheidet das Ganze in Profihände zu geben, kann man schnell bei 1000 Euro und mehr landen.
| Methode | Haltbarkeit | Kosten |
|---|---|---|
| Clip-in-Extensions | Temporär | 50 - 200 € |
| Tape-in-Extensions | Bis zu 1 Jahr (alle 6 Wochen hochsetzen) | Ab 500 € |
| Bondings | Bis zu 6 Monate | Ab 1000 € |
| Tressen | Bis zu 2 Monate | Ab 300 € |
VOGUE Beauty-Chef Philipp Wehsack teilte seine Erfahrungen mit Extensions für mehr Volumen:
Ich habe feine Haare. Viele davon. Aber die einzelnen Haare oder besser Härchen haben einen so geringen Durchmesser, dass selbst die Masse davon auf meinen Kopf in Summe ziemlich dünn aussieht. Mein Pferdeschwanz erinnert eher an ein Kindergartenkind. Trotzdem wollte ich schon immer gerne lange Haare tragen. Deshalb züchte ich meine Haare nun bereits seit vier Jahren und habe zwischendurch die Abkürzung zu einer XL-Mähne genommen: Extensions. Mit ein paar Stunden Zeit und dem nötigen Kleingeld lässt sich die eigene Haarlänge und -Menge damit innerhalb weniger Stunden verdoppeln.
Gut gemacht - und das ist tatsächlich der entscheidende Parameter - schaden Extensions dem Eigenhaar nämlich überhaupt nicht. Im Gegenteil, die Extra-Strähnen legen sich wie eine schützende Ummantelung um das eigene Haar und sorgen dafür, dass die Haare auf den Schultern nicht mehr abbrechen. Ich habe es so endlich geschafft, meine Haare, die sonst wirklich immer abgebrochen sind, von Schulter- auf Brustlänge zu züchten.
Was mir allerdings nach wie vor fehlt, ist Volumen. Vor allem die Spitzen sind noch ordentlich in Mitleidenschaft gezogen von früheren Blondierungen aus USA-Urlauben. Sie sind dünn und ausgefranst. Ich entscheide mich deshalb, mich bei einem Hamburg-Besuch von der Friseurin meines Vertrauens, Julia Dieck, beraten zu lassen.
Sie sagt: "Die Haare sind super gewachsen. Die Spitzen können wir mit nur einer Reihe Extensions perfekt auffüllen - so sehen die Haare nicht nur voller, sondern auch viel gesünder aus." Die Expertin holt einen Ring mit Extensions-Strähnen der Marke Great Lengths, übrigens der Weltmarktführer mit der besten Haarqualität. Darauf finden sich alle möglichen Haarfarben: Blond, braun, rot, schwarz - sogar pink ist dabei.
In meinem Fall entscheidet sich die Expertin für einen aschigen hellen Braunton und ein Goldblond mit braunem Ansatz, um die Höhen und Tiefen in meinem Naturhaar aufzugreifen und einen Balayage-Effekt zu imitieren. Die Haare bestellt sie anschließend direkt beim Hersteller und schon ein paar Tage später kann ich zum Einsetzen wieder in den Salon kommen.
tags: #haarverdichtung #kosten #erfahrungen
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